Ich hab ja nie einen Eid leisten müßen, sondern alles selbst „erraten“, also frisch von der Leber weg:
„Mein“ Lebenslauf:

Und dann hab ich da noch einen, sagte der eine Psychiater zu den beiden anderen und legte eine dünne Akte auf den Konferenztisch: dreimal verprügelt hier, vor einem Jahr, unbekannter junger Mann auf der Strasse, vor drei Monaten und jetzt kürzlich nochmal. Hat die Freundin von einem unserer Hardcore-Kerle zu scharf angesehen, sie wissen schon den 5920. Ja, ja, mit dem hatten wir alle schon zu tun. Paranoide Eifersucht, haben wir immer mit unseren Star-Nüttchen kompensiert. Kein Wunder, wenn die jemand anguckt. 5920 ist aber trotzdem hoch virulent. Das Problem wird uns wohl noch erhalten bleiben. Schließlich können wir die ganzen Kerle ja nicht wirklich wegsperren, wie der Spießerpöbel glauben soll. Mein Gott, was sind diese Leute selbstgerecht. Aber, was ist denn mit deinem Neuen?
Na, ja, die Mutter kam zu mir, ihr Junge onaniert so viel und sie macht sich Sorgen, weil er so sexualisiert ist. Ach Du lieber Gott, wie alt ist er? Vor kurzem 17 geworden. Ach Du lieber Gott!
Keine Freundin? Nichts. 2 Tanzstundenmädchen, aber alles kalt geblieben. Er hat kein Werkzeug.
Ja, aber kein natürliches Gefühl dafür?
Doch, ich denke schon, aber die anderen schnappen ihm eben immer alles weg, ehe es was werden könnte. Die meisten sind ja zum Glück ziemlich gut mit Mitteln versehen,wissen sich zu helfen und haben keine Probleme. Und dazu bei hm noch noch die krankhaft ängstliche Behinderung durch die Eltern. Er geht uns vor die Hunde, wenn wir nichts machen. Sie sind zu uns gekommen. Vollmacht unterschrieben. Würde kaum einer von den Eltern, wenn die wirklich wüssten, was wir machen. Aber dafür sind wir ja auch hier die Ärzte. Mit viel Latein gibt’s jeden Schein. (Ein Lächeln huschte durch die Runde.)
Ok, dann verkuppeln wir ihn. Was haben wir geeignetes? Na, ja, die hier vielleicht sagte die Psychiaterin kramte eine Akte aus ihrer Tasche und legte sie auf den Tisch: Kürzlich umgezogen, entwurzelt, eingeschüchtert durch eine Vergewaltigung. Ach diese 2340-Sache? Ja, genau der, jedenfalls kommt sie nur noch zur Schule raus aus dem Haus. Ja, und wie machen wir das? Agentur K scheint mir das geeignetste, die haben die besten unverdächtigsten Beziehungen in die Oberschulen. Ausserdem kriegen wir seine Eltern (Vertriebenen-Nazis, du kannst dir das schon denken) auf die Weise am besten aus dem Weg. Onanierverbot, Du lieber Gott, das könnte ja was werden!
Alle einverstanden? Der Vorsitzende sah in die Runde. Ok, dann die Legende.
Ein paar peinliche Pillen ohne echte Wirkung und dann die Vordergrundaktivität abwimmeln und einschlafen lassen. Wir „versagen“.
Gut. Noch was dazu? Gut.

Dann möchte ich noch mal auf den 4360 zu sprechen kommen: ….

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Nächste Konferenz drei Monate später:
Die Mutter war bei unserem Kollegen: Jetzt hat ihr Sohn auch noch eine Freundin, und die Sache ist gefährlich.
Dann hat es also geklappt.
Ja, aber sie haben ihn zuhause verhört, wie die Gestapo und natürlich hat er alles brühwarm erzählt.
Und die ganze Mühe war umsonst?
Ja, zum Teufel, alles kaputt.
Da müßen wir einen Riegel vorschieben. Wie kriegen wir ihn dazu dass er richtig dichthält?
Na, ja, ein bischen Haschisch am besten, das wirkt eigentlich immer.
Und wie?
Wir schicken ihn nach Amsterdam. Fahrradtour alleine.
Lange Haare hat er ja schon?
Ja.
Das wird reichen. Da wimmelt es von Agenten.
Ok, ich lasse ihn auf Amsterdam heiß machen. …
Und für die Eltern: Fahrt zur Oma, 20 km am Tag, oder sowas.
Genau, ich denke wohl, das schafft er schon selber.
Und wenn er zurückkommt, stecken wir ihn mit unseren anderen Kiffern zusammen, von denen lernt er dann alles.
Wenn das nicht hinhaut, na, ja, dann lassen wir uns was anderes einfallen....

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fünf Jahre später:

Scheisse, wieder alles am Arsch!
Undicht?
Studium neue Umgebung für ihn und die Freundin verdient Geld. Er muß aber bei den Eltern betteln. Ja, aber Du weisst auch, was passiert, wenn wir die Kontrolle über das Geld der Leute aufgeben.
Ja, schon, aber es gibt einfach so viele Scheisskerle bei den ausführenden Organen. Ein Grundeinkommen wär da immer noch besser.
Für die allermeisten schon, aber wie kriegen wir die richtig schlimme Kundschaft dann noch unter Kontrolle?
Huren-Agentinnen? Ach, ich weiß auch nicht.
Ich dachte, wir hätten das abgestellt, mit der Eltern Abhängigkeit?
Hat nicht geklappt. Sie haben systematisch nachgefasst und er immer nett und auf das Gebettel hereingefallen, und zig mal verziehen und nach und nach das ganze Terrain verloren.
Ja, das mit dem christlichen Verzeihen ist eine Spitzen-Integritätsnummer. Wenn nur nicht immer die falschen das erpressen würden.

Jedenfalls, die Freundin demütigt ihn nur noch und er hat keine Würde und Integrität mehr.
Wir müßen seine Würde versiegeln. Ultima ratio, wir täuschen ihm vor, er hätte jemand ermordet.
Ach nein, aber nein doch, so weit ist es noch lange nicht. Ein bischen Baader Meinhof Flair, das reicht schon.
Peripherie oder Fangruppe?
Fangruppe, aber richtig heavy.
Dann schicken wir unseren Kandidaten doch zu den BN2380. Den Regional Ableger von der „Putztruppe“.
Ach, das waren welche! Ja, genau. Was ist mit Frauen? Er kann ja jetzt wohl nicht auf der alten sitzen bleiben?
Jedenfalls reicht das nicht?
Nein, aber er hat noch Verbindungen zu BN1640.
Dann brauche wir das nur ein bischen anzukurbeln.
Schick ihn zu 1640-7, der Rest erledigt sich von alleine.
Wirklich?
Na, ja, jedenfalls wird er sich nicht umbringen.
Na gut.
Und der Anstubs? Betrunkener Junkie oder Penner?
Betrunkener Junkie auf dem Marktplatz, da sitzt er oft mit ner Milchtüte und nem Bäckereibrot.
Kein Problem ihn anzusprechen und die Addresse zu lancieren.
Und komm mir nicht immer mit dem Kleinkram, das könnt ihr alleine lösen. Wir haben noch drei andere heute.
Vollmacht? Kein Problem. Von der Under-cover-Kripo. Er hat doch Haschisch.
Herrlich!

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Mit 60 war er die inoffizielle Schande des ganzen Landes:
Laut Pornwatch hatte niemand so viele und so ausdauernd und so oft und so sehr Unterdrückung von Sexpartnerinnen darstellende Pornos downgeloadet, wie er.
Pornwatch, das war die Abteilung für die Überwachung des Pornokonsums in der Geheimdienstabteilung der zusammenarbeitenden Staatengruppe.
Pornwatch betrieb sämtliche größeren Pornoserver, oder überwachte die relevanten Schnittstellen zu fremden Servern.
Es war dann Aufgabe, der Geheim-Gesundheitsämter der betreffenden Staaten, diejenigen rauszufischen, die durch überwiegenden Konsum von Kinderpornos auffielen.
Kinderpornokonsumenten erhielten eine Therapie, indem speziell geschulte Nutten bei ihnen in ihr Leben eingeschleust wurden, die die Aufgabe hatten, sich erst zu unverdächtigen Freundinnen zu machen und die Pädophilen dann zu verführen und sie bei einem geeigneten Sexring einzuschleusen. Denn natürlich sind Pädophile ja nur pädophil, weil sie nichts anderes können, sich vor Erwachsenen fürchten, Kindern vertrauen und dann die naheliegende Möglichkeit wählen, Sex mit Kindern zu versuchen. So versteht sich natürlich auch, dass diese Abteilung streng geheim arbeiten musste, denn auch andere würden sich natürlich gerne verführen lassen und könnten auf die Idee kommen absichtlich Kinderpornos zu loaden, um eine Nutte zu kriegen. Denn leider war die Versorgung mit Liebe trotz allem immer noch miserabel.
Er aber war einer der Rekordhalter. Natürlich rechneten es sich die Staaten zur Ehre an, möglichst wenig Pornokonsum zu haben. Denn längst war klar geworden, dass das eine Frage der internationalen Friedenspolitik war: Leute, eigentlich nur Männer, die emotional unausgefüllt waren, loadeten Pornos. Anderen war die Zeit zu schade dafür. Diese Unausgefülltheit war letztenendes die Quelle allen Hasses in der Gesellschaft und dafür, dass Politiker gewählt wurden, die die Welt zerstört hätten, wenn sie wirklich das getan hätten, wofür sie gewählt worden waren. Natürlich wurden Politiker eingeweiht, bevor sie irgendwelche höheren Staats-Ämter bekamen. Also rechneten es sich die Staaten zur Ehre an, alle allzu extremen Pornokonsumenten, die dank Internet und angeblicher „Anonymität“ einfacher auszumachen waren, als je (früher mussten sie noch vor den Zeitungsregalen von Tankstellen und Sexshops mit versteckten Kameras gefilmt und aufwendig identifiziert werden) alle allzu extremen Pornokonsumenten also durch liebevolle Liebes Therapie in einen friedlichen Zustand zu versetzen und glücklich und zufrieden zu machen. Aber bei manchen Männern klappte es einfach nicht und er war so ein Fall: Hunderte von potentiellen Geliebten hatten sie auf ihn losgelassen, nicht eine war bei ihm angekommen, nur eine Handvoll hatte es überhaupt in seine Wohnung geschafft, und waren irgendwie verrückt und ohne Erfolg wieder rausgekommen. So weit man wusste hatte wohl ein feindlicher Geheimdienst dazwischengepfuscht, und die Sache systematisch versaut. Die Schande klebte aber natürlich am eigenen Land, denn man konnte ja nichts beweisen und schon gar nicht öffentlich darüber klagen.
Matt Groening, der wie alle großen Medien mit der Behörde zusammenarbeitet, bekam einen Tipp, und er baute einen Gag in die Simpsons ein, in dem Homer den Schwerpunkt der Erde mit seinem Gewicht verschiebt, oder so ähnlich. In der Tat war der Pornokonsum unseres Helden so extrem, dass tatsächlich die Angebote der Server, die ja durch die Nachfrage gesteuert wurden (sowie durch die Manipulations und Persönlichkeits-Test-Algorithmen der Behörde) sein Pornokonsum, obwohl verheiratet, war also so extrem, dass die Start Angebote der von ihm genutzten Server tatsächlich zu erheblichen Teilen seinen Geschmack wiederspiegelten. -“Er den Schwerpunkt der Erde verschob“-

Daher wussten sie auch, dass er kein Pädophiler war, und auch eigentlich kein Schwuler. Die „Therapie“ von Schwulen war umstritten, manche Länder hatten es in der Agenda, aber die meisten waren der Ansicht, dass es ihre Ressoucen überstieg und sie mit dem Versuch alles nur noch hätten schlimmer machen können. Die Existenz von Schwulen bewies zwar, dass eine dramatische Versorgungslücke bei der Liebe existierte, aber wieso sollte man ausgerechnet bei denen anfangen, die sich schon selbst geholfen hatten? Wer aber viele Schwulenpornos konsumierte brauchte vielleicht eine Therapie. Aber nicht unbedingt eine heterosexuelle. Dies war ein Punkt an dem die interne Ermittlung von Pornwatch sehr streng zu Werke ging, denn natürlich gab es viele Eltern, die große Bestechungsgelder gezahlt hätten, wenn ihre Söhne heterosexuell kuriert worden wären. Und wo jemand viel zahlen würde, ist die Versuchung natürlich groß, die betreffende Ware anzubieten um sich zu bereichern. Das kannte man ja schon vom „Organhandel“. Das ging aber nach einem genau festgelegten Regelwerk. Nicht jeder hätte auch einen heißen schwulen Partner gegen eine tumbe weibliche Partnerin von der Resterampe eintauschen wollen. Zusätzlich vielleicht. Zwar störten die Schwulen, die öffentlich auftraten, die geistig schwachen unter den Heteros bzw. ihre de facto-Vormünder, aber in Summa war es für die Gesellschaft ein Segen, wenn Schwule stabile Liebesbeziehungen aufbauen konnten. Nicht zu letzt waren auch öffentlich auftretende Schwule ein Gewinn, insoweit sie ein öffentliches Bekenntnis zur Sexualität ablegten, da, wo sie den anderen im Weg war. Es war immer wichtig, dass Leute auf ihren Rechten bestanden, um die Akzeptanz und Hochschätzung der Menschenrechte in der Gesellschaft wach zu halten. So hätte auch Pornwatch auf Dauer nicht in Ländern existieren können, die alles verbieten wollten, was bösartige alte Familientyrannen mit umfassendem Machtbereich hätte stören können. Die biblischen alten Oberaffen eben. Die Viehzücheter. Denen egal war, was sie bei anderen kaputt machten, Hauptsache ihr eigenes Menschen-Vieh gedieh. In der DDR damals war Pornwatch eine Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit: Sicherstellen, dass er steht.... – aber das war natürlich noch zu Zeiten von Tankstellenkameras und in der DDR lief sowieso alles etwas anders, da hatte man statt dessen „inoffizielle Mitarbeiter“, die einem die erforderlichen Informationen zutrugen. (meist ohne selbst zu wissen wozu sie dienten)

Selbstverständlich wurden auch alle großen Bordelle von Pornwatch betrieben oder zumindest überwacht. Auch damit konnte man die besonders Verzweifelten ausmachen. Vor allem seit Aids erfunden wurde. – Wer Englisch kann, weiss, dass Aid „Hilfe“ heisst. Aids ist der Plural: „Hilfen“. Noch Fragen? Vorsicht vor Sozial-, uä.-“Hilfe“, das ist das Gegenteil. Damit werden die benötigten Nutten rekrutiert. Und haben sie sich schon mal gefragt, warum bei Pornos hinter den nackten Frauen so oft vergitterte Fenster zu sehen sind? Na, klar, Knast natürlich. Da wird auch rekrutiert. Und warum Bordelle meist gebaut sind, wie Festungen? Damit die Mädels aus dem offenen Vollzug nicht abhauen, natürlich. Ist halt eine Haft-Vergünstigung, da arbeiten zu dürfen. Und warum Nutten auf Pornos oft so aussehen, wie Krankenschwestern vom roten Kreuz? Na klar, oder glauben sie die Pflege von Verwundeten ist die einzige Arbeit einer Organisation, die sich dem Frieden verschrieben hat? Be.- Fried- igen ist natürlich ein essentieller Bestandteil, um die Verwundungen im Vorfeld zu verhindern. Glauben Sie, Hitler wäre jemals Diktator geworden, wenn er guten Sex hätte kriegen können? Natürlich nicht, er wäre Pornomaler geworden, wenn er die Models hätte ficken dürfen. Zig Millionen Tote, nur weil sich eine beschissene Gesellschaft zum Ficken zu spießig war. Am Ende hat er's ja sogar selber begriffen, dass er sexuell geisteskrank war und sich Eva Braun zur Therapie genommen. Aber da war natürlich schon alles passiert und zu spät. So etwas darf nie wieder passieren!
Und warum mußte Edathy gehen? Weil er Kinderpornos hatte? Quatsch! Weil er keinen anständigen Sex zustandekriegen konnte vielleicht,..Beweis: viele Pornos hatte... und deshalb nicht in verantwortlicher Stelle bleiben/kommen durfte, da er ohne richtig geilen Sex keine Garantie für friedliche Politik bieten konnte? Und vor allem konnte man die Therapie nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit durchführen.
Noch wahrscheinlicher ist er natürlich ein Agent, der nur auf eine andere Dienststelle versetzt wurde, da er als Politiker für ein Lehrstück „verbrannt“ werden musste, durch das die Gesellschaft lernen sollte, ihre eigene Spießigkeit zu hassen.

Das rote Kreuz und die Bordelle, ja das waren seine heimlichen Helden.

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Wer aber glaubt, er könnte einfach so in die Psychiatrie gehen, oder dorthin zwangseingewiesen wird, befindet sich in Wirklichkeit im Zuchthaus, das nach wie vor existiert und von qualifizierten Hass-Kriminellen zur Abschreckung betrieben wird, und wird das bald merken. Denn wie schon Jesus sagte: Die ersten werden die letzten sein! Also drängelt euch nicht vor, macht einfach euer Ding und wartet ab, was die geheime Behörde über euch beschließt. Und verstellt euch nicht, das führt nur dazu, dass ihr ….

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Sie blitzte ihn an, mit ihrem goldenen „Nein“ am Ringfinger, als sie die Registrierkasse bediente. Nicht sehr freundlich. Das heißt, es wäre scheissegal gewesen, wenn sie bloß eine von den blöden Tucken gewesen wäre, die ihm sowieso egal waren. Nein, aber sie war doch grade eine von den netteren gewesen. Hatte ihm mal ein Bröckchen Liebe geschenkt. Ein kleines Anknuffen und Necken. Sie hatte sie getragen, diese Liebe und ertragen, diese Liebe. Er hatte sich rücksichtsvoll verhalten. Sie nicht zu auffällig belästigt und sie doch merken lassen, dass sie für ihn etwas besonderes war. War gerne an ihre Kasse gekommen, obwohl er doch eigentlich vor Peinlichkeit lieber weggelaufen wäre, wie sonst auch. Sie hatte es gemerkt, hatte weitergelächelt und alles ertragen. Eine kleine heimliche Wasserstelle, wie sie der Affe in der Wüste versteckt. Damit er nicht sterben muß, wenn die anderen versiegen. Was mit jeder mal passiert war. Aber wenn kein Sex gemeint ist, ist es doch kein Wasser, sondern nur Sand. Und dann blitzte sie ihn mit diesem goldenen „Nein“ an. Das hiess erbarmungsloser Sonnenstrahlenbeschuss und kein Wasser.
Klar, er konnte sich das denken. Wie alles angefangen hatte. Da hatte es ein schwarzes Brett gegeben in dem Supermarkt und alle hatten ihre gebrauchten Kinderwägen, Kühlschränke „Diamant“-Hundehalsbänder und Elektronikgeräte oder Friseurdienste zum Kauf angeboten.
Er hatte dann auch dort inseriert. Er wollte Nachhilfestunden geben, bis Klasse 11, z.B. in Mathe oder Sprachen. Er wollte seine Würde dadurch aufbessern, dass er etwas für andere tat, eine Funktion in der Gesellschaft übernahm. Ohne aber die Gesellschaftsordnung dadurch zu stützen. Er wollte etwas sagen können, wenn eine ihn nächstes Mal im Bordell fragen würde: „Was arbeitest Du?“ Und ein bischen mehr Geld zu haben, wäre auch nicht schlecht gewesen, auch wenn er dafür viel mehr hätte verlangen müssen. Und die Frauen fragten ja nicht nur im Bordell. Fast alle Kandidatinnen würden gefragt haben, wenn es denn überhaupt mehr als wenige einzelne gegeben hätte. Es gab keine größere Schande, keinen größeren Grund für Frauen zum Wegrennen, oder einen sogar vorher noch zu beleidigen, wie wenn man sagte: Ich kriege Geld von meinem Vater, davon lebe ich. Einmal hatte er in einer Nuttenzeitung unter seinem Namen inseriert. Alle hatten bei seinem Vater angerufen, nicht bei ihm. Was sollten sie mit einem Muttersöhnchen? An die Quelle des Geldes wollten sie. Ausgerechnet an seinen Vater, der sich quasi den Schwanz hatte abschneiden lassen, nur um nicht von Frauen gedemütigt zu werden. Der sein schlimmster Feind war.
Tja, er hatte also an diesem schwarzen Brett inseriert, unter seinem Namen, dass er Nachhilfestunden geben wollte. Sie hatten seinen Zettel abgehängt, mit dem Hinweis, dass sie diesen als sittenwiedrig empfanden und als geschäftsschädigend und überhaupt abstossend. Er hatte noch einen Zettel hingehängt mit einem noch niedrigeren Angebot, wenigstens irgendwelche Freunde zum Werken finden zu wollen. Den hatten sie auch abgehängt, wegen Sittenwiedrigkeit. Klar, dass diese seine Selbstunterbietungs-Angebote damit für alle Zeit erloschen waren. Der Grund für das Abhängen war aber nicht der Inhalt seiner Zettel, sondern was drunterstand: Sein Name. Der hiess für sie, dass das ganze ein Sexangebot wäre. Er hieß nun mal so. Und alle Massenmedien hatten ihm noch eins angehängt, von wegen Sex: Vögeln—war sein Namensrevier. Der Johannes des Mannes—war sein Namensrevier- und um nicht zu viel zu verraten sei nur gesagt, dass ihm noch ungefähr ein Dutzend solcher Dinge durch seinen Namen anhingen. Also hatten sie seine Zettel alle als unsittlich abgehängt in ihrer bürgerlichen Spießigkeit und ihrer Feigheit, das Menschliche nicht gegen das Geschäftliche zu verteidigen. Und dann eines Tages hatte er kein Bargeld dabeigehabt und mit Karte bezahlen müßen. Und da stand sein Name drauf. Und als das Geld auch noch ankam und er nochmal mit Karte hatte bezahlen müssen, da hatte jemand das auf der Mitarbeiterkonferenz zur Sprache gebracht. Wir schämen uns gegenüber diesem Mann. Denn er war ein armer Mann und schon einige Male dabei bemerkt worden, wie er sehnsüchtig geeignete Liebesobjekte, die in dem Laden arbeiteten heimlich ansah. Es war nicht so, dass er sich nicht verständlich machen konnte in seiner sehr disziplinierten Liebessehnsucht. Ausgerechnet diesem armen Schwein hatten sie auch noch mehr in die Isolation getrieben und die Würde genommen. „Also, irgendwer muß jetzt mal nett sein, zu dem Kerl“, ---- ja und dann wurde sie ausgeguckt. Naa guut, immer muß ich sowas machen, sagte sie, aber heimlich freute sie sich, weil sie die beste Ausrede hatte, die man haben konnte. Ja, und da hatte sie ihn zu Karneval ein wenig geknufft. Und dann ging die Sache in die Jahre. Ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre. Sie blieb nicht immer ledig, hatte Kinder und irgendwann wurde es zu viel. Und sie blitzte ihn ab. Mit ihrem goldenen „Nein“.


Andere ließen ihn meist mit der berühmten Frage abblitzen: „Wie geht es ihrer Frau“ Das war ein Synonym für „verzieh Dich Du Wichser“... Obwohl er ja eigentlich nur das richtige hätte antworten müssen: „Es geht ihr schlecht, weil es scheinbar keinen Menschen auf der Welt gibt, der das was sie für mich tun muss nicht für unter seiner Würde hält. Das ist demütigend für sie. Obwohl sie es eigentlich gerne tut.“



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Es dauerte nur ungefähr einen Monat, nachdem die neuen Mieter eingezogen waren, da war das neue „Gefährderkontrollgerät“ bereits unter ihrem Bett montiert. (das heißt über seinem) Ein paar Typen in teuren Anzügen mit eindrucksvollen Ausweisen waren dort erschienen und hatten sich als Verfassungsschutz ausgegeben. Ob sie eigentlich wüssten, wer da unter ihnen wohne? Sie dürften es ihnen nicht sagen, nur so viel, er sei als Gefährder eingestuft, aber für sie nicht gefährlich, wenn sie sich fernhielten. Aber es sei Kontrolle notwendig und sie würden gerne dasselbe Kontrollgerät installieren, das der Vormieter auch hatte. Es müßte nur strenges Stillschweigen bewahrt werden, und es gebe auch etwas Geld dafür. Das Gerät simuliere Anwesenheit von Überwachern, was die Wirkung habe, dass der sich überwacht Glaubende in der Wohnung darunter nicht wagen würde, irgendetwas gefährliches zu tun. Im übrigen würde er ohnehin überwacht, nur nicht so lückenlos, wie es das Gerät simuliere. Das sei auch gar nicht nötig. Und ein bischen Zusatzgeld sei eigentlich immer ganz beliebt bei ihren Aufstellplatzvermietern. Und schwupps hatten sie schon diesen ominösen Kasten umterm Bett montiert, der gelegentlich leise Klopfgeräusche von sich gab. Sie konnten ja nicht wissen, dass das immer dann geschah, wenn der Mann darunter seinen Schwanz reinstecken wollte, ohne vorher „bitte“ zu sagen. Sowie bei allen anderen unpassenden Gelegenheiten, die mit moderner unaufspürbarer Überwachungstechnik ermittelt wurden. Denn der Verfassungsschutz war nicht der Verfassungsschutz, sondern die faschistische Partei, die nach bequemen Opfern suchte, denen sie Gefährlichkeit unterstellen konnte, um ihre zwingesüchtigen Mitglieder bei der Stange zu halten. Denn die gehen ja, wenn sie sich anständig benehmen müssen.
Und schließlich geizte unser Held ja nicht mit öffentlichen Statements, die jedem alten oder neuen Nazi die Zornesröte ins Gesicht trieben. Es war einfach, ihn als Angriffs-Ziel zu zeichnen, es mußten nur die (richtigen) Informationen falsch vorsortiert werden, und die übrigen ferngehalten, was bei der Bequemlichkeit des größten Teils der faschistischen Parteiklientel nicht schwierig war.
Laune an Beschwerden war ihm verdorben, da er als zimperlich in Hinsicht Geräusch-Belastung hingestellt wurde. Er konnte ja nichts von Überwachung sagen. Als ob er nicht gerne das fröhliche Leben über sich toben gehört hätte. Na, ja, vielleicht nicht so fröhlich, dass er richtig neidisch geworden wäre, oder nachts nicht mal im Schlafzimmer hätte schlafen können, aber bis dahin schon gerne. Er wusste nicht, wie sie es machten, er wusste nur, dass sie oft zuhörten und immer dann an der Decke klopften, wenn es ihn am meisten ärgerte, oder sie das zumindest dachten. Meistens aber lagen sie richtig. Seine Überwacher hatten ihn lange studiert. Er wusste nicht, dass sie sein Verhalten und Reden mit Computerprogrammen (deep learning mit Mustererkennung) analysierten, konnte sich aber derartiges denken, da sie eine Nase hatten, wie die Trüffelschweine, eine Nase dafür, was ihn störte, was er voraussichtlich tun würde, wie man ihn zu etwas bestimmtem fernsteuern konnte. Nicht gegen seinen Willen natürlich, aber ohne sein Wissen. Und dann sollte er sie fürchten, wenn sie ihn wieder dazu gebracht hatten, zum dritten Mal hintereinander genau dann nachts pinkeln zu gehen, wenn 10 Sekunden später, die zufällige genau 5 Stunden nach der letzten Türöffnung stattfindende Notentriegelung des Türschlosses losging. Klack! Immer auf'm Pott. Oder drei Mal in einer Woche „groß“ zu müßen, wenn es genau drei Uhr 57 auf der Digitaluhr war. (Wie das Magnumkaliber) Oops, wie kommt das denn? Oder seine Frau, die Nägelbeisserin immer genau dann in sein Zimmer geschickt, wenn er am Wichsen war, kurz vor dem Höhepunkt. Damit sie richtig störte und die Heiligkeit der deutschen Ehe untermauert wurde. Solche Machtdemonstrationen, das war ihr liebstes. Mit Computer-Verhaltensanalyse kein Problem. Dauerte einige Monate, das Ding komplett zu füttern, aber dann funktionierte das eisern und die operators brauchten an ihrem gemütlichen Terminal nur noch die Optionen auswählen, die ihnen das Ding anbietet und können sich den Spass anhören, wie der böse Kerl da sich schwarzärgert und wütend wird, zum Teil sogar ansehen, obwohl Kameras bei einem misstrauischen Menschen mit technischen Kenntnissen schwer unterzubringen waren. Deshalb gab es nur zwei, und nicht an den besten Plätzen. Aber die Plätze auf den Operator-Sesseln waren sehr begehrt. Jeder internetfähige moderne PC tat das locker. Man machte es von zu Hause aus. Zu abgemachten Zeiten übergab man an den Nächsten „Wachhabenden“.
Unser Held fand die „Scheiß Nazis: Blöd und böse“.
Ja,ja, er hätte vielleicht wirklich etwas gemacht, was er so nicht konnte. Er hatte ja auch Grund dazu. Aber mehr, als sich abzureagieren, war eigentlich auch ohne Kontrolle nicht möglich. Selbst wenn er ein Attentat aus Protest gegen das Unrecht in seinem exemplarischen Leben hingekriegt hätte, und nicht erwischt worden wäre: Was beim Erpressungsdelikt die Geldübergabe ist beim Attentat die Veröffentlichung des Bekennerschreibens: Die Hürde, über die man nicht hinwegkommen kann, ohne erwischt zu werden, wenn die Kripo nicht grade extrem schlampig ist. Er hätte sein Attentat gemacht und ein blöder Islamist mit langem langem langem Bart hätte es zugeschrieben bekommen.

Aber ein bischen Nazis ärgern? Na klar! Die müßen geärgert werden. Schon alleine, damit sie für sich Rechte fordern, auf die sich nach Sittengesetz (bei Nazis sehr beliebt, oh, sie „sind“ ja so „moralisch“...) dann auch andere berufen können. Nazis mögen keinen Wiederspruch, Linke lieben ihn.

Nazis glaubten, dass das menschliche Leben bedingungslos geschützt werden müßte, ähh, wenn es Krieg gab das Leben der eigenen Landsleute, ähh Volksgenossen bedingungslos geschützt werden mußte, ähh, wenn sie gute Volksgenossen waren und nicht irgendwelche Verräter, Abartigen, oder kriminellen Elemente. Für die gab es die Todesstrafe... Ähh,....was glaubten Nazis nochmal? ??? Einen Scheissdreck glaubten sie.

Aber aufgrund ihrer rettenden Dummkeit merkten sie es leider nicht. Klar hätte er gerne ein paar davon gekillt, damit sie ihn nicht mehr demütigen konnten.

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Nazis gab's auch:

Todar88, so nannte sich der blond gescheitelte jedenfalls heimlich im Internet, brauste mit blitzersicheren 60km/h durch die Wohnstrasse, hielt neben dem runden blauen Schild mit dem roten Rand und schräg-Kreuz, sprang aus seinem BMW Coupe, und flitzte in den Scheiss-Kanaken Kiosk. Die Zeitung wollte er haben: Da stand alles über den undankbaren Asylanten drin, der aus der geistigen Rückständigkeit von Abrakadabra-Fatamorgana-Land kommend sich nicht geschämt hatte, unsere guten deutschen Kinder bei ihrem unschuldigen Spiel auf dem heiligen Weihnachtsmarkt ohne alle menschlichen Regungen beiseitezuschieben und zu zerquetschen wie Abfall. Ruck-zuck an den Galgen mit dem Kasper alles andere war zu gut für den. Todar88 freute sich, das hatte er sich gut ausgedacht. Wie der Kerl zappelte und wimmerte, während sich die Schlinge um seinen Hals zuzog. Gib schon her, sagte Todar, der die Schlagzeile nicht gleich lesen konnte, weil er nicht so gut in der Schule war, aber sich immer durchgemogelt hatte, zumal dank seiner sehr, seiner ganz besonders deutschen Mutter. Die hatte sich Respekt bei den Lehrern verschafft. Todar ärgerte sich, dass er nicht „gib schon her, Kanake“, sagen durfte, aber die hatten sich hier ja schon so festgesetzt, dass man sie nicht das nennen durfte, was sie waren. Eindringlinge aus dem fremdem, märchenhaft korrupten Orient. Die Zeitung legte er auf den Beifahrersitz und fuhr zum Steuerberater. Diese Kommunisten-Verbrecher wollten schon wieder was von seinem schwer verdienten Geld abhaben. Er ärgerte sich nur, dass man nicht einfach Reichsbürger werden und auf den Steuerstaat spucken konnte, der die ganzen Faulenzer und Maulhelden unterhielt. Die Freunde hatten zwar schön damit angegeben, aber es auch nicht geschafft. Der Steuerberater war jedenfalls gut, Todar88 mußte nie mehr bezahlen, als seine Rechnung. Keine Steuern. Das galt zwar eigentlich als Betrug, aber es könnte niemals bewiesen werden, hatte der Berater angedeutet. Scheiß Staats-Schranzen.
In der Hauptstadt hatte der Kanke also seinen Schiss auf Deutschland gelassen, Todar88 las seine Zeitung im Bahnhofsrestaurant, wo immer viele waren, die noch ein bischen national gesinnt waren, wie er. Und schon wieder ein Scheiss Kinderficker, wie konnten die duseligen Deutschen bloss nicht begreifen, dass die alle die Todesstrafe kriegen mussten. Na, ja, die Frauen, Weiberduselei halt. Kindchen eieiei und Türkenkindchen auch eieiei und ausserdem waren die meisten dieser Versager vor der nationalen Verantwortung ja schon selber gar keine richtigen Deutschen mehr. Es würde ein großes reinigendes Gewitter geben und danach wäre das Land wieder sauber. Todar88 gab sich große Mühe an diese Hoffnung zu glauben und er schaffte es, sich davon zu überzeugen, dass er ausreichend daran glaubte, um andere zu überzeugen, dass er es glaubte. Deutsche Menschen mußten geschützt werden bedingungslos. Die die hier nichts zu suchen hatten, hatten eben Pech. Warum kamen sie auch? Dass Menschen bedingungslos geschützt werden mußten glaubten ja sogar die duseligen Weiber. Man konnte nicht frei sein, solange es Gefährder gab.
Wütend drückte er auf das Gaspedal. Er wollte nach Hause und im Internet Jagd auf Gefährder und Kinderficker machen. Wozu hatte er sich schließlich seinen Namen zugelegt? Wenn man diese Monster bloß erst mal bloßstellen konnte. Was, wenn so ein Kanake in seinem Viertel in eine Kindergartengruppe fuhr? Er mochte zwar seine Familie nicht wirklich, aber er hatte ein paar Nichten und Neffen und eins war mal klar: „Todar88 nimmt niemand etwas ungestraft weg“. Dreimal brüllte er seinen zackigen Spruch gegen die Windschutzscheibe, lachte höhnisch und fühlte sich schon etwas besser. Die Angst war schon etwas besser, die Angst, dass diese Kanaken wieder über ihn lachten, diese Verbrecher. „Jetzt aber, der Kinderschänder, der kriegts aber.“ Triumphierend haute Todar88 ein paar aufwendig ausgeklügelte Gemeinheiten in die Tasten.
Das war Notwehr, war doch klar. Bevor die alle die Unschuldigen kaputtmachten. Todar88 hatte das auch nicht gedurft. Er hatte vom Vater immer Backpfeifen bekommen, wenn er die kleine Schwester geschlagen hatte, weil sie ihn biss. Schwächere mußten geschützt werden. Und Todar88 fühlte sich sehr stark, und betrachtete alle als seine Kinder, die deutsch und jünger als er waren, oder dümmer. Die redeten vielleicht wirres Zeug, Kinder eben, aber er würde sie beschützen. Todar88 fühlte das warme Gefühl der Würde in seiner Seele aufsteigen. Er war, was er sein wollte.

Todar88-zack zack- unterschrieb er.

Oh, ja, er hatte schon so manchem auf's Maul gehauen! Genüßlich roch er an seiner Faust. Knoblauch und Leichengeruch!
Und unser eigentlicher Held, der mit der erfolgreichen Opfer-Karriere mußte den Scheiss dann unter seinem konstruktiven und sehr verdienstvollen Foren-Beitrag lesen. Armes Schwein. Aber tapfer. Sehr, sehr tapfer!

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Eigentlich, dachte unser Held, brauchte dieser komische Todar nur den richtigen Arbeitsplatz, und er malte sich aus, wie Todar arbeiten ging:
Todar fuhr mit seinem BMW auf den Parkplatz und betrat das Gebäude hinter dem Bahnhof. Er betrat seine Kabine entkleidete sich und zog seinen nacktarschigen Dienstpyjama an. Ein wenig weinerlich dachte er, „Adolf im Himmel, du wirst mich rächen“ beugte sich vor Hände nach vorn in die Edelstahlröhre. Dann ließ er sich hinunterrutschen. Auf den Bahnhöfen gab es heutzutage nicht nur die guten alten Photokabinen, sondern auch ähnliche etwas größere Glücks-Kabinen, die der Aggressionsabfuhr dienten. Hinter einem Vandalismussicheren Plastikdeckel war Todars Arsch zu sehen. Der Rest steckte in der Stahlröhre und Todar konnte sich nicht rühren, bis nach Dienstschluss die Klappe auf der anderen Seite wieder aufging. Darüber stand etwas mit einer „78“ und „geil“. Wenn man eine Münze in den Automaten warf, öffnete sich der Plastikdeckel und Todars Arsch war hilflos den daneben hängenden Ruten ausgeliefert. Seine Stimme aber versackte in der Stahlröhre und dem klappernden Getriebe des großen Bahnhofs. Deshalb waren die Kabinen auch etwas größer, als die ollen Fotoautomaten, damit man richtig mit der Rute ausholen konnte, bevor man den Arsch traf.
Todar jault und wimmerte in seiner Röhre. Dieser Kunde hatte es wirklich in sich, er hatte zwei große zwei-Euro-Stücke eingeworfen, und er haute kräftig zu. Über dem Arsch war Todars Gesicht auf dem Bildschirm zu sehen. Das heisst, eine computeranimierte Version davon: „Danke, ja, ja, bitte“ sagte Todars Gesicht auf dem Bildschirm und freute sich über die erteilten Züchtigungen. „Mehr, bitte noch mehr“ sagte „Todar“ zu dem hässlichen alten Kerl, der sich grade ärgerte, dass seine Rente so niedrig war. Ihr Arbeits und Sozialminister freut sich, Ihnen Rente zahlen zu können, stand darüber, denn die Automaten waren schlau und gingen individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden ein, die sie aus dem allgemeinen Datenpool extrahierten. Der Alte schlug mit voller Kraft, denn er war schrecklich wütend. Alles konnten die Automaten heute, was früher Menschen gemacht hatten. Nur eines hatten sie nicht: Einen Arsch. Dafür brauchte man nach wie vor Menschen. Todar jaulte unter dem letzten Rentenhieb, dann ging endlich die Klappe zu, die rote Lampe über der Kabine an, und das Haut-Regenerationsgerät begann mit seiner Arbeit. „Scheisse“ sagte der alte Mann, als die Klappe zuging, „Die werden auch immer geiziger und die Takte immer kürzer.“ Todar, der sich eingeschissen hatte bekam von einem Roboterarm den Arsch gespült und die Haut-Regeneration war allmählich abgeschlossen. Die Gardine öffnete sich, die Lampe wurde grün und Todars Angebot 79 wurde vom Scheinwerfer werbewirksam erleuchtet. Nach 10 Minuten war er wieder einsatzbereit und sein nächster Kunde war einer, der sich ärgerte, weil Todar ihn geärgert hatte. Aber das wußte Todar nicht. Und der Kunde mit dem kaputten Telefon auch nicht. Ach wie herrlich war es, dass man heutzutage wo man stand und ging an jeder Straßenecke Ärsche verhauen konnte!
Nach seiner 6 Stunden- Schicht ging die Klappe auf, und Todar88 zog sich an und ging auf den Parkplatz. Todar88, so nannte sich der blond gescheitelte jedenfalls heimlich im Internet, brauste mit blitzersicheren 60km/h durch die Wohnstrasse, hielt neben dem runden blauen Schild mit dem roten Rand und schräg-Kreuz, sprang aus seinem BMW Coupe, und flitzte in den Scheiss-Kanaken Kiosk. Die Zeitung wollte er haben...

Eigentlich war die Welt so in Ordnung, dachte unser Haupt-Held und lehnte sich genüßlich in seinem Sessel zurück.

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to be continued...







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Der Teufelsvertrag:--Nein, so kann man das nicht erklären, das ist zu irrational und es würde auch nicht hierher gehören. Und es ist auch zuvieles falsch daran, und nur bei Gelegenheit beigebogen. Das bringt uns nicht weiter.-- aber so vielleicht:

Die Lizenz für sein erstes Kind mit seiner psychisch kranken Frau bekam er vom Geheimdienst der Union der sozialistischen Räterepubliken. Niemand bekam mehr ein Kind, ohne Lizenz, die Frauen wurden einfach nicht schwanger, oder blieben es nicht, ohne mächtigen Verbündeten und Garanten für die soziale Verantwortbarkeit jedes Nachwuchses. Das mit der Räterepublik war kein Problem, er lebte ohnehin seit Jahrzehnten im Protest gegen bürgerlich kleinbürgerlich rechtsauslegende Gesinnung seiner Eltern. Er war das Gegenmodell. Woher sonst seine Würde? Er brauchte dafür nicht zu lügen.
Das Kind kam zur Welt, und es hätte nicht viel gefehlt und er hätte es „Wladimir“ geheißen. Er pflegte das Kind in hingebungsvoller Liebe fuhr mit ihm spazieren brachte ihm das Sprechen bei und das richtige Denken. Er war mehr Mutter dieses Jungen, als eine Durchschnittsmutter für ihre Kinder ist. Seine Frau war auch lieb, kümmerte sich mit, soweit sie konnte, war aber halt eher sowas, wie eine große Schwester der Jungen. Aber die soziale Isolation und der gehässige Charkter dieser Gesellschaft, die grade angefangen hatte, sich das Sozialamt abzugewöhnen, und alles kontrollieren wollte und keinen wirklichen Platz für einen alleinerziehenden Mann mit EhefrauundMutter-Tochter hatte, trieb ihn mit ihrer Kontrolle und Männerentmachtung in die Raserei und schließlich in die Selbstzerstörung durch Schlaflosigkeit, der er nur ins Krankenhaus entfliehen konnte, natürlich steckte man ihn gleich in die Zwangspsychiatrie für mehrere Monate. Den Jungen nahm man der Mutter weg und steckte ihn in ein Heim. Sie war ja eigentlich auch überfordert, aber mit Gottes Hilfe hätten sie es schon beide überstanden. Zack, das Kind war weg. Als er wieder rauskam aus der Psychiatrie. Niemand gibt einem als psychisch krank denunzierten Vater seinen Sohn wieder. Tötet sie alle im Namen Allahs.

Also mußte er sich Hilfe suchen. Seine Schwester, als psychiaterin, was nicht unproblematisch war, da sie in dieser Funktion wiederum seine Feindin war, andererseits aber an Familie glaubte, war als P. selber eine Autoritätsfigur gegenüber dieser Bande, gab Garantien ab und dergleichen Unfug, wodurch aber erreicht wurde, daß das arme ständig heulende Kind endlich wieder frei kam und zu seinem heißgeliebten Vater zurückdurfte. Und beide mit der Mutter zu den „lieben Großeltern“ ziehen mußten, eben jenen Großeltern, zu denen er und das Kind ein Gegenentwurf waren und sein sollten. Und die sich verantwortlich hielten, die „Medikamenten“-einnahme zu überwachen, Folterdreck, der einen kaputtmacht. Und die sich natürlich gleich unheimlich aufbliesen und für den Jungen für wichtig hielten und ständig auf die arme wehrlose Tochter spuckten. Da lebten sie dann zwei, drei Jahre in der Kellerkammer, - nicht dass sie nicht in das „Wohnzimmer“ gedurft hätten, aber es stank dort nach Gehässigkeit und Selbstgerechtigkeit und niemand wollte wirklich dort sein. Der Junge selbst merkte erst mal nicht viel davon, da man sich ja auch zurückhielt, um ihn nicht in Konflikte zu stürzen, und da unserem Mann bekannt war, dass man nicht jünger wird, und das Kinder die Gesellschaft anderer Kinder brauchen und alle infrage kommenden Kinder im Machtbereich der Räterepublik lebten, mußte die Gesellschaft für den Sohn eben selber gemacht werden: Das zweite Kind. Dieses wurde auch ordnungsgemäß beim Frauenarzt beantragt und die Schwangerschaft mit einem zweiten gesunden Jungen kam zustande. Sekundus, wie die Römer ihn genannt hätten. Unser Mann war zu kaputt von den Zwangs-“Medikamenten“ und der ständigen Gehässigkeit seiner Eltern und konnte nicht selber bei der Geburt dabei sein, da er zu diesem Zeitpunkt einfach schlafen musste. Als er in das Krankenhaus kam, sah er dort jemand die Treppe hochgehen. Einen schwarzen Mann. Nein, keinen Abkömmling Afrikas, einfach jemand finsteres und dunkel gekleidetes. Vielleicht ein Bestatter, oder sowas. Das war die Mahnung: Wir haben Dir das erste Kind nicht erlaubt, damit Du diesen alten Hasspredigern, die sich deine Eltern nennen noch mehr Untertanen und Anhänger verschaffst. Gib Dir Mühe! Halte deine Söhne frei davon!

Es gelang ihm aber nicht. Nicht gut genug. Zwar bekamen sie ein halbes Jahr später eine eigene Miet-Wohnung von der Stadt zugesprochen, aber sie waren finanziell abhängig, und auch sozial komplett abgeschlossen, denn auch in der Schlafstadt, wo die Wohnung war, gab es keine systemkonkurrierende Räterepublik. Wie hätten auch die Räte angepasster Kleinbürger ausgesehen? Na, ja, schon, aber.. .Selbst-Unterwerfungswettbewerb.
Jedenfalls kam es zum Eklat, der Opa kam vorbei und sprengte die ersten zarten Blättchen der aufkeimenden Kommune. Ob es nun die Räte waren, oder der beleidigte Opa, oder die Kleinbürger mit den sexuell abgecheckten Frauen, irgendwer hat Sekundus dann nachhaltig vergiftet und ein halbes Jahr danach konnte er nicht mehr sprechen, sondern nur noch verzweifelt heulen und schreien über die verlorene Sprachfähigkeit. Die Kinderpsychiater verdächtigten nur Sekundus' vermutlich psychogene Elternfamilie, der vermutlich nie richtig gesprochen hatte, aber kein Mensch kommt doch auf die Idee, ernsthaft nach Gift oder Krankheitskeimen zu suchen, nur, wenn so ein bekloppter Psycho-Vater das sagt. Nur anzudeuten wagt, kommt hinzu, weil ihm ja selbst Medikamentenfolter droht. Schließlich haben sie aber festgestellt, dass ihre Kinderheilanstalt trotz entfernter psychogener Eltern auch nicht in der Lage war, Sekundus' Zustand zu bessern, und dass es also nicht an den Eltern lag. Denn dann können sie das. Sekundus schrie von morgens bis abends, brachte seinen größeren Bruder und vor allem seine ohnehin psychisch kranke große Schwester an den Rand des Wahnsinns und unser Mann selbst lebte auch in Angst die Kontrolle zu verlieren, da ja ständig die Folterpsychiatrie drohte. Trotzdem mußte er von sich aus mehr Beruhigungsmittel nehmen, als er vorher schon herunter gewesen war, mit der Dosis. Zum Glück nicht diese ganz schlimmen, aber diese Leistungshemmer, die müde machen. Es blieb nichts übrig: Sekundus mußte und kam mit 5 Jahren ins Heim, und hat auch die Sprachfähigkeit niemals wiedererlangt, nur sich allmählich in ruhiger Athmosphäre – dafür mit weniger persönlicher Aufmerksamkeit – mit seiner Situation abgefunden.


Russland hat dementiert: „Wir haben nichts in unseren KGB – Aktenkellern – Sie beschuldigen den Falschen“ Er beschuldigte doch gar nicht -- Vertrag ist Vertrag und jeder tut das, was er tun muß – Ja, wer war es denn dann? Israel? – Also der Mossad? Bei Eichmann waren die doch auch ganz tüchtig, Klarsfeld und so... Pro-Familia? Dann haben die sich aber mächtig verbogen. Die Zeugen J.? Dito. Welch ein Abgrund wäre das. Scientology? Nein.

Nein, und sie verstehen das nicht. Ohne Vertrag gäbe es doch gar nichts. Gar keine Lizenz. Nur Underdogxistenz. Keine Herrlichkeit. Wie konnte er sich beschweren, wenn er selber den Vertrag verletzt hatte? „Ich wollte es doch nicht“? Humanität? Weltuntergang... „Der arme Hauptbetroffene“, ja das mußte allerdings gesagt werden. Ein Jahr voller Geheul-machen-müßen und ein Leben voller ständiger Beruhigungsmittel, damit er nicht zu sehr stört.Und lebenslängliches Sex-Verbot!!! denn da er ja die Behinderung hat, steht, selbst wenn er das unglaubliche Glück hätte, und jemand fände, der mitmacht, jede/r noch so geliebte Partner/in vor dem Kadi als Mißbrauchsverdächtige/r. Ein dummes Rechts-Verständnis. Der arme Hauptbetroffene!!! Es ist Humanität, Leuten das Kinderkriegen zu erlauben, selbst wenn man die Kinder hinterher killt, oder verrecken lässt, was natürlich nicht human ist, dann ist das immer noch humaner, als der Unterklasse den Kinderversuch zu verbieten. Russland, schäm Dich! Für dieses Dementi! Der Papst hat das besser gecheckt. Alle Päpste der letzten Jahrzehnte. Die Kommunisten-Chinesen haben es auch besser mit „ja, aber“, (Einkindpolitik) allerdings hat der Pöbel dort sich die Chance voll versaut mit Mädchenabtreiben und nurJungenkriegen. Jetzt haben sie nur Jungs und die haben nichts zu ficken, und die Bevölkerung wächst noch langsamer. Ein schöner Stich ins Herz des Traditionalismus. Die Scheisser haben es sich selbst versaut mit ihrem Patriarchatskram. Hatten so ne schöne Kommi-Partei und machen so'n Mist. Täter- und Opfer-klasse sind aber nicht unbedingt identisch.

Vielleicht war es ja auch garnicht der Lizenzherr. Warum mußte Russland ein „Vielleicht“ dementieren? Sich sauberhalten, weisseln?, Wo ist die Kommentarspalte plötzlich abgeblieben? Sowas dummes!

Der Teufel war es jedenfalls nicht. Ahh, da ist sie wieder.

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Sein Gejammer auf seiner Website war nicht ungehört geblieben, denn es war ja tatsächlich etwas wahres daran. Die Dienststelle hatte versucht, zu schlichten und ihm mit großem Aufwand tatsächlich ein paar Chancen in der Liebe zu vermitteln. Denn bei ihm war ja nun wirklich kaum noch ranzukommen. Aber er war schon zu versaut und die Sache endete mit einer undankbaren Enttäuschung für das wohlwollende Unterstützungsteam:
Hier sein web-comment:

Toll, die geben da ne Küche aus, damit ich da reinkomme, aber ich kann's nicht annehmen, weil's ja ein Falle sein könnte. Die mich noch weiter einschüchtert und kaputt macht, wenn ich meinen Mut zusammenraffe und reinschlüpfe.
Und alles, was am Ende dabei rauskommt, ist dass ich eine Küche Schulden habe.
Weil ich schuld bin, dass sie die sinnlos raugeschmissen haben.
Scheiße!

Eine Küche, ein Repaircafe, eine linke Partei, vor allem deren Mitglieder 17, 12308, 12327, 12334, 12350, 12362 und 12363....(nur so Nummern keine echten Identifikatoren jetzt) , ein Sonderzug nach Berlin, und hundert andere Sachen. ganz schön Schulden für jemand, der dringend die nötige Integrität braucht um guten Gewissens nach Liebe fragen zu können, ohne sich zu schämen. Was schon ohne das sehr kompliziert ist. Das ist die Spitzenklasse des Mobbings: Helfen und versagen. In mittelbarer Täterschaft.

Man darf halt nicht vergessen, dass ich von einer geisteskranken Schützer-Bande in einem Gewaltrausch bereits in so eine Art „Clockwork orange“ (siehe Ende des betreffenden Films) umgewandelt worden bin. Da reichen Chancen nicht mehr, da braucht es schon mehr, um diese Einschüchterung aufzubrechen, denn:
Ich kann meinem eigenen – eigentlich gesunden - Gefühl über andere Personen nicht mehr trauen. Wage es nicht mehr.

Und links? Da ist vielleicht nicht Nazi, sondern integrativ. Bestenfalls. Aber Versagen. Trauen kann man ihnen auch nicht mehr. Sie haben Verrat geübt. Einige. Woher wissen, wer wer ist?

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Auch über meinen zukünftigen Lebenslauf kann ich schon mal einiges sagen, zum Beispiel über meine Erlebnisse bei der Machtübernahme der ISIS in Neuss:

ISIS übernimmt die Macht in Neuss:

Es war an der Kreuzung Neustrasse/Promenadenstrasse, nur eine Kreuzung weiter von der Kreuzung an der ich die erste Erektion hatte, an die ich mich heute noch erinnern kann. Sie war denkwürdig, denn auf der anderen Seite der Erftstraße stand ein "junges Mädchen" in Hot Pants, die so eng sassen, daß sich die vordere Ritze genau abzeichnete. Wir warteten, dass die Ampel grün wurde und standen uns also zwangsläufig in sechs Metern Entfernung gegenüber. Das wäre die Kreuzung Neu-bzw Kanal-str/Erftstrasse.
Ok, jetzt sind fast fünfzig Jahre vergangen und ich ging schräg über die Kreuzung Neustrasse/Promenadenstraße, ohne mich um Ampeln zu kümmern. Einige Männer mit merkwürdig dicken Jacken bedeuteten mir unauffällig, ein wenig beiseite zu gehen. Das war ein Privileg, denn wenige Sekunden später eröffneten sie das Feuer auf die an der Kreuzung befindlichen Autos. Das war, wie ich den Beginn der islamischen Revolution erlebte. Unter den dicken Jacken waren schusssichere Westen. Ich verdrückte mich unauffällig und rannte wie der Teufel, um mich irgendwo zu verbergen, überall wurden Menschen erschoßen, praktisch jeder, der sich blicken liess. Ich kletterte über Dächer und Balkone und fand schliesslich eine schusssichere Nische im Beton auf einem Dach, in der ich mich ein par Stunden liegend verbergen konnte bis die großen Schießereien vorbei waren, und der neue Kalif seine Antrittsrede gehalten hatte. Ich kletterte durch ein Dachfenster und fand mich in einer arme-Leute-Dachkammerwohnung wieder, wo bereits eine Handvoll verängstigte Leute herumsassen. Ich ging los und versuchte ein paar Dinge aus meinem alten Leben zu bergen, aber als ich mit meiner schönen elektronisch raffinierten bunten Leuchtsignalanlage in der Hand über die Straße Richtung Dachkammer ging, trat mir ein Revolutionswächter entgegen, ein junger Mann in ärmlichen Lumpen, mit islamischem Migrationshintergrund und offensichtlich ausgeprägt strengem Glauben und erklärte mir in autoritärem Ton, elektrische Geräte seien verboten und ich wagte selbstverständlich nicht zu wiedersprechen, gab mit dem Ausdruck der Glaubensfreude her und meine schöne Lampe landete in einem Supermarkteinkaufswagen, den sein Genosse hinter sich her zog, und der bereits voller elektrischer Geräte war, die zur Vernichtung bestimmt waren. Dann durfte ich weitergehen. Wieder in der Dachkammer angekommen traf ich dort bereits auf einen jungen Revolutionswächter der uns erklärte, die Frauen hätten die Wäsche gefälligst anständig mit der Hand zu waschen und wir mußten die Waschmaschine aus dem Fenster im 4.Stock werfen. Die dreckigen Kodderlumpen und Wischlappen, die daneben lagen durften bleiben. Soetwas wurde für fromm genug und uneitel erachtet jedenfalls kein sündiger Götzendienst und durfte bleiben. Da die Waschmaschine aber ururalt war, riesengroß und monströs schwer--ungefähr so wie drei normale Waschmaschinen-- schafften wir es nicht, diese auch nur anzuheben, geschweige denn aus dem Fenster zu heben. Wir fragten dann, ob wir sie alternativ mit der Axt zerhacken durften, was auch bewilligt wurde und geschah. Schließlich sassen wir von den Strapazen ein wenig ruhebedürftig auf dem Boden an der Wand, so vier fünf oder sechs Leute, die ich grade selbst zum ersten Mal sah. Irgendwann kam dann ein junger Revolutionswächter herein, freundlich aufgeräumter und gutgelaunter Stimmung. Links neben mir sass ein vielleicht zwölfjähriger Junge, dahinter eine junge Frau, dem Aussehen nach wohl eine Tochter von irgendwelchen Türken, oder so und ungefähr 20 Jahre alt. Dahinter sassen noch irgendwelche Leute.
Der Revolutionswächter fragte mich, ob er mit dem Mädchen ausgehen dürfte zur Revolutionsfeier. Das war nun eine verzwickte Situation. Einfach "Nein" sagen konnte ich nicht, denn das konnte den sofortigen Tod bedeuten. Sagen, dass ich nicht ihr Vormund war, konnte ich auch nicht, denn offensichtlich gebot ihm seine Religion, dass er erst den Vormund fragen mußte, bevor er eine Frau ficken durfte. Er brauchte mich also und hätte ich ihm den Dienst als Vormund seines Liebesobjektes verweigert, hätte das ebenfalls übel für mich ausgehen können, weil das natürlich die Sünde des Geizes gewesen wäre. Hätte ich aber einfach umstandslos zugesagt, hätte das den Eindruck erwecken können, ich nähme die Vormundschaft nicht ernst, und ihm ebenfalls die Tour vermasselt.
Vielleicht so: „Ein guter Revolutionswächter ist in jeder Hinsicht ein anständiger Mensch, dem man sich keine Sorgen machen muß, eine junge Frau anzuvertrauen.“ Und an die Frau gewandt in strengem Ton: „Hast Du noch einen Vater? Oder würdigen älteren Bruder?“ – „Aber er ist jedenfalls weit weg. Dann übernehme ich jetzt die väterliche Gewalt über Dich, und als erstes möchte ich Dich bitten, mit diesem jungen Mann auf die Revolutionsfeier zu gehen. Aber noch keinen Sex beim ersten Mal, sondern ihr benehmt euch bitte sittsam. Du hast doch die Absicht, zu gehorchen, oder muß ich mir Sorgen machen? Gut.“ Und zu ihm gewandt: „Dann kannst Du mit ihr heute abend auf die Revolutionsfeier gehen“... aber man weiß nie, wie man überlebt. Man weiß immer nur hinterher, wenn man überlebt hat, und dann kann man auch einfach nur Glück gehabt haben....
Irgendwie kann man ja auch einen jungen Mann gut verstehen, der auch mal endlich "Jemand" sein möchte, aber wenn dann jedes falsche Wort den Tod bedeuten kann, dann wandelt sich das Verständnis doch schnell in heimliche Verachtung.
Auch denke ich in Anbetracht dieser Überlegungen, dass die Archäologie-Kultstätten in Palmyra - so abgehoben und sündig den bitter armen Leuten vor Ort diese Magnete reicher arroganter Touristen auch erscheinen mögen - immer noch eine Form von Kultur darstellen, die allemal besser ist, als bloße Barbarei. Wenn das einzige Gesetz das noch gilt, jenes ist, dass man jemand um Erlaubnis fragen muß, bevor man ficken darf, dann ist doch Not am Mann und man kann dankbar für jeden kulturellen Anker sein.



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