Diese Website hat an keiner Stelle das Ziel, zu bewirken, dass jemand eine Gewalttat begeht.

Sie ist eher sowas, wie ein Kurzschlußstecker, um das Kraftwerk des Faschismus lahm zu legen. Die Wahrheit eben.







Vorab erst mal hier eingestellt:

Psychiatriebericht:

Aus dem einstigen wohltuenden Sanatorium von Freud, wo man im Hotel am Pool lag und geistreiche Gespräche führte und sich bedienen liess, ist unter dem Einfluss der Nachkriegsnazis aus der Psychiatrie nichts geworden, als ein paralleles mittelalterliches Justizsystem, das mit Foltermitteln Dinge zwangsdurchsetzt, die in keinem zivilisierten Gesetzbuch mehr stehen. Das Besteck ist das gleiche: Folterchemikalien,z.B. Haldol, Elektroschocks und Schlafentzug. Erfolgreiche Anpassung zur “Unauffälligkeit” gilt als Erfolg: Wem unauffällig? Dem Staatsanwalt, oder irgendwelchen Nazis, die einen mit irgendeinem hexenjad-ähnlichen Vorgang in den Zustand der “Auffälligkeit” hinein denunzieren?
Ohne öffentliche Verhandlung, ohne Verteidiger, ohne irgendwelche Schutzrechte.

Hilfe kriegt man dort nicht. Das ist eigentlich das schlimmste.
Man kriegt nur bei Folterstrafe verboten, danach zu suchen.
Und dann geht man hinterher im Verborgenen kaputt.
Und niemand wird davon belästigt.

Nachtr. 2016: Sowas kriegt ein armes Psychiatrieopfer noch nach Jahrzehnten mal eben um die Ohren gehauen Seid ihr bescheuert? Ich kam grad vom Arzt, der sich bitterlich beklagte, dass ich die Blutzuckermedikamente nicht so genommen habe, wie sie gern wollte und was ich nun erwarten würde usw. und wenn man nach zwei Stunden später Hause kommt, liegt sowas im Briefkasten. Seid ihr bescheuert? Ich kann seit Tagen nicht ausreichend schlafen vor Angst, muß deshalb Extra-Pillen nehmen. Dann geht’s ausreichend, aber nicht gut. Ja, ich weiß, alles bloß Zufall und wer's glaubt ist „normal“. Monophren. Ich meine, man schreibt doch auch keinem Holocaust Überlebenden einen Brief: „Na, wollen Sie Auschwitz mal wieder besuchen? Sie brauchen aber nicht zu kommen, wenn Sie nicht wollen...“ Und das direkt nachdem man sich beklagt hat, dass er die öffentliche Ordnung stört. Na, klar, stört er!

Bericht:
erster und wesentlichster Teil:

Es war Anfang der 80er Jahre, als ich die erste Bekanntschaft der Psychiatrie machte. Ich litt darunter, dass ich ständig bevormundet schickaniert und gedemütigt wurde, vor allem auch von meinen Eltern, die sich vermutlich irgendwie schämten, weil sie mich einerseits irgendwie für feige andererseits irgendwie für liederlich hielten und die vermutlich von anderen Familienmitgliedern die Hölle heiß gemacht bekamen, wegen der schändlichen Angelegenheit mit ihrem Sohn, oder so ähnlich. Natürlich bot das demütigende Verhalten meiner Eltern auch Trittbrettfahrern jede Menge Gelegenheit mitzufahren, so dass ich bei den Dingen, die nicht persönlich ausgeführt wurden letztlich auch nicht sicher sagen kann, wer dahintersteckte. Die, die immer wieder kamen und mich belästigten und sich meine Wutausbrüche abholten, waren jedenfalls in erster Linie meine Eltern. Andere hätt ich ja auch einfach rausgeschmissen, die konnt' ich nicht, da sie ja für meinen finanziellen Unterhalt zuständig waren.
Ich hatte auch jede Menge Grund, wütend zu sein. Da war die Sache mit der festen Freundin, die mir immer mehr aus den Händen glitt, nicht so sehr wegen ihrer natürlichen Eigenschaft als Männermagnet, sondern eben auch wegen gezielter Machenschaften, die eigentlich ungefähr 4 Nummern zu groß waren für jemanden, der einfach nur um diese, nicht so extrem attraktive Frau konkurriert hätte. Leute, die es nötig hatten, sich an diese Frau ranzumachen, hätten niemals solche Mittel zu Gebote gehabt, sonst hätten sie sich was weitaus besseres nehmen können.
Nun ist es ja nicht verboten, Detektive anzuheuern und es ist auch nicht verboten, Autoren von Zeitungen und anderen Medien anzuheuern, um eine bestimmte Frau anzumachen, und einen bestimmten Typen zu provozieren, jedenfalls gab es damals weniger diesbezügliche Gesetze und vor allem war das bei dieser Schuhnummer alles für den Arsch, weil sich nichts davon nachweisen liess. Dass kann man immer nur bei dem armen Würstchen, der alles selber machen muß. Also bei mir. Ich „war“ also verrückt. Es ließ sich nichts nachweisen, es hätte genausogut eine Behörde dahinterstecken können, obwohl man bei der davon hätte ausgehen müßen, dass sie genug juristischen Verstand besessen hätte, um das verbrecherische ihres Tuns zu erkennen.
Andererseits gab es auch Dinge, die offensichtlich verboten waren, wie das Eindringen in meine Wohnung und das verwanzen derselben.
Leider war der Gegner nicht nur in meine Wohnung eingestiegen, sondern auch in mein Hirn, weil er ja durch die Wanzen wusste, was ich dachte, und mich (beleidigend/provozierend) anmachen konnte, ohne dass es jemand anderes mitbekam. Zum Beispiel einen immer wieder mit Schachberichten über das „wegnehmen der Dame“ auf diversen Kommunikationskanälen zu belästigen.
Über diese Geschichte hab ich dann bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet.
Soweit ich mich erinnere war ich wohl zweimal da, das zweite Mal ein, zwei Wochen später, ob sie wohl irgendwas herausbekommen hätten.
Jedenfalls erinnere ich mich noch an einen blöden Typen von Bullen, noch ziemlich jung, der mich offensichtlich nicht ernst nahm, mich fragte, ob ich denn schon mal richtig gebumst hätte und dämlich grinste und so. Wohl weil ich mich wegen der Frau so anstellte. Ich erinnere mich auch, dass mir beim zweiten Mal der Typ eine Zigarrette anbot aus einer halbvollen Schachtel, die genauso aussah, wie die, die ich zwei Tage zuvor in den Müll geworfen hatte, weil ich das Rauchen aufhören wollte. Ich trug damals einen auffälligen selbstgemachten Button gegen das Rauchen. Einen von der peinlichen Sorte. Das war meine Strategie um die Aufmerksamkeit von Passanten zu knacken. Ich trug ihn ja nicht für die Attraktivität, sondern für die Gesundheit. Ob das mit dem zigarrettenanbieten aus meiner eigenen(?) Schachtel hieß, sie hatten tatsächlich etwas getan und einfach im Müll der Nachbarschaft gewühlt, ob da etwas auffälliges war? Aber nichts gefunden, als meine Zigarretten? Jedenfalls wollten sie wohl nichts (weiteres) für mich tun und ich hab den Kerl dann angebrüllt, dann soll er mich doch gleich erschiessen. Dann meinte der Kerl, er wüßte vielleicht doch jemanden, der mir helfen könnte und kurz darauf wurde ich im Krankenwagen abgeholt. Das war natürlich noch beschissener, als ein Bulle, der seine Arbeit nicht macht, oder nicht kann, aber dagegen konnte ich leider nichts machen. Ich wurde jedenfalls zwangseingewiesen. Ich erinnere mich noch an ein Aufnahmegespräch mit einem dunkelhaarigen beweglichen Psychiater, der mir eigentlich recht verständig vorkam. Auf dem Fensterbrett stand ein Schachspiel. Ich sagte zu ihm sowas wie: Sie wissen so gut, wie ich, dass das sinnlos hier ist, weil ich nicht krank bin und nur die Kripo mein Problem lösen könnte, wenn sie denn wollte, und kein Psychiater. Sollen wir nicht lieber eine Partie Schach spielen? Jedenfalls haben wir diese Partie Schach gespielt und er hat vermutlich hinterher in Akten sowas geschrieben wie „Einschätzung allgemeinen Intelligenzniveaus durch Schachspiel“ oder so. Das Spiel dauerte nicht lange, ich konnte eigentlich nicht mehr, als zu wissen, welche Züge die Figuren machen können. Auch wenn Intelligenz unverzichtbar ist, ist beim Schach ja aber auch unendlich viel, das ich einfach durch Fleiss hätte lernen können. Ich habe das also nie überbewertet.
Dann wurde ich auf eine geschlossene Station gebracht. Das war im Landeskrankenhaus in Münster, auch als LKH bekannt.
Als ich da reinkam dachte ich gleich, man wollte mir wohl eine Straflektion erteilen, denn offensichtlich hatte man mich nicht in eine Station gebracht, in der intelligente Leute darüber hätten discutieren können, was denn nun Wahrheit ist, Einbildung und wie man beides auseinanderhält, oder so. Statt dessen kam mir gleich in der Nähe ein junger Mann mit dämlichem starrem Grinsen im Gesicht entgegen, der sich nicht richtig bewegen konnte und offensichtlich einer von den armen Schwachsinnigen war, die unter spastischer Lähmung litten. Es gab sogar mehrere mit spastischer Lähmung und offensichtliche Alkoholiker mit aufgedunsenem Gesicht und durch viele Delirien verlorenem Verstand. Bei der Aufnahme auf Station wies man mir dann ein Bett in einem Dreibettzimmer zu und fragte mich, ob ich Medikamente nehmen wollte. Nein ich wollte keine Medikamente, aber nach vielem Drumherumgerede mußte ich sie dann doch nehmen. Ich mußte unter Aufsicht ein Becherchen mit einer flüssigen Medizin nehmen und drei orange Tabletten gab man mir in die Hand. Natürlich habe ich die drei orangenen Tabletten später auf der Toilette entsorgt.
Das war also der running Aufnahme-Gag auf dieser Station: Man zwang die Leute, Haldol Tropfen in potentiell tödlicher Dosis zu nehmen und gab ihnen das Gegenmittel in die Hand, ohne ihnen zu sagen, dass man es brauchte um nicht zu sterben, oder jedenfalls keine Qualen zu leiden. Ja, und die Spastiker, das waren nämlich auch alles nur ganz normale Leute, die unter den „Nebenwirkungen“ von Haldol litten.
Es war also klar, es ging um totalen Terror, totale Unterwerfung, Kadavergehorsam.
Auch mir blieb nichts anderes übrig, als ein paar Stunden später an der Stationswache angekrochen zu kommen und winselnd um irgendein Mittel gegen die quälenden Lähmungen zu betteln. Angekrochen ist nicht ganz übertrieben, denn gehen konnte ich wegen dieser Lähmungen oft nicht mehr, man kriegt das Knie gebeugt, aber nicht mehr grade. Das Gesicht verzerrt sich zu einem dämlichen Grinsen, und man kann nicht richtig reden, weil auch die Zunge irgendwie nicht mehr will, und wenn es ganz schlimm kommt, hat man Mühe überhaupt noch atmen zu können, bzw. nächste Stufe dann vermutlich Exitus, die ich aber bei dieser Gelegenheit nicht mehr erlebt habe. Es gab ein Gegenmittel, das hieß Akineton und war offiziell ein Mittel zur Behandlung von Parkinson-Kranken. Darum hatte es sich auch bei den orangenen Pillen gehandelt. Es gab aber auch weisse Akineton Tabletten. Dieses Mittel wurde aber natürlich nicht großzügig ausgegeben, damit niemand auf der Station leiden müsse. Im Gegenteil man mußte beim Arzt betteln, damit man welche verordnet bekam und natürlich immer nur eine zu niedrige Dosis, die man auch nur bekam, wenn man nicht etwa solche Sachen sagte, wie man wolle Strafanzeige gegen die Ärzte einreichen. Das nämlich war ein Indiz von Wahnvorstellungen und erforderte natürlich eine höhere Dosis Haldol, die man prompt aufgeschrieben bekam. Wär ja auch dämlich gewesen, das wirklich zu versuchen, nachdem grade der Versuch eine Strafanzeige aufzugeben mich dorthin gebracht hatte. Aber auch die bloße Drohung damit war nicht empfehlenswert, denn diese Schweine fühlten sich bei ihren Verbrechen vor der Justiz so sicher, wie in Abrahams Schoß. Sie waren allmächtig und sie waren dumm und böse. Vermutlich hatten sie schon den einen oder anderen mit Haldol umgebracht und die Sache mit einer selbstgestellten falschen Diagnose mühelos vertuscht. Und welcher Richter hätte schon etwas gegeben auf das gestammel eines sabbernden idioten mit irrem Grinsen, falls der denn noch hätte stammeln können, wenn man ihm alternativ eine elegante lateinische Diagnose für „spinner“ angeboten hätte, mit Weißkittel autorität und auch noch vorgetäuschter Anteilnahme? Also man hatte wirklich keinerlei Rechte mehr. Und nicht nur, dass man diese Lähmungen hatte, gab es ja auch andere Muskeln die bei dieser Behandlung in Daueranspannung waren und ständig weh taten, vor allem der Rücken.
Und dieser Zustand muß man sich dann vorstellen wurde einem über Wochen und Monate angetan, täglich mußte man zig mal vor ignorantem Personal angekrochen kommen und um Akineton betteln, oft hatte man totale Krämpfe und konnte sich nicht bewegen und jedenfalls tat einem immer irgendwie der Rücken weh und man wusste nicht, ob im nächsten Moment die Beine versagen. Schlafen darf man auf so einer Station normalerweise tagsüber nicht und auch nachts wälzte man sich ständig herum, weil einem der Rücken von den Neuroleptika-Krämpfen in jeder Position irgendwie weh tut. Und man wusste nicht, ob das jemals aufhört, mußte vielmehr annehmen, dass die jetzt bis zum Lebensende so weiter machen. Welches man sich nur baldmöglichst herbeiwünschte, wenn es denn nicht so qualvoll und natürlich streng verboten gewesen wäre.
Einziges Ziel dieser Folterung: Man sollte die Diagnose der „Ärzte“ anerkennen zugeben, ja auf eigene Initiative behaupten, dass man unter Wahnsinn leide und dringend das Medikament Haldol benötige, welches aber leider Nebenwirkungen hätte, so dass man auch um etwas Akineton bäte... Und natürlich mußte man auch sämtliche Klagen vonwegen Wanzen und Wohnungseinbruch unzulässiger Manipulation usw. dementieren und als peinliche überwundene Dummheiten beiseitewischen.
Nachdem ich diese Kriechtour unter großen Qualen dann nach Monaten endlich gelernt hatte, war ich dann wohl etwas „gesünder“ geworden und wurde auf die offene Station umquartiert.

Ich denke heute noch, dass es gerechtfertigt wäre, jedem, der sich an soetwas beteiligt sofort ohne Proßess den Kopf abzuschlagen um zu verhindern, dass er damit weitermacht. Leider sind die Machtverhältnisse umgekehrt. Ich habe keinen Knopf auf den ich drücken kann um soetwas zu bewirken. Ich würde es sofort ohne zu überlegen tun. Sie haben das ja nicht nur mit einem gemacht, sie haben das mit tausenden gemacht. Rechtsmittel Fehlanzeige, also Notstandsrecht. Leider bin ich jetzt in der beschämenden Lage, dass ich auch noch sagen muß, dass ich dieses Urteil ganz bestimmt nicht zu vollstrecken versuchen werde, um nicht am Ende als angeblicher gefährlicher Irrer wieder in der Folterpsychiatrie zu landen, grade, weil ich mich darüber beklage und die moralischen Werte in die richtige Ordnung rücke.
Erstens hat sich die Psychiatrie vielleicht etwas verbessert, und so excessive Folterungen, wie damals im LKH sind heute hoffentlich eher seltene Randerscheinungen, obwohl das „Medikament“ Haldol noch immer nicht verboten ist, und noch verordnet wird. Ich habe bei mehreren späteren Psychiatrieaufenthalten zwar im Prinzip immer wieder dieselben dämlichen Aussageerpressungen statt Therapie vorgefunden, aber nicht mit einer solchen excessiven Dosishärte, wie damals im LKH. Das ist das eine. Das andere ist, dass ich wohl kaum Gelegenheit hätte, mehr als eines dieser Schweine zu enthaupten, bevor man mich fängt und vermutlich zu Tode foltert. Das ist mir zu billig. Für mein Leben würde ich gerne wenigstens zwanzig von den Schweinen mitnehmen. Für einen einzigen bin ich mir zu schade. Was soll sich der Typ denn wohl noch was darauf einbilden? Hat mir grade noch gefehlt. Das dritte ist, dass es die Wanzen eben blöderweise in Wirklichkeit doch gibt und ich deshalb wohl kaum Gelegenheit hätte, unbemerkt Vorkehrungen zu treffen, um einen Psychiater-Kongress in die Luft zu sprengen. Und wer weiss ob nicht die, die wenigstens noch zu Kongressen gehen, statt einfach borniert weiterzumachen nicht grade die besseren von der Zunft sind? Es ist auch garnicht zu bestreiten, dass man Psychiater braucht. Nur nicht um so einen Scheiß zu machen. Gute Psychiater wären sehr nützlich. Hinzu kommt auch, dass mich vermutlich Marion verpetzen würde, wenn ich sowas versuchen würde. Des weiteren kommt hinzu, dass es auf jeden Fall eine Art Selbstmordmission wäre, denn Hoffnungen nicht erwischt zu werden kann ich mir kaum machen. Wieviele Leute gibt es schon in der Gegend, die Psychiater hassen und die Fähigkeit besitzen, eine Bombe zu basteln? Ein Dutzend vielleicht? Da brauchen die noch nicht mal jemanden persönlich zu belästigen, sie brauchen nur einen Hund an den Tatort-Spuren und Geruchsproben von den 12 Leuten riechen zu lassen, dann wissen sie, wer's war. Und mein Bastelstil ist für einen Experten auch mindestens so eindeutig, wie ein Fingerabdruck. Hinzu kommt, dass die unauffällige Beschaffung von Chemikalien und ähnlichem ohne Auto auch nicht mehr so einfach ist. Selbst wenn ich es machen könnte hätte ich also keine Chance unentdeckt zu bleiben. Es sei denn, der Geheimdienst sieht die Rechtmäßigkeit meines Tuns ein und unterstützt mich. Dann kann er's aber besser gleich selber machen. Das war ein bischen mein Gefühl, als das World Trade Center zusammenkrachte. Es ist eben einfach so, ich kanns nicht, es ist nur ein Rechtsgutachten, kein Plan. Ich möchte meinen Leser dadurch nötigen, sich eindeutig zwischen Täter und Opfer zu entscheiden, statt in einer wischi-waschi-Allerweltshaltung zu verbleiben. Wenn sie jetzt noch nicht akzeptieren, dass das Schwerverbrecher waren, erübrigt sich jedes Weiterlesen. Darum dieses Rechtsgutachten. Es handelt sich um keinen Plan. Ich hoffe, dass diese Erklärung ausreicht, um mir meine Freiheit zu bewahren.

Offene Station, das heißt, man darf sich zu bestimmten Zeiten abmelden und kann dann im Park spazierengehen. Später dann, wenn man immer pünktlich wiedergekommen ist, auch weiter. Auch wird einem das Haldol gesenkt und das Akineton erhöht, so dass man meistens tatsächlich gehen kann, auch wenn einem der Rücken ständig weh tut. Ab und zu muß man sich vielleicht mal hinsetzen und warten, bis sich die Neurotransmitterpegel wieder erholt haben und man die Beine wieder normal grade machen kann. Die Verzerrungen der Gesichtsmuskeln spürt man zwar manchmal noch, aber sie sind nicht mehr so stark, dass ungeübte Fremde sie bemerken. Allerdings darf man nicht zu viel reden, sonst erschöpfen sich die Neurotransmitter auch dort. Später bin ich dann einmal sogar ins nahegelegene Freibad gegangen, wo ich an diesem Tag fast der einzige Badegast war. Das war sehr gewagt, weil ich vielleicht ertrunken wäre, wenn mich die Lähmungen mitten im Schwimmbecken erwischt hätten. Es war aber schön kühl und erfrischend. Mit dem Typ, der mir bei meiner Einlieferung mit dem spastischen Teufelsgrinsen entgegengetaumelt war, bin ich dann später in der Stadt am Bahnhof in Pornokino gegangen und wir haben uns zusammen so einen schweinischen Fickfilm angesehen. Ich war der Anstifter und habe auch bezahlt. Der Typ war wie sich herausgestellt hat völlig normal, wenn auch nicht grade herausragend helle. Er hatte irgendwas dämliches gemacht, ich weiss nicht mehr was, irgendwas von der Klasse, jemand böses ein Feuerzeug an die Tür zu halten oder so. Jeder, der jemals etwas anderes als eine Zigarette angezündet hat, weiss, dass eine hölzerne Wohnungstür dadurch nicht in Brand gerät und nur ein schwarzer Rache-Streifen zurückbleibt. Und ich vermute, dass das Opfer der Feuerzeugattacke vermutlich eher verdient hätte, dass ihm die Wohnung wirklich abgebrannt wäre, spätestens nach dieser Denunzierung. Jedenfalls hatte der Typ genug Grips um sich irgendwie mit ihm zu unterhalten. Mit solcherlei Ausflügen hat man dann versucht, sich selbst zu beweisen, dass man noch einen Rest von Autonomie bewahrt hatte. Man mußte zwar „normal“ sein, aber wenigstens nicht auch noch „moralisch“ und man konnte sogar heimlich mit dem Risiko des Ertrinkens spielen - und gewinnen. Allerdings haben wir auch nicht erzählt, wo wir genau gewesen waren. Obwohl man versucht hat, wenigstens alle par Tage der Sache so ein Highlight aufzusetzen war natürlich der Aufenthalt in der offenen vor allem fast immer auch eine ständige Qual.

Eine besonders demoralisierende Foltermethode ist oft auch die sogenannte „Arbeitstherapie“. Offiziell ist das sowas, wie, dass man die Leute Körbe flechten lässt, oder sie zum Bildermalen anhält oder zum Teppichknüpfen oder sowas halt, damit sie mal auf andere Gedanken kommen und sich selbst und ihre Fähigkeiten als etwas positives erleben, durch das sie zu Erfolg und Selbstbestätigung gelangen können.
Das ist ungefähr so wahr, wie der Spruch „Arbeit macht frei“ über dem Eingang zum Konzentrationslager.
Wenn ihnen zu dem ganzen schönen Scheiß nämlich die notwendigen Neurotransmitter fehlen, die man ihnen mithilfe von Haldol entzogen hat. Ausserdem sind das natürlich Arbeiten, die sowieso weit unter dem geistigen Niveau von Arbeiten sind, mit denen ich mich ohne Zwang jemals ernsthaft beschäftigen würde. Beschäftigungen für Kindergartenkinder eben. Wobei ich nicht bestreiten würde, dass das Korbflechten in professioneller Qualität und mit professioneller Routine auch eine Sache ist, die einiges an Lernen erfordern würde. Statt dessen ist diese Arbeit eine besonders heimtückische Art der Demoralisierung. Ich weiß nicht, ob sie schon einmal mit 40 Grad Fieber im Bett gelegen haben, ohne Paracetamol und sowas. Dann können Sie sich eine ungefähre Vorstellung davon machen, wie man sich unter einer solchen Haldol-Dosis fühlt. Jeder vernünftige Mensch würde sich die Decke über den Kopf ziehen, und versuchen gar nichts zu machen und vor sich hin zu dösen und zu warten, bis es vorüber geht. Jetzt stellen Sie sich vor, man klingelt sie morgens in diesem Zustand rabiat aus dem Bett, sie müssen appetitlos frühstücken spielen und noch mehr von dem Foltermittel aus einem Becherchen schlucken, anschließend müssen sie irgendwie auf Stühlen an Tischen sitzen, während Ihnen der Rücken weh tut und sie derart kaputt sind, dass sie aufpassen müssen, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu fallen. Bestenfalls können Sie auf dem Gang hin und her gehen. Dann klingelt man sie wieder und sie müssen mit 40 Grad Fieber zur Arbeitstherapie wanken, dort so tun als ob sie Körbe flechten, ohne sich dabei erwischen zu lassen, dass sie sich schonen. Und anschließend wieder zurück auf Station. Kein Mensch würde sowas ohne härtesten Zwang mitmachen. Das hat es in Deutschland soweit ich weiss, seit den KZ's nicht mehr gegeben. Aber natürlich stehen Sie unter härtestem Zwang. Denn wenn Sie erwischt werden, dass Sie tags im Bett liegen, oder dass sie mit dem Kopf auf dem Tisch liegen, oder es gar wagen, sich zu beklagen über irgendwas, dann ist das ein Krankheitsrückfall und ihnen droht auf die geschlossene Station zurückzumüssen mit den dortigen extremen Haldol-Dosen, oder falls sie noch auf geschlossener sind, dass man ihnen die Dosis erhöht. Das einzig gute an der Arbeitstherapie ist, dass sie mal aus den Räumlichkeiten herauskommen woandershin. Denn natürlich will man nur noch weg von dem ganzen Löffel- Spritzen- und Teetassen-Geklapper auf Station. Verstehen Sie den Wahnsinn? Während Sie einerseits ständig gefoltert werden, zwingt man Sie gleichzeitig irgendwelchen Kindergartenkram zu machen und so zu tun als wäre das alles normal und Sie wären damit glücklich. Die extreme Hölle war dann gegen Ende meines Aufenthalts die Arbeitstherapie in der LKH-eigenen Gärtnerei. Im Prinzip war das Arbeit, die ich vielleicht durchaus gerne gemacht hätte unter anderen Umständen, als Ferienjob vielleicht, wenn man mich anständig bezahlt hätte: Mit Fingerspitzengefühl Pflänzchen in kleine Töpfchen pikieren und dabei richtig was leisten, oder schwitzend mit nacktem Oberkörper in praller Sommersonne meine Muskeln auf offener Strasse zu präsentieren, beim zusammenrechen und Aufladen von Strauchschnitt, den der Gärtner mit der Heckenschere aus dem Gebüsch produziert hatte. Unter Haldol Einfluss (quasi 40Grad Fieber) stellte sich die Sache so dar: Irgendwie zu versuchen so zu sitzen oder zu stehen, dass einem der Rücken nicht ständig entsetzlich wehtat, was einem aber nicht gelang und während einem die Kraft fehlte die Arme ständig auf die Arbeitshöhe mit den Töpfchen zu heben, weil auch das Aufstützen auf dem Tisch irgendwie nicht ging, die Zeit bis zum Ende der Arbeitstherapie irgendwie ohne Ausfall zu überstehen und so zu tun, als wäre man ständig damit beschäftigt, kleine Pflänzchen auszuzupfen und in Töpfchen zu setzen. Dass man sich anhören musste dass man eine Niete wäre und nichts könnte, war natürlich gemein, aber vergleichsweise belanglos, wenn nur nicht auffiel, dass man in Wirklichkeit nur das einzige Problem hatte, diese Höllenstunde irgendwie zu überstehen. Noch schlimmer war die Gartenarbeit an der Hecke, weil man dafür wirklich Kraft brauchte und die Sache besonders an die Neurotransmitter-Pegel ging und man auch noch unter Hitze und Durst litt. Man war ja auch jeden Moment unter Beobachtung und konnte sich nicht hinsetzen. Ich wäre besser ohne Haldol bei Rommel in der verlorenen Wüstenschlacht gewesen, als mit Haldol bei dieser Gartenarbeit. Obwohl: warum eigentlich die Heldendenkmäler alter Männer stürmen, die mir nie etwas getan haben? Sagen wir so: Ich wäre lieber wie irgendso'ne Oma in der Abstellkammer eines Altenheims unbeachtet verreckt, weil kein Zivi da war, oder was auch immer die Vorwürfe waren, die diese hirnlosen Verbrecher mir machten.*Und ihre Helden. Allerdings hat man die Alten in der Abstellkammer damals vermutlich auch mit Haldol gefoltert. Je kleiner der Held, desto schlechter der Mensch... Damals habe ich aber irgendwie an Wüstenkrieg gedacht. Meinetwegen auch Fremdenlegion, wenn's politisch korrekter ist. Genaues weiß ich nicht mehr. Vielleicht ausserdem auch noch an Kreuzigung, bei einem Latein-Studenten liegt das ja nahe.
Das eigentliche heimtückische Ziel bei dieser Arbeitsfolter ist die Zerstörung der Motivationsstruktur. Weil man gezwungen wird, alle verfügbare Selbstkontrolle bis zum äussersten Extrem aufzubieten nur um ein völlig sinnloses „so tun als ob“ vorzuexerzieren, lernt der innere Schweinehund gleichzeitig, diese Selbstkontrolle aufs äußerste zu hassen und wird, sobald der Druck weggenommen wird, jeglichen Versuch irgendwie Selbstkontrolle aufzubringen korrumpieren. Das heisst, durch diese Arbeitsfolter verliert man jegliche Kraft, sich irgendwie zusammenzureissen und etwas unangenehmes oder auch furchterregendes zu tun, egal, wie gut und nützlich es wäre. Das heißt man verliert die Steuerung durch die Vernunft und wird zu jemand, der nur noch zum vegetieren fähig ist.
Ich habe es ja versucht, nach dieser Psychiatrie mein Studium wiederaufzunehmen, aber es war einfach nicht mehr möglich, die dazu erforderliche Disziplin auch nur annähernd aufzubringen. Ich kam unpünktlich und nur noch unregelmässig zu wenigen Veranstaltungen und konnte mich auch kaum noch zum Lernen zusammenreissen. Um Himmels willen tu das nicht, schone Dich, spare deine Kraft Du wirst sie noch brauchen, war das ständige Mahnen des inneren Schweinehundes, und wenn ich gefühlsmäßig-intellektuell so in Gesamtschau ehrlich zu mir selbst sein wollte, konnte ich nur sagen, er hatte Recht.
Also, das ist der eigentliche Zweck dieser Arbeitsfolter, den Menschen unfähig zu machen, sich selbst zu disziplinieren, denn wenn man das nicht mehr kann, kann man sich natürlich auch nicht mehr aufraffen, einen Stein ins Polizeipräsidium zu werfen oder sowas. Man ist auf diese Weise als Terrorist sozusagen unschädlich gemacht. Das habe ich natürlich verstanden und es hat mir eingeleuchtet.
Unfair fand ich nur, dass die ganze Idioteria der Gesellschaft unter solchen Unständen trotzdem von mir verlangte, ich sollte sowas wie „arbeiten“. Denn das geht in der Situation natürlich genausowenig.
Nicht zuletzt deshalb mußte ich natürlich versuchen, den inneren Schweinehund zu überwinden und meine Handlungsfähigkeit zurückzuerlangen.
Nach dieser verbrecherischen Prozedur der ich unterzogen wurde jetzt allerdings mit dem Erfahrungs-Wissen, dass tatsächlich jedes Verbrechen gerechtfertigt gewesen wäre, das ich hätte begehen können, wenn es denn noch irgendeinen Sinn gehabt hätte. Hatte es aber nicht mehr.
Hinzu kam dass man nach der Entlassung diese Medikamente ja weiter nehmen mußte, wenn auch wieder in etwas niedrigerer Dosierung. Man mußte wöchentlich beim Psychiater vorsprechen und Personen aus dem Umkreis wurden als Hilfsfolterknechte benutzt, um die Einnahme zu kontrollieren. Zum Beispiel Eltern. Auch ohne das wäre es nicht einfach gewesen, das Zeug einfach wegzulassen, denn wenn man dann unter Kontrolle eine Dosis hätte einnehmen müßen hätte die einen möglicherweise umgehauen, wenn man's nicht mehr gewohnt war. Es wäre aufgefallen, wenn man beim Psychiater aufgehört hätte, um eine niedrigere Dosierung zu betteln und ausserdem gab es unter Umständen auch Blutproben und es hätten eventuell Serumkonzentrationen gemessen werden können. Und vor allen Dingen: man konnte ja auf keinen Fall riskieren, erwischt zu werden, dass man das Zeug nicht mehr nahm, weil die Strafe einer erneuten Einweisung in die geschlossenen ja schlimmer gewesen wäre, als eine Todesstrafe, sofern diese nicht im totfoltern bestanden hätte. Man mußte sich also irgendwie rausschleichen aus dieser „Therapie“. Und dann gab es anschließend noch Neurocil-Tabletten, das waren auch irgendwie so Nervenkiller.

Und wenn man dann kaputt ist von diesen ganzen Neuroleptika und am Ende unter Schlafstörungen leidet und nach durchwachten Nächten- vielleicht auch irgendwie vergiftet, -wer weiß das schon- unter einem totalen Neurotransmitter-Ungleichgewicht leidet, das einen auch wieder irgendwie anders foltert, dann muß man sich am Ende sogar noch freiwillig einliefern lassen und wird natürlich wieder prompt na, gegen was? Gegen Wahnvorstellungen behandelt, statt gegen Schlafstörungen. Monatelang, wenn man erst mal drin ist zwangsweise, mit Folter, wenn auch softer, als beim ersten Mal. Aber das kam später. Die „freiwilligen“ Aufenthalte hätte ich mir sparen können, wenn man mir ein Döschen Tavor (Valium-ähnliche Formel) in die Hand gedrückt hätte. Das Zeug kriegt man aber leider eben nicht, weil es angeblich süchtig macht. Aber diese blöde Folter----
Am Ende, nach insgesamt über zwei Jahren Aufenthalt auf psychiatrischen Stationen in 4 oder 5 Etappen hat sich dann endlich doch eine Psychiaterin bereitgefunden, mir das richtige Zeug herauszurücken. Seither habe ich in dieser Hinsicht keine unlösbaren Problem mehr.
Allerdings werde ich älter und in letzter Zeit leide ich irgendwie unter Störungen des Kurzzeit Gedächtnisses und muß mich mehrmals am Tag mit Müdigkeitsanfällen schlafenlegen, obwohl ich schon nachts genug schlafe. Aber zu einem Neurologen oder Psychiater mag ich deshalb nicht gehen. Ist ja auch kein Wunder, nicht wahr? Das ist es nicht wert.

Auf der offenen Station hatte ich dann auch Gelegenheit, einen Brief zu schreiben an das zuständige Gericht und Einspruch gegen meine Zwangseinweisung zu erheben. Nach Monaten der Folter hatte dieser dann auch schließlich Erfolg, allerdings nicht so weitgehend, dass ich gleich völlig von der Psychiatrie freigekommen wäre, sondern ich mußte mich dann erst mal ambulant psychiatrisch „weiterbehandeln“ lassen. In dem Brief habe ich halt irgendsowas geschrieben, wie, ich wäre ja nur irgendwie ein bischen irritiert und wohl wahnsinnig, aber doch überhaupt nicht gefährlich, oder so. Beschämend, aber ich war mir natürlich klar, dass eine Anklage der Verbrecher als das, was sie waren auch von einem Richter nur für einen Beweis von Krankheit gehalten worden wäre. Niemand kann durch Wände sehen, auch ein Richter nicht. Und diese Fassade von vorgetäuschter medizinischer Kompetenz und Fürsorge ist ungefähr so durchsichtig, wie eine meterdicke Betonmauer. Man muß wissen, was dahinter ist, man muß glauben, was dahinter ist, und eigentlich muß man es sogar selbst erfahren haben, um überhaupt begreifen zu können, was sich hinter den Mauern einer solchen Psychiatrie abspielt. Eben deshalb sind die vorgeschriebenen gerichtlichen Kontrollmöglichkeiten gelinde gesagt, ineffizient, weil es ein unglaublicher Skandal ist, was da läuft. Und unglaubliches glaubt man eben nicht unnötig. Und als Sachverständige über Psychiater dienen ja immer nur Psychiater, also Mittäter, bzw. Leute, die jedenfalls ungefähr dasselbe getan haben. Falls man überhaupt externen Sachverstand heranzieht. Ja, ich mußte mich also darauf berufen, ich wäre ungefährlich, und das war ja auch wahr, oder zumindest vorher wahr gewesen, aber auch wenn ich nichts getan hatte oder hätte tun können, muß ich sagen, dass ich mich damals eigentlich geschämt habe, dass ich noch keinen umgebracht hatte. Das konnte ich natürlich nicht da rein schreiben, aber ich erinnere mich an Tagträume in denen ich mir alles was ich so gemacht hatte zusammengezogen und als einen Mord schöngerechnet habe. (Ich war halt den Leuten auf die Nerven gegangen und solche Sachen und dadurch hatte ich alles zusammengerechnet .. na ja, und so weiter. Scheiß halt.) Na ja, irgendwann kam dann jedenfalls ein Richter oder Anwalt oder so vorbei, und da ich auch nicht mehr unter Zwangsgrinsen litt, machte ich wohl einen hinreichend vernünftigen Eindruck und meine Entlassung wurde verfügt. Ja, aber ein Sieg? Nein, das war das natürlich nicht, nach Monaten der Folter. Aber wer weiß, wielange es sonst noch weitergegangen wäre.

Vielleicht konnte man als amerikanischer Baumwollsklave ohne Rechte leben, wenn auch nicht gut, aber hier in der deutschen Gesellschaft kann man ohne Rechte überhaupt nicht leben, weil ständig von einem erwartet wird, dass man sich auf Rechte beruft, oder sogar zivilcouragemäßig die der anderen verteidigt. Man kann gar nicht mehr sagen, was man ist, ohne Rechte. Man kann nicht sagen: Ich bin ein Sklave und lebe wie ein Sklave und damit ist Ruhe, sondern man ist ständig selber auch noch unmoralisch, wenn man sich mit dem Sklaventum/der Rechtlosigkeit abfindet. Erstens ist man böse, weil man sich nicht wehrt, zweitens ist man böse, weil man das Nest beschmutzt, wenn man auch nur behauptet, dass es sowas wie Rechtlosigkeit in Deutschland gibt. Weil nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf. Es gibt einfach keine Definition einer Lebensweise für einen rechtlosen Menschen in Deutschland. Und natürlich ist klar, dass wenn einem einmal so das Kreuz gebrochen wurde in der Psychiatrie, man nie mehr normal arbeiten kann, weil es mit dem ungesühnten immer noch bestehenden Rechtsbruch in der Vergangenheit immer nur Sklaverei bleibt, egal wie normal das Arbeitsverhältnis ist. Integration durch Unterordnung ist nicht mehr möglich und bleibt nur noch ein ständig mühseliges Schauspiel das sofort wegbricht, sobald die härteste Repression nachlässt. Was sie ja auch immer ziemlich bald tut, da die anderen doch auch nicht unter solcher Repression arbeiten würden.

2.Teil:
Um noch einmal zurückzukommen auf den Einwand, dass das ja wohl kaum eine todesstrafen-wertige Folter gewesen sein könnte, da ich mich nachweislich später noch ein oder zweimal freiwillig habe einliefern lassen, muß ich sagen, dass man in einen Zustand, der so schlimm ist, dass man sterben wollte, wenn man könnte, dass man in so einen Zustand auch gelangen kann, ohne in einem psychiatrischen Krankenhaus zu sein. Allerdings unterscheidet sich dieser Zustand, von dem ich spreche, in seiner Art von der Haldol-Folter und soweit ich ihn ausgehalten habe, auch in seiner Schwere von den extremen Formen der Haldol-Misshandlung. Aber vermutlich wäre er am Ende noch so schlimm geworden.
Dieser schlimme Zustand, der mich gezwungen hat, mich in Behandlung zu begeben beginnt damit, dass ich nicht schlafen kann. Obwohl ich es versuche und mich ins Bett lege wälze ich mich von einer Seite auf die andere und kann nicht schlafen. Manchmal ist das die Reaktion auf ein extrem provozierendes und angsterregendes Ereignis, akute ausweglose Situationen katastophaler Art, manchmal passiert es einfach so. So kann es also sein, dass ich eine ganze Nacht nicht schlafe, oder nur eine halbe Stunde oder so. Apropos Angst:Man muß ja auch sagen, dass ein M a n n , der durch die Psychiatrie dermaßen eingeschüchtert wurde, dass er nichts aber auch absolut nichts mehr wagen kann, um sich vor anderen zu schützen, oder sich wenigstens zu revanchieren in seiner großen Hilflosigkeit gegenüber anderen Menschen und Institutionen natürlich um eine vielfaches größeren Ängsten und Demütigungen sowie Ängsten vor Demütigungen ausgeliefert ist, als ein normaler Mann. Ja, selbst als eine normale Frau, die in unserer Kultur ja mehr Angst haben, weil es für Frauen weniger üblich ist, sich selbst zu helfen. Als Psycho-Folteropfer kannst Du absolut nicht riskieren, deinem Konkurrenten in den Kaffe zu pinkeln oder so. Es ist lebensgefährlich. Als normaler Mensch kannst Du Deinem normalen Kumpel durchaus Exstasy in den Kaffe tun, oder irgend welche anderen Stoffe und dur riskierst nicht viel. Erstens kannst Du praktisch sicher sein, nicht erwischt zu werden, und zweitens kannst Du Dich auf Kumpel und Vertrauensverhältnis und stillschweigendes Einverständnis für Manipulationen und Verarschungen berufen. Und dass Du zu weit gegangen bist, war nur ein Versehen. Was wird Dir passieren? Nicht viel. Zumal der Kumpel, wenn er ehrlich ist, selbst zugeben wird, dass sowas -in gewissem Grade- vom Kumpel-Kodex gedeckt ist. Exstasy, damit sind wir beim Thema: Also beim Thema Aufputschmittel.Welches rezeptpflichtige oder illegale auch immer.
Wenn ich nämlich den Zustand beschreiben soll, in den ich gerate, wenn ich zwei oder sogar drei Nächte nicht oder kaum geschlafen habe, dann würde ich den als eine Mischung aus einer Überdosis Aufputschmittel und totaler nervlicher Erschöpfung durch Schlaflosigkeit beschreiben. Dann kommt da noch so ein leichtes Zittern vor Angst und Kribbeln am Kopf Leichtigkeit in den Extremitäten und zunehmende Schmerzunempfindlichkeit. Verzweiflung, dass es immer schlimmer wird, und das ganze macht einen auch irgendwie rasend vor Verzweiflung und Angst.
Ob man sich wirklich so fühlt, wenn man mit Hilfe von immer wieder eingenommenen Aufputschmitteln mehrere Nächte durchmacht, weiß ich nicht, da ich noch nie Aufputschmittel besessen habe. Es ist ja wohl auch ein Unterschied, ob man mit sportlichem Ehrgeiz darangeht und das sichere Wissen besitzt, dass man jederzeit aufhören kann oder ob man diesem Zustand auf unbestimmte Zeit, vielleicht bis zum Tode, oder bis zur freiwilligen Einlieferung hilflos ausgeliefert ist.
Wenn ich also denke, dass dieser Zustand durch Aufputschmittel in z.B. meinem Abendessen hätte verursacht sein können, dann kann dieser Zustand durchaus von anderen vorsätzlich herbeigeführt worden sein, um mich zu zwingen, mich einliefern zu lassen, und wieder Oberwasser und repressive Macht über mich zu gewinnen. Und da fallen mir dann gleich ein oder zwei super-verdächtige Kandidaten ein, von denen ich schon immer wusste, dass sie das gerne wollten, ja aus Schamgefühl gegenüber Nachbarn und Verwandten und Nazi/Spießer-Ideen über Erziehung etc. gradezu zwanghaft von dem Gedanken besessen waren, Kontrolle über mich und das Kind, bzw. beim 2.Mal die Kinder, zu gewinnen, und die gradezu ideale Möglichkeiten dazu gehabt hätten.... --jedenfalls die beiden Male, wo ich mich wirklich deswegen einliefern lassen mußte. (s. Eltern)
Und die übrigens wissen mußten, dass sie das auf diese Weise erreichen konnten: Meine Schwester ist ja vom Fach, und ich selber war ja auch eine unfreiwillige Informationsquelle über alles mögliche. Ich konnte mich ihnen ja nicht entziehen, ohne Frau und Kinder zu verlieren, da unsere beschissenen Regierungen, seit ich lebe keine dafür gangbare Möglichkeit vorgesehen haben. Tod auch diesen Schweinen.
Wir brauchen eben nicht nur Frauenhäuser, wir brauchen auch Söhnehäuser, wo die erwachsenen Söhne reicher Männer mit ihren Frauen und Kindern hingehen können, wenn sie nicht vergiftet werden wollen und wo sie ihre Familien auch nicht weggenommen bekommen. --Außer den beschissenen Vätern meinetwegen die dort auch nicht auftauchen dürften.-- Ja, das ist Sarkasmus. Und trotzdem wahr. So beschissen ist dieses System.
Wieviel Tavor ich, wenn die Vergiftungs- Vermutung zutrifft, dann hätte nehmen müssen, um gegen eine Überdosis Captagon o.ä. anzukommen, steht allerdings in den Sternen.

Wieviel Tavor ich, wenn die Vergiftungs- Vermutung (Pschätz = 75% (Für alle infragekommenden Personen zusammen)) zutrifft, dann hätte nehmen müssen, um gegen eine Überdosis Captagon o.ä. anzukommen, steht allerdings in den Sternen.
Im übrigen erzählte mein Vater auch manchmal die Geschichte, wie sie als halbwüchsige Schüler einem unbeliebten Lehrer ein Mittel namens Prontosil o.ä. in den Kaffee getan hätten, das die Wirkung hatte, dass man in leuchtender Farbe pinkelt, und wie sie mit Gelächter an der Toilette lauerten um das Gesicht des Lehrers zu sehen, wenn er nach diesem Erlebnis wieder rauskommt. Der Betreffende Täter soll dann zwar von der Schule geflogen sein, aber jedenfalls ist sowas dem Denken meines Vaters nicht fremd.

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* apropos „oder was auch immer die Vorwürfe waren, die diese hirnlosen Verbrecher mir machten.“: Einem Menschen, der sich nicht verteidigen will, kann oder darf, kann man natürlich alles vorwerfen. Es ist schon Scheisse, diese Manier, Menschen erst den Mund zu verbieten, und ihnen dann irgendwas vorzuwerfen, um sie anschließend mißhandeln zu dürfen. Aber das kannte ich ja schon von meinen Eltern dieses Spiel. Ich mußte meine Willens-, Rechtfertigungs-, und Entschuldigungs-Gründe immer für mich behalten. Kleine Mädchen spielen so mit ihren Puppen. Ich meine, wie kann man einer Puppe mit Recht das Hinterteil verhauen, weil sie sich in die Hose gemacht hat? Kleine Mädchen können... Gucken Sie einfach mal beim Spielen zu!

Ende des Psychiatrieberichts.

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Zum Thema: Meine Beiträge zu einer Diskussion anlässlich des Falles „Mollath“ in einem Internetforum. Die Beiträge der anderen, waren z.Teil sehr gut, können aber aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht kopiert werden:


"Wie diese „seelischen Störungen“ festgestellt werden, was heutzutage alles unter dem Etikett „psychische Erkrankung“ gefasst und wie bestürzend eng „Normalität“ gefasst wird, ist ein weiteres Thema"

Quatsch: Es ist nicht ein weites Thema, es ist ein Skandal, der die BRD als Bananenrepublik qualifiziert.

Als Jura-Student habe ich gelernt, dass man dafür bestraft wird was man getan hat, nicht dafür, was man denkt. Das Gegenteil bezeichnet man als Gesinnungsjustiz und ist Zeichen totalitärer Gesellschaften wie der nationalsozialistischen.
Was glauben sie wohl passiert in dieser dämlichen plebiszitären Psychiatrie, wenn einen da jemand denunziert und bei der Anhörung sagen sie allen Ernstes, der, der sie angezeigt hat, habe es verdient, dass man ihm den Kopf abschlage? etc. Die fragen gar nicht mehr, ob Sie das auch wirklich tun wollen!

Bananenrepublik

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Herr Mollath hätte jede Menge Grund, gewalttätig gegen die zu sein, die ihm das angetan haben.

7 Jahre Freiheitsberaubung, womöglich (Medikamenten-)Folter.

Da darf man um sich schießen, um das zu vermeiden.

Ich hätte mich gefreut, wenn's so ein Schwein mal erwischt hätte. Aber dem armen Mollath hätte ich das nicht antun wollen, den hätten sie dann wahrscheinlich zu Tode gefoltert da.

Trotzdem muß´aber eben auch gefragt werden, ob diese Psychiatrie Gewalttätigkeit gegen die sie angeblich angeht, nicht überhaupt erst erzeugt. Oder alternativ Resignation und chronische Angststörungen hervorruft.

Und ansonsten gebe ich B. recht: Das ganze Verfahren ist wissenschaftlich gesehen Dünnschiss, schlimmer als die Inquisition.

(B = Mitdiskutierender aus dem Kommentarforum (aus juristischen Gründen gebe ich hier nur meine Beiträge wieder))

Und: Man hüte sich vor Leuten, die einen "kennen".

Herr Mollath hat noch nicht Recht bekommen, das Unrecht wurde nur beendet, die Strafen stehen noch aus.

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G.:"der wohl immer noch gängiste Wirkstoff Haloperidol stammt aus den 1950er Jahren, die Nebenwirkungen sind stellenweise stigmatisierend"

Stigmatisierend? Quatsch! Es ist Folter.

Daher kommt ja auch die Beliebtheit von diesem Zeug, und die angeblichen Erfolgsstatistiken, weil Folter nun mal anpassend wirkt.

Dass man auch wie ein Idiot aussieht, während man davon im Gesicht und sonst wo teilweise gelähmt ist, (Stigmatisierung) ist das kleinste Problem.

Es ist Unrecht, Menschen zu foltern. Muß ich noch sagen warum?

Das Zuchthaus ist abgeschafft.

Selbst ein hoher Polizist, der versuchte aus einem Kidnapper das Versteck des Opfers mit Drohungen herauszupressen, wurde deswegen bestraft. Zu Recht. Bekannter Fall.

Wer wieder besseres Wissen leugnet, dass Haloperidol Folter ist, macht sich mitschuldig.

Ja, es gibt auch Leute, die selbst von "mittleren" Dosen noch

keine Krämpfe kriegen, nur glasige Augen und unsicheres tapsiges Gehen. Auch das ist unangenehm. Und die stehen dann vermutlich auch nicht so weit oben in der Bekehrungsstatistik.

Es ist auch weniger die Höhe des Schmerzes als vielmehr die endlose Dauer und Ausweglosigkeit, die Menschen zur Verzweiflung treibt.

So bequem war Folter früher noch nie: Man gibt dem Betreffenden einmal am Tag ein Mittel oder noch bequemer einmal in der Woche eine Depotspritze und der Betroffene wird ganz von alleine ununterbrochen gefoltert.Man kann ihn gehen lassen bis zur nächsten Dosis.

Sie Herr G. kommen mir vor, wie der gute Cop aus dem guter Cop böser Cop Spiel. Kennt jeder der amerikanisch Krimis guckt. Der eine haut auf Schnauze, und der andere kommt dann angeschleimt um sich das Geständnis etc. abzuholen.

"verständliche Abscheu vielet Patienten vor den derzeit gängigen Medikamenten"

schämen Sie sich was!

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Und: Macht korrumpiert.

Die absolute Macht der Pfleger und Ärzte führt dazu, dass diese sich auch gerne die "Patienten" passend zurechtstutzen, weil der Stationsalltag dann bequemer ist.

Macht zu haben korrumpiert auch zu dem Glauben,
diese Macht sei legitim.
Man macht sich was vor.

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Die Normalitätserpressung durch die Psychiatrie ist auch undemokratisch. Niemand traut sich mehr eine Demonstrationsaktion alleine zu machen. Die naturgemäß aufsehenerregend sein muß.
Das ist brandgefährlich, weil man dann in Psychiatriegefahr schwebt, wenn man sich nicht "normal" verhält, um Aufsehen zu erregen und eine Discussion anzustoßen.
Ohne Öffentlichkeit funktioniert aber keine Demokratie.
Organisierte Öffentlichkeit aber ist schon kastrierte Öffentlichkeit.

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anG: Sie müßen es ja wissen, Sie sind ja selber einer von den Schindern!

"das wäre nur so, wenn man Neuroleptika nur wegen ihrer Nebenwirkungen benutzen würde, man setzt sie aber trotz der Nebenwirkungen ein"

Das eben ist nicht wahr. Wie blöd sind sie eigentlich?

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Wundern sie sich nicht über die Unzufriedenheít:Die Peitsche wird vom Pöbel "als unangenehm empfunden"(s.o.), Frau Gräfin! Aber das werden wir schon noch kurieren...

Ich meine, es ist doch die dümmste denkbare Borniertheit, dass ihr Psychiater denkt, ihr wüsstet besser, als wir selber, was wir Patienten denken, aber uns nicht zutraut zu wissen, was ihr denkt. Und wenn ihr vielleicht noch die Einser-Schüler wart: Die Pfleger haben nicht mal Abitur.

Haldol wurde eben immer doch wegen seiner "Nebenwirkungen" gegeben, nicht trotz.

Im übrigen ist auch nach der Legitimität von "Nebenwirkungs"-armen Beruhigungsmitteln zu fragen, wenn sich jemand zu Recht aufregt. Diese Aufregung muß in den Discussionsprozess eingespeist werden, ihr könnt doch die Rechnung nicht ohne den Wirt machen, die Synthese finden, nachdem ihr die Antithese gewaltsam zum Schweigen gebracht habt!

Im Gegenteil: Eure Rechthaberei lasst ihr euch vom denkbar dümmsten Pöbel bestätigen, den Anghörigen, die gerne ihre lästigen Familienmitglieder zurechtgetrimmt hätten und irgendwelchen verwöhnten hysterischen Zicken, die die Zeitungen nur kaufen wenn sie voller Vergewaltigungsmeldungen sind, die ihnen bestätigen, wie viel sie selber noch wert sind...usw.

Ihr solltet euch sowas von schämen, ihr Psychiater, dass eigentlich gar nicht zu begreifen ist, dass ihr euch noch nicht selbst abgeschafft habt.

Es ist wirklich nicht zu glauben.

G.:"Auch bei der Sache mit dem Zurechtstutzen der Bequemlichkeit wegen machen Sie sich es etwas zu einfach. Die ungebremste Unruhe eines Patienten wirkt sich auch auf die Mitpatienten aus, es geht dabei nicht eben nicht (nur) um Bequemlichkeit, es geht in erster Linie um das Wohl aller Patienten."

Sie haben also die einen Patienten gefoltert, damit sie die anderen nicht stören? Warum haben sie nicht die anderen Patienten gefoltert, damit sie sich nicht mehr beschweren? Ach, ja, das waren ja die bequemen.



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Psychiater begreifen sich, was störende Verhaltensweisen ihrer "Patienten" angeht als ziviler Disziplinierungsdienst der Gesellschaft. Dazu ist ihnen jedes Gewalt-mittel recht, wenn sie es nur vertuschen können. Denn die Gesellschaft möchte das nicht gerne hören: Die unangenehme Wahrheit, dass es anders nicht geht. Schließlich läuft ja grade die Kinderstunde. Und die Kinder sollen ja noch Lust auf's Erwachsenwerden haben.

Ruhe herstellen geht auch nicht anders, jeder mit gesundem Menschenverstand weiß das, die Sache ist nur die: Es ist schlicht und einfach Unrecht, die Gesellschaft hat laut Grundgesetz keinen Anspruch Andersdenkende zu disziplinieren, weil sie stören.

Es war eine große Leistung der Zivilisierung, dass die Prügelstrafe aus der Justiz entfernt wurde.

Aber wenn Nazis prügeln wollen, um Ruhe und Ordnung zu erhalten, dann finden sie schon einen anderen Weg.

Und nach dem Krieg waren ja alle, die überhaupt was waren, Nazis gewesen. Die Tradition hat sich stillschweigend fortgepflanzt.

Jetzt könnte sich vielleicht mal etwas ändern.

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"auch die psychatrischen Grundlagen gehören deutlich geklärt. Da ist nämlich

vieles völlig aus dem Lot. Was immer man einem in einer psychiatrischen Behandlungssituation über

Störungen erzählt, ist zuweilen grandioser Schwachsinn"

Ja, eine dieser schwachsinnigen Behauptungen ist, dass die "Medikamente" gegen "Wahnideen" helfen würden.

Das ist entweder eine ohrfeigenverdienend unverschämt sarkastische Behauptung, oder strohdoof.
Schon zur Definition von Wahn braucht man mehr logische Elemente, als die betreffenden Chemikalien überhaupt Atome in ihrer Strukturformel haben.
Die Wahrheit ist: Der gequälte Patient ist in der Lage-und da gequält auch bereit, das, was der Psychiater für "Wahn" hält zu erkennen und diese Konstituenten seines Denkens nicht nach aussen dringen zu lassen, und, wenn er genügend panische Angst hat, vielleicht sogar, zu versuchen, nicht mehr so zu denken--- vielleicht sogar erfolgreich wenn es denn wenigstens möglich ist. Da man aber davon ausgehen muß, dass der Patient vorher mal normal war und in seiner Lebenssituation verrückt geworden ist, wird er wahrscheinlich auch wieder "rückfällig" werden, wenn er in diese Lebenssituation zurückkommt, selbst, wenn er ausnahmsweise "gesund"-gefoltert wurde. Denn in dieser Lebenssituation hat sich der "Wahn" als erfolgreichere -befriedigendere- Denkweise bewährt und dadurch manifestiert.
Ich denke, dass diese Chemikalien mit dem Geist dasselbe machen, wie mit dem Körper: Diejenigen Neuronen, die viel beansprucht werden, werden stillgelegt: Wenn man viel geht, die Nerven, die die Knie grademachen, wenn man viel redet und das Gesicht bewegt, dann wird eben dieses gelähmt, und wenn man immer wieder denselben Gedanken denkt, dann eben jener. ---Damit ist aber noch lange nicht gesagt, ob dieser Gedanke falsch oder richtig ist.---
Man kann sich auch ausdenken, welche Gedanken dann von so einem Schrotschuss ins Gehirn noch betroffen sind, mit anderen Worten, man ist kaputt und für nichts mehr zu gebrauchen, wenn man rauskommt.
Und dann, wenn man ganz und garnichts mehr machen kann, schlagen als nächstes die Schweine auf der Arge mit ihrem HartzIV zu.

Es ist alles nur noch eine einzige Quälerei ohne jegliche Feierlichkeit.

Und um auf G. zu antworten:
Ja, wie psychiatrische Patienten nach aussen wirken, ist mir bekannt. Ich durfte sie mehrfach als meine Genossen auf Station erleben. Und eigentlich glaube ich, wenn die Psychiatrie überhaupt eine Erfolgsstatistik hat, dann liegt diese zu einem erheblichen Teil daran, dass man sich in seinen Mitpatienten quasi im Spiegel sieht.
Ein großer Teil davon ist einfach ziemlich unbedarft und ich denke der Hauptfehler der Psychiatrie ist, dass sie immer wieder versucht, die Menschen für diese Gesellschaft "fit" zu machen, statt zu begreifen, dass diese Gesellschaftsordnung selbst für Gesunde eine Zumutung ist.
Wie die Gesellschaftsordnung selbst nicht dem Grundgesetz entspricht, umso weniger entspricht die gewaltsame Anpassung derjenigen, die das Theater nicht mehr mitspielen konnten dem Grundgesetz. --- Das ist nicht barmherzig, das ist grausam ---

Und G. -Zitat: "Noch gar nicht angesprochen haben wir dabei jene Patienten, die sich nach eigenmächtigem Absetzen der Medikamente unter dem Eindruck von akuten Halluzinationen selbst verstümmelt haben, mir ist dabei eine Frau gut im Gedächtnis geblieben, die sich selbst das Augenlicht nahm; ein Mann, der sich seinen Penis nahezu abtrennte"
Wie schrecklich muss man einem Menschen mitgespielt haben, dass man ihn ununterbrochen foltern muß, damit er sich nicht selbst verstümmelt! Ich bestreite nicht, dass es Autoaggressive Verhaltensweisen gibt. Aber indem man den Strafdruck von außen nur erhöht, wird man auch die autoaggressiven Impulse nur verstärken, auch wenn der Strafdruck vielleicht bewirkt, dass man die Tat nicht mehr wagt. Die Sache ist eher die, dass der auslösende Strafdruck identifiziert und beseitigt oder zuverlässig beherrschbar gemacht wird. Was aber eben oft das Gegenteil von "fit" für die Gesellschaft werden ist. Ausserdem haben Psychiater mit ihren 3x5Minuten pro Patient und Woche für Gespräche die sich natürlich obendrein nur um die Foltermedikation drehen, nicht annähernd die Zeit für sowas, so genial diese ehemaligen Einserschüler auch sein mögen.

Von der Situation in der Psychiatrie ausgehen und diese als unveränderlich hinnehmen und dann das beste daraus machen, kann eben auch kriminell sein.Wenn die Situation ist, dass nur ein Tropfen individueller Psychotherapie personalmäßig auf einen Haufen heißer Steine kommt, wenn keine Einzelzimmer vorhanden sind, so dass die "Patienten" sich gegenseitig stören usw. dann ist es immer noch ein Verbrechen, dieser Situation mit einer hohen Dosis Foltermittel beikommen zu wollen. Auch was den lästigen Typen betrifft, der immer alle Weiber auf den Hintern klopft, muß eben mal gefragt werden, wieso dieser sich dazu eigentlich berechtigt glaubt. Und die Sache wenigstens ausdiskutiert. Bevor dann ev. bestraft wird. Und doch auch nicht mit "Medikamenten". Wer allerdings erst mal standardmäßig gefoltert wird hat damit schon mal praktisch eine Blankolegitimation für eigentlich alles bekommen. Das Beste aus einer unannehmbaren Situation zu machen, kann auch ein Verbrechen sein: Wer seine Arbeit als Wächter eines illegitimen Gefangenenlagers macht, ist eben ein Verbrecher, auch wenn er sich Mühe gibt, freundlich zu den Gefangenen zu sein. Er muß eben schießen, wenn einer wegläuft. Aber sicher, auch unter dieser Prämisse ist es keineswegs egal, ob er schießwütig ist, oder sich für die Abschaffung oder humanere Gestaltung des Lagers einsetzt.

Und was die verschiedenen Varianten der Beschäftigungstherapie betrifft: Insoweit dies kein Bestandteil der Folter ist, weil man Leute zu quälenden Anstrengungen zwingt, zu denen sie aufgrund lähmender Medikation nur unter härtester Selbstkontrolle fähig sind, insoweit es also wirklich nur Beschäftigungstherapie ist, ist dies keine Therapie der verschiedenen Varianten psychischer Erkrankung sondern einfach nur die Beseitung eines Problems, das die Psychiatrie selbst geschaffen hat: Des sinnlosen Herumsitzens.
An der Krankheit selbst ist damit noch nichts kuriert.
Fast jeder kann sich, wenn er zuhause ist, besser beschäftigen.
Ja, das "Zuhause" ist auch noch so eine Sache:
Da sitzen oft die großen Krankmacher, die dann als Prügelknechte also Medikamenteneinnahme-Überwacher und Spezialisten für die Person des Opfers von der Psychiatrie gleich noch miteingeplant werden. Nicht mal das Recht auf eigene Wohnung und sich ihre Gesellschaft selbst auszusuchen haben viele, wenn sie wieder rauskommen.



Nicht genug damit, ihr eigenes Ansehen zu ruinieren, schmeißt die Folter-Pychiatrie auch mit Dreck auf all jene, die ihr vertrauen:
Der Staat wird delegitimiert, wenn er solche Mittel anwendet.
Angehörige, die sich darauf einlassen, werden zu Feinden, die es fernzuhalten gilt.

Richter werden zu verächtlichen Scharlatanen.
Hilfsdienste zu Folterknechten.

Schulischer Lernstoff aus Gesellschaftsfächern zu irrelevantem Schwindel-Müll.
Die besten Freunde zu eher belanglosen Personen, weil sie einem genausowenig glauben, wie alle anderen.
Selbst Kirchen, Parteien, die eigenen Anwälte und Kinder sind nicht vor dem "Fachwissen" gefeit.
Wer ein Opfer dieser Psychiatrie geworden ist, ist dadurch komplett aus der Gesellschaft entfernt, grad so, als ob es ihn nicht gäbe.

Zitat G.:"Noch gar nicht angesprochen haben wir dabei jene Patienten, die sich nach eigenmächtigem Absetzen der Medikamente unter dem Eindruck von akuten Halluzinationen selbst verstümmelt haben, mir ist dabei eine Frau gut im Gedächtnis geblieben, die sich selbst das Augenlicht nahm, ein Mann, der sich seinen Penis nahezu abtrennte"

Es ist schon beeindruckend, mit welcher Frechheit Sie ihrem Foltermittel zuguteschreiben, was sie wahrscheinlich grade dadurch verursacht haben. Verzweiflung.
Wären diese Patienten nicht vorher gefoltert worden, wären sie mit ihren Problemen sicherlich vertrauensvoll zu einem Arzt gegangen, von dem sie nicht hätten befürchten müßen, ja sogar sicher gewusst hätten, dass er sie nur weiterfoltern würde.

Ihre Psychiatrie geht doch grob gesproche nach dem Motto "Schlag den Patienten tot, dann hat er keine Probleme mehr!" ... Ja, nicht den ganzen Patienten, aber alles was ihm sein Leben lebenswert macht.

Auf diese Weise von Ihnen kurierte Selbgstmörder bringen sich doch nur deshalb nicht um, weil sie es nicht mehr wagen können, nicht, weil sie nicht mehr wollen.
Und wenn sie geheilt werden, dann nicht wegen, sondern trotz dieser Foltermittel.
Sicherlich kann man jemanden, der Probleme hat mit noch größeren Problemen davon ablenken. Damit macht man ihn aber nicht glücklich und zufrieden.
Um sich noch einmal an so einen Psychiater zu wenden, nachdem man ihn los ist, muß man schon einer ziemlich unangenehmen Todesart ins Auge blicken.

Wie man sieht, ist zu ihnen zu gehen für manche Leute schlimmer als... Na, gucken Sie oben, was Sie selbst geschrieben haben.

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Nachtrag: 09.2014: Die Folter in den Psychiatrien verstösst auch gegen die Pflicht des Staates, sein Territorium zu wahren, wenn er dort Recht sprechen will. Wieso sollte jemand, der einmal in einer solchen Psychiatrie war, noch wagen, einen Mord anzuzeigen, der mit scheinbar untauglichen Mitteln begangen wurde? Wenn er riskiert, für das Erklären des Zusammenhangs, aufgrund dessen das scheinbar untaugliche Mittel doch tauglich war, erneut gefoltert zu werden? Und nicht lieber selber statt dessen ein paar Psychiater totbeten, oder sonstwen? In Gegenwart der Wanzen vom NSU oder dem RAF-Geheimdienst? -oder was auch immer das nur scheinbar untaugliche Mittel ist? Jedenfalls kann man aus Sicht der Gerechtigkeit dann niemanden mehr bestrafen, wenn er das tut.


Ende des PsychiatrieTeils,
das weitere ist die Fortsetzung des ursprünglichen Links „terror“:




02.04.2009: Habe gerade erfahren, dass das Foltermittel Haloperidol in der Neusser Psychiatrie immer noch in Gebrauch ist. Daraufhin habe ich diese Seite wieder online gestellt. Was soll das Friedensgesäusel: Wir haben Krieg und ich bin das Opfer. Soll ich mir auch noch eventuelle Hilfskräfte und Sympathisanten abschneiden, indem ich mich selbst verleugne? Ich will die Vernichtung dieser verfluchten Folterrepublik. Mitsamt der ganzen Besserwisser, die einen kollektiv niedermachen, aber sich nie darum bemüht haben, die Wahrheit zu erfahren. Es gibt niemand auf der Welt, den ich mehr liebe, als ich dieses Foltersystem hasse. Auch nicht in der Familie. Ich würde sie alle opfern, um dieses System zu vernichten. Das ist meine Legitimation, dies zu sagen. Bei besonders dickfelligen besserungsunwilligen Tätern erhöht man eben die Strafe. Gegenüber der Ignoranz unserer Gesellschaft hilft nur noch die Totalvernichtung. Das sollte eigentlich ins Geschichtsbuch gehören: Das ein mächtiges Land auf die umfassendst vorstellbare Weise vernichtet wurde, weil es gefoltert hat. (Nachtrag 3.4.09: Das ist natürlich nicht meine politische Meinung, sondern einfach nur eine psychologische Tatsache. Mir ist natürlich klar, dass die Republikvernichtung weder für mich erreichbar ist, noch die gewünschte Wirkung hätte. In den übrigen Ländern würden sie einfach weiterfoltern. Und außerdem: Eine Meinung, über die man sich nicht einigen kann, ist eben keine politische Meinung. Die Verhandlungsbasis ist ja auch nicht der Preis, den man am Ende erzielt. Aber das Folterverbot ist eben nicht verhandelbar. Wenn ich jetzt schlau wär und die Republikvernichtung wirklich erreichen wollte, dann dürfte ich das natürlich keinem sagen. Statt mir mit dem offenen Bekenntnis jede Erfolgschance zu vermasseln. Wie ein kleines Kind. Beschämend. Ich denke aber eben doch, dass auch andere Menschen intelligent und vernünftig sind, auch wenn sie sich gerne von bequem zu glaubenden Weltsichten korrumpieren lassen.)

Natürlich ist Folter Verfassungsbruch und ich habe also das Recht zum Widerstand. Ich habe aber keine Möglichkeit zum Widerstand. Es existiert ja überhaupt nur in einer winzigen kaum auffindbaren Minderheit Konsens darüber, dass tatsächlich gefoltert wird. Die Politik wird dieses Problem also keinesfalls lösen, da sie doch seine Existenz gar nicht kennt oder zugibt. So gesehen beschäftigt sich die Politik also immer nur mit zweitrangigen Themen. Aber, da ich wie gesagt nichts machen kann, kann ich mich aus Langeweile dann den zweitrangigen Themen widmen. Kleinvieh macht auch Mist.Und alles hängt ein bischen zusammen. Daher wird dann auch fast jedes Thema bei mir mit Sarkasmus angegangen. Ohne rechte Begeisterung für's edle politische Handwerk. Haltungen zählen oft mehr als Positionen.

(Nachtrag 08/09 Manchmal geht es auch einfach um die Frage, wer angefangen hat. Bzw. unter Erwachsenen, darum, wer immer wieder anfängt. Das ist vor allem die Frage, wer die Kommunikation beherrscht. Also, wenn Sie diese Seite 10 mal öfter lesen, als ich entsprechende Provokationen gegen mich im Fernsehen und sonstwo erdulden muß, dann hab ich angefangen, andernfalls die./Sie. Man kann selbst entscheiden, ob man Fernsehen guckt? Im Falle von Isolationshaft oder Zweierkiste und unter starkem psychischen Druck -unter anderem grade durch die Glotze- ist das garnicht so einfach. Sie können sich aber leicht entscheiden, diese File einfach nicht zu lesen. Deshalb haben die angefangen und fangen immer wieder an. Sie verstehen, worauf ich hinaus will?)


Es gibt eben Menschen, die aufgrund ihres Opferseins das Recht haben, Verfassungsfeinde zu sein. Deshalb sind Leute, die grundsätzlich jeden „Verfassungsfeind“ angreifen abzulehnen. Mit dieser Schützenlinie wird eine Grenze zwischen drinnen und draussen verteidigt, die durch nichts gestützt wird als den Gruppenegoismus von Privilegierten. Natürlich ist das auch beim Militär so: Die „Schützen“ sind immer die, die zu allem anderen zu dumm sind.

Wenn man an diesen Punkt kommt, dann wollen immer alle Deutschland retten. Niemand fragt mehr, ob Deutschland es eigentlich verdient hat, gerettet zu werden. Das ist eine Selbstverständlichkeit, die vorausgesetzt wird. Meiner Meinung nach ist das eigentlich schon Nationalismus in einer Welt, in der Deutschland Kriegspartei ist.

Ich habe auch mal daran geglaubt, dass es immer darum ginge, möglichst viele Menschen zu retten. Das war ein Irrglauben. Gerecht zu sein, ist wichtiger.

Zur Beantwortung der Frage ob: Es gibt ja schon Leute, die sich Mühe geben, um Gerechtigkeit in Deutschland, aber wenn ich damit konfrontiert werde, dass das Haloperidol immer noch läuft, nach 20 Jahren, dann ist der Ofen eben einfach aus.

Ich weiß auch, dass es andere Leute gibt, die unterschiedliche Sachen erlebt haben und bei denen deshalb auch der Ofen aus ist was die Anerkennung der Verfassungsrealität betrifft. Aber obwohl jeder weiß, dass das kein objektiver, göttlicher, Standpunkt ist, ist doch jeder von selbst erlittenem Unrecht am meisten betroffen. Und es ist vielleicht auch ganz gut, dass man sich nicht so leicht von sich selbst distanzieren kann. Wer soll der Gewalt noch widersprechen, wenn alle Opfer einfach weglaufen könnten? Ist es vielleicht sogar so, dass man als Gewaltgegner nicht ernstzunehmen wäre, wenn man sie nicht erlebt hätte? Damit begebe ich mich auf's Glatteis. Ich ziehe Spikes an: Wer mir Gewalt tut, ist für mich ein Gewalttäter und basta. Er muß sich aus der Affäre ziehen, nicht ich ihn.

Wenn es viele Leute gibt mit verletzten Grundrechten, und man das für unvermeidbar hält und die Sache beheben möchte, indem man sich um einzelne Leute kümmert und versucht, ihre verletzten Rechte irgendwie individuell fallweise zu beheben, oder auch wenn man fragt, welche wiederstreitenden Rechte man durch Verfassungsgerichtsurteile bessern möchte, dann stellt sich auch die Frage nach einer Rangfolge von Grundrechten. Zum Beispiel ist das Recht auf Leben wichtiger, als das auf Eigentum. Aber, was ist, wenn sich einer umbringt, weil man ihm sein Eigentum nahm? Da zeigt sich, dass Würde etwas höheres ist, also die Anerkennung als Rechtssubjekt. Als Rechtsinhaber. Man bringt sich ja nicht um, weil man sein Eigentum nicht mehr hat, weil man normalerweise ohne leben kann, sondern, weil man die Demütigung nicht ertragen kann, sein Recht -was man unabweisbar dafür hält- nicht zu bekommen. Das heißt, dass Eigentum nur unter der Bedingung, dass das Recht herrscht, niedriger ist, als das Recht, oder das Leben. Recht heißt auch, dass der Staat sich gegenüber dem Gerichteten verständlich rechtfertigen muß. Weil seine Würde beachtet werden muß.Man kann niemanden mit einer Strafe bessern, oder die Einhaltung einer Ordnung erwarten, die dieser garnicht erst versteht, bzw. nur so versteht, dass er selbst offensichtlich ein Untermensch ist und kein Rechteinhaber. Recht kann nur von einer Gemeinschaft getragen werden. Und wenn Frieden herrschen soll, müßen alle dazugehören zu der Gemeinschaft. Die Definition der Grenzen der Gemeinschaft ist etwas schwierig. Sie lässt sich am besten absichern, wenn man sie mit der Definition des Menschen gleichsetzt. Menschen die ein sozialverhaltensfähiges Tier lieben können oft nicht verstehen, dass es kein eigenes besitzerunabhängiges Recht auf Leben hat.Bzw. dass sie dafür bezahlen müßen, wenn sie es ihm verleihen wollen. Immerhin können Menschen einzelne Rechte an Dinge oder Tiere verleihen, die selbst sonst keine haben. Ein Haus kann unter Denkmalschutz stehen ein Tier darf nicht mißhandelt werden. Eine gesetzmässige Stiftung muß gemäß ihren Regeln verwaltet werden. Unabhängig davon, wem es gehört. Es ist schwierig mit der Rangfolge der Grundrechte. Fragen, die sich nicht wieder gut machen lassen, wie Verlust des Lebens, der Gesundheit, scheinen vordringlich. Aber über Fristen von vielen Jahren gesehen gilt dies nur eingeschränkt. Schließlich lebt man nicht ewig. Ich bin auch kein Spezialist für das Thema.

Ich meine, die Ablehnung meiner Kriegsdienstverweigerung durch die verschiedenen Anerkennungsgremien war schon ziemlich beleidigend und herausfordernd. Und ich bin viel belästigt worden deswegen. Deshalb habe ich mich immer auch meiner selbst versichert, indem ich mein Gewissen selbst geprüft habe. Das heißt, ich habe über meine Gefühle meditiert und meine Gedanken analysiert. Und ich kam immer dabei dort raus, dass mir Unrecht geschehen war, weil ich Kriegsgegner war. Aber die Nazis, die hier in Deutschland die wirkliche Macht hatten, waren damit eben nicht zufrieden und ich wurde solange mit kriminellen Machenschaften gedemütigt, bis ich irgendwann feststellte, dass ich in dem Anti-Atomkriegs-Film „The Day after“ den ich mir damals vor 20 Jahren, als er grade herausgekommen war angeguckt hatte, weil linke Studentenorganisationen die für mich maßgeblich waren, dafür geworben hatten, bis ich also feststellte, dass ich öffentlich sarkastisch über die Vernichtung der Welt gelacht hatte, (Der halbe Saal drehte sich nach mir um) (Bei der Szene, wo der Kriegstreiber und Familientyrann die kaputte Uhr seines Sohnes in den Trümmern seines Hauses fand. Der Film war wohl so gedacht, dass man bei dieser Szene selbst diesem Mann vergeben soll. Was ich nicht tat. Ich fand, er hatte es verdient.) Als gewissenhafter Mensch mußte ich mich dem stellen: Es gibt eine Grenze dessen, was ein friedliebender Mensch ertragen kann, auch wenn das nichts mit fernen Ländern zu tun hat. Seither ist mein Leben immer mit einem sehr traurigen Aspekt behaftet: Ich muß töten, töten, töten: nicht ganze Menschen, aber Liebe und guten Willen (vorgespielte?), wenn ich leben will. Einfach, weil sie auf der falschen Seite stehen. Meine Eltern „lieben“ mich, aber sie sind Nazis, auch, wenn sie es selber nicht wissen. Jedes Wort ist für mich Gift. Dass man da ein wenig schwermütig wird und das nur mit Sex Liebe Drogen und Kravall ertragen kann, ist eigentlich kein Wunder.

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Ich möchte hier mal ein gutes Wort einlegen, wegen der schrecklichen psychischen Leiden, der sogenannten Judas-Ziegen. Das sind unfruchtbar gemachte, leuchtend orange angesprühte mit einem Halsbandfunksender versehene Exemplare der Gattung Ziege, die dazu mißbraucht werden, ihresgleichen aus verzweifelter Einsamkeit aufzuspüren, worauf die neu gefundenen Herden-Genossen alsbald wieder vom Hubschrauber aus abgeschossen werden und die Judas-Ziege wieder einsam zwischen den Leichen ihrer ehemaligen Gefährten steht. Nichts und niemand ist so gut darin, versteckte einzelne Ziegen auf den Galapagos-Inseln aufzuspüren, wie verzweifelte einsame Artgenossen. Einmal in der Woche kommt der Hubschrauber, peilt die Halsbandsender an und tackert alles nieder, was nicht orange ist. Es gibt keine Ziegen mehr auf Galapagos. Das Schildkröten-Reservat ist wieder ziegenfrei.

Oft komme ich mir auch vor, wie so eine Judas-Ziege: Ich leide schrecklich unter Einsamkeit, in dieser verächtlichen Fernseh und Fassaden-Welt und sobald ich mal etwas schönes finde, das ich liebe, wird es unbarmherzig zerstört, weil ich ja ständig überwacht werde, mit Abhörgeräten, Ferngläsern Überwachungs und Manipulationsmannschaften. Ich lebe also in dem ständigen Bewußtsein, dass ich für genau das, was ich am meisten liebe, das größte denkbare Unglück bin. Vor ein paar Tagen habe ich zufällig eine versteckt wachsende Hanf-Pflanze gefunden. Ich habe sie mir angeguckt und habe sie stehen lassen. Und ich habe innerlich in meiner Vorstellung die Freude des heimlichen Gärtners über diese schöne Pflanze geteilt. Da habe ich mich dann ein bischen zugehörig und nicht so alleine gefühlt. Ich habe zuhause kein Wort gesagt, habe nicht mal Marion von meiner tollen Entdeckung erzählt, da ich das Geheimnis nicht mit den Abhörgeräten teilen wollte.Nicht ein Wort. Einen Tag später bin ich noch einmal dort vorbeigegangen. Die Pflanze stand noch da. Heute ging ich mit Marion aus. Draußen hab ich ihr davon erzählt, ich dachte, da hört es ja keiner. Aber als wir an der Pflanze vorbeikamen, war die Pflanze weg. Ausgerissen, verschwunden. Offensichtlich bin ich von meinen Bewachern dabei beobachtet worden, wie ich ihr Aufmerksamkeit geschenkt habe. Scheiß Nazis.

Es sind ja nicht nur die Drogen, es ist auch Sex, geistige Freiheit und alles andere, was Freude macht, ohne noch vom letzten Spießer erlaubt und deshalb würdelos zu sein. Es ist ja nicht das erste Mal, es ist das hundertste Mal.

Tja, aber was macht man in der Situation? Eigentlich kann man sich nur noch umbringen, um das, was man liebt zu schützen. Ich habe aber noch von keiner Judas-Ziege gehört, die freiwillig in den Abgrund gesprungen ist.


Ich mußte mal meine Kriegsdienstverweigerung begründen. Man hat mir vorgeworfen, dass ich mich dem Problem der Gewalt nicht stelle, dass ich unehrlich sei in meinen Antworten, dass es leicht sei, friedfertig zu sein, wenn man nicht das Opfer von diesem oder jenem Krieg sei und manchmal kommt es mir so vor, als habe man mir mein Schicksal nur zu dem Zweck angetan, dies zu beweisen. Im folgendem stelle ich mich jedem Fettnäpfchen im Zusammenhang mit Terror und sage zu welchem Schluß ich dabei gekommen bin:

Wenn ihr glaubt, dass man einen Menschen foltern kann, ohne in diesem die Bereitschaft zum Töten hervorzurufen, um sich zu rächen oder zu befreien, dann irrt ihr euch. Das hat man mir bewiesen. Ich hätte gut auf diesen Beweis verzichten können. Erstens war es unangenehm, zweitens lebt es sich besser ohne dieses Wissen.

Sicher ist Rache unchristlich und auch andere Religionen und Weltanschauungen verbieten sinnloses töten. Noch unchristlicher finde ich es aber, wenn Leute, die bequem hinter den Nato-Mauern sitzen und sich fett und erfolgreich im bürgerlichen Leben eingerichtet haben und keinerlei Probleme damit haben, dass ihnen irgendjemand Gewalt antäte,....Also wenn diese Leute im Namen derer die die brutalste und unrechtmäßigste Gewalt persönlich erfahren haben, erklären, Rache, oder gewaltsamer Widerstand sei Unrecht und die Opfer deswegen gleich noch einmal verurteilen... Also das finde ich noch unchristlicher. Wesentlich unchristlicher. Das ist aber etwas, das man meines Erachtens leider über mehr als 90% Prozent der deutschen Bevölkerung sagen muß. Die Leute lesen eben diese Zeitung und gucken dieses Fernsehen. Das ist das Problem. Auf Rache verzichten, oder um des lieben Friedens willen auf Widerstand verzichten, das sind Entscheidungen, die allein dem zustehen, der das Recht hat, sich zu rächen oder zu wehren. Nicht irgendwelchen Möchtegern-Politikern, die sich eine Karriere zusammenlügen wollen.

Jeder Schützling Deutschlands ist mir als Geisel haftbar für die Sklaverei, in die ich durch das deutsche Unterhaltsrecht geworfen wurde, sowie erst recht für das, was mir in den letzten ca 30 Jahren durch die Bekämpfung meines Rechts auf Genugtuung angetan wurde. Als da ist Folter und großangelegte Verleumdung bis hin zur Unkenntlichkeit meiner Person Ablenkung durch diverse Zwangslagen bis hin zur völligen Absorbierung meiner Person. Im übrigen kann man gleiches auch von dem SGBII sagen mit der Möglichkeit die staatlichen Zahlungen bis auf Null zu kürzen. Was doch gleich Faschismus = Prügel ist, weil man schließlich nicht von Null leben kann und dann kriegt man sie schon, die Prügel. Das klingt sehr balla-balla, ist aber das Fazit aus der Machtlosigkeit gegenüber erlittenem Unrecht. Nicht das größte Unrecht aller Zeiten, aber mir reichts. Gegen diese Geiseln kann und will ich zwar nicht vollstrecken, aber das Rechtskonstrukt ist in sich logisch. Nimmst Du mir meine Rechte, nehme ich etwas, das Dir, dem Staat, gehört, z.B. Deine Leute. Ich habe also großes Verständnis für Leute, die Holzklötze von Autobahnbrücken schmeißen u.ä. und bin keineswegs der Ansicht, dass diese bestimmt verrückt sind. Wenn ich einen dabei beobachten würde, würde ich trotzdem sagen: „Lass es bleiben, wer weiß, ob nicht grade Hugo Chavez in dem Auto sitzt, oder ein kubanischer Agent, oder vielleicht einer von diesen Chinesen, die immer die Nase rümpfen, wenn Merkel ankommt.“ (Es ist natürlich in Wirklichkeit lächerlich unwahrscheinlich, dass Hugo da drin sitzt, aber es gibt dem Mann mit dem Klotz das richtige Signal. Denn ich will ja nicht eigentlich, dass ein sinnloser Mord begangen wird.)

Fazit: Der Mitmensch ist nicht unantastbar und darf nicht unantastbar sein. Sonst gibt es keinen Ausweg.

Ich meine, man kann einen, der sich für seine Unterprivilegiertheit durch einen Mord an einfach irgendwem auf der Autobahn rächen möchte, nicht davon abhalten, indem man ihm sagt, dass dieses Opfer das Privileg des unbedingten Lebensschutzes genießt. Erst wenn man bereit ist, jenes Privileg -zumindest ehrenhalber – zu leugnen, kann man diesen Täter überhaupt darauf ansprechen. Er wird sich dadurch entlastet fühlen, und weniger Drang verspüren, die Tat zu begehen.

Der Satz mit den Privilegien beruht auf dem Grundsatz: Gleiches Recht für alle. Wohl dem bekanntesten Rechtsgrundsatz. Natürlich ist dieser Rechtsgrundsatz auf natürliche Personen beschränkt. Man darf nicht Menschenrechte für eine Firma oder einen Staat etc. einfordern.

Wenn ich mein Schicksal für einen zufälligen Kollateralschaden halten würde, würde ich hier die Fahne streichen, aber ich halte es für Vorsatz. Allenfalls lasse ich mich noch auf einen Fehler im System herunterhandeln. Selbst die Kirche verlangt als Bedingung für die Vergebung der Sünden, dass der Täter bereut.

Danke, Attentäter, dass ihr das WTC zerstört habt, sodass wir uns nicht mehr schämen müssen, dass man uns Gewalt antun kann, ohne, dass wir uns wehren können!

(Ende Januar 2010:Demnächst ist das nächste dran. Ja, oder nicht? Ich weiß jetzt schon, wo mir hier in Deutschland mit einiger Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit Gewalt angetan werden wird und demnächst werde ich auch den Termin haben und trotzdem kann ich nichts dagegen machen. Ich genieße keinen Rechtsschutz. Praktisch gesehen nur gegen Trottel und Nieten, nicht gegen die organisierten unlegitimierten Gangster, die mich hier unter ihrer Kontrolle klein zu halten versuchen. Dann werde ich mich wieder schämen müssen. Niemand wird mich schützen. Es wäre gut, wenn dann das nächste Hochhaus kracht. Aber nur, f a l l s mir etwas passiert. Denn sonst würde ich mich ja schämen, dass ich voreilig eine Katastrophe verursacht hätte. Ich wäre aber nur im Geiste schuldig, versteht sich, aber das würde mir nicht viel helfen. Genausowenig, wie es mich andernfalls vom Gefühl der Genugtuung abhalten würde, wenn ich, ebenfalls nur im Geiste, meine Rache bekäme.Wie ein Mensch so grausam sein kann?Ich habe nur ein Leben. Und da sich die Gesellschaft nicht bei mir beliebt gemacht hat, bedeutet es mir eben mehr, als das, von sovielen anderen. Ich muß auch soviele in die Waagschale werfen, um anderen genauso die Laune zu vermasseln, wie sie mir vermasselt ist. Und ich habe auch ein ganz anderes Schicksal als andere. Warum darf ich nicht grausam sein? Ich bin doch nur einer. Das ist der kleine beschissene Vorteil, den man noch hat, wenn sowieso niemand auf einen hört.----Ende Februar 2010: Ich kann wieder an andere Sachen denken. Wir haben Geld gekriegt. Der Termin ist nicht aus der Welt, aber bei Vorleistung weniger demütigend und die Mißhandlung weniger wahrscheinlich. Es geht nicht nur um einmalige Schmerzen, es geht auch um das dauerhafte Vermeiden von Schmerzen durch das Prinzip der Würde. Ich kenne den Termin noch nicht.Ich weiß auch nicht wann ich sterben werden. Es ist gut, dass ich wieder an anderes denken kann. Ich sollte aber jetzt nicht gleich aus lauter Gutmütigkeit gegenüber irgendwelchen Spießern einen Rückzieher machen und mein Grundrecht verschenken. )

(Kommentar: Im Guantanamo-Knast würde diesen „Danke,Atte“- Satz vermutlich jeder verstehen. Auf islamisch heißt das dann: Gott ist der größte.Größer als Amerika, das westliche System. Wenn ich mir zum Beispiel vorstelle, wie es mir gehen könnte, wenn ich Geld von der Arge brauche, (TZG, Amtsarzt usw. und das alles mit Knebel) wie mir dort die Würde geraubt wird, ja dann ist es plötzlich wieder da, das Gefühl der Dankbarkeit für Mohammed Ata. Nicht, dass ich gerne an Dinge denke, bei denen ich es kriege, dieses Gefühl, aber ich beschwöre, dass ich es kenne. Ich glaube auch gar nicht, dass es allen anderen mit der Arge auch so geht und ich will erst recht niemand anstiften, um einen Vorteil zu erlangen, zu behaupten, dass er so empfindet, aber ich bin nicht bereit, mich selbst zu verleugnen, mich unter Preis zu verkaufen. Zum Glück muß ich ja auch nicht immer dran denken --- zur Zeit jedenfalls nicht. Wenn ich nicht daran denke, verstehe ich mich manchmal selber nicht mehr: „Wie kann ein Mensch bloß so grausam sein?“,denke ich dann. Was heißt Dank? Es ist eine Vertretung ohne Auftrag und sie ist ungerecht gegenüber Dritten, aber insoweit ich ein entrechteter Untermensch bin, was mir zum Glück nur gelegentlich begegnet, fühle ich mich durch den Terror gegen den Westen, wie z.B. den WTC-Anschlag vertreten. Als Untermensch habe ich mich außerdem gefühlt bei dem vergeblichen Versuch, meine Bekanntschaftsanzeige in der Zeitung aufzugeben und bei dem Versuch ein Konto zu eröffnen, bzw. eine Kreditkarte zu bekommen um mir Medikamente im Internet kaufen zu können. Die Entrechtung in der Psychiatrie und andere (z.T.sogar offen illegale) Formen der Bevormundung zählen auch zu den Anlässen. Die Verweigerung von Rechtsschutz durch den Staat in vielen Fällen. Die mehr oder weniger gewaltsame Entführung junger Männer zum Kriegsdienst.)





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Die Veranstaltung von Schweigeminuten sollte nicht mißbraucht werden, um den Feind zu diskriminieren, sondern man sollte dabei über die eigene Verantwortung meditieren .

Gegen Verbrecher darf man sich wehren oder nicht? Was wäre wohl gewesen, wenn der unschuldige vom FBI entführte deutsche Staatsbürger Mohamed Kurnaz wirklich ein Kämpfer (so ein Rambo) gewesen wäre und sich seinen Weg aus dem FBI-Kidnapping auf einem deutschen Flughafen freigeschossen hätte? Den hätten doch auch die deutschen Polizisten angegriffen. Nehmen wir an, er hätte davon dann zwei erschossen, wäre aber später doch wieder eingefangen worden. Glauben Sie , der hätte auch nur den Hauch einer Chance gehabt, vor irgendeinem deutschen Gericht wegen Notwehr durchzukommen? Während die Zeitungen seinen Kopf gefordert hätten? Im Gegenteil Deutschland hätte ihn noch an die Folterer in Amerika ausgeliefert. Wer mit Verbrechern (FBI/CIA) paktiert, der darf sich nicht wundern, wenn er mit Gewalt (Attentate) angegriffen wird. Da haben wir noch Glück gehabt. Das ist die Arroganz des System. Es erkennt keine Notwehr gegen sich selbst an. Man muß sich erst ausliefern, bevor man Recht bekommen kann. --- Falls man Recht bekommt.

Leider: Das schlimmste Problem an der Sache mit dem Terror ist dieses immer wiederholte Kochrezept der Entmachtung: Viele von uns fühlen sich von dem ungerechten und gewalttätigen System dem wir unterworfen sind zu gewaltsamen Angriffen gegen seine Vertreter gradezu herausfordert. Und dann kommt jemand wie Baader und Meinhof und begeht diese Gewalt tatsächlich. Und wird anschließend gnadenlos in den Medien demontiert, beleidigt, geschändet. Bis uns die Lust auf Gegengewalt vergeht und wir demoralisiert sind. Dieses Terrorbekämpfung genannte Rezept zur Unterdrückung ist so erfolgreich, dass es seit Baader Meinhof immer wieder repetiert wird. In Anbetracht dieser Wirksamkeit liegt natürlich der Verdacht nahe, dass etwas daran, oder alles gefaked ist. Zumindest gilt aber: Das moderne illegitime Herrschaftssystem ist mit Gewalt in solcher Form nicht zu besiegen, sondern mißbraucht sie dazu, sich zu stärken.

Anmerkung:„Eines Tages wird die Entwicklung der politischen Sprache so weit fortgeschritten sein, dass es nicht mehr möglich sein wird, einen ungehorsamen Satz zu formulieren, oder auch nur zu denken!“ (George Orwells 1984: (Syme in der Ministerialcafeteria ))

Nur, wenn alle gehorchen, wie das auch die Vision der autoritären Parteien in Deutschland ist, dann muß man sich auch mal eine andere Frage stellen, nämlich: Alle gehorchen also? Wem eigentlich? Und das ist das große Problem bei der Sache. Wer ist so ein Gott, dass tatsächlich was Gutes für alle dabei rauskommt, wenn alle ihm gehorchen? Sagen wir's doch mal offen: Alle diese CSU-etc-Politiker, die heute heimlich vom autoritären Staat träumen, sind in Wirklichkeit die letzten Nieten, deren Kompetenz nicht mal bis zum weiblichen Orgasmus reicht.

Das Problem, das ich mit der Gewalt habe kommt auch von der Wehrpflicht als Sitte. Erst tut man mir und tausenden anderen Gewalt an mit der unverschämten Begründung, das Vaterland müßte sich wehren und meine Benutzung wäre ein rechtmäßiges Mittel dazu. Dann tut man mir so viel Gewalt an, weil ich mich weigere. Wenn man berechtigt ist, mir so viel Gewalt anzutun, weil ich mich weigere, “das Vaterland zu verteidigen” (in Wirklichkeit, mich am Unterdrückungssystem zu beteiligen) ,wieviel Gewalt muß ich dann erst berechtigt und verpflichtet sein, auszuüben, um die Verbrechen, die mir der Staat und dessen Schützlinge angetan haben, zu rächen, und etwas dagegen zu tun, dass sie mir oder anderen wiedergeschehen? Statt wie ein gesunder Mensch einfach entspannt „let it be“ zu mir selbst zu sagen? Na, ja gut, ich möchte auch nicht völlig unpolitisch sein. Vor allem jetzt nicht mehr. Aber so eine Art Wortführer für öffentlich verhasste Massenmörder zu werden, das hatte ich früher mal wirklich nicht nötig. Früher war ich mal ein stromlinenförmiger Aufreisser. Nicht sehr erfolgreich, aber immerhin. Wenn ich kein Opfer von Gewalt bin, dann sagt mir doch mal, warum zum Teufel hätte ich sonst sowas nachteiliges tun sollen und mir solche störenden Ecken und Kanten zulegen?



Das World Trade Center : In der Ilias steht:“es ist nicht gut Freude über Erschlagene zu bekunden“ Aber die Legende vom Sieg des tapferen Kleinen über den dummen Großen steht schon in der Bibel. Dieser Kleine allerdings war der Führer eines eroberungswütigen Heeres und hat das natürlich überlebt.Passt also nicht.Und es ist auch schwierig, Kantinenangestellte und Toilettenfrauen zusammen mit den Bankerverbrechern und ihrem Hochhaus als Feinde zusammenzufassen. Und Rache ist natürlich noch lange kein politisches Konzept. So richtig eindeutig ist die Geschichte wohl nicht zu interpretieren.

Womit mal wieder die Chance vertan wäre,ein wenig Triumph in mein trübseliges Leben zu tragen. Die Story hat ein bischen was von Rattengift: Schmeckt lecker, aber hinterher fühlt man sich zum Kotzen.Wenn mal alle immer so gegen Gewalt wären, wie jetzt, wo's das WTC getroffen hat!

Natürlich haben die Geheimdienste und Medien mit ihrer Deutungshoheit sofort angefangen, das ganze zu hijacken und umzudrehen und für sich zu nutzen. Plötzlich wird nicht mehr von strategischen Dimensionen geredet, sondern das Leid jedes einzelnen Opfers und die nicht zu leugnende Grausamkeit der Tat ins Blickfeld gerückt... Mich hätte man in dieses Hochhaus doch noch nichtmal reingelassen!

Nachtrag2001: Nur ein par Wochen später:Da ist doch zum Beispiel in Lagos oder so ein Munitionslager in die Luft geflogen.600 Tote.Schon am nächsten Tag hat man nichts mehr von der Nachricht gehört.Es ist eben doch ein Unterschied,ob jemand die Supermacht herausfordert,oder nur am Arsch der Welt schlampig mit Munition umgeht, auch,wenn die Wirkung ähnlich ist. Ich glaube eben nicht,dass der Unterschied zwischen Attentaten und anderen Gewalttaten darin besteht, dass erstere immer bar jeder moralischen Rechtfertigung sind.Was die Moral angeht haben Sie den Kriegen der Großen gegen die Kleinen sogar was voraus.Wer daran teilnimmt läuft selber Risiko oder mehr und muß daher wenigstens von der Sache überzeugt sein. Das Leben der Opfer wird auf diese Weise teurer verkauft. Es kommt doch immer darauf an, auf welcher Seite man steht.Wenn man ein Attentat für notwendig hält, (z.B. als Rache) dann sind die unbeteiligten Opfer Kollateralschäden:

Ein Wort mit dem die Militärs es bezeichnen, wenn sie mal eben eine Bombe danebengeworfen oder ein Krankenhaus getroffen haben. Kollateralschäden werden einkalkuliert. Es wird eben mit zweierlei Maß gemessen. Terroristen dürfen natürlich keine Kollateralschäden einkalkulieren... Das Wort stand mal auf der Kanditatenliste als Unwort des Jahres.

Nebenbei:Ständig von „wichtigen“ Leuten erzählt zu bekommen, dass man selber völlig unwichtig ist , ist auch eine Zumutung. Und: Diese Attentäter kommen bei mir nicht einfach auf die Liste der Unmenschen. Sie tun mir eher leid. Wie hart muß man zu sich selber sein, um sowas überhaupt fertigzubringen! Auch die Befürworter oder Anstifter solcher Taten verachte ich nicht.Natürlich kann ich irgendwelche islamischen Traditionstrottel nicht bewundern. Und ihre rückwärtsgewandte Scharia-Politik. Aber das ist ja wahrscheinlich der Grund, weshalb die Geheimdienste sie als Schuldige ausgegeben haben. So ein Attentat ist aber nicht meine Schuhnummer.Wenn ich sowas täte, würde ich auch vom Sinn überzeugt sein wollen. Das bin ich aber nicht. Ich bin eher der Typ der glaubt, dass Kapitalisten in die Hölle kommen. Bei einer Justiz, die einen schon als Mittäter verurteilt, wenn man nur ein bischen was gewußt und nichts verraten hat, darf ich mich wohl glücklich schätzen, dass ich nichts gewußt habe, denn verraten hätte ich auch nichts. Na,ja, vielleicht unfreiwillig, durch die Abhörgeräte.Oder einfach durch Nachlässigkeit.Wenigstens ein paar Leute zum Reden zu haben, ist doch mehr wert als ein Hochhaus am Arsch meiner Welt denke ich? Mit dem Argument könnte sich jemand entschuldigen, der was gewußt hat. Das wird ihm aber vor Gericht nichts nützen. Weil: Jemanden allein zu lassen ist keine Straftat, denn die begeht die Gesellschaft und die Gesellschaft kann man ja nicht vor Gericht verurteilen.

Verglichen mit der WTC-Berichterstattung sind in den Medien die 10000 die täglich verhungern oder die 10000 die täglich an den Folgen des Rauchens sterben—beides menschengemacht-- nicht mal mehr eine Nachricht,wenn nicht grade mal wieder ein Rekord ansteht. Ich habe es lernen müßen, mich gegen die Bilder zu verhärten,und wegzugucken wo ich aus meiner Position doch nichts machen kann. Die Nachrichten geben kein realistisches verhältnismäßiges Bild vom Leid in der Welt sondern ein sensationsorientiertes und lenken außerdem das begrenzte Mitleid der Menschen lieber auf Dinge, die politisch günstig sind: Als da wären Terroropfer und arme Kindlein, die nichts aber auch wirklich garnichts für irgendetwas können: Nicht faul gewesen sind, nicht geraucht und nicht gekämpft haben, nicht gestohlen haben und die Ehe nicht gebrochen, denen nie ein Zweifel an der Gesellschaftsordnung gekommen ist und die natürlich ihre Eltern ehren. Untertitel:Wenn Du nicht auch so bist, verdienst Du kein Mitgefühl. Das dient dann zur Zähmung des Bürgers.

Ich möchte mich aber nicht für dumm verkaufen lassen.Bei mir ist und bleibt die Rangfolge der Bedeutung der Ereignisse ganz anders. Fernsehnachrichten sind von vorneherein schon mal zwei Stufen unwichtiger,als das was wir selbst erleben. Ausser pauschalen Stimmabgaben alle paar Jahre gibt es darüber ja auch garnichts zu entscheiden. Da muß man sich doch mißbraucht vorkommen, wenn man über ein Ereignis zutiefst ergriffen sein soll, weil`s den anderen grade politisch opportun ist. Und wenn die Amis in Afghanistan bei einem Einsatz 8Mann verlieren um 4000 zu töten, (Wirklich wahr. Das muß ja so eine Art Ungeziefervernichtungsaktion gewesen sein. Und das bei einem Angriffskrieg fern der eigenen Heimat.) dann haben sie ja wohl auch nicht viel riskiert,um die schonender zu besiegen. Ich würd mich ja auch nicht opfern wollen. Aber warum,verdammt,können sie`s nicht ganz bleiben lassen? Afghanistan zu bekämpfen, um Attentate zu verhindern, das bedeutet doch in Konsequenz, die ganze Welt unter Kontrolle zu bringen,damit kein Widerstand mehr möglich ist.(Nachtrag 2003:Diesen Satz muss Bush wohl gelesen haben um den Irakkrieg anzuzetteln.) Die Souveränität der betroffenen Länder geht damit verloren. (Fraglich ist allerdings, wo wir schon bei dem Thema sind, was die Souveränität eines Landes wert ist, wenn die Bürger sich garnicht mehr mit ihm identifizieren.Dabei denke ich auch an andere) Ob das Mittelalter in Afghanistan endgültig vorbei ist, nur weil man die Herrscher beseitigt hat,ist auch noch nicht ausgemacht. 2006: Sieht so aus, als ob das nichts wird: Die Leute wollen einfach ihren verdammten Islam nicht aufgeben und ins Landesinnere kann man sich schon mal garnicht trauen.(ein ironischer Satz)

Terror ist seinem Selbstverständnis nach eine Art von Justiz von unten nach oben.

Ihre Rechtfertigung liegt nicht nur in der Person des Gerichteten , sondern auch in der Person des Richters. Die moraliche Rechtfertigung kann nicht einfach nur durch die Frage geklärt werden, was das Opfer schlechtes getan hat, sondern durch die Frage,was die Gesellschaft die durch seinen Tod betroffen wird, schlechtes getan oder geduldet hat. Wenn soetwas von oben nach unten passiert, nennt man das Sippenhaft oder Geiselhinrichtung, also Nazi-Methoden. Wenn aber ein Einzelner oder eine kleine Gruppe nun mal einfach kein Recht finden kann, dann kann man von ihm auch nicht mehr verlangen, dass sie ein Recht, das sie nur als ausser Kraft befindlich kennt, noch anerkennt. Und angesichts einer militärischen Übermacht kann man sich ja nur entweder ergeben, oder verdeckt kämpfen. Terror ist aber normalerweise kein wirkliches Regulativ der Machtverhältnisse, sondern nur eine Art Denkmalsetzung.

Man muß dieses Selbstverständnis nicht teilen, aber man muß es zumindest erstmal zur Kenntnis nehmen, wenn man mit Attentätern oder deren Sympathisanten darüber reden will.

(Nachtrag: Ich frage mich, ob der Gedanke der justiz von unten wirklich ein Schlüssel ist, um so ein Phänomen wie Baader-Meinhof zu verstehen. Ich meine auch die Namen der Opfer: Da war nicht einer unter den Ermordeten Promis, der Müller, Maier, oder Schulze hieß. Sie hatten alle komische Namen, die einem irgendwas zu sagen scheinen. Vielleicht war Baader-Meinhof einfach so eine Art Klassenrache. Nicht die Erpressung des Systems das Ziel und auch nicht die Mobilisierung von Leuten, sondern einfach das Lächerlichmachen der feindlichen Klasse durch Ermordung von deren Repräsentanten mit komischen Namen, weil das die Polizei unmöglich hätte öffentlich sagen können, dass solche Leute jetzt in Gefahr sind, ohne Gelächter auszulösen. Also ein Terror, der nicht an der Massenmediengesellschaft gescheitert ist, weil er gar keine wirklichen Ziele hatte, als eben das, selbst auch ein Promi zu sein. Wenn nicht auf Geld und Polizei gestützt, dann eben anders. Gleichheit--. Würde. ein Spiel. Spielen wir nicht alle?-----------War aber nur so'n Gedanke. Wegen diesen blöden verspielten Fummelfritzen ist jetzt mein Schleier weg... Wußte gar nicht, dass ich einen hatte... Das ist lächerlich. Ja, und das war vielleicht das Kalkül. Und: Sind es denn nicht die Politiker gewesen, die das Spiel mit den Namen angefangen und dadurch die Zielpersonen ausgerufen haben? Wenn man zum Beispiel sagt, dass Schleier die Produktionsverhältnisse verschleiert macht man sich lächerlich. Dabei ist der beschissenen Name doch überhaupt kein Argument. Aber wie argumentiert man gegen einen Namen? Das geht doch gar nicht. Na,Ja, man entfernt den Schleier...Und da dachten sie schon, sie hätten gewonnen... Spielend eine Wahl gewinnen? Spielend Rechte ausser Kraft setzen? Ist doch was. Aber eigentlich nicht im Sinne der Verfassung. Oder war das Ganze nur so eine Art Wurmkur an der Gesellschaft? Verordnet vom Kabinett und ausgeklügelt vom Geheimdienst? Kommt es für uns wirklich noch auf die Fakten an, wenn die Strukturen klar sind?)

Da ich mich selbst als das Opfer ungerechter gesellschaftlicher Verhältnisse und rechtloser Zustände begreife erlaubt mir nur die Unparteilichkeit zwischen Terror und Staat, meine persönliche Würde weiterhin aufrechtzuerhalten. Der Terror ist also wirklich zu etwas gut.

Ich möchte aber auch mal ein gutes Wort einlegen für meine Umwelt: Ich habe die letzten 1bis 2 Jahre in relativem Frieden verbracht. Allerdings war mir das auch nur möglich, weil ich mich ziemlich zurückgezogen und auf viele selbstverständliche Rechte verzichtet habe. Zum Beispiel Arbeitslosengeld II. Die Zerstörer meiner Privatsphäre haben mit dem Einbruch in meine Privatsphäre zwar nicht aufgehört, aber neuerdings Rücksicht auf meine Beziehung zu meiner Frau genommen, die daher viel befriedigender ist. Wenn man in Frieden leben kann, ist das schon sehr viel wert, selbst, wenn nicht alles gerecht zugeht. Darum bin ich zur Zeit auch gar nicht so böse und pflege diesen Teil der Website mehr als ein Vermächtnis aus meinem Leben, zu dem ich stehen muß, als dass es mir im Moment ein Bedürfnis wäre, soetwas zu schreiben.

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Leider werden wir die Wahrheit über die Lehrermassaker an Schulen nie wissen, denn sicher werden die Strategen vom BKA darauf achten, daß niemand hoffen darf, auf diese Weise ein Forum zu finden. Deshalb gehe ich davon aus, daß Abschiedsbriefe von Selbstmordterroristen bei uns prinzipiell unterschlagen oder gefälscht werden. Vielleicht haben dort ja doch soziale Misshandlungen vorgelegen, die soetwas als logische Konsequenz erscheinen lassen, auch wenn nur das BKA weiß, wofür es gestraft wurde. Die Tatsache dass in Erfurt fast nur Lehrer betroffen waren spricht aber eher dagegen. Denn um die loszuwerden braucht man doch nur die Schule zu verlassen? Und ich bin schließlich auch nichts geworden. Aber vielleicht sollte ich mich ja schämen, daß ich noch nichts in die Luft gesprengt habe, denn eigentlich kann ich dafür ja auch nichts? Es läßt sich recht gut von Aldi leben, denke ich. Wenn einem dann aber die Freundin sagt, dass man eine Niete ist, weil man kein Geld hat..mag das für einen jungen Mann ein unlösbares Problem sein.

Die Zustände in Palästina andererseits scheinen auf breiter Front jeder Rechtmäßigkeit zu spotten. Mit welchem Recht kann ich deutscher Wohlleber da den moralischen Zeigefinger heben und sagen, „Ihr dürft euch nicht rächen.“? Angesichts israelischer Übermacht ist diese Rache aber wohl auch nur eine Sache für einzelne Verrückte, nicht soetwas, wie ein Aufstand, den man mit Gewalt gewinnen kann. Nach alledem kann ich aber auch verstehen, wenn die Palästinenserführung die Einkehr von Normalität in den Beziehungen verhindern will, sondern den Anspruch auf ihr geraubtes Territorium wachhalten. Zumindest auf einen angemessenen Teil, denn die Geschichte bleibt ja auch nicht stehen und der israelische Staat muß weiterbestehen.

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Der völkerrechtliche Unterschied zwischen Zivilisten und Militärs/sonstigen Kämpfern wird mehr als fragwürdig, wenn einerseits die Soldaten unfreiwillig Soldaten sind, andererseits die Zivilisten aber für den Krieg gestimmt haben.

Wenn ich die Wahl habe, zwischen zwei Verbrecherbanden, die sich gegenseitig bekämpfen für welche werde ich mich entscheiden? Wenn ich Verantwortung für andere habe, wahrscheinlich für die größere, weil man dort sicherer ist, also für den Staat. Darum hätten aber die USA Saddam Hussein in Ruhe lassen sollen, denn dort war er der Staat. Seine grausamen Verbrechen die ihm zur Macht verholfen haben, waren bereits vorüber und das Land litt viel weniger unter ihm, als unter dem Embargo der westlichen Staaten. Das hätte Saddam zu seinen Lebzeiten nicht mehr geschafft, so viel Elend anzurichten, wie die USA mit ihrem Irakkrieg. Wir sind gegen Eroberungskriege, aber dieses dekadente Kuweit neben dem ausgehungerten Irak, sollte man nicht sagen, die gehören eigentlich beide zusammen? Hätten mal teilen sollen? Irgendwie kann man das nachvollziehen. Aber Saddam muß wohl ein Schlächter gewesen sein soweit man das von hier beurteilen kann. Aber die Berechtigung von Rache wird ja immer bestritten, bei uns, wenn es sich um Gegner des Westens handelt. Und ausser verspäteter Rache an Hussein ist wirklich nichts gutes dran an dem Irakkrieg. Und dann hat man sich auch noch selbst zum Barbaren gemacht, indem man ihn ohne jede Not in Gefangenschaft umgebracht hat.

2.Die Unmittelbarkeit der Verantwortung des Täters für die Tat gegenüber der Mittelbarkeit ihrer weltverbessernden Wirkung. Das unterscheidet den Terroristen von dem der ihn bekämpft. Kurz gesagt: Wer zuerst schießt oder zu töten vesucht hat Unrecht. Demzufolge wären Unrecht: Bomben werfen, egal worauf auch nicht auf „alQueida Trainingscamps“. Höchstens vielleicht auf Raketenabschussrampen, die grade beim Abschuss sind. Ich glaube viele Menschen denken so und es ist wohl auch das natürlichste menschliche Empfinden. Vorbeugendes Töten ist verboten. Letztenendes ist dieses Denken aber nur eine unauffällige Variante von „mit den Wölfen heulen“, denn irgendwer hat ja immer die Macht und tötet seinerseits. Zumindest kann man das nicht wissen. Außerdem kann sich jeder die Beweisnot vorstellen, in die jeder gerät, wenn er sagt, „Der andere hat aber zuerst geschossen, getötet.“ In einer Mediengesellschaft, in der die „Wahrheit“ straff organisiert ist, ist dies letztenendes auch nur ein ungerechtes Diskriminierungsprinzip. Wer stark ist darf töten, wer schwach ist nicht... Darauf läuft es hinaus.Wenn man sich aber strategisches Denken zugesteht, muß man gerechterweise auch seinem Gegner strategisches Denken zugestehen. Und strategisches Denken ist nunmal ein Schlüssel zur Macht. Nur lässt sich damit einfach alles rechtfertigen. So gesehen ist sich-dumm-stellen heute eine sehr machtvolle Strategie. Das hat ja auch schon Orwell gesagt.

3.Es scheint evident, dass man ein höheres fremdes Rechtsgut verletzen darf, um ein niedrigeres eigenes gegen einen unrechtmäßigen Angriff zu schützen.(z.B.:Wenn jemand als Sklave gehalten wird, darf er seinen Wärter töten um sich zu befreien.)Aber das Beispiel täuscht, weil Freiheit von harter Sklaverei und Leben tatsächlich gleich hohe Güter sein können.Das eine hierbei ist wohl der Gedanke des Rechts das man sich um jeden Preis nehmen darf, weil das Unrecht nicht triumphieren darf. Das andere hierbei ist wohl der Gedanke der Angemessenheit.(Ein starkes Kind raubt einem schwachen das Milchgeld. Es gibt keine Zeugen. Auch keine Leumundszeugen. Nun findet das schwache Kind plötzlich eine geladene Pistole.(Ich habe noch nie eine gefunden in Amerika mit seinen Schusswaffengesetzen ist das schon etwas wahrscheinlicher.)Schießen auf den Quälgeist ist die einzige vorstellbare Möglichkeit das Milchgeld zurückzukriegen. Soll es? Natürlich nicht. Man könnte sich aber vorstellen, dass es gerne würde. Irgendwo ist das natürlich. Zumindest, wenn man regelmäßig Action-Fernsehen guckt.) Offensichtlich können aber auch in unserer Gesellschaft Kinder von anderen Kindern und ignoranten Erwachsenen so gequält werden, dass man ihnen einen Befreiungsschlag zubilligen muß. Ich erinnere mich noch an die Nachricht von einem Hamburger Schüler, der Selbstmord begangen hat weil er die unaufhörlichen Quälereien durch seine Mitschüler nicht mehr ertragen konnte. Da wär ja das mit der Pistole dann doch besser gewesen. Sicher, er hätte die Sache ja auch der Polizei melden können,aber machen wir uns nichts vor: Aus der Perspektive eines Schülers sieht die Welt ganz anders aus. Für ihn war diese Möglichkeit jedenfalls offensichtlich nicht erkennbar. Und das war ja ein intelligenter Junge, nicht etwa ein Sonderschüler. Also, es ist ärgerlich wenn das Unrecht triumphiert und es wird dadurch nicht zu Recht und es ist echt gemein, wenn man als Opfer dabei zusehen muß, aber man kann immer noch verächtlich auf den moralisch unterlegenen Täter herabschauen. Allerdings isoliert man sich dadurch leicht wenn alle Welt ihn wegen seiner vermeintlichen Triumphe bewundert.Am besten, man lässt das ganze gleichgültig an sich abgleiten. Unsere Gesellschaft ist eben wie ein riesiger Wald wo es kaum andere Menschen gibt. Es gibt gute Dinge und es gibt schlechte. Man nimmt sich das Holz und man wird eben auch mal von wilden Tieren angegriffen.Es ist völlig sinnlos etwas daran ändern zu wollen.Vielleicht werden die wilden Tiere einen eines Tages töten, auch, wenn man deshalb vielleicht seltener in den Wald geht oder an einer anderen Stelle und auf Bäume klettern üben muß, ausrotten kann man sie sowieso nicht,weil es viel zu viele sind. Aber all das ist kein Grund, ein schlechtes Gefühl zu haben, wenn man an sich selber denkt, oder sich umzubringen. Was macht es, wenn das Unrecht triumphiert, wenn der Täter ein Tier ist? Ich bin nicht dafür verantwortlich, alle Welt zu erziehen. Schon garnicht eine unbegrenzte Anzahl übermächtiger anderer. Ein bischen opfern würde ich mich vielleicht, aber ich bin schließlich nicht Jesus. Warum soll ich, der Mensch, meine Freiheit opfern und im Knast sitzen, weil ich ein Tier erschossen habe? Lass das Tier doch laufen und andere Tiere beissen! Irgendwann wird es schon seinen Meister finden. Also:Das Unrecht darf ruhig mal triumphieren wenn es nicht mit angemessenen Mitteln zu bekämpfen ist. Deshalb darf man auch kein wesentlich höheres Rechtsgut verletzen, um ein wesentlich niedrigeres zu schützen.

Und falls jemand glaubt, die Population dieses „Waldes“ bestünde fast nur aus Menschen: Du würdest mir einen riesigen Gefallen tun, falls Du mir das beweisen könntest. Nachtrag:Irgendwas hat sich schon getan in den letzten zwei Jahren. Es ist nur schwer zu sagen, was.



Witz:

Klingelt das Telefon beim Präsidenten Bush: Ja, hier CIA,hören Sie, Herr Präsident eine unserer Botschaften ist in die Luft gesprengt worden! Blöderweise in einem dieser Länder, wo wir einen Bürgerkrieg angestiftet haben.Was sollen wir den Leuten sagen? Dass das tapfere Freiheitskämpfer waren, geht ja wohl nicht!

Präsident: Ach, sagen Sie doch einfach, das war Osama!

Ein par Wochen später, das Telefon klingelt wieder: Ja, hier CIA, das World Trade Center ist geprengt und das Pentagon schwer beschädigt und heute ist ausgerechnet der Jahrestag, wo wir den Präsidenten Allende haben umlegen lassen. Was sollen wir den Leuten erzählen, damit sie nicht drauf kommen?

Präsident: Ach, sagen Sie doch, das war Osama!

Noch ein par Wochen später klingelt wieder das Telefon: Ja,hier CIA! Präsident:Will ich garnicht wissen!

Sagen Sie einfach, es war Osama!

Einige Zeit später, es ist Wahlabend, das Telefon klingelt beim Präsidenten. Ja hallo, hier ist ihr Wahlbeobachtungs-Team.Die Hochrechnungen sehen schlecht aus,Sie verlieren die Wahl.Was sollen wir den Leuten sagen? Ach, sagen Sie doch einfach------------- Oh,Shit!

(Ich meine: War es wirklich das reiche verwöhnte Söhnchen irgendwelcher feudalmonarchischen Ölschmarotzer welches einer grausamen menschenfeindlichen Religion anhängt und sich dafür von seinen Anhängern anbeten lässt, oder nicht vielleicht doch gleich der Teufel persönlich, oder ist vielleicht alles gelogen und niemand weiß wirklich, wer es war?)


Sagen wir mal so: Wenn mir der Teufel erklärt hätte, sein teuflisch industrieller Komplex müßte beschäftigt werden und es müßten jetzt ein paar Gebäude zerstört werden und es müßte 3000 Tote dabei geben, und ich sollte das Ziel dafür auswählen, dann hätte ich ja vielleicht zuerst gesagt: Übernimm die Verantwortung dafür gefälligst selber. Aber bei einiger Überlegung hätte ich ja vielleicht doch WTC und Pentagon vorgeschlagen. Wer weiß? Wenn ich mir ausgemalt hätte, wen der Teufel im Fall einer Weigerung auswählen könnte? Ich meine, so Ghostbuster-Marshmallowman-mäßig...Stellen Sie sich vor, Sie halten den. aus comics berühmten, spritzenden Wasserschlauch in Händen und sie können dem Wasser nun entweder eine Richtung geben, oder den Schlauch wild in die Gegend spritzen lassen. So gesehen war es schon das richtige Ziel. Natürlich ist man nicht allwisend und es gibt wenn's und aber's und ich müßte eigentlich eine Uno-Konferenz zur Auswahl der Ziele einberufen usw. Dann hätte man ein Hochhaus auf freiem Felde voller lebensmüder schmerzgeplagter Leute im Endstadium stopfen können und Bush hätte noch ein paar Verurteilte aus der death-row spendiert, die Familen aus den Elendsländern hätten gegen Bezahlung ein paar Mitglieder delegiert, ein paar fundamentale Christen wären mit Kreuzen und wehenden Fahnen einmarschiert, aber man hätte sie nicht gelassen,weil sie zu schade sind, Techniker hätten versucht, den Teufel mit Kunstmenschen zu betrügen, ein paar Elends-Kinderheime von sonstwo hätten geistig behinderte spendiert um wenigstens das Geld zur Ernährung der anderen zusammenzubekommen, Prediger würden verkünden, dass alle Opfer direkt in den Himmel kommen, im Bäckerladen stünden Sammelbüchsen für die Angehörigen der erwählten Opfer, usw.... Ach, wissen Sie was? Wenn ich mir das jetzt ausmale, dann denke ich: Es war genau richtig, so wies war. Es hat endlich mal die da oben getroffen. Und ich bin's nicht schuld. Nur, dass es nicht der Teufel war, sondern Osama...

Aber ich halte den spritzenden Wasserschlauch des Zorns über mein mir und nicht nur mir, zugefügtes Schicksal in Händen. Nicht immer, aber manchmal. (Nachtrag: Ehrlich gesagt hat der Schlauch zur Zeit überhaupt keinen Druck drauf.Aber es gibt sowas ja.)Und ich muß mir, wenigstens für mich, etwas aussuchen. Und wo bitteschön sind sonst in letzter Zeit massenhaft Leute umgebracht worden, die nicht schon vorher arme Schweine waren? Im Gegenteil vermutlich größtenteils richtige Mistkerle?

Das ist doch plausibel.

Ich bin dagegen, dass sowas wieder passiert, weil mir die armen Attentäter leid tun. Ich bin sowas nicht wert. Ich bin untreu, feige und auch sonst nicht so heilig. Und ich möchte nicht, dass sich meine Freunde für mich opfern. Ich möchte mit meinen Freunden zusammen leben. Trotzdem: Wenn ich mich entscheiden müsste, wessen Kollateralschaden ich werden müßte, Terror oder CIA etc.: Ich glaube, den Terroristen könnte ich leichter verzeihen.

Man ist immer der Fiktion unterworfen, politische Meinungen so zu formulieren, dass sie Grundlage einer Gesetzgebung werden könnten. Ob das aber für einen Menschen, der zu bloßem Konsum der Politik verdammt ist, wirklich zweckmäßig ist?

Vorsicht vor der Referenzlüge:Wenn ich jemanden für meinen Feind halte, ihn das aber nicht merken lasse, um ihn nicht zu warnen,um ihn besser beeinflußen zu können, und ich möchte wissen, ob er mir eigentlich die Wahrheit sagt, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Einerseits kann ich von aussen herangehen und mit Detektiv/Geheimdienstmethoden das was er sagt überprüfen.Eine andere Möglichkeit ist aber, dass ich ihn bitte für mich zu lügen. Irgendwo in meiner Gegenwart aus einem vernünftigen moralisch akzeptablen Grund jemand anderes für mich zu belügen. Dadurch kann ich erkennen, wie er ist, wenn er lügt, wie gut er lügen kann, welche Vernebelungsmethoden er einsetzt, ob er rot oder nervös wird usw. Wenn ich das weiß, kann ich ihn anschließend besser bekämpfen. Das ist doch nicht nur Verfolgungswahn, das ist eine reale Möglichkeit für z.B. Kripobeamte, BND und andere undercovers die sich der Effizienz verschrieben haben. Man sollte sich von zweifelhaften Leuten nicht zu sowas anstiften lassen.

Letztenendes will ich mit meinem Kommentar zum Thema Terror natürlich immer auch eins sagen: Die Natur von Politik als weitreichende extrem abstrahierende Planung durch das Individuum steht im Widerspruch zu ihrer Präsentation als Konsumartikel in den Medien. Für Planung ist nämlich die Großhirnrinde zuständig und für Konsum das Kleinhirn. Natürlich ist das ein Trick der Machthaber um das Volk fernzusteuern. Das Kleinhirn soll das Großhirn lenken, und dadurch auf den gewünschten Weg bringen. Am besten lässt sich diese Taktik bloßstellen, indem man mal nur wie mit dem Kleinhirn denkt und die Nachrichten mal wirklich konsequent konsumiert wie einen Keksriegel oder Schokokuss, nämlich ohne Angst vor moralischen Instanzen nur die Genußqualität beurteilt. Gestern wurde mir zum Beispiel mein Fahrrad geklaut. Ausserdem gabs im Fernsehen eine Bombenmeldung. Es gibt eben doch noch Gerechtigkeit, dachte ich...Jedenfalls so gefühlsmäßig. Ich stehe dazu. Der, den ich im Fernsehen sehe ist eben einfach nicht mein Nächster. Jedenfalls nicht einfach so. Das muß sich jeder Christ heute klar machen, wenn er kein Geistesleben führen möchte, wie ein Huhn in der Legebatterie. Müsste ich für jede Terrormeldung im Fernsehen einen Gegenstand vom Wert eines Fahrrades opfern hätte ich in wenigen Wochen garnichts mehr. Nehm ich noch die Meldungen über menschengemachtes Elend allgemein dazu, schaff ich das in einer Woche. Soll ich deshalb die Alternative akzeptieren, mich selbst als schlechten Menschen zu betrachten oder im Kloster/Heim zu leben, weil ich nichts mehr besitze? Also könnte man folgenden Satz mit Recht sagen: „Der 11.9.2001 ? Ja, klar, an den Tag erinnere ich mich gut, da wurde mir mein Fahrrad gestohlen.“ Aber ehrlich gesagt weiß ich das Datum des vorletzten Kellereinbruchs nicht mal mehr. Und wenn sie jetzt sagen das Datum sei für die Gemeinschaft bedeutend nicht für das Individuum, dann kann ich nur sagen, was schert mich eine Gemeinschaft, in der Verbrecher die Kontrolle haben? In der meine Wahrheit sowieso geleugnet wird?

Es heißt immer Grundrechte und Demokratie in einem Zuge, weil man davon ausgeht, dass beides zusammengehört, weil es ja auch zusammen im Grundgesetz steht. Aber was ist eigentlich, wenn man vor der Frage steht: Grundrechte oder Demokratie? Ist der Volkswille wirklich eine Garantie für Grundrechte? Ich glaube nicht. War nicht mal bei irgendeinem von den Medien aufgebauschten Skandal die Mehrheit der Deutschen für die Todesstrafe? Wenn man betrachtet, wie leicht die Medien die Volksmeinung aufhetzen können, ist es eigentlich eher ein Wunder, wenn es überhaupt noch irgendwelche Rechte gibt. So, und wenn es schon gut ist, dass die Macht im Staat nicht das tut, was das Volk will, dann ist es doch naheliegend, dass jemand mächtiges Gutes tun möchte, oder schon getan hat. Wer kann schon die Wahlergebnisse wirklich überprüfen? Ich meine, nicht theoretisch, sondern praktisch? Abgesehen davon, dass die Wähler durch die Medien steuerbar sind. Wer weiß, vielleicht werden wir längst schon von einer Truppe weißhaariger alter Männer regiert, die die Fäden ziehen und unser Volk sanft bevormunden? Ist Demokratie vielleicht nur Kinderkram? Was ist denn nun wirklich besser, wenn man entscheiden muß? Dass alle in Frieden zusammen leben können, oder dass das verzogene Kind „Volk“ um jeden Preis seinen Mehrheitswillen kriegt? Die Frage stellt sich nicht? Ich habe sie mir schon gestellt. Ich bin für Grundrechte vor Demokratie. Ich habe aber auch kein Vertrauen zu unserer geistigen Führung. Ich setze mich also für Grundrechte und Demokratie ein. Das ist natürlich ein bischen unehrlich. Denn ich würde mir schon ganz undemokratisch durch Korruption den Arsch retten lassen, wenn's darauf ankommt. Aber hinterher würde ich dann doch nicht schweigen.

Ich denke auch, man beleidigt die ungebildeten Leute, wenn man ihre Boulevardzeitung als etwas hinstellt, das sie aufhetzt und eine friedliche Menge zu einem beißenden Mob macht, der gegen Ausländer und Schmarotzer und Sexstraftäter Terroristen und unmoralische Popstars ist. So dumm sind sie nicht. Die Zeitungsleser wissen nämlich genau, dass sie nicht wütend gemacht worden, sondern schon wütend gewesen sind, bevor sie die Zeitung gelesen haben. Deshalb haben sie sie ja gekauft, damit sie wissen, worauf sie heute wieder ihre Wut ungestraft und wirkungsvoll loslassen dürfen. Und die Zeitung? Na ja, die sucht ihnen die gewünschten wehrlosen Opfer und Zielobjekte für den Hass und die Sensationsgier. Das ist ja ihr Geschäft. (Die Zeitung ist so gesehen die moderne Version des mittelalterlichen Prangers.) Somit sind Leser und Zeitung miteinander einverstanden. Eine unheilige Allianz. Natürlich kann man keinen Bildzeitungsleser damit umstimmen, dass man ihm sagt, er wurde aufgehetzt.Wurde er auch nicht, er wurde bedient mit etwas, was er wirklich gebraucht hat.Wehrlose Zielobjekte. Dass er der Zeitung dadurch Gelegenheit gegeben hat, ihn zu mißbrauchen: Ja welche andere Zeitung soll er denn bitteschön lesen? Es gibt doch garkeine wirklich andere, die seine Bedürfnisse erfüllt! Jedenfalls kennt er sie nicht. Ausserdem müßten sie die anderen dann ja auch lesen, denn alleine mit einer anderen Meinung kriegt man nur Stress. Eine unerfüllbare Forderung.

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Dadurch, dass der Ketchup bei Netto (Supermarkt) „Rich“ heißt, fühle ich mich eigentlich etwas beleidigt. Viele können doch gar nichts dafür, dass sie reich sind, haben jedenfalls keine Verbrechen begangen. Wenn der Ketchup jetzt „Wall-Street“ hieße, oder „Messeturm“oder „Pentagon“-in der fünfeckigen Flasche, das wär ja was anderes. Ich lasse mich nicht gerne für dumm verkaufen. Auch nicht als Ketchup-Konsument. Deshalb kaufe ich Ketchup bei Edeka

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Dass das bürgerliche Schaffe,schaffe Häusle baue, verrecke“ nicht attraktiv ist, leuchtet ja eigentlich ein.
Aber wieso sollte das terroristische „schaffe, schaffe Häusle abreisse-verrecke“ eigentlich attraktiver sein?

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nachträglicher Einschub 03. 10. 2014, gehört auch irgendwie auf diese Seite:

3. 10. 2014: Habe gestern nacht im Internet einen Vortrag über verdeckte Kriegsführung gehört.

Der Vortragende hat die bekanntesten und historisch gesichertsten Beispiele dafür aufgelistet und kurz referiert: 1953 Iranischer Ölverstaatlicher Mossadeq wird durch von CIA und MI5 gelegte Bomben die Stimmung gegen Kommunisten machen sollen und Unterstützung für regierungsfeindliche Teile des Militärs aus dem Amt gejagt, die Verstaatlichungen rückgängig gemacht. Die Planung dieses Verbrechens durch die amerikanische Regierung ist durch die mittlerweile offengelegten CIA-eigenen Akten dokumentiert. Und so weiter: 1962 Schweinebucht, 1964 Tonking, 1972 Gladio, 1985 von Kampfschwimmern verdeckt versenktes Greenpeace-Schiff, 1990 Brutkastenlüge, 2003 ABC-Waffen im Besitz von Saddam (immer noch/wieder) Einsatz gegen Westen angeblich geplant, 2013 Al Kaida heißt plötzlich „freie syrische Armee“ und wird zum Verbündeten gegen den syrischen Diktator Sadat- von Ukraine und IS ganz zu schweigen. Es war ein guter Vortrag, der eben drei Punkte eindeutig belegte: 1. Es gibt verdeckte Kriegsführung, sie ist kein Hirngespinst von Verschwörungstheoretikern, 2.Es ist ein Riesenschaden für die Friedensbewegung 3.Die Leute, die diese Kriegführung planen darf man sich nicht wie normale Menschen vorstellen, sondern eher wie Psychopathen, weil sie sonst überhaupt nicht zu begreifen sind.

Brutkastenlüge“ klingt ähnlich, wie „Auschwitzlüge“ : Ein schauriges Geschehen soll durch solch ein Wort geleugnet werden. Dass die Nazis Massenmörder mit einer mörderischen Ideologie waren ist hinreichend belegt. Die Ähnlichkeit der Wörter hat mich aber doch genötigt, über die „Brutkastenlüge“ näher nachzudenken: Was nach Aussage des Vortragenden, der immerhin Historiker an einer Schweizer Universität ist, und sich auf das Thema „verdeckte Kriegführung“ spezialisiert hat, dokumentiert ist, ist, dass als Saddam Kuweit besetzt hatte, die amerikanische (und überhaupt Welt-) -öffentlichkeit gezielt und geplant durch Verbreitung von Lügen für den Krieg mobilisiert worden ist, für den sie sonst, nach der Vietnam-Erfahrung vielleicht nicht zu haben gewesen wäre. Demzufolge hat eine amerikanische Werbeagentur im Auftrage der Geheimdienste ein Casting veranstaltet, bei dem junge kuweitische Mädchen vorsprechen durften, und bei der die Tochter des kuweitischen Botschafters in den USA ausgewählt wurde. Das gecastete Mädchen bekam anschließend die Rolle, im Amerikanischen Fernsehen unter Tränen zu berichten, sie sei Krankenschwester in einem kuweitischen Krankenhaus gewesen, und habe mitansehen müßen, wie die irakischen Invasoren dort die frühgeborenen Babys aus den Brutkästen genommen und mit den Köpfen auf den Boden geschlagen hätten um sie so zu töten. ---- Dass eine derartig schaurige Geschichte die Amerikaner dazu bewegte, wie ein Mann hinter ihrem kriegswilligen Präsidenten zu stehen, ist ja eigentlich weiter kein Wunder.--- Es ist aber bewiesen, dass dieses Mädchen niemals in dem Krankenhaus war, wo das passiert ist. Und die Planung der ganzen Geschichte durch die amerikanische Regierung lässt sich, soweit ich mich an den Vortrag erinnere, auch belegen.
Das Fazit, das für mich beim Nachdenken über die ganze Geschichte herauskommt, ist dass wohl manche Leute denken, wenn ihre Würdigung der Tatsachen durch einen Vergleich zutrifft, dann seien sie auch berechtigt, um besser verstanden zu werden, die Tatsachen durch deren Würdigung zu ersetzen. Und dass so immer wieder Geschichten und Gerüchte aufkommen, die von anderen,-- die sich ebenfalls auf diese Weise rechtfertigen – mißbraucht werden können. Trotzdem ist das aber Unrecht, vor allem wenn es wissentlich mißbraucht wird. Denn jeder Informationsempfänger nimmt für sich genommen ja noch mal eine Tatsachenwürdigung vor, und glaubt anhand seiner eigenen Würdigung zu entscheiden. Wenn ihm aber eine Würdigung als Tatsache unterschoben wird, wird er manipuliert. Es gibt Leute, die vielleicht das Recht dazu haben mögen, aber andere, die das eben eindeutig nicht haben. In jedem Fall ist es Manipulation. Es kommt darauf an, welche Rolle man in der ganzen Geschichte spielt.

Nehmen wir an, das wahre Geschehen sei gewesen, dass im Zuge der Eroberung Kuweits die Stromversorgung zerstört wurde, und die Ressourcen an medizinischen Gütern zur Neige gingen, und die Kinder in den Brutkästen eines Krankenhauses deshalb nicht am Leben erhalten werden konnten. Wenn jetzt die kuweitischen Eltern dieses Kindes hinkommen und sagen: „Genausogut, wie diesen Krieg gegen Kuweit zu führen hättet ihr unsere Kinder aus den Brutkästen nehmen können und auf diese brutale Weise töten“, dann sagen sie vielleicht die Wahrheit, denn das Kind, auf das man gehofft hat, zu verlieren, ist ungeheuer brutal zu erleben und die Art und Weise ist egal, wenn das Kind erst mal tot ist. Das Erlebnis wird kein bischen schöner dadurch, dass man erfährt, dass nur der Strom abgedreht wurde, und dies einen ganz anderen Zweck hatte. So tun die Eltern der Babys also kein Unrecht, wenn sie zu dieser Tatsachenwürdigung greifen, sondern beschreiben nur genau und zutreffend, was sie empfinden. Auch das junge Mächen, das die Geschichte im Fernsehen erzählen soll, tut vielleicht kein Unrecht, denn man hat ihr vermutlich wiederum erzählt, dass die Geschichte wirklich passiert sei, und dass es nur jemanden brauche, der in der Lage sei, die Geschichte vorzutragen ohne irgendwie marginalisiert zu werden. Also waren ihre Tränen echt, denn allein der Gedanke an das Geschehen, das sie da berichten durfte erschütterte sie bis ins innere Mark. - könnte man sich vorstellen. Der amerikanische Fernsehzuschauer aber, der diese Scharade über sich ergehen lassen mußte, würdigte die Tatsachen die er für belegt hielt ganz anderes, als er es sonst getan hätte. Aus einem bedauerlichen Kollateralschaden, den er sonst auch immer achselzuckend abtut, wurde ein organisierter gezielter Angriff auf den Inbegriff des menschlich schützenswerten überhaupt. Und statt dass er sagt: „Ja,ja, Kriege sind grausam und der Hunger in großen Teilen der Welt ist es auch, und wir müßen eben friedlich versuchen, gegen das allgemeine Elend vorzugehen“, wurde „Dieses Regime muß beseitigt werden und wenn wir Berge von Leichen häufen müßen!“. Ich finde, das ist ein erheblicher Unterschied.
Und selbst wenn wir annehmen, die kolportierte Geschichte aus dem Krankenhaus wäre tatsächlich passiert, dann wäre der Zusammenhang ein ganz anderer gewesen. Nicht eine irakische Regierung, die das töten der feindlichen Babys zwecks moralischer Vernichtung des Gegners befohlen hatte, sondern vielleicht so:
Der Truppführer -nennen wir ihn Ali-, der für die Einnehmung und Sicherung des kuweitischen Krankenhauses zuständig war, war gut motiviert für den Krieg gegen die kuweitische Diktatur, die – in Korruption vom Öl kaufenden Westen- auf diesem kleinen Stück Land saß, wo das viele Öl war und so tat, als hätte sie ein gottgegebenes Recht alleine ungeheure Reichtümer zu verprassen und ihre Nachbarn im Elend leben zu lassen, ja sogar viele, die im eigenen Ländle als Diener und Bauarbeiter schuften durften, wie Sklaven auszuplündern. Und da alle Menschen gleich sind, vor allem alle arabisch sprechenden Menschen, gehören auch alle unter die gleiche Regierung, die den Reichtum gerecht verteilt. Vor allem aber müßen jene gestürzt werden, die mit ihrer Korruption dafür verantwortlich sind, dass die armen Iraker von Embargos geschüttelt, im Elend leben, obwohl sie doch auch Öl haben. Wie der Anführer der Streikbrecher dafür verantwortlich ist, wenn man selber als zu äußerstem Recht Streikender seinen Job verliert. Ali muß oft daran denken, wie zwei seiner eigenen Kinder schon als Babys gestorben sind, weil sie nicht genug zu essen hatten und keine medizinische Versorgung bekamen. Ali ist wütend auf diese Zentrale des Verbrechens in Kuweit. Wer weiß, wofür sie seiner Meinung nach sonst noch verantwortlich sein mögen, und es muß ja nicht alles wirklich falsch sein. Ali ist ein geachteter Mann in seiner Heimatstadt und er hat den Eltern der 12 Männer in seinem Trupp, die er längst als seine persönlichen besten Freunde, sozusagen seine Söhne empfindet, er hat den Eltern seiner zwölf Jungens also in die Hand versprechen müßen, dass er auf sie aufpasst und dass er sie alle heil und unbeschadet wieder nach Hause bringt aus diesem Krieg. Immer wieder hat er seinen Jungens eingeschärft, dass Krieg kein Spiel ist, und dass Gefühlsduselei im Gefecht eine große Schwäche ist, die jeder Feind immer wieder gerne ausnutzt. Nun haben sie also das Krankenhaus Gang für Gang, Zimmer für Zimmer abgesucht, Tür aufgestoßen, reingestürmt mit MP im Anschlag, Finger am Abzug, „gesichert“ gebrüllt und weiter zum nächsten Zimmer, wie man das ja auch aus Amerikanischen Kriegsfilmen kennt, wenn ein Gebäude von Polizei oder Militärs eingenommen wird. Als sie um die Ecke eines Ganges biegen, es ist die Neugeborenenstation, liegt da, vor der Tür eines Zimmers, eine Frau mit einem Baby auf dem Boden und wimmert, „helft mir bitte“... Was man nicht weiß: Sie muß dies tun, denn durch eine geöffnete Türritze zielt ein Gewehrlauf auf ihren Kopf. Alis Jungens sind ja nun gute Jungen, die drei die den Gang sichern stellen sofort ihre Gewehre an die Wand und bücken sich um der jungen Mutter zu helfen. Da knattern die MP's los. Zwei der Jungens sind sofort tot, der dritte kann noch schwer verletzt hinter die Gangecke kriechen. Ali macht kurzen Prozess mit einer Handgranate und ein paar MP-Stössen, schließlich sind es nur zwei Gegner. Mit seinen neuneinhalb verbliebenen Jungen betritt er die Neugeborenenstation mit den toten oder sterbenden Frühgeburten in den Brutkästen und hält seinen Jungen einen wütenden Vortrag über Gefühlsduselei in der Totalität des Gefechtseinsatzes. Die toten Babys schmettert er auf den Boden:“Wollt ihr dafür sterben?“ Diese Babys sind bereits tot. Es sind nicht eure Babys. Die Babys eurer Eltern sind jetzt tot!“ Guckt euch eure beiden Freunde noch mal genau an und dann überlegt euch, ob ihr lieber „menschlich“ sein wollt, oder vorsichtig im Gefecht, wie ihr es hundertmal gelehrt bekommen habt.“ Später bekommt er eine Rüge von seinem Militärvorgesetzten für diesen grausigen Ausfall, wird aus dem Militär entlassen, und muß ein Jahr im Gefängnis sitzen.

Es ist eine ganz andere Geschichte, und sie ist ebenfalls nicht schön, aber es werden ebenfalls Babys auf den Boden geschmettert, nicht wahr?

Auch, wenn eine Tatsachenwürdigung für den, der sie vornimmt angemessen ist, ist sie noch lange keine Tatsache, weil jeder gerne die Tatsachen selber würdigen möchte, weil ich, wenn ich ein Fremder bin, mich auch als Fremder fühlen und verhalten dürfen möchte, und nicht so, als wäre ich ein Angehöriger des Opfers. Und als Fremder nehme ich diese Vorstellung, wie das als Angehöriger wäre, ja meinerseits noch einmal vor, um sie dann an meinem fremd sein gerecht zu relativieren.

Da fällt mir die Geschichte von dem Geographiestudenten ein, der einen Anruf von seinem Onkel bekommt: „Na, Junge, wie geht’s Dir denn“ fragt der Onkel. Wie ist das Studium? „Ach, eigentlich ist es nicht schön, ich gehöre irgendwie nicht richtig dazu und komme mir überall gemobbt und verarscht vor, na, ja vielleicht nicht überall, aber doch irgendwie oft.“ Was würdest Du als Student sagen, wenn Du erleben mußt wie einer deiner Dozenten, so ganz nebenbei weil er den Laserpointer in seiner Tasche sucht ein Portemonaie aus der Tasche zieht, und wieder einsteckt, selbverständlich, so als ob es seines wäre, aber es ist unangenehmerweise nicht sein Portemonaie, sondern dein eigenes Portemonaie, welches Dir vor kurzer Zeit gestohlen wurde?“ „Ist diese Geschichte tatsächlich so passiert“, fragte der Onkel, und man konnte hören, wie sich seine Stirn am Telefon ärgerlich runzelte, sich dieses zumindest vorstellen. „Ja, natürlich“, sagte der Student, „sonst würde ich sie doch nicht erzählen“. Nun ist der Onkel seinerseits ein Professor eines ähnlichen Faches an einer anderen Universität und vielleicht nicht ganz einflußlos in der Bürokratie des deutschen Universitätswesens. Jedenfalls denkt unser Student nicht mehr weiter über den Onkel nach, bis, ein oder zwei Wochen später sein Onkel, der eigentlich in einer anderen Stadt lebt, ihm auf der Strasse begegnet. In gänzlich unwürdigen kurzen Lederhosen, und er sieht aus, als ob er mächtig was auf den Arsch gekriegt hat. Aber es ist wohl doch nicht sein Onkel, denn er geht an ihm vorüber, ohne ihn zu erkennen oder auf den Gruß zu reagieren. Auch später erwähnt der Onkel diese Geschichte niemals wieder.
Verdammt, das ist ungerecht, denkt der Student, der den in dieser zufälligen Geschichte enthaltenen hypothetischen Vorwurf wohl begriffen hat: „Du hast Deinen Onkel in einer kurzen Hose ins Gefecht geschickt, und behauptet, es wäre eine sichere Rüstung.“
Wie hätte der Student seinem Onkel erklären können, was wirklich vorgefallen war? Das wäre nicht möglich gewesen. Es war ja nicht sein Portemonaie gewesen, sondern ein umfangreicher Satz persönlicher aktueller Informationen. Jeder erkennt seine persönlichen Informationen wieder, wie das Gesicht eines guten Freundes, oder der Geliebten, während jemand fremdes nur irgendwelche Informationen zufälliger Natur sieht, genau wie jemand fremdes nicht meine Freundin alleine in der Fremde erkennen kann, nur weil er weiss, wie groß sie ist, welche Haarfarbe und Figur sie hat, wofür sie sich interessiert, welche Sprache sie spricht und so weiter. Wenn man mal von direkten Identifikationen, wie den Namen Adresse heimliche Hinweise oder spezielle Orte der Begegnung usw. absieht, kann er niemals auch nur auf die Idee kommen, es könnte doch meine Freundin sein. Niemals, ohne ein Foto. Oder sehr umfangreiche Kenntnisse über die betreffende Person. Ebenso ist es mit einem Satz persönlicher Informationen, die einem mittels Wanzen und anderer Spionagemittel aus dem Privatleben gestohlen werden: Man erkennt diesen Informationssatz so sicher wieder, wie die eigene Freundin, aber niemand fremdes hat eine Chance, von der ganzen Geschichte überhaupt etwas zu bemerken. Beklagt man sich über diese Geschichte ist man nur ein Verrückter Spinner mit einem Verfolgungswahn. Dann hätte unser Student seinem Onkel diese Geschichte besser gar nicht erzählt. Nun wollte dieser Onkel aber un un unbedingt wissen, wie es einem geht. Was soll man da machen?
Aber sei dem wie ihm wolle: Nur, weil man einen Sachverhalt vergleichbar und besser verständlich findet, darf man nicht den einen Sachverhalt durch den anderen ersetzen. Jedenfalls macht man sich der Manipulation schuldig. Der Onkel wäre vielleicht besser jemand geblieben, den man für ein A.... hielt, als jemand zu werden, dem man etwas schuldig war, ohne dass es einem das geringste genützt hätte.



Eine weitere Frage ist dabei, welche Geschichte man „glaubt“ Wenn man eigentlich weiß, dass wahrscheinlich alle Varianten einer Geschichte gelogen sind, oder dass das sich nicht wirklich feststellen lässt aus der eigenen Perspektive. Vielen Menschen habe ich als „charakterlos“ gegolten, weil ich nicht bereit war, ihre Version und Stellungnahme zu einer Geschichte zu teilen, die doch in ihrer Eindeutigkeit keinerlei Spielraum für Bewertungen mehr offenzulassen schien. Oder ich galt den einen als charakterlos, weil ich wenn ich zu anderen Leuten kam, deren Versionen einer Geschichte einfach mal habe gelten lassen, solange ich dort war, statt, wie eine Soldatenmaschine immer für dieselbe Version mein Blut, oder sagen wir in meinem Falle einfach nur ein Stückchen Ansehen und freundlich-behandelt-werden herzugeben.


Meine Devise im Umgang mit solchen Geschichten ist: Wenn man zu Leuten kommt, die solche Geschichten wirklich glauben und um einen werben, sie zu unterstützen, dann lasse ich diese Geschichten erst einmal als Wahrheit gelten. Es ist nämlich sinnlos, Leuten Kanonenfutter für die hungrigen Hunde, äh Kanonen zu liefern, die man sowieso nicht überzeugen kann, weil sie eine Lüge geglaubt haben, die sie aus irgendeinem anderen Grund glauben wollten. Man lässt die Geschichte also erst einmal gelten und macht auf Basis der berichteten Geschichte Einwände gegen ausuferde Folgerungen aus derselben.
Wenn ich zu Leuten komme, die die Geschichte glauben, aber damit unglücklich sind, dann sage ich ihnen, dass ich glaube, die ganze Geschichte sei vom Feind erfunden.
Wenn ich zu Leuten komme, die darüber nachdenken, was denn nun wahr ist, dann biete ich ihnen immer, wenn sie zu einer Annahme gefunden haben, Widerspruch an: Es könnte doch aber auch anders gewesen sein, oder nicht? Und warum nicht?
Wenn ich zu Leuten komme, die mir vorwerfen, mich aus Bestechlichkeit für die falsche Version entschieden zu haben, dann halte ich dem entgegen, dass auch ich, genau wie es jeder andere tut, das Recht habe, mich gegen angemessenen Preis an eine Partei zu verkaufen und dass ausgerechnet ich bereits jemand bin, dem das die allermeisten Sorgen macht und der ständig in Konflikte gerät.


Ich finde das nicht charakterlos, sondern vernünftigen Umgang mit Mitmenschen.

Ende des Einschubs von 2014. Jetzt kommt wieder älteres:





Eigentlich habe ich zwei Gewissen: Das eine ist ein erbarmungsloses Stück Dreck, das mir nicht mal Frieden gönnt, wenn ich mir Mühe gegeben habe und getan, was ich konnte. Ein verräterisches Stück Dreck, welches auf die Komandos der anderen hört und sich weigert die Realitäten anzuerkennen und mich einfach auf Grund dessen verurteilt, was die anderen fälschlich denken, oder sogar nur zu denken vorgeben. Dieses Gewissen verurteilt mich z.B. für meine Kündigung bei meiner letzten Arbeitsstelle, obwohl evident ist, dass ich schon gesundheitlich einfach nicht in der Lage war, diese Arbeit unter den unzumutbaren Bedingungen zu machen. Das Dreckding weigert sich einfach, die Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen. Weil diese eingebildete Chefin so getan hat, als wäre meine Kündigung eine Unverschämtheit. Und weil sie sich als mächtig aufspielt. Dieses Gewissen ist es auch, an das meine Mutter immer zu appellieren versucht hat und dessen Herrschaft die Psychiatrie mit Gewalt durchzuprügeln versucht hat. Dieses Gewissen beruht auf Feigheit. Appelle an dieses Gewissen fasse ich als Beleidigung auf. Leider hat dieses Gewissen aber noch viel Macht über meine Gefühle.

Auf der anderen Seite habe ich ein Gewissen, welches auf Vernunft und eigener Erfahrung beruht. Welches mir auch Einschränkungen auflegt, aber aus Liebe zu anderen Menschen. Mit diesem Gewissen habe ich keinen Konflikt und es ist das, welches hauptsächlich für die Ausrichtung dieser Seite verantwortlich ist.

Ich finde, was diese Gesellschaft mit Hilfe des ersteren Gewissens mit mir und anderen Leuten gemacht hat, kann nur als Terror bezeichnte werden, und nach dem Gesetz: Wie Du mir, so ich Dir, müßte ich jetzt mit Terror antworten. Das ist die tiefere wahre Rechtfertigung des Terrors in seiner Rezeption: Die nach aussen projizierte Auseinandersetzung mit der eigenen Unterdrückung. Aber was man von dem Terror-Aussteiger Klein gehört hat, wie es wirklich gewesen sein soll, macht die Identifikation damit ziemlich unmöglich.

Rechtfertigung von Gewalt:

Bisher habe ich nur von Gewalt geredet, die aus einer eigenen Not heraus erfolgt.Sozusagen einer Art Notwehr oder Affekt. Ich habe über angestaute Wut geredet, die sich gerne gewalttätig Bahn brechen würde. Ich habe aber noch nicht gesagt, welche moralische Rechtfertigung es für wohlüberlegt geplante Gewalt geben könnte. Das hat den guten Grund, dass man damit strafrechtlich gesehen Ärger kriegen kann. Ich finde, solange die einen die Gewalt haben, darf man aber den anderen nicht verbieten ebenfalls darüber nachzudenken. Aber so ist sie eben, die Gewalt, sie möchte gerne die einzige sein und versucht alles zu unterdrücken, was sie gefährden könnte.

Gemeinplatz ist natürlich, dass jede Gewalt schlecht ist.

In gemeinplätzlicher Konkretisierung lautet das dann, dass jede Gewalt schlecht ist, sofern sie nicht als berechtigte und maßvolle Gegengewalt dient.

Gegenwärtige Gewalt kann nicht durch vergangene Gewalt gerechtfertigt werden. Es sei denn in dem Sinne, dass man aus der Geschichte gelernt hat.

Schließlich die Frage, ob Gewalt überhaupt schlecht ist, oder ob wir nicht alle einen Gott benötigen. Auf den müßte man sich allerdings verlassen können.

Anderer Gemeinplatz ist, dass der Staat zum Wohle seiner Bürger das Gewaltmonopol habe.

Der wird aber damit hinfällig, wenn der Staat zur privaten Interessenvertretung der Kapitalbesitzer wird, wie das gegenwärtig immer weitgehender der Fall ist und nur durch den Wohlstand des Ganzen, der uns aber nicht ewig erhalten bleiben wird, gemildert wird.

Delegieren von Gewalt an zuständige Spezialisten ist eines der Grundübel. Die vielgerühmte Gewaltenteilung führt dazu, dass Leute über Gewalt entscheiden, die überhaupt keine Ahnung davon haben, wie sie wirkt und deshalb auch nicht verantwortlich entscheiden können. Außerdem fühlen sich die Spezialisten dadurch gleichzeitig jeder Verantwortung enthoben und geben ihr Gewissen beim Berufseintritt an der Garderobe ab: “Ihr habt euch das und das bestellt? Wir liefern.Wir machen auch hinterher schön sauber, damit keiner sieht, was für eine Sauerei das war.Wir wollen ja unsere Jobs behalten.”

Ein mächtiger Staat kann niemals Gewalt als Notwehr ausgeben. Alle Hinrichtungen sind deshalb ein Verbrechen.

Ein einzelner kann dagegen Notwehr gegen einen Vertreter des Staates geltend machen:

Wenn ihm der Rechtsweg versagt oder unmöglich ist.

Wenn der Staatsmann Entscheidungen trifft, die zwar vielleicht niemanden direkt töten, aber ansonsten katastrophal sind. Wenn ein Politiker nämlich eine Entscheidung trifft, die jeden einzelnen Bürger nur ein bischen zu Unrecht ärgert, wieviel Ärger ist das dann, wenn man dann mit der Millionenzahl der betroffenen Bürger multipliziert? Tausend mal mehr, als ein Mensch ertragen kann. Ich denke irgendwo geht da die Quantität des Ärgers in die Qualität des Mordes über. Voilà – Notwehr.Na,ja: Dann ist es aber wahrscheinlich gar nicht mehr möglich, als Politiker kein Krimineller zu sein. Es sei denn man betrachtet das Wählervotum als eine göttliche Lizenz.

Dann gibt's da noch die Notwehr desjenigen, der einfach nur sein Recht möchte. Sagen wir etwas zu essen. Das ist ja wohl ein Recht unter Verhältnissen des Überflusses. Damit man das Essen bekommt, werden einem aber Bedingungen gestellt. Das ist Unrecht. Wenn man es sich einfach nimmt, wird man verhaftet. Wenn man sich gegen die Verhaftung wehrt, wird man verprügelt. Also ist man legitimiert, einen Plan zu machen um sich mit Gewalt zu wehren.

Wäre die Gewalt nun nicht delegiert, dann könnte der Nahrungsmittelbesitzer sagen: Ach, was soll's, hier haste was zu futtern, das ist mir die Sache nicht wert. Aber das Verprügeln von Hungrigen kostet ja nichts. Das gehört zum Grundservice der gewaltenteiligen Gesellschaft....

Vom Grundmuster her sind es immer wieder dieselben Argumente, mit denen Gewalt gerechtfertigt wird. Das kann jeder. Nicht nur der Staat, auch die Terroristen. Und auch ich. Das schlimme an der Sache ist, dass eigentlich überhaupt niemand mehr wirklich weiß, was eigentlich los ist. Wir alle wissen, dass wir belogen werden.

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Wenn es diese absurden Gewissensprüfungen nicht gegeben hätte, hätte ich mit 18 eigentlich sehr gut den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern können.
Ich hätte halt bloß gewisse Sachen sagen müssen, die ich zwar dachte, aber niemals zu sagen gewagt hätte. Statt dessen mußte ich mir irgendein philosphisch minderwertiges Konstrukt zusammenbauen um meinen Unwillen zu erklären. Was ich hätte schreiben, oder sagen können, ohne zu lügen oder mir als Übertreiber vorzukommen:

Wissen Sie: Ich fühle mich Ihrer Gemeinschaft überhaupt nicht zugehörig, weil sie sich mit Gewalt nimmt.
Auch von mir. Was ich niemals darf.
Ich verachte Gewalttäter wie Sie, oder meine Eltern und die militärische Bürokratie und ihre Anhänger zutiefst und möchte keinesfalls ein Gewalttäter sein, wie Sie.
Wohl macht es mir Spass, bei Ringkämpfen u.ä. zu gewinnen, aber es würde mir niemals Spass machen, jemand seine gerechten Rechte wegzunehmen, wie Sie das tun. Das ist wirklich das letzte, was ich möchte: Zu sowas gezwungen werden und auch noch meine Zeit damit verschwenden zu müssen.“

Da steht jetzt nichts mehr drin, was nicht meinem damaligen Glaubens- oder Erkenntnisstand entspricht. Aber vieles, was ich nicht mal unter Freunden gesagt hätte. Zu peinlich.
Und anderes, was die Vertreter des postfaschistischen Systems sicher zum Äußersten provoziert hätte.
Inzwischen habe ich ausserdem erkannt, dass diese Gemeinschaft ein chaotisches Durcheinander und zu einem großen Teil einfach geisteskrank ist.
Und sicher: wenn der vorherige Verteilungsstand sehr ungerecht ist, dann ist es nicht unbedingt ungerecht, mit Gewalt zu nehmen. Die Realität war aber umgekehrt: Die mit Gewalt nahmen waren gerade diejenigen, die ohnehin schon zu viel hatten.
Das sind aber doch wohl Gewissensgründe. Aber ein Mensch der sich nicht „situationsbedingt“ verhält, der ist doch wohl auf jeden Fall schon vorher tot gewesen. Oder wer nicht seinen eigenen Vorteil sucht, wenn er ihn gratis mitgeliefert kriegt. (eventuell ganz am „Dienst“ vorbeizukommen) Wer sich bei der Prüfung aber bei „Situationsbedingtheit“ oder „Vorteilssuche“ erwischen ließ, wurde nicht anerkannt und der Gewalttätigkeit irgendwelcher Feldjäger-Schläger ausgeliefert.



Der Abschiedsbrief (hoffentlich echt)von dem Typen, der in Emsdetten in der Schule rumgeballert hat:

Das rote ist meine Antwort.

Wenn man weiss, dass man in seinem Leben nicht mehr Glücklich werden kann, und sich von Tag zu Tag die Gründe dafür häufen, dann bleibt einem nichts anderes übrig als aus diesem Leben zu verschwinden. Und dafür habe ich mich entschieden. Es gibt vielleicht Leute die hätten weiter gemacht, hätten sich gedacht "das wird schon", aber das wird es nicht.

Man hat mir gesagt ich muss zur Schule gehen, um für mein leben zu lernen, um später ein schönes Leben führen zu können. Aber was bringt einem das dickste Auto, das grösste Haus, die schönste Frau, wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch ist. Wenn deine Frau beginnt dich zu hassen, wenn dein Auto Benzin verbraucht das du nicht zahlen kannst, und wenn du niemanden hast der dich in deinem scheiss Haus besuchen kommt!

Das einzigste was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe war, das ich ein Verlierer bin. Für die ersten jahre an der GSS stimmt das sogar, ich war der Konsumgeilheit verfallen, habe danach gestrebt Freunde zu bekommen, Menschen die dich nicht als Person, sondern als Statussymbol sehen. Aber dann bin ich aufgewacht! Ich erkannte das die Welt wie sie mir erschien nicht existiert, das sie eine Illusion war, die hauptsächlich von den Medien erzeugt wurde. Ich merkte mehr und mehr in was für einer Welt ich mich befand. Eine Welt in der Geld alles regiert, selbst in der Schule ging es nur darum. Man musste das neuste Handy haben, die neusten Klamotten,Ist das wirklich wahr? und die richtigen "Freunde". hat man eines davon nicht ist man es nicht wert beachtet zu werden. Und diese Menschen nennt man Jocks. Jocks sind alle, die meinen aufgrund von teuren Klamotten oder schönen Mädchen an der Seite über anderen zu stehen. Ich verabscheue diese Menschen, nein, ich verabscheue Menschen. Leider kennst Du nicht alle. Das bist Du aber wohl nicht selber schuld. Nachdem ich das „TASTE“-Video gesehen habe, das Du mit Deinen Freunden gemacht hast, habe ich aber auch Zweifel, ob man Dein Freund sein kann, ohne dazu von Dir eingeladen zu sein. Und Mädchen von anderen respektiere ich grundsätzlich nicht. Wenn keiner lügt oder Gewalt ausübt, ist das Mädchen, das du willst, deins, oder scheiße, sag ich zu mir. (Das heißt, sie muß mich so mögen, wie ich eben zu ihr stehe. Das kommt ja auch nicht von ungefähr.) Und vor den Lügen der anderen habe ich natürlich erst recht keinen Respekt. Was mir viel Ärger eingetragen hat.

Ich habe in den 18 Jahren meines Lebens erfahren müssen, das man nur Glücklich werden kann, wenn man sich der Masse fügt, der Gesellschaft anpasst.Ja, sie ist unverschämt anmaßend, diese “Gesellschaft” Aber das konnte und wollte ich nicht. Ich bin frei! Niemand darf in mein Leben eingreifen, und tut er es doch hat er die Konsequenzen zu tragen! Kein Politiker hat das Recht Gesetze zu erlassen, die mir Dinge verbieten, Kein Bulle hat das Recht mir meine Waffe wegzunehmen, schon gar nicht während er seine am Gürtel trägt.
Auf welches Prinzip berufst Du Dich? Freiheit und Gleichheit? Aber ich gebe Dir recht: Mit Bullen und Verboten erzeugte “Sicherheit” ist zum Konsumgut verkommen, und es herrscht Konsumterror per Gesetz. Und es sind immer dieselben, die davon profitieren. Jedenfalls nicht Du. Waffen sind aber ev. auch Konsumgüter.
Wozu das alles? Wozu soll ich arbeiten? Damit ich mich kaputtmaloche um mit 65 in den Ruhestand zugehen und 5 Jahre später abzukratzen?Warum soll ich mich noch anstrengen irgendetwas zu erreichen, wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch ist weil ich früher oder später krepiere? Ich kann ein Haus bauen, Kinder bekommen und was weiss ich nicht alles. Aber wozu? Das Haus wird irgendwann abgerissen, und die Kinder sterben auch mal. Was hat denn das Leben bitte für einen Sinn? Keinen! Also muss man seinem Leben einen Sinn geben, und das mache ich nicht indem ich einem überbezahlten Chef im Arsch rumkrieche oder mich von Faschisten verarschen lasse die mir erzählen wollen wir leben in einer Volksherrschaft. Nein, es gibt für mich jetzt noch eine Möglichkeit meinem Leben einen Sinn zu geben, und die werde ich nicht wie alle anderen zuvor verschwenden! Vielleicht hätte mein Leben komplett anders verlaufen können. Aber die Gesellschaft hat nunmal keinen Platz für Individualisten. Ich meine richtige Individualisten, Leute die slebst denken, und nicht solche "Ich trage ein Nietenarmband und bin alternativ" Idioten! Du bist kein Individualist. Viele Leute denken wie Du. Du bist nur vereinzelt. Die “Gesellschaft” scheint großen Wert darauf zu legen, dass sich Selbstdenkende nicht gegenseitig kennenlernen.

Ihr habt diese Schlacht begonnen, nicht ich. Meine Handlungen sind ein Resultat eurer Welt, eine Welt die mich nicht sein lassen will wie ich bin. Ihr habt euch über mich lustig gemacht, dasselbe habe ich nun mit euch getan, ich hatte nur einen ganz anderen Humor! Von 1994 bis 2003/2004 war es auch mein Bestreben, Freunde zu haben, Spass zu haben. Als ich dann 1998 auf die GSS kam, fing es an mit den Statussymbolen, Kleidung, Freunde, Handy usw.. Dann bin ich wach geworden. Mir wurde bewusst das ich mein Leben lang der Dumme für andere war, und man sich über mich lustig machte. Und ich habe mir Rache geschworen! Diese Rache wird so brutal und rücksichtslos ausgeführt werden, dass euch das Blut in den Adern gefriert.Mir gefriert das Blut nicht.Mir wird eher warm bei dem Gedanken, dass es auch andere Menschen mit Rachegefühlen gibt. Bei allen Schwächen, denke ich, hast Du doch gute Arbeit gemacht. Nämlich das, was nötig war, damit Dein Brief bei z.B. mir ankommt. Der Mensch hat ein Recht, gehört zu werden. Hättest Du nicht auch noch weiterleben können? Bevor ich gehe, werde ich euch einen Denkzettel verpassen, damit mich nie wieder ein Mensch vergisst! Ich will das ihr erkennt, das niemand das Recht hat unter einem faschistischen Deckmantel aus Gesetz und Religion in fremdes Leben einzugreifen!

Ich will das sich mein Gesicht in eure Köpfe einbrennt! Ich will nicht länger davon laufen! Ich will meinen Teil zur Revolution der Ausgestossenen beitragen!

Ich will R A C H E !

Ich habe darüber nachgedacht, dass die meisten der Schüler die mich gedemütigt haben schon von der GSS abgegangen sind. Dazu habe ich zwei Dinge zu sagen:
1. Ich ging nicht nur in eine klasse, nein, ich ging auf die ganze Schule.
Die Menschen die sich auf der Schule befinden, sind in keinem Falle unschuldig! Niemand ist das! In deren Köpfen läuft das selbe Programm welches auch bei den früheren Jahrgängen lief! Ich bin der Virus der diese Programme zerstören will, es ist völlig irrelewand wo ich da anfange. Offensichtlich haben Deine Mitschüler und Lehrer Dich nicht für würdig befunden, Dir Rechenschaft zu geben. Diese Arroganz ist jetzt gestraft. Jeder sollte jedem Rechenschaft ablegen, aber richtig.
2. Ein Grossteil meiner Rache wird sich auf das Lehrpersonal richten, denn das sind Menschen die gegen meinen Willen in mein Leben eingegriffen haben, und geholfen haben mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe; Auf dem Schlachtfeld! Diese Lehrer befinden sich so gut wie alle noch auf dieser verdammten schule! Weißt Du, es gibt da den berühmten Satz:”Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!” Wärst Du einfach nicht hingegangen, hätte man dich auch nirgendwo hinstellen können. Na, ja, außer ins Abseits.

Das Leben wie es heute täglich stattfindet ist wohl das armseeligste was die Welt zu bieten hat!

S.A.A.R.T. - Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod SAART: Eine tolle Erfindung von Dir, diese Abkürzung.

Das ist der Lebenslauf eines "normalen" Menschen heutzutage. Aber was ist eigentlich normal? Als normal wird das bezeichnet, was von der Gesellschaft erwartet wird. Somit werden heutzutage Punks, Penner, Mörder, Gothics, Schwule usw. als unnormal bezeichnet, weil sie den allgemeinen Vorstellungen der Gesellschaft nicht gerecht werden, können oder wollen. Ich scheiss auf euch! Jeder hat frei zu sein! Gebt jedem eine Waffe und die Probleme unter den Menschen lösen sich ohne jedliche Einmischung Dritter. Wenn jemand stirbt, dann ist er halt tot. Und? Der Tod gehört zum Leben! Kommen die Angehörigen mit dem Verlust nicht klar, können sie Selbstmord begehen, niemand hindert sie daran!
Selbst wenn Du jedem die gleiche Waffe gibst, hast Du keine Gleichheit. Einige Schleimer tun sich unter irgendeinem Schwindler von Anführer zusammen, und schon wieder haben sie den Gruppenvorteil. Hätten alle die gleichen Waffen, und alle alles gewußt, dann hätten Deine Schulkameraden doch gemeinschaftlich Dich erschossen, bevor Du dazu gekommen wärst. Ich glaube nicht, dass dabei die besseren gewonnen hätten!
S.A.A.R.T. beginnt mit dem 6. Lebensjahr hier in Deutschland, mit der Einschulung.

Das Kind begibt sich auf seine perönliche Sozialisationsstrecke, und wird in den darauffolgenden Jahren gezwungen sich der Allgemeinheit, der Mehrheit anzupassen. Lehnt es dies ab, schalten sich Lehrer, Eltern, und nicht zuletzt die Polizei ein. Schulpflicht ist die Schönrede von Schulzwang, denn man wird ja gezwungen zur Schule zu gehen. Wer gezwungen wird, verliert ein Stück seiner Freiheit. Man wird gezwungen Steuern zu zahlen, man wird gezwungen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, man wird gezwungen dies zu tun, man wird gewzungen das zu tun. Ergo: Keine Freiheit! Und sowas nennt man dann Volksherrschaft. Wenn das Volk hier herrschen würde, hiesse es Anarchie!
Mit der Freiheit hast Du Recht, ich finde es auch skandalös, wenn es nicht mal die Freiheit gibt nicht mitzumachen und trotzdem seine Grundrechte zu behalten.
WERDET ENDLICH WACH - GEHT AUF DIE STRASSE - DAS HAT IN DEUTSCHLAND SCHONMAL FUNKTIONIERT!

Nach meiner Tat werden wieder irgendwelche fetten Politiker dumme Sprüche klopfen wie "Wir halten nun alle zusammen" oder "Wir müssen gemeinsam versuchen dies durchzustehen". Doch das machen sie nur um Aufmerksmakeit zu bekommen, um sich selbst als die Lösung zu präsentieren. Auf der GSS war es genauso... niemals lässt sich dieses fette Stück Scheisse von Rektorin blicken, aber wenn Theater-aufführungen sind, dann steht sie als erste mit einem breiten Grinsen auf der Bühne und präsentiert sich der Masse! Die Unmasse an sinnloser Bürokratie scheint mir eines der Übel dieser Gesellschaft, von denen Du noch keine Ahnung hast.Ebenfalls Konsumterror.Aber natürlich hätte ein Verantwortlicher an den von Dir beschriebenen Zuständen eigentlich zuallererst was tun müßen.

Nazis, HipHoper, Türken, Staat, Staatsdiener, Gläubige...einfach alle sind zum kotzen und müssen vernichtet werden! (Den begriff "Türken" benutze ich für alle HipHopMuchels und Kleingangster; Sie kommen nach Deutschland weil die Bedingungen bei ihnen zu hause zu schlecht sind, weil Krieg ist... und dann kommen Sie nach Deutschland, dem Sozialamt der Welt, und lassne hier die Sau raus. Sie sollten alle vergast werden! Keine Juden, keine Neger, keine Holländer, aber Muchels! ICH BIN KEIN SCHEISS NAZI) Ich hasse euch und eure Art! Ihr müsst alle sterben! Dieser Türken-Textabschnitt, soll das Anmache sein? Oder ein Köder für die Presse? Alle müßen sterben, alle! “Hübsche” Farbe, die Du Dir da für Dein Show-Down ins Gesicht gemalt hast. Ich nehme an, so ging es besser? Mit Autosuggestion. Stell Dir vor, Du wärst im Würstchen-Kostüm aufgetreten und hättest alle erschossen! In der einen Hand die Mostrich-Spritze in der anderen die Ketchup-Tube! ? Das wär wahrscheinlich zu schwer gewesen. Tot bist Du jetzt aber so oder so. Schade.

Seit meinem 6. Lebensjahr wurde ich von euch allen verarscht! Nun müsst ihr dafür bezahlen!

Weil ich weiss das die Fascholizei meine Videos, Schulhefte, Tagebücher, einfach alles, nicht veröffentlichen will, habe ich das selbst in die Hand genommen.

Als letztes möchte ich den Menschen die mir was bedeuten, oder die jemals gut zu mir waren, danken, und mich für all dies Entschuldigen!

Ich bin weg...

PS.: „Counterstrike“ ist eine Beleidigung für jeden, der sich mit der Existenz von realem Terrorismus tröstet. Und für den guten Geschmack auch. Und Dein Abschiedsbrief weist noch viele Schwachstellen auf, wo sie dich kriegen und für dumm verkaufen können. Leider.

-----------Ende der Abschiedsbrief-Geschichte------------

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Um die Wahrheit zu sagen: Ich hab es alles dicke. Erst werden Leute als Terrorismusopfer zu Märtyrern, einfach nur deshalb, weil sie Menschen waren. Na, ja, das sind wir aber alle. Durch das gleiche Ereignis, durch das man überhaupt zum ersten Mal etwas nennenswertes von ihnen erfährt, erfährt man dass sie zu der Sorte Leute gehört haben, deren Ableben man vielleicht schon immer begrüßt hätte. Aber man erfährt auch, dass sie von Leuten umgebracht wurden, die es eigentlich garnicht nötig hatten. Und bei mir persönlich kommt hinzu, dass man angeblich dafür irgendwie verantwortlich sein soll. Der Zweck der Sache ist vermutlich, dass man zu dem Schluß kommen soll, man dürfe sich eben nicht das Ableben von Leuten wünschen. Ein Problem ist aber, dass man gewisse aufdringliche Leute einfach nicht los wird, wenn man nicht genau diese Provokation propagiert.

Also sagen wir mal so: Wenn Ute und ich (also vor allem sie) damals nicht politisch so radikal gewesen wären, (gewaltsame Weltrevolution unter Führung der Sovjetunion usw.) und auf diesem Gebiet den Aufstand geübt hätten, dann hätte ich doch nur zitternd mit ihr im Bett gelegen und nicht mal einen hochgekriegt aus lauter Schiss vor dem Terror meinen aufdringlichen rumkommandierenden Eltern. Und auch sonst keinen Frieden. Ich war volljährig! Gleichzeitig aber mußte ich für die Kriegsdienstverweigerung meine Friedfertigkeit beteuern und mein Gewissen prüfen lassen. Aus dieser Gewissensprüfung ist dann irgendwie unter Mitwirkung von Dr. Helmut Schmidt die Baader-Meinhof Bande erwachsen. So kam es mir vor. Und hat eigentlich nur gestört. Diese lästigen Moralprobleme die uns da nahegelegt wurden! Wir wollten doch Spaß bei unserer Revolution! Später hab ich dann allerdings gelernt, wie es auch mit BM geht, aber das war dann mit anderen Leuten. Gestört hat die RAF vor allem deshalb, weil wir dadurch die Hoheit über unsere eigene utopische Ideologie verloren haben. War doch sowieso Quatsch, unser Weltrevolutionskonzept. Grad mal gut, um uns die Alten vom Hals zu halten. Und dann kommt da die „Rote Armee-F.“ anmarschiert und konfrontiert uns mit lästiger „Realität“. Ich finde das war Etikettenschwindel. Und ziemlich gemein. Wir haben uns darüber gestritten.

Was man auch gegen Helmut Schmidt sagen mag: Wir verdanken ihm die Volljährigkeit mit 18 und die weitgehende Abschaffung des KDV-Gerichtsverfahrens.

Meine Schwester heißt Ulrike, Mein Vater hat sich mit seinem Hof total angestellt.(Dem im Osten verlorenen) sein Chef hieß Baader. Landshut=Bundeswehr. Hans heiß ich selber, Martin=St.Martin Schleyer=Hochzeit. Usw,usw. Das meiste hab ich vergessen. Zuerst hab ich mir nichts dabei gedacht. Aber die Packungsdichte dieser Hints war einfach zu dicht, um sie auf Dauer zu ignorieren. Es kommt ja auch noch das timing dazu.Was der Scheiß soll, weiß ich auch nicht. Ich hab mir endlos den Kopf zerbrochen. Belästigung war es jedenfalls.

Leider war Ute zu dumm und zu eitel, um zu begreifen, was mit mir geschah. Aber dazu wäre wohl höchstens eine von tausend in der Lage gewesen.

Ich bin mit Propaganda hingerichtet worden.

Von wem? Weiß ich nicht mal, aber wer sowas macht, ist ja wohl ein Nazi, oder sowas.

Hab ich 11-2014 dazu an anderem Ort geschrieben:

Die Sache mit der RAF und dem realen gewaltsamen Klassenkampf hat noch einen anderen Aspekt:
Wenn ich z.B. so eine Geschichte hörte, wie damals, dass sie den Herrhausen in die Luft gesprengt hatten, war meine natürliche Reaktion einfach zu denken: Scheißegal, ständig toben irgendwo auf der Erde irgendwelche Kriege, und wer sich in der Kapitalistischen Gesellschaft so weit nach oben wagt, der begibt sich eben auch ins Kriegsgebiet und braucht sich über nichts wundern. Und wenn die RAF sich schon "links" nennt, vielleicht ist sie es ja auch wirklich und der Urteilsspruch über diese Bankster und was sie da gekillt haben, war nur zu begründet. Und wenn nicht, kanns mir auch egal sein, weil ich ganz sicher sein kann, dass ich mir niemals um einen von dieser Oligarchenschicht da oben Sorgen machen werde, dieser Finanzmafia-einfach weil ich arm war, und man als Armer da sowieso nicht rein darf, jedenfalls nicht bevor einem die gesamte Identität abgewaschen wurde. Und wenn ich mit dieser Einstellung in Frieden hätte leben dürfen, wäre ja auch alles in Ordnung gewesen.

Nun gab es aber blöderweise Leute in meiner Familie, die ich nicht einfach rausschmeißen konnte, und die darüber ganz anderer Meinung waren: Wenn man in der frühen Nachkriegszeit mal in so einer studentischen Verbindung war, zusammen mit diesen ganzen Typen, die dann später zu diesen Bankstern und dergleichen geworden sind, dann betrachtet man soetwas vermutlich als Angriff auf seine Klasse, sieht keinerlei persönliche Schuld bei den Betroffenen und in diesen Angriffen nichts als den Neid der Versager, die sich nicht an die gerechten Regeln halten wollen, weil sie durch sie deklassiert wurden. Dazu ist aber eben zu sagen, dass deklassierende Regeln niemals gerecht sind. Zumal wenn die Ausgangsbedingungen ungleich sind, und die Regeln nicht gemeinnützig konstruiert sind. Einen gewissen Hass auf das Oberschicht-Bashing, wie man das heute nennen würde, kann ich diesen Leuten ja sogar zugestehen: Ich selbst, als Schüler mit einem adligen Namen wurde ja selbst Opfer dieses Bashings und bekam die einen oder anderen Tätlichkeiten ab, von Gleichaltrigen die es für eine Art Klassenkampf hielten, die Schwächlinge mit den (vermeintlichen) Privilegien zu verkloppen. Das war natürlich doof und ich muß zugestehen, dass in der Stellungnahme gegen die RAF-u.ä so auch eine gewisse Aufforderung lag, nicht eine Geisteshaltung zu stützen, die dazu führen würde, dass man selbst angegriffen werden könnte. Sollte ich mich vor Dummheiten in Schutz genommen fühlen?
Ich weiß nicht recht: Also, mein Stockholm-Syndrom funktioniert hervorragend und hat mich immer gut vor irgendwelchen Linken Angriffen beschützt, seit ich es junger Mann erlernt habe.


Obwohl man ja nicht wußte: Vielleicht wurde mein Gewissen ja noch immer geprüft, seit ich mich bei der Kriegsdienst-Verweigerung darauf berufen hatte. Hinweise darauf gab es in diesem Fall genug, z.B. diese ganzen komischen sprechenden Namen von den Leuten: "Hanns Martin Schleyer" vielleicht sollte das ja ein kleiner Tip sein, mit dem mir jemand helfen wollte, mich richtig zu entscheiden? Im Sinne von: Also, wenn Du den "killst", dann läuft das darauf hinaus, dass Du deine Möglichkeit einen Schleier zu verschenken--also eine Partnerin zu finden/behalten-- vergibst. (Stichwort Brautschleier) Zumal ich ja noch der Hans war, muß man wissen.
Nachdem ich mein Stockholm-Syndrom also mit Würde und Liebe trug, mußte mir das also eher wie Erpressung gegen Freudenbekundungen über die RAF vorkommen. Oder allgemeiner gesagt gegen klassenorientierte Freudenbekundungen über Gewalttätigkeiten gegen die Oligarchen. Denn die RAF selbst war mir ja eigentlich ein bischen zu absurd.

Oder diese Sache mit dem mutmaßlich strohdummen jedenfalls noch relativ jungen Frankfurter Erpresser, der da den Sohn von so einem Bankster entführt hatte, um Geld zu erpressen, und der dann in die Diskussion kam, weil er von einem Polizeipräsidenten mit Folter bedroht wurde, wenn er nicht den Aufenthaltsort des Entführten preisgäbe. Der aber schon tot war. Das war zwar nicht RAF aber doch klassenbezogen. Für mich jedenfalls, nicht für besagte Familienmitglieder. Es ist nicht dasselbe. Das wollten sie nicht begreifen, vor allem, weil sie vielleicht selbst Erpressungsopfer waren und die Sache mit den Namen auch schon gespannt hatten und nunmehr Angst um meinen Sohn hatten. Äußerungen wie "Da gibt`s endlich mal einen Grund froh zu sein, dass man keiner von diesen reichen Bankstern ist, ein Lob der Bescheidenheit!" wurden da mit äußerster Aggression beantwortet, was sehr gefährlich ist, wenn man es mit jemand zu tun hat, der grundsätzlich jede Diskussion verweigert, von dem man unfreiwillig finanziell abhängig ist, und der mit seinem Geld einen Haufen Leute mobilisieren kann, die einem Probleme machen können. Von Privatdetektiven über Schläger bis hin zu Psychiatern. Also Rückzug in den Hass.

Ein Stockholm-Syndrom aus der Gesellschaft, das geht. Ein Stockholm-Syndrom aus dem Stockholm-Syndrom, das geht nicht.
Das glaube ich nichtmal Biermann. Der war entweder geborener Kommunist, als er rüberging, oder er liebte die BRD nicht wirklich, als er zurückkam.

Ich glaube, die Sache wie das mit der RAF war, kann man nicht sinnvoll erzählen ohne ihre Rezeptionsgeschichte. Ohne "subjektive" und persönliche Dinge.

Ohne das wird es zur historischen Belanglosigkeit, wie die Sache mit Guy Forbes, von dem 200 Jahre lang niemand ausser Historikern etwas wusste, bis er neulich ein revival als exemplarische Gestalt erhielt. Ich mag die Masken.
Ob wohl in fünfundsiebzig Jahren (die Geschichte beschleunigt sich) die Leute mit Ulrike-Meinhof Masken rumlaufen werden? (Ende des 11-2014 -Einschubs)



Nicht nur das Leben ist wichtig, sondern auch das, wofür man lebt. Und wenn das, wofür man lebt einem nicht wichtiger ist, als das Leben, dann hat man eine Sinnkrise. Wenn es aber etwas gibt, das wichtiger ist, ist eine völlig bedingungslose Distanzierung von Gewalt nicht mehr möglich.

Wer es lieber theoretisch abgehoben mag statt als persönliche emotional undistanzierte Erfahrung der findet ungefähr das gleiche, wie ich auf dieser Web-Seite sage in folgendem Link, den ich beim Surfen entdeckt habe: Streifzüge-Existenz und Terror

Ein weiterer überragender Link zu dem Thema „warum begehen Menschen Gewalttaten“ ist der Kommentar des Soziologen Heitmeyer zu dem Erfurter Schulmassaker: Heimeyer Aufsatz in der" Zeit" (Zeitung)

Hier stand mal ein Artikel aus Kuba.

Es heißt in der Presse meistens „Guantanamo auf Kuba,“ niemals „in dem von den USA eroberten Stück Kubas“ Das erweckt den falschen Eindruck, als gebe es irgendeinen Vertrag oder eine Billigung der Kubanischen Regierung für das Konzentrationslager. Ich mußte erst diesen Artikel lesen um zu erfahren, dass die Kubaner ein stolzes Volk sind, die sich keineswegs von der Armut haben zwingen lassen, sich mit dieser internationalen Schande einverstanden zu erklären. Ich bin froh, dass ich mich nicht schon wieder von einem Verbündeten distanzieren muß.

Apropos Zivilcourage gegen Gewalt:

Ich meine manchmal hat man es mit finsteren Typen zu tun, vor denen man sich fürchtet, weil sie gewalttätig werden könnten. Vielleicht in der U-Bahn , oder auch sonst wo.
Und dann hat irgendeiner von diesen Typen irgendwas ärgerliches gesagt, oder vielleicht hat er auch nur ein “Lonsdale”-Hemd getragen und man hat nicht gewagt, was dagegen zu sagen.
Und hinterher zuhause fällt einem dann irgendwas tolles ein, was man hätte sagen können und man ärgert sich, dass es einem nicht gleich eingefallen ist.
Irgendwas, womit man recht behalten hätte. Ein Argument, gegen das die Typen nichts hätten sagen können.
Und dann brabbelt noch der Fernseher los vonwegen Zivilcourage gegenüber Gewalt. Und man fühlt sich scheisse.

Aber sagen wir es doch mal offen: Wenn man sich vor Gewalt-Tätern fürchtet, geht es nicht um die Frage, wie man mit Worten gegen sie gewinnt.

Es geht vielmehr um die Frage, wie man glaubwürdig mit Worten gegen sie „verliert“.

Wenn man sich selbst schützen möchte.



Nonchalance schmückt:
Auch, wenn ich das selber nicht glaube, muß ich zugeben, dass das Gespenst, dass manche Bürgerliche sich vielleicht vom Terrorismus malen an einigen Punkten gewisse Plausibilität besitzt:
Der Gedanke, dass hier junge Männer, wegen ihrer Faulheit von den Guten mit sozialem Ausschluß bestraft, ihre Attraktivität durch offensichtliche Demonstration von Nonchalance gegenüber der Grundlage unserer Kultur, dem Gewaltverbot, erhöhen wollen, und zu diesem Zweck leicht erreichbare Opfer zum Stellvertreter der abgewerteten Ordnung erklären, um durch Gewalttätigkeit gegen sie, ihre eigene Erniedrigung abzuwehren, liegt nahe.
Na, gut, ich würde das natürlich nicht so borniert bewerten, aber vor allem möchte ich mal sagen, dass es mittlerweile gradezu zu einem Standard unserer Kultur geworden ist, sich an bequemen Opfern abzureagieren. Einem einzelnen mit vereinten Kräften nachzustellen, weil man gegen eine bestimmte Sorte aus guten Gründen zu sein vermeint . Überall, wo ein Verein ist, ist meistens auch ein Feindbild und es braucht auch ein Opfer, das man ungestraft mißhandeln kann. Es sind doch die Integrierten, die meist noch viel bequemer und rücksichtsloser sind, als die Nonchalanten. Die Integrierten, die oft einfach nur zu borniert sind, um zu begreifen, dass es auch ihnen verboten ist, die Köpfe der anderen zu fordern.
Eigentlich ist ja der Terror nur ein Produkt der universalen Marktwirtschaft.
Ich meine, weil der Markt einen Menschen abgewertet hat, hat dieser sich wieder aufgewertet, indem er andere abgewertet hat. Wo ist das Unrecht? Beim Markt. Nicht beim Mann.



Apropos Reform der Zwangsbehandlungen:

Aus dem einstigen wohltuenden Sanatorium von Freud, wo man im Hotel am Pool lag und geistreiche Gespräche führte und sich bedienen liess, ist unter dem Einfluss der Nachkriegsnazis aus der Psychiatrie nichts geworden, als ein paralleles mittelalterliches Justizsystem, das mit Foltermitteln Dinge zwangsdurchsetzt, die in keinem zivilisierten Gesetzbuch mehr stehen. Das Besteck ist das gleiche: Folterchemikalien,z.B. Haldol, Elektroschocks und Schlafentzug. Erfolgreiche Anpassung zur “Unauffälligkeit” gilt als Erfolg: Wem unauffällig? Dem Staatsanwalt, oder irgendwelchen Nazis, die einen mit irgendeinem hexenjad-ähnlichen Vorgang in den Zustand der “Auffälligkeit” hinein denunzieren?
Ohne öffentliche Verhandlung, ohne Verteidiger, ohne irgendwelche Schutzrechte.

Hilfe kriegt man dort nicht. Das ist eigentlich das schlimmste.
Man kriegt nur bei Folterstrafe verboten, danach zu suchen.
Und dann geht man hinterher im Verborgenen kaputt.
Und niemand wird davon belästigt.

Mit Gummiparagraphen über medizinische Zwangsmassnahmen ist keinem geholfen.
Die Praxis in der Psychiatrie ist, dass man einfach mit der Drohung von Zwangsmassnahmen gezwungen wird, zu unterschreiben, dass man mit allen diesen Foltermitteln einverstanden ist. (Ist mir passiert, mir wurde deswegen sogar vom zuständigen Arzt mündlich angedroht, mich entmündigen zu lassen. Der Typ war sauer, weil ich die vorgelegte Foltergenehmigung durchgerissen, statt unterschrieben hatte. Was blieb mir übrig? Dabei bin ich noch jemand, der sich der beruhigenden Wirkung einer dominanten absoluten Herrschaft durchaus bewußt ist. Das hilft aber nur bei eingebildeten Problemen. Für mich hieß es nur sinnlose Qual, auch wenn die Dosen unter diesem Arzt niedriger waren. Haldol zu nehmen wirkt ungefähr so auf den Körper, wie die Wirkung von kaltem Heroin-Entzug beschrieben wird. Nicht dass ich es ausprobiert hätte, aber ich habe es nie zu riskieren gewagt.)
Der Gesetzentwurf der CDU ist eine Verhöhnung der Opfer, die man durchaus mit KZ-Opfern gleichsetzen kann. Sie sind vom gleichen Stamm. (Naziopfer)
Wie konnte diese Bande so lange im Verborgenen foltern?
Warum wird sie nicht endlich wirksam daran gehindert?

Wenn dies ein Western wäre, dann würde ich jetzt hoffen, dass ich in einem Rachefeldzug die Gangster alle erschiessen würde, oder ihnen den Kopf abhacken, oder was da in den Western im showdown so passiert. Na,ja, oder in einem Bibel-Film würde es halt Feuer regnen, oder so.
So muß ich leider eine Pille nehmen in der Hoffnung, heute nacht noch ein bischen schlafen zu können.



Dieser Film ist nur frustrierend. Zuschauerverarschung.

Gute Nacht.


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