Heute ist Dienstag (Anm.:das „heute“ war irgendwann ca 2008, aktuelles wird immer ganz unten angefügt-bitte scrollen- im übrigen ist der Herausgeber aus leidvoller Erfahrung Pluralist und hat daher Marions Text unverändert gelassen. Dass jemand unrecht hat, kann niemand entscheiden, vielleicht versteht man es ja nur nicht richtig.)
und ich habe gut geschlafen. Ich habe mir den Wecker gestellt und bin um acht Uhr aufgestanden, habe gefrühstückt und mich dann an meinen Laptop gesetzt. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, es ist eine intensive Nachdenklichkeit eingetreten in bezug auf meine Vergangenheit.Gleichzeitig verspüre ich endlich wieder Lust, Dinge die erledigt werden müssen , in Angriff zu nehmen.Weil ich aber weiß, das der Tag nur 24 Stunden hat und ich mir die Dinge, die ich erledigen möchte, gut einteilen muss, habe ich mir einen groben Plan gemacht,was ich alles in einen einzelnen Tag hineinpacken möchte, unter Berücksichtigung von angemessenen Ruhepausen, die ich mir einfach mal gönnen werde.

Der gestrige Tag ist auch sehr erfreulich verlaufen.Ich habe zwar lange geschlafen, habe mich aber , als ich ausgeschlafen und gefrühstückt hatte, bald an meinen Laptop gesetzt und den Inhalt einiger Seiten meines Märchens vom Schreibblock auf meinen Laptop übertragen und ins Internet gestellt. Das hat einige Stunden gedauert, danach bin ich dann einkaufen gegangenund anschließend habe ich in aller Seelenruhe ein schönes, leckeres und preiswertes Abendessen bereitet, nämlich :selbstgemachte Pommes mit Zigeunerschnitzel und grünem Salat, selbstverständlich war die Salatsoße ebenfalls selbstgemacht.Für das Abendessen habe ich mich anschließend von Hans nach einer Punkteskala von 1 – 10 bewerten lassen und er hat mich dann mit der Punktzahl sieben abgefunden, und zwar aufgrund des Geschmacks der Zigeunersoße, die im übrigen nicht selbstgemacht war. Die Pommes habe ich übrigens, bevor ich sie auf ein Backblech und ohne Fett in den Ofen geschoben habe, gesalzen , und ich muss sagen, sie sind genauso knusprig geworden, wie ich es mir gewünscht habe.Die Schnitzel habe ich in meiner Teflonpfanne gebraten, d.h, ich habe nur zwei Teelöffel Fett benötigt, um vier Schnitzel zu braten, und die mit Magerjoghurt angemachte Salatsoße habe ich fein abgeschmeckt. Alles in allem war ich sehr zufrieden, sowohl mit dem Geschmack und der Optik meines Abendessens ,als auch mit der Bewertung meines Mannes.

Bei dieser Schilderung muss ich an meine Zeit als Hauswirtschaftsschülerin zurückdenken. Nahrungszubreitung war ein Fach, das ich damals so wenig beherrscht habe, das fast mein Ziel, nämlich den mittleren Bildungsabschluß nachzuholen daran gescheitert wäre.

Wir waren damals nur ein kleines Grüppchen von 18 Schülerinnen , die gemeinsam dieses Ziel sehr intensiv angestrebt haben. Ich war damals die Älteste unter ihnen, 19 Jahre und interessiert an allen theoretischen Fächern , aber bereits für praktische Fächer wie Handarbeit ,Kochen oder Basteln zu verdorben, und zwar aufgrund meiner vorherigen Schul – und Berufskarriere. Nun ja – das hatte ich wohl unterschätzt bei der Wahl meiner Schule, und so kam alles, wie es kommen musste. Wir bekamen im Fach Nahrungszubereitung eine Dame, sehr auf Etikette bedacht und sehr streng. In ihrem mittwöchlichen Unterricht bekamen wir selbstverständlich regelmäßig die für den Unterricht erforderlichen Unterlagen,nebst Rezept, und nachdem wir diese erhalten hatten, begann auch bald der praktische Teil der Unterrichtsstunden , der so gut wie immer damit begann, daß wir uns mit weißen Schürzchen und Häubchen bekleideten .Danach machten wir uns immer unverzüglich auf, die von uns geforderten Speisen schmackhaft und dekorativ möglichst pünktlich auf den von einigen Schülerinnen liebevoll gedeckten Tisch zu bringen . Unsere Mamsell, die ihren Unterricht die ganze Zeit darauf beschränkt hatte, anwesend in der Ecke der Lehrküche zu sitzen und entweder Maulaffen feilzuhalten, oder wichtige schriftliche Erledigungen zu tätigen, setzt e sich dann immer an das Kopfende, um mit uns Schülerinnen , die wir uns mit ihr gemeinsam um den gedeckten Tisch versammelt hatten, das Ergebnis unserer Anstrengungen zu bewerten. Oftmals kam dabei eine lockere Unterhaltung zustande, z. B. Über die Berufe der Eltern oder über eigene Berufswünsche, an der ich mich aber nicht beteiligen wollte und auch nicht konnte. Meistens schnitt ich bei der Bewertung unserer gemeinsam hergestellten Mahlzeiten mit einer drei ab, die mir aber zu hart erkämpft war, weilich 1. keinerlei praktische Anleitung bei der Zubereitung der Speisen erfahren hatte. 2.ich mir nicht vorstellen konnte, nach welchen Kriterien die Dame eine gemeinsam zubereitete und gegarte Speise, z. B. Einen Kuchen für die einzelne Schülerin bewertet und3. Ich nicht gewillt war, mich an den Gesprächen bei Tisch, mich in irgendeiner Form einzubringen. Später habe ich den Mittwoch für mich persönlich immer zum Ruhetag erklärt und bin dem Unterricht so oft es ging ferngeblieben...



Heute ist Mittwoch und ich habe beschlossen, vorerst , d. h. Bis zum 1. November keine neuen Seiten meines Märchens mehr ins Internet zu stellen. Beim Lesen meines Manuskriptes ist mir aufgefallen, daß mir die Fortsetzung sprachlich irgendwie nicht ganz zusagt und darum will ich erst einige Verbesserungen vornehmen und anschließend , weil ich die Geschichte ausserdem noch nicht zuende geschrieben habe, weiterentwickeln und so schnell ich kann , schriftlich auf meinen Laptop bringen. Ich will den Lesern nämlich nicht zumuten, ständig im Internet nach der Fortsetzung zu schauen . Deshalb habe ich mich entschlossen, ein Datum zu benennen, zu dem ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen weiteren Teil des Märchens ins Internet gestellt haben werde.



Ansonsten kann ich nur sagen, das ich dem heutigen Tag sehr entspannt entgegensehe. Ich habe genau so gut geschlafen wie gestern und bin auch nur unwesentlich später aufgestanden. Den gestrigen Tag habe ich gut strukturiert, ich habe einige Stunden am Laptop verbracht, anschließend geputzt und gekocht, zwischendurch immer mal wieder ein wenig Musik gehört und gelesen. Am frühen Abend habe ich mich dann ins Bett gelegt und geträumt, hatte dabei allerdings den Fernseher laufen. Es hätte ja sein können, dass etwas Interessantes gesendet worden wäre.

Ansonsten möchte ich die Leser darauf aufmerksam machen, das ich die Fortsetzung meines Märchens zwar erst im November ins Internet stellen werde, das ich aber Gedanken oder Erinnerungen an mein Leben in der Gesellschaft , sei es familiärer oder öffentlicher Art, weiterhin mindestens einmal in der Woche publik machen werde.



Heute ist Donnerstag und ich bin heute einige Zeit früher aufgestanden als sonst, bin aber ausgeschlafen und habe mir noch nicht überlegt, wie ich den langen Tag sinnvoll ausfüllen werde. Den gestrigen Nachmittag habe ich dazu genutzt, einen Friseur aufzusuchen und zu dem Zwecke bin ich dann mit dem Bus zum Bahnhof gefahren. Vom Bahnhof aus ist es dann nur noch ein Katzensprung bis um Salon. Ich fahre seit einigen Jahren immer zum selben Friseurladen, denn dort kostet ein Damenhaarschnitt einfachster Art nur 12 Euro. Das kann ich mir noch leisten und weil Hans und ich uns eine übertragbare Busfahrkarte geleistet haben für den Monat August, habe ich die Busfahrt umgerechnet auf den Monat doch auch einigermaßen preiswert erstanden.

Später , nämlich als ich wieder zuhause war, bin ich dann mit meiner neuen Frisur zum Einkaufsladen spaziert um Toilettenpapier einzukaufen.

Jetzt, wo ich gerade vor dem Laptop sitze, und ich den gestrigen Tag vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, fällt es mir leicht, einen Plan zu schmieden zur Gestaltung des heutigen Tages.

Ich werde wohl zunächst an meinem Märchen arbeiten. Dann werde ich wohl einkaufen gehen, das Mittagessen zubereiten und anschließend werde ich mit dem Bus fahren um an einer Messe teilzunehmen, die in einem nahegelegenen Kloster stattfindet.Dieses Kloster bedeutet mir viel,nicht nur die Gebete in Gemeinschaft mit den dort ansässigen Brüdern und Schwestern, auch die stillen Gebete geben mir Kraft und Hoffnung und oft genug gehe ich mit gem Gefühl wieder nach Hause, das es der liebe Gott besonders gut mit mir meint.Dieses Gefühl möchte ich nicht mehr missen.




Heute ist Freitag, der 08.08.07 und ich sitze nun um kurz nach acht wieder ausgeschlafen an meinem Laptop.

Gestern Nachmittag, war ich, wie geplant in der nahegelegenen Klosterkirche und es hat mir wieder sehr viel Kraft gegeben, in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu beten. Alles, was dort gesprochen oder gesungen wird, ist für mich von Bedeutung und so freue ich mich schon auf das nächste Mal.

Im übrigen lässt meine körperliche Gesundheit zu wünschen übrig, ich habe Wasser in den Beinen und ein permanentes ungutes Ziehen im unteren Rücken. Ich werde mir auf jeden Fall für Montag einen Termin bei meinem Hausarzt geben lassen.

Ansonsten ist von mir heute Morgen die Arbeit an meinem Märchen geplant, im Anschluß daran werde ich wohl das Mittagessen kochen und heute Nachmittag besuchen Hans und ich zusammen das alljährliche Grillfest , das im Haus der Lebenshilfe in der Ortschaft Grimlinghausen stattfindet. Dort lebt seit einigen Jahren mein jüngster Sohn, der übrigens sehr witzig und charmant sein kann, wenn man sich um ihn bemüht.

Hans ist übrigens auch sehr aktiv, zur Zeit zwar nicht so sehr an seiner website aber er beschäftigt sich den ganzen Tag mit Elektronik und er hat in den vergangenen Jahren schon die ein oder andere interessante technische Erfindung gemacht, von der ich annehme, das sie nicht nur für den Hausgebrauch interessant sein könnten. Wenn er an einen seiner Erfindungen sitzt, ist er oft so beschäftigt, das er sogar das Essen vergisst und sein Ehrgeiz treibt ihn dann dazu, die technischen Details immer weiter zu entwickeln, meistens solange, bis entweder der Geldbeutel stopp dazu sagt , ein Weiterarbeiten von Hand nicht mehr möglich ist, oder das Gerät perfekt funktioniert.




Heute ist Sonntag, der 10.08.07 , es ist viertel nach 10. Ich bin seit halb sieben auf den Beinen, habe ein wenig Musik gehört und gefrühstückt und habe mich ein wenig über meine schon im Internet veröffentlichen Gedanken und Erinnerungen gefreut.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich wohl einige Fehler in der Zeichensetzung gemacht habe. Ob der Sinn meiner Gedanken verständlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich hoffe mal , ich habe mich verständlich genug ausgedrückt. Bei diesen Überlegungen, die ich gerade in diesem Augenblick anstelle , stellen sich mir abenteuerliche Fragen, die vielleicht zu einer genauso abenteuerlichen Theorie führen könnten. Hier eine schriftliche Niederlegung der Fragen, die ich mir stelle:


Könnte es sein, daß der Sinn einer schriftlich niedergelegten Aussage , z.B. bei der Polizei oder beim Psychiater ,durch falsche Zeichensetzung oder/und durch zu schludrige Ausdrucksweise desjenigen, der die Aussage macht , verändert wird? Könnte es sein, daß jemand , der bei solchen Instutitionen eine Aussage macht, mißverstanden wird, weil derjenige, der die Aussage zu Protokoll nimmt, entweder schludrig arbeitet, oder unzureichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift besitzt? Wenn ja, welche Folgen hätte das für denjenigen, der die Aussage gemacht hat? UND: Würde soetwas jemals Konsequenzen haben, für denjenigen, der das Protokoll aufnimmt? Könnte vielleicht durch solche Mißverständnisse sogar manchmal der Eindruck entstehen, das derjenige, der ursprünglich nur eine Aussage machen wollte, psychisch nicht ganz auf der Höhe ist? Was hätte das für Konsequenzen für den Betreffenden? .

Ist die deutsche Sprache vielleicht so schwer zu begreifen, daß sogar mancher normale Bundesbürger ,sprich:ein einfacher Bundesbürger mit durchschnittlicher Schulbildung nicht dazu in der Lage ist , etwas kompliziertere Sachverhalte schriftlich korrekt wiederzugeben? Wenn das so sein sollte: Dürfen dann einfache Krankenschwestern oder gar Pflegehelferinnen zur Dokumentation der Fälle, z. B. , in der Psychiatrie herangezogen werden, oder bedarf es , sollten die Klinikangestellten wirklich schlechte Deutschkenntnisse besitzen, vielleicht eines eigens dafür angestellten Germanisten? Müssen wir uns angesichts eines so bildungsfernen Landes wie der Bundesrepublik nicht eigentlich fürchten in solchen Institutionen wie psychiatrische Krankenhäuser? Sind Germanisten und Juristen vielleicht die einzigen, die die deutsche Sprache noch perfekt beherrschen?


Ich bitte die Leser an dieser Stelle, mir eventuelle Rechtsschreib,-sowie Grammatikfehler als auch Fehler in der Zeichensetzung zu verzeihen und hoffe, das der Sinn oder Unsinn meiner abenteuerlichen Fragen trotzdem wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Der Deutschunterricht, den ich bis zur achten Klasse einer Realschule bei einer mir äußerst unsympathischen Lehrerin genossen habe, war schwer genug .





Heute ist Mittwoch,der 13.08.08 und es ist viertel nach acht. In den letzten beiden Tagen habe ich so vor mich hingedöst und ausser zu kochen nicht viel getan. Ich hatte Wasser in den Beinen und bin deshalb am Montag zum Hausarzt gegangen. Der konnte mich aber beruhigen und meinte, das es wohl an der Einahme meiner Blutdrucktabletten läge. Ich hatte allerdings vergessen zu erwähnen, das mein Urin farblos war, also wie Wasser. Diese Tatsache hat mich auch besorgt, und ich habe mir deshalb täglich 2 Tassen Blasen-und Nierentee gemacht, der scheinbar auch geholfen hat. Der Urin hat jetzt wieder etwas Farbe.

Mir macht zur Zeit die Tatsache zu schaffen,das ich mich, sobald die Gelegenheit dazu da ist, mit meiner Vergangenheit beschäftige, obwohl ich mir eigentlich von der Zukunft mehr verspreche und obwohl ichzur Zeit mit meiner Ehe sehr zufrieden bin. Ich glaube, das liegt an der Tatsache, das ich in den 12 Jahren, die wir hier in dieser Ortschaft wohnen, höchstens eine Handvoll Fremde in unserer Wohnung begrüssen konnte, d.h. Wir haben nur sehr spärliche Beziehungen zur Außenwelt .


Ich werde heute meiner Tante, die im Münsterland lebt, einen Brief zu ihrem 67. Geburtstag schreiben. Tante Anni war immer eine meiner Lieblingstanten, als kleines Kind war ich oft in den Ferien zu Gast bei ihr und ich kann mich sogar noch an die erwarungsvolle Miene erinnern, die sie immer aufsetzte , wenn sie mir ihren selbstgemachten Pudding servierte. „Schmeckt der Pudding denn“, fragte sie dann immer hoffnungsvoll und wenn ich dann zufrieden war, hieß es dann immer:“Magst Du denn noch was, Marion?“


Heute ist Dienstag, der 19.08.08 und es ist zwanzig Uhr fünfzehn. Gestern habe ich meine Eltern angerufen und dabei erfahren, das Tante Anni bei ihnen angerufen hat um ihnen mitzuteilen, daß ich ihr geschrieben habe. Mein Vater hat mir dann gesagt, daß meine Tante zurückschreiben will. Das hat mich sehr gefreut, und ich werde ihr ab jetzt in regelmäßigen Abständen schreiben. Vor einigen Jahren habe ich schon mal nach sehr langen Jahren Kontakt zu ihr aufgenommen und ich werde ihre Freude darüber nicht vergessen , fast wörtlich sagte sie am Telefon:“Ich fühl mich, als hätte ich im Lotto gewonnen.“

Meine Tante wohnt in dem Haus, in dem ich meine ersten vier Lebensjahre verbracht habe. Es handelt sich dabei um das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits, die sehr fromm waren und mich von Anfang an mit dem christlichen Glauben vertraut gemacht haben. In der großen Küche hing ein Kreuz und wir haben zu jeder Mahlzeit gebetet.

Zu dem Häuschen gehört ein richtig großer Garten, der jetzt leider nur mit Rasen bepflanzt ist, früher, also zu der Zeit, als ich dort noch gewohnt habe, war der Garten ein Nutzgarten, in dem viele verschiedene Pflanzen ihren Platz hatten, sei es Kamille, Pfefferminze oder andere Teepflanzen oder auch Gemüse wie Wurzeln oder Bohnen.

Mein Opa ist mit mir, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, fast täglich in den Garten gegangen und manchmal hat er mir die nützlichen Käfer gezeigt, die die Läuse von den Blättern fressen.

Mein Opa war mein ein und alles, jeden Tag sind wir spazierengegangen, immer bis zum Mühlenbach und zurück . Ich wurde übrigens von meinen Großeltern antiautoritär erzogen, obwohl das damals noch gar nicht in war. Ach ja, wenn man die Zeit noch mal zurückdrehen könnte...



Heute ist Montag, der 26.08.08 und es ist schon fast zehn Uhr morgens. Gestern war ich zum Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche. Es war wieder sehr erfüllend und ich wünsche mir so oft wie möglich die Gelegenheit zum Gebet wahrzunehmen.

Ansonsten weiß ich eigentlich gar nicht, was ich schreiben soll, mir gehen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf. Unter anderem frage ich mich , warum eigentlich die Protzereien sogenannter gutsituierter Leute eigentlich nicht ohne diejenigen stattfinden können, die`s nicht so dicke haben?




Heute ist Freitag, der 05.09.08 und es ist zehn Uhr dreißig. Vor zwei Tagen hatte ich ein kleines Jubiläum, ich war nämlich drei Jahre und acht Monate rauchfrei. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, das ich es tatsächlich geschafft habe, dieser fürchterlichen Nikotinabhängigkeit zu entrinnen. Ich habe nämlich fast dreißig Jahre lang ca. zwei Schachteln Zigaretten am Tag geraucht, oft auch mehr, selten weniger. Jahrelang hat mich ein so starker Husten gequält, das die Nächte für mich schlaflos wurden und ich gegen meinen Husten Asthmaspray und Cortison verschrieben bekommen habe. Das hat aber nicht viel gebracht, der Husten blieb Tag und Nacht hartnäckig und war so stark, das ich mehrmals ohnmächtig geworden bin und sehr oft nahe dran war, ohnmächtig zu werden.

Das hat mich aber nicht davon abhalten können, ununterbrochen weiterzurauchen. Jedesmal, wenn ich mir dann aber eine angesteckt habe, meldete sich mein schlechtes Gewissen und ich schwor mir, bald aufzuhören. Immer wieder wartete ich auf günstige Gelegenheiten, mein Vorhaben endlich wahrzumachen, aber kaum war eine dieser seltenen Gelegenheiten da, fand ich nach kürzester Zeit,(meist schon nach einigen Stunden), schon einen Grund, weiterzurauchen.

Das ichesdann doch noch geschafft habe, verdanke ich Allen Car und dem Programm der anonymen Alkoholiker sowie meinem Mann, der mich tatkräftig beim Aufhören unterstützt hat.

Besonders stolz bin ich auf die Tatsache, das ich auch während einer Psychose, die verbunden war mit einem Krankenhausaufenthalt in der Psychiatrie, nicht wieder angefangen habe, zu rauchen. Obwohl ich als Nichtraucher dort ein ziemlich isoliertes Dasein geführt habe , denn das gesellschaftliche Leben auf der geschlossenen Station fand überwiegend im Raucherraum statt, hat mich nichts dazu bewegen können, wieder anzufangen.

Und ich muss sagen, es ist mir nicht einmal schwergefallen, nein zu sagen.

Mein jahrelanger Husten war übrigens schon nach den ersten drei rauchfreien Tagen völlig verschwunden und die erste Nacht, die ich deshalb wieder durchschlafen konnte, habe ich heute noch in Erinnerung.

Seit meiner Nichtraucherzeit trinke ich ausserdem auch keinen Alkohol mehr. Zwei oder drei Mal habe ich noch ein halbes Glas Sekt getrunken, habe das dann auch noch aufgegeben, weil es mir nichts mehr brachte und ich kein Bedürfnis mehr danach verspürte.




Heute ist Samstag, der 15.November 2008. Liebe Leser, lange habe ich nichts mehr ins Internet gestellt, ausser ein paar neue rSeiten meines Märchens. Meine körperliche Verfassung hat mir Sorgen gemacht, oftmals hatte ich das Gefühl, mein Kopf sei blutleer, mir war oft schwindelig. Ob das am Blutdruck lag, wage ich zu bezweifeln, der war immer im Rahmen des Normalen. Zudem kam ein starker Harnwegsinfekt. Jetzt aber fühle ich mich wieder so einigermaßen und bin bereit weiter an meinem Märchen zu schreiben. Es kann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich wieder ein nennenswertes Stück fertiggestellt haben werde. Nebenbei habe ich mir vorgenommen, immer dann, wenn ich viel Zeit habe, die fiktiven Erlebnisse eines Langzeitarbeitslosen niederzuschreiben. Sie sind dann auf dieser Website verlinkt.(meine politischen Gedanken).


Heute ist der 04.02.09. In den letzten Wochen hat die Geschichte des Udo S.eine Hauptrolle bei mir eingenommen und ich habe geplant, ihr in nächster Zeit ebenfalls den Vorrang zu geben. Ich weiß, liebe Leser, die Geschichten, die ich hier im Internet niederschreibe, sind schnell gelesen und man kann gar nicht glauben, wieviel Arbeit in jeder einzelnen Seite steckt. Ich brauche z.B. für eine gefühlte Buchseite von Udo S.oftmals mehrere Stunden. Und weil ich nicht täglich die Zeit habe, etwas zu schreiben, komme ich nur schleppend voran. Allerdings muss ich zugeben, das ich manchmal schlicht und einfach keine Lust habe und alles auf die lange Bank schiebe. Habe mir aber Besserung geschworen und in den letzten Wochen wirklich meine freie Zeit genutzt. Das Märchen habe ich für eine Weile verbannt, ich komme irgendwie nicht recht voran und warte auf einen kreativen Schub. Ich werde es auf jeden Fall zuende schreiben, es wäre mir zu schade, es unvollendet in der Schublade liegen zu lassen.Nur:Später.


Anfang Januar war ich bereits 4 Jahre Nichtraucherin und diese Tatsache macht mich heute noch genauso froh, wie im ersten halben Jahr meines Tabakverzichtes. Und auch auf Alkohol verzichte ich nach wie vor ganz, es gab auch keinen zu Silvester. Trotzdem bin ich nicht ganz frei von Lastern:Ich konsumiere für mein Leben gerne Süssigkeiten aller Art. Das ist nicht gut für mich, weil ich sowieso schon stark übergewichtig bin und ich gelobe mir jeden Tag Besserung. Das geht dann auch oft ein,zwei Wochen gut und ich verzichte in dieser Zeit fast vollständig darauf, aber irgendwann holt mich die Schokosucht dann ein und ich schlage dann wieder richtig zu.




April 2009: Thema Griechenland:

(war mal ein eigener Link)

Am Montag vergangener Woche erfuhr ich aus erster Hand, wie dreckig es den Griechen wirklich geht. Sie wissen nicht mehr ein noch aus, an den Straßenrändern betteln blutjunge Menschen und es vegetieren auf den Straßen Menschen, die bei uns alle Kriterien für die Pflegestufe zwei erfüllen würden! Die Griechen haben im Augenblick nur die Aussicht auf noch knappere Geldmittel, auf Schlägertrupps der Goldenen Morgenröte, auf noch größere Arbeitslosigkeit und die Privatisierung staatlicher Unternehmen wie z.B. der Wasserwirtschaft! Was für ein Elend! Und alles nur, weil das Geld fehlt!

Nach diesem sehr anschaulich vor Augen geführten Bericht wurde ich – als psychisch Kranke – an eine psychologische Weisheit in der Therapie am Boden Liegender erinnert: Man muß die Menschen dort abholen, wo sie gerade stehen! Und man muss die Menschen ermutigen, aus ihrer Schwäche eine Stärke zu machen! Zur Zeit behelfen sich die Menschen auf den Straßen z.B. mit dem Tausch von Waren, nach dem Motto: Ich habe fünf Kilo Kartoffeln – Du hast fünf Kilo Käse. Lass uns ein paar Pfund Kartoffeln gegen ein paar Pfund Käse tauschen. Dann haben wir von beidem etwas! Es findet also so etwas wie Tauschhandel statt. Als ich davon hörte, musste ich mich an eine mir bekannte Frau aus unserem Ortsteil erinnern: Diese hatte vor wenigen Jahren einmal versucht, einen Tauschhandel mit Dienstleistungen aufzuziehen. An einer Art Tauschbörse konnte man beispielsweise Punkte (denen man auch einen Namen gegeben hatte), für - bei anderen Teilnehmern des Projektes- verrichtete Dienstleistungen erwerben und diese Punkte wiederum gegen andere Dienstleistungen, die man selbst gerne bei sich verrichtet haben wollte,eintauschen!

Ich finde diese – damals aus der Hartz-4 Not – geborene Idee, sich Teilhabe, z. B.durch einen von einer Friseurin geschnittenen Haarschnitt, zu verschaffen, gar nicht so übel! Hauptanliegen des Projektes war es ja, den Menschen, die an der Tauschbörse eingetragen waren, ohne Geld zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen. Man leistete etwas bei anderen Teilnehmern und dafür wurde man mit gutgeschriebenen Punkten entlohnt! Kurzum: Mangels Euros sollte in einer Schattenwährung bezahlt werden! Ich wünschte mir, so etwas wäre auf Griechenland übertragbar! Wie schön wäre es doch, würde so etwas von der Keimzellen der griechischen Gesellschaft, den Familien und kleinen Dörfern immer weitere Kreise ziehen und sich schließlich fest in der Gesellschaft verankern! Natürlich könnte man den Euro weiterhin als Zahlungsmittel für Importprodukte behalten! Und natürlich als Deviseneinnahmen für Exportprodukte Griechenlands und für den Tourismus! Aber mit zwei Währungen bräuchte man vielleicht nicht mehr diese Unsummen an Euros, die dann doch den Menschen nicht zugute kämen!Wenn man die Tauschwirtschaft optimieren und organisieren könnte und dabei die Alten, Schwachen und Kranken berücksichtigen würde, wäre vielleicht das ein oder andere Leid zu lindern! Auch Lebensmittel ließen sich durch Punkte tauschen! Aber ich denke, so eine Tauschwirtschaft kann man nicht von oben erzwingen oder diktieren, so etwas muss von dort kommen, wo die Not ist! Und vielleicht bin ich ja auch nur eine unverbesserliche Träumerin, die sich von ganzem Herzen wünscht, dass das Leben irgendwann einmal gerechter wird!Es wäre so schön, wenn meine Gedanken wenigstens eine Überlegung wert wären!

04.01.0010


Liebe Leser,

aus Gründen der Pietät habe ich mich dazu entschlossen, die Geschichten über meine Schwiegereltern aus dem Internet herauszunehmen. Meiner Schwiegermutter geht es sehr schlecht und niemand weiß, wie lange sie noch leben wird.


Am Montag, dem 03.01.0010 bin ich 5 Jahre ohne Nikotin. Ich habe bisher keinen Rückfall erlitten, wohl auch weil ich das Suchtverlangen, das mich auch nach 5 Jahren ab und zu überkommt, als Teil meiner Persönlichkeit akzeptiert habe. Mir ist klar, das es mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird und darum bin ich vorbereitet. Vor ca. 3 Monaten hatte ich zuletzt einen etwas länger andauernden Schmachter, den ich gut bewältigt habe.


29.01.2010


Liebe Leser,

wir haben es kurz nach Mitternacht und ich werde aller Voraussicht nach die Nacht durchmachen um noch ein wenig über Udo S.zu berichten. Ins Internet gestellt werden Udos Erlebnisse aber erst, wenn ich mehrere Seiten beisammen habe. Es muss sich schließlich auch lohnen, kein Mensch will die Website wegen fünf Minuten neuen Lesestoffes anklicken.

Freitag morgens habe ich jetzt immer eine Putzstelle, ich werde also nahtlos vom Laptop zur Arbeit wechseln, irgendwie muss es ja vorangehen.

Finanziell ist uns mittlerweile die Puste ausgegangen, die unbezahlten Rechnungen und Mahnungen häufen sich und wir haben 300 Euro Miese auf dem Konto. Wer soll das bezahlen? Ich hoffe immer noch, das mir die Firma, bei der ich den winzigen Minijob ergattert habe, (ich verdiene 60 Euro im Monat), noch weitere Putzstellen anbietet. Ich habe auf jeden Fall schriftlich schon mal mein Interesse bekundet. Die Angst vor dem endgültigen Kollaps verdränge ich mit meiner Arbeit an den Geschichten über Udo.


01.02.2010


Liebe Leser,jetzt zu Jahresanfang haben sich bestimmt viele von Ihnen vorgenommen, das ein oder andere Laster aufzugeben.

Mein größtes Laster, das Rauchen habe ich ja bereits im Januar 2005 aufgegeben . Wer ehrliches Interesse und einen gewissen Leidensdruck mitbringt, dem möchte ich empfehlen, sich bei der Auseinandersetzung mit der Tabaksucht auch intensiv mit hilfreichen Programmen, wie den zwölf Schritten der anonymen Alkoholiker zu informieren. Es ist meiner Meinung nach unbedingt notwendig, nach der letzten Zigarette sein Leben fortan so zu gestalten, das man auf jeden einzelnen Tag zufrieden zurückblicken kann. Im Übrigen kann ich nur dazu raten, sich zu Anfang nur kleine Ziele zu setzten und im Heute zu leben und nicht daran zu denken, dass man beispielsweise nicht nur heute, sondern auch in einem Monat nicht mehr rauchen möchte. Als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich immer die Politik der kleinen Schritte verfolgt, der Gedanke daran, vielleicht ein Leben lang nicht mehr zu rauchen, hat mich anfangs geängstigt. Das Suchtverlangen ist ja in den ersten Wochen noch ständig da und man hat lange das Gefühl, an nichts anderes mehr denken zu können, als an eine Zigarette. Darum kann einen der Gedankedaran, das man sich vorgenommen hat nie, nie wieder zu rauchen,demotivieren. Vielmehr sollte man jeden einzelnen Lungenschmachter bewußt aussitzen und diese anfangs leider sehr sehr zahlreichen Momente ohne irgendeinen Ersatzstoff wie Kaugummi,Schokolade o.ä. Durchleben. Um was in den Händen zu halten, kann man einen Tennisball oder einen Kugelschreiber nehmen und damit ein wenig hantieren und vielleicht ein paar mal tief ein-und ausatmen, bis der Schmachter vorbei ist. Hat man den Gieranfall dann überstanden, kann man sich zur Belohnung einen Aufkleber oder Sonstiges schenken. Bei den nächsten Schmachtern verfährt man genauso. Will man irgendwann mal nachlassen und bekommt eine Motivationskrise, sollte man die Aufkleber zählen, mit denen man sich schon belohnen durfte und sich klarmachen, das im Falle eines Rückfalls alle Anstrengungen umsonst gewesen sind und das vielleicht sobald keine Motivation mehr dasein wird, um aufzuhören. Irgendwann im Verlauf der Entwöhnung kann man an sich eine wachsendes Glücksgefühl erleben und der Wille wird von Woche zu Woche stärker und man bemerkt nicht mal bewusst den Zeitpunkt, an dem man nicht mehr an Zigaretten denken muss. Ich habe mir jedenfalls durch mein selbsterarbeitetes Entwöhnungsprogramm das Geld für kostspielige Raucherentwöhnungen gespart!Aufhören muss nichts kosten, Nichtaufhören kann das Leben kosten!Was man nicht machen sollte: Man sollte nicht darauf warten, das einen der Wille zum Aufhören wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel trifft!Manche Leute glauben, so ein Erlebnis zu brauchen, um endlich aufhören zu können. Auch ich habe fast zwei Jahrzehnte auf so einen Tag gewartet, doch er kam nicht und ich bin mir ziemlich sicher, das für die meisten eher der jüngste Tag kommt, als so ein Willenseinschlag. Meine Meinung ist: den Willen kann man sich mit den kleinen Schritten, die ich schon beschrieben habe, erarbeiten und je schwerer es einem anfangs fällt, dem Nikotin zu trotzen, desto geringer ist später die Rückfallgefahr.


Für mich ist Nikotinsucht eine Krankheit wie andere Drogensüchte auch, nur wird man meiner Meinung nach bei dem Wunsch aufzuhören, nicht in dem Umfang unterstützt, wie es nötig wäre !!!!!


8.3.2014

Lieber Leser,


fänden Sie es nicht auch ganz schlimm,wenn Sie plötzlich dasGefühl haben müssten, dass Gerüchte übelster Sorte innerhalb Ihrer Nachbarschaft über Sie verbreitet würden. Stellen Sie sich einfach vor,Ihr BH hätte Körb-chengröße 75 A und wäre spitzenbesetzt und Sie müssten feststellen, dass irgendjemand in der Nachbarschaft dieses in Erfahrung gebracht hat und nun ganz ungeniert sämtliche Nachbarn darüber informiert! Oder stellen Sie sich ganz einfach vor, ihre auf dem Balkon hängenden Unterhosen sind nicht ganz sauber geworden und plötzlich merken Sie, dass diese Tatsache Gesprächsstoff bei unter Ihrem Fenster, oder vor ihrer Kellertür geführten Gesprächen ist, die sie zufällig unbemerkt mithören können. Oder Sie putzen zufällig irgendwo, wo häufig Hausmeister und Handwerker zusammentreffen... Und man weiß über Ihre ungemachten Betten, Ihr nicht sauberes, übelriechendes Katzenklo Bescheid, oder Ihre unsaubere verfilzte Haarbürste, die im Bad herumliegt! Welche Erklärung würden Sie sich dafür geben, wenn z. B. drei Tage vorher ein Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft, bei der Sie Mieter sind, in Ihrer Wohnung war, um beispielsweise die Heizung zu prüfen oder die Halterungen der Blumenkästen auf Ihrem Balkon?

Nun, lieber Leser,wenn man zwei und zwei zusammenzählen kann, wird man sich die Antwort plötzlich geben können! Stellen Sie sich nur einmal vor, was wäre, wenn durch wilde Spekulationen dann aus einem einfachen Bohrloch in den Kacheln, das man noch vom Vormieter geerbt hat, durch Mund-zu Mundpropaganda ein Mauerdurchbruch gemacht wird oder aus einer für zweitrangig erachteten Wohn-Kultur ein „versiffter Saustall“? Hätte man dann Woche für Woche die Wohnungsbaugesellschaft auf der Matte stehen und müsste nun fortan seine Wohnung mit der Zahnbürste reinigen oder sich ständig neue Unterhosen kaufen!


Nein, liebe Mitbürger! Ich habe einen anderen Vorschlag zu machen! Wie wäre es ganz einfach, wenn man den oder die betreffenden Mitarbeiter auf die Konsequenzen, die es für sie haben könnte, wenn sie sich nicht an die Verschwiegenheitspflicht halten, aufmerksam machte! Dass Ihre persönlichen Verhältnisse von allen öffentlichen Institutionen, egal ob Vermieter, Postbote, Jobbörse, Meldeamt usw.mit Diskretion behandelt werden, dafür will ich mich als linke Politikerin einsetzen!

Ich denke einfach, bevor man den Splitter im Auge des Nachbarn kurieren will, sollte man zuerst den Balken im eigenen Auge entfernen. Deshalb setze ich mich für eine Haltung ein, die die Schwächen der Mitmenschen wohl sehen mag, diese aber toleriert und niemanden belästigt, oder beleidigt, weil er anders ist als andere Menschen.

Auch, wenn man nicht betroffen ist, kann man manchmal rote Ohren kriegen, wenn man hört, was andere sich so erzählen. Nachbarn, Vermieter, bzw. deren Vertreter, Handwerker, usw. sind eben die NSA der kleinen Frau. Und das ist auch ein Skandal.



15.05.2014



Liebe Leser/innen,

als ich vor wenigen Tagen in der Suchmaschine die Adresse unserer website angegeben habe,bin ich sehr unangenehm überrascht worden. Auf verschiedenen Links, die mit meinem Namen versehen waren, wurden Texte veröffentlicht,die von meinem Mann geschrieben worden sind. Unter anderem einen Text zum Thema Terror oder Texte,die seine Meinung zum Thema Job u.ä.widerspiegeln.

Ich muss dazu sagen, dass ich sehr betroffen darüber war, dass durch diese Kombination(Link mit meinem Namen zu Texten meines Mannes)ein völlig falsches Bild von mir in der Öffentlichkeit entstanden sein könnte und im ersten Augenblick habe ich mich gefragt,wie so etwas geschehen konnte.

Dabei hatte ich die Wahl,mich zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden:1: Ich konnte mir die Frage stellen,ob ich mich vielleicht irgendwo z.B. wegen der Erzählung über Udo S. Politisch mißliebig gemacht habe und nun versucht worden war, mich darzustellen,als sei ich Befürworterin, beispielsweise von Terror und Gewalt. 2.Ich konnte mich für die Möglichkeit entscheiden, dass die Suchmaschine „Mist gebaut hatte“ und nun durch die Verkettung unglücklicher Umstände ein äußerst negatives Bild von mir in der Öffentlichkeit entstanden war.

Zu der ersten Möglichkeit möchte ich sagen: Ich würde mir selbst viel zu viel Bedeutung beimessen, wenn ich glauben würde, dass Institutionen wie beispielsweise der Verfassungschutz hinter einem vermeintlichen Versuch steckten, mich durch Manipulationen der Suchmaschinen schlecht darzustellen.Es wäre in meinen Augen auch sehr,sehr anstrengend, ständig gegen Institutionen zu kämpfen, von denen noch nicht mal erwiesen ist, dass sie etwas gegen mich haben.Nein, ich habe einfach keine Lust,diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Bleibt die zweite Möglichkeit:die Suchmaschine hat Mist gebaut!Diese,wahrscheinlichere Möglichkeit ist natürlich sehr,sehr ärgerlich,aber dagegen juristisch vorzugehen, ist mir ebenfalls zu anstrengend.

Es bleibt mir nur der Hinweis darauf, dass ich die Leser/innen der website für intelligent genug halte, zu unterscheiden, welche Beiträge von meinem Mann stammen könnten und welche Beiträge von mir geschrieben sein könnten. Ich denke mal, dass mein Mann und ich völlig unterschiedliche Mentalitäten sind und dass man das den Textbeiträgen anmerken kann.

Zum guten Schluss bleibt mir noch die Versicherung, dass ich Terror und Gewalt – in welcher Form auch immer- nicht gutheiße und dass ich auch nicht dazu fähig bin, die Gesellschaft, oder Teile der Gesellschaft,zu hassen oder zu verachten. Ich hasse auch nicht die Repräsentanten der Gesellschaft, sie sind für mich nicht schlechthin die Verkörperung des Bösen.Das,was ich im Fernsehen über die politische Klasse und über andere Teile der gehobenen Klasse erfahre,reicht nicht aus, um echten Hass in meiner Seele entstehen zu lassen!Gleichwohl muss den Lesern klar sein, dass es Menschen gibt, die ständig handfest gedemütigt werden,dabei von der Gesellschaft mit ihren verletzten Gefühlen auch noch ins Unrecht gesetzt werden und auch sonst niemanden haben, der sich für sie einsetzt. Wenn es sich dann noch um besonders sensible Menschen handelt, denen so etwas widerfährt, kann sich Hass in ihnen aufstauen und manifestieren.Ich halte die Möglichkeit,seine Aggressionen im Internet abzubauen auf jeden Fall für besser, als einen der weltweit zunehmenden Amokläufe durch Menschen, die bis ins Mark getroffen wurden von Erniedrigungen und seelische Beschädigungen durch andere.




11.10.2014


Liebe Leser,

lange habe ich nichts mehr ins Internet gestellt und mir fällt eigentlich auch nicht viel Nennenswertes ein, das den Leser interessieren könnte.

Die Geschichte vom Langzeitarbeitslosen Udo S., habe ich bei neo-books eingestellt. Ich habe mir vorgenommen, dieses Projekt jetzt als endgültig abgeschlossen zu betrachten und nicht mehr weiter zu beachten.

Mit ganz kleinen Schritten fange ich langsam an, das Märchen weiterzuentwickeln. Zunächst einmal habe ich mich gefragt, was ich mit der Geschichte von Johannes und den Seinigen erreichen will, dann habe ich begonnen, das Märchen zu verändern und werde es demnächst fortentwickeln.So wie es ursprünglich aufgebaut war, konnte es nicht bleiben, denn trotz aller Poesie: Die Geschichte hatte kein Konzept und war darum langweilig wie ein Tapetenmuster( laut Hans). Ich muss zugeben, er hat Recht! (Anmerkung Hans: „hübsches Blümchen - Tapetenmuster“ hab ich gesagt!)

Ansonsten bin ich mit mir zufrieden, ich habe nämlich einen Job als Putzfrau in der Nähe bekommen, acht Stunden wöchentlich an 2 Tagen in der Woche. Heute war mein zweiter Arbeitstag und ich muss sagen, es ist mir nicht leicht gefallen, nach dem ersten Tag (der in meinen Augen nicht besonders erfolgreich verlaufen ist), wieder hinzugehen. Das angenehme Wesen meines Chefs jedoch hat mich trotz aller Bedenken Mut fassen lassen. Dass ich mich trotz mancher meiner Unzulänglichkeiten getraut habe, die Arbeit fortzuführen, ist für mich keine Selbstverständlichkeit, denn starke Versagensängste und die Angst, mein Gesicht zu verlieren, pflastern seit Jahrzehnten meinen Weg und haben bisher mein Arbeitsleben sehr stark behindert.Umso froher bin ich, dass ich mich überwinden konnte und ich glaube, der dritte Arbeitstag wird weitaus angstfreier sein, als der erste.

Ja, solche Dinge machen mich glücklich. Meine Selbstachtung jedenfalls, die nach einem gescheiterten Arbeitsversuch, (aufgrund meiner Ängste), eine Zeitlang im Keller war, ist wieder erheblich gestiegen und das wiederum stimmt mich positiv.

Bei mir hängt sehr viel davon ab, ob und wie ich meine Schwierigkeiten bewältige. Ich würde sogar sagen, mein ganzer Charakter fällt und steht mit der Überwindung meiner Probleme! Und davon habe ich eine ganze Menge. Und trotzdem: Ich glaube, ich kann mit dem, was ich für mich in den letzten Jahren erreicht habe, zufrieden sein. Sehr zufrieden!



27.10.2014:

Liebe Leser,


dass junge Mitbürger zuhauf verzweifelt versuchen, im Salafismus Halt zu finden, wundert mich überhaupt nicht.

Seit Jahrzehnten werden Menschen dazu erzogen, „selbstbewusst“ durchs Leben zu gehen, damit meine ich, dass sie sich und ihre Interessen möglichst erfolgreich durchsetzen.

Nichts dagegen, dass Menschen von klein auf lernen, argumentativ stark zu sein, wenn es darum geht, sich für ihre Interessen einzusetzen. Aber ebenso wichtig ist es, auch mal zurückstecken zu können.

Nichts dagegen, dass Menschen von klein auf lernen, sich argumentativ zu verteidigen, wenn sie verbal angegriffen werden, weil sie ein Verbot nicht beachten. Aber ebenso wichtig ist es, dass sie ein Gewissen entwickeln und Unrechtsbewusstsein.

Verständlich, dass man nicht den jungen Menschen Vorbilder aufs Auge drücken will, die irgendwo in ihrem Leben einen Makel haben oder hatten. Aber junge Menschen brauchen etwas, an dem sie sich orientieren können. Und weil der Mensch ein Mensch ist, ist er fehlbar und meiner Meinung nicht dazu geeignet, ihn wie ein Gott zu verehren.


Was geschieht aber mit denen, die sich verbal nicht so gut durchsetzen oder ihre Interessen vertreten können?

Sie werden überrollt! Von einer Gesellschaft, die es versteht ihren Egoismus immer ungenierter auszuleben, deren Individuen ihr Unrecht notfalls mithilfe der Justiz durch geschickte Interpretation der Gesetze zu Recht erklären lassen, und die dann ihr mangelndes Verständnis und ihr mangelndes Mitgefühl für die Situation anderer dann auch für ihr gutes Recht halten! Weil die argumentativ Starken nicht gelernt haben, ein Gewissen zu haben! Und weil vielen jedwedes Unrechtsbewusstsein fehlt!

Wenn ich als Jugendlicher zu denen gehöre, die es nicht vermögen, egoistisch mein Ding durchzuziehen, ohne Rücksicht darauf, ob ich anderen schade oder nicht, wenn ich vielleicht von Haus aus Skrupel habe, andere zu übervorteilen, dann werde ich in dieser Gesellschaft nichts sein und auch nichts werden. Und wenn dann noch eine mir eigene sprituelle, vielleicht bisher nur im verborgenen schlummernde Sehnsucht in mir geweckt wird, nach einer Instanz, die unumstößlich ist, wie der liebe Gott, dann sehen viele Jugendliche vielleicht die Gelegenheit gekommen, sich aus unserer gottverlassenen Gesellschaft auszuklinken.

Dass man auch Gefahr laufen kann, die Religion als Rauschmittel zu mißbrauchen, um dann, von ihr betäubt, die Ungläubigen zum rechten Glauben zu bekehren, kann ich psychologisch nachvollziehen.

Vielleicht ist es eine Mischung aus Größenwahn (man ist im Gegensatz zu den vielen Ungläubigen von Gott erwählt, dafür zu sorgen, dass die Menschheit den richtigen Weg nimmt) und Rache an der Gesellschaft, von der sie bis dato gedemütigt und getreten wurden.

Mich jedenfalls würde nicht wundern, wenn solche Jugendlichen versuchen würden, auch unsere Gesellschaft in die Knie zu zwingen!

Vielleicht sollte man einfach versuchen, unsere Gesellschaft wieder menschlicher zu gestalten und für alles ein offenes Ohr zu haben. Auch für das Bedürfnis nach Anerkennung und Spiritualität!




20.11.2014


Liebe Leser,


heute habe ich den Laptop eigens in Betrieb genommen, um von dem großen Glücksgefühl zu erzählen, von dem ich seit Tagen wieder einmal buchstäblich beseelt bin.

Meine Putzstelle in Grefrath habe ich noch und darüber bin ich sehr froh. Anfangs war ich ja von der Angst besessen, es nicht durchhalten zu können, aber mittlerweile ist sogar schon etwas Routine eingekehrt. Die Stelle trägt wesentlich zu meiner inneren Zufriedenheit bei und ich freue mich über mich selbst.

Ja, für mich ist es noch nie eine Selbstverständlichkeit gewesen, nicht impulsiv zu handeln und nicht einfach seinen Gefühlen nachzugeben! Umso mehr freue ich mich, dass ich in den letzten Jahren immer weniger Grund finde, mich selbst aufgrund meines Verhaltens zu verachten. Ich versuche seit Jahren nämlich, so zu leben und zu handeln, dass ich am Ende des Tages vor mir selbst und vor meinem Schöpfer geradestehen kann.

Beinahe jeden Abend beim Gebet wird nämlich Bilanz gezogen über das, was ich gut gemacht habe und über das, was ich besser hätte machen können oder lieber ganz bleiben lassen sollte. Das ist meine Art zu beten:schonungslose Ehrlichkeit zu sich selbst und zu Gott ,verbunden mit der Bitte um Beistand und der Hoffnung, es in Zukunft besser zu machen. Und zum Abschluss sollte man möglichst nicht vergessen, sich zu bedanken, dafür dass man von ihm Kraft und Glauben erhält und dafür, dass Gott es gut mit einem meint!

Wenn man bedenkt, dass ich vor einigen Jahren noch ein Häufchen Elend war, das nikotinsüchtig war, finanziell ausschließlich von Schwiegervater und Staat abhängig, gesundheitlich ein Wrack (ich konnte keine 50 Meter mehr laufen, ohne stehenbleiben zu müssen, weil mir aufgrund der Raucherei die Luft wegblieb), und gesellschaftlich ausgegrenzt ohne jeglichen emotionalen Beistand, dann muss ich sagen, habe ich für mich, besonders emotional, viel erreicht.

Auch wenn ich nach wie vor zurückgezogen lebe, so geschieht dieses nicht mehr, weil ich mich von der Gesellschaft verachtet fühle, sondern einfach deshalb, weil ich meine Zeit gerne für Beten und Märchenschreiben übrig halte und für meine beiden Söhne und meinen Mann. Da bleibt neben der Arbeit gar nicht mehr viel Zeit übrig, um aufwändige Freundschaften zu entwickeln!Ich lebe, anders als früher, mit einer gehörigen Portion Selbstachtung und ich hoffe und bete dafür, dass ich mir dieses Gefühl erhalten kann.


01.01.2015


Lieber Leser,

heute, am Jahresanfang 2015, frage ich mich, wie es kommt, dass ich mich in den letzten Jahren vom Schicksal so reich beschenkt fühle.

Warum habe ich das Gefühl, eines von Gottes Lieblingskindern geworden zu sein? Und was kann ich als Dank dafür schon zurückgeben?


Ja, liebe Leser, ich fühle mich reich, obwohl ich eigentlich materiell so gerade über die Runden komme!

Meine Wohnung hat Möbel, von denen ich aus gutem Grund annehme, dass viele Leute diese nur noch bei Nacht und Nebel auf den Sperrmüll geben würden. Weil sie sich schämen, mit solchen Sesseln und Sofas in Verbindung gebracht zu werden.Und auch was die Reinlichkeit betrifft, entspricht meine Wohnung nicht herkömmlichen Standards, weil ich es einfach nicht schaffe, alles immer besenrein zu halten.Aber trotzdem: Ich sehne mich nicht nach teuren Möbeln, Autos oder Reisen oder, oder ,oder....

Nein, viel Geld und Konsum könnten mich nicht glücklicher machen, als ich es im Augenblick einfach bin. Hoffentlich verliere ich nie aus den Augen, was mich erst zu einem, sich innerlich reich fühlenden und glücklichen Menschen, gemacht hat: nämlich mein Glaube und die Bereitschaft, so zu leben, dass es Gott gefallen kann.Nach Geboten, die das Menschsein bejahen, mit allen Schwächen und Fehlern.

Ja, ich möchte Mensch sein dürfen und Mensch sein lassen. Und das ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, denn oft stehen wirtschaftliche Interessen im krassen Gegensatz zu den Interessen des Einzelnen. Und oft genug wird man von der Wirtschaft aus verkaufsstrategischen Gründen schlicht und einfach veräppelt!

Manchmal versprechen beispielsweise Autohersteller, dass der Kauf eines ihrer Autos „den Individualisten“ in Dir weckt! Oder eine Baufirma verspricht Dir ,mit dem Erwerb ihres Hauses das Gefühl „angekommen“ zu sein , gekauft zu haben.

Du aber, lieber Leser, bist nicht dumm! Du spürst,dass da was nicht stimmen kann, wenn die Wirtschaft Dir verspricht, Dir Einzigartigkeit mit dem Erwerb eines Autos verkaufen zu können!

Man stelle sich die Enttäuschung vor, wenn man dann das besagte Auto gekauft hat und man hat immer noch nicht das Gefühl, etwas Besonderes, einmaliges zu sein. Und dann begibt man sich auf die Suche -vielleicht nach anderen Produkten aus der Wirtschaft, vielleicht auch nach esoterischen Seminaren oder man sucht Halt bei politischen Veranstaltungen,oder,oder,oder...

Was bleibt ist immer und immer wieder die Enttäuschung , weil man auf diese Art und Weise meiner Meinung nach einfach nicht zum Original wird!

Nein, wer einzigartig sein will, muss richtig schwer an sich arbeiten. Und das heißt in meinen Augen: mutig zu sich zu stehen- auch wenn einem der Wind rauh ins Gesicht bläst, ehrlich zu sich zu sein, und sich treu zu sein und treu zu bleiben. Dazu aber muss man wissen, was man will, man muss sich eine eigene Meinung bilden, man muss sich über seine Träume, Wünsche und Hoffnungen im klaren sein.

Wenn man aber das erkannt hat, ist man auf dem besten Wege, „anzukommen“, wobei immer der Weg das Ziel ist. Man wird einfach ein innerlicher Mensch, wenn man diesen Weg weiterverfolgt und somit das, was man einzigartig nennt. So, wie der liebe Gott sich das für uns wünscht.

Ja, lieber Leser, so ist das meiner Meinung nach mit der Einzigartigkeit des Menschen: Sie macht ihn unermeßlich reich und man kann sie weder kaufen noch verkaufen und wenn man Glück hat und der liebe Gott meint es besonders gut mit einem, wirst Du durch sie auf die eine oder andere Art unsterblich werden! Und dieses Glück wünsch ich Dir für die Zukunft!



17.05.2015


Ja,lieber Leser,

es gibt jetzt bereits die ersten Anleitungen zum Unglücklichsein. Warum eigentlich?

Ich finde jedenfalls das Streben nach dem Glück nach wie vor erstrebens-

wert, auch wenn es Stimmen gibt, die behaupten, dass das Glück in unserer Gesellschaft als Gradmesser für Erfolg gesehen wird.

Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass das Streben nach dem Glück ein großes Privileg ist, dass mir nur deshalb zuteil wird, weil ich von vornherein das große Glück hatte, vom Schicksal zum richtigen Zeitpunkt in eine – für mich im Nachhinein- einigermaßen akzeptable Wiege gelegt worden zu sein.

Viele, viele Menschen haben von vornherein sehr viel Pech und müssen Schweres durchmachen, von dem man sich als normaler Mensch kaum wieder erholt. Man denke an die vielen Flüchtlinge, die nur den einen Wunsch haben, nämlich: Ihr nacktes Leben zu retten!Sie kommen aus dem Krieg nach Deutschland, und werden hier von manchen Zeitgenossen schlecht behandelt oder gar angegriffen.

Das finde ich traurig, denn mit dieser ungastfreundlichen Haltung beraubt man nicht nur die Flüchtlinge der Solidarität, sondern auch sich selbst um die Chance, die eigene Persönlichkeit zu bereichern und um die Chance, den eigenen, oftmals durch die gesellschaftlichen Gegebenheiten verhärteten Charakter, zu sensibilisieren.Denn menschliche Qualitäten wie Toleranz, Mitgefühl und Solidarität Fremden gegenüber sind nicht einfach angeboren, sondern müssen meiner Meinung nach von klein auf eingeübt und gefördert werden.

Eines jedenfalls glaube ich sagen zu können: Ein Mensch, der von sich behauptet, gläubig zu sein und der sich auf seinen Glauben beruft, wenn es darum geht, Migranten und Flüchtlinge abzuwehren, mit dessen Glauben kann etwas nicht stimmen, denn die Geschichten der Bibel handeln immer wieder von Ausgestoßenen, Armen oder Menschen die fliehen mussten. Und die waren immer Gottes Lieblinge.

Ich jedenfalls hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich für mich Solidarität und Mitgefühl in Anspruch nehmen wollte, selbst aber hartherzig meinen Nächsten abweisen würde, indem ich ihm selbiges verweigerte.

Das Ganze liest sich vielleicht wie eine kleine Sonntagspredigt, aber bedenke, lieber Leser:

Was wäre, wenn in unserer Gesellschaft Mitgefühl vollständig fehlen würde! Was wäre, wenn Toleranz und Solidarität mit unseren Mitmenschen nicht mehr existierten?Was wäre, wenn das Leben in allen Bereichen nur noch bestimmt würde von Kosten,-Nutzenabwägungen und ökonomischen Sachzwängen?

Was wäre, wenn Du in hohem Alter, bettlägerig auf der Pflegestation, von einer rabiaten, rohen Pflegerin angeschrien würdest, weil Du aus dem Bett gefallen bist, und sie, aufgrund fehlenden Mitgefühls und weil sie für solche unvorhergesehenen Vorfälle nicht bezahlt wird, keine Lust hat, sich um Dich zu kümmern?

Nein, lieber Leser, Mitmenschlichkeit ist mit Geld und Gold nicht aufzuwiegen und diese Eigenschaften sind unbedingt zu erhalten und zu fördern, sonst wird unsere Gesellschaft unmenschlich! Üben wir mitmenschliche Eigenschaften doch einfach! Wie? Indem wir uns selbst immer wieder in Frage stellen und gegebenenfalls eine unmenschliche Haltung korrigieren! AUC H DAS MACHT GLÜCKLICH !!!!


24.05.2015

Liebe Leser,

seit vorgestern Mittag geht es mir gar nicht gut. Ich habe eine neue Arbeit angefangen und bin am Freitag Mittag völlig traumatisiert durch meine

Arbeitssituation nach Hause gefahren. Nach einem schlimmen Erlebnis gegen mittag, war ich so fertig, dass ich nicht einmal den Weg nach Hause auf Anhieb eingeschlagen habe, sondern ich war so weggetreten, dass ich in die falsche Richtung fuhr. Als ich das dann nach wenigen Minuten bemerkte, habe ich natürlich sofort den richtigen Weg eingeschlagen und bin dann, nach einer Stunde Fahrradfahrt völlig verweint zuhause angekommen.

Ich habe meinem Mann von der für mich belastenden Situation erzählt. Wenn man sein Leid jemandem mitteilen kann, ist das im ersten Augenblick nun mal entlastend und wir beiden haben dann zusammengesessen und die Situation so protokolliert, wie sie nach meinem Empfinden in den letzten beiden Tagen war.

Trotz aller Bemühungen, mich abzulenken, ist es mir aber nicht gelungen, meine Gedanken thematisch in eine andere Richtung zu bewegen und so kam es, wie eskommen musste: Ich schlief in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht und fühlte mich nun auch noch körperlich wie gerädert.

Eigentlich hätte ich an diesem Samstag um 6 Uhr meine Arbeit aufnehmen müssen, körperlich war ich, wie schon erwähnt, wie gerädert, seelisch teilweise weggetreten und unfähig, mir viel zu merken und Angst hatte ich außerdem und so kam ich zu dem Entschluß, an diesem Samstag unbezahlten Urlaub zu nehmen, auch damit mein Fernbleiben entschuldigt war und ich mich nicht krankschreiben lassen musste.

Und so rief ich meine Zeitarbeitsfirma an, um um diesen freien Tag zu bitten. Nachdem ich angstbesetzt die Nummer der Zeitarbeitsfirma gewählt hatte und auf dem Anrufbeantworter meinen Namen und mein Anliegen hinterlassen hatte, legte ich wieder auf. Drei Stunden später meldete sich dann die diensthabende Personaldisponentin und fragte nach meinem Anliegen . Ich wiederholte meine Bitte und dann musste ich aggressives und ordinäres Pöbeln über mich ergehen lassen. Die Frau versuchte möglichst, mich nicht zu Wort kommen zu lassen, denn bei all ihrem Gepöbel, versuchte sie möglichst, keine Pausen zwischen ihren Sätzen entstehen zu lassen, so dass ich ebenfalls eine aggressiveHaltung einnehmen musste, um überhaupt zu Wort zu kommen. Eine furchtbare Situation, geradezu als würden sich zwei Menschen verbal ganz, ganz primitiv verkloppen.

Nein, liebe Leser, dass es Menschen gibt, die völlig wert(e)los sind, ist einfach furchtbar, noch schlimmer ist es, wenn man solchen Menschen ausgeliefert ist und möglicherweise noch von ihnen abhängig!

Liebe Leser, ich lasse mich nicht aus lauter Jux und Dollerei schon am zweiten Tag von der Arbeit beurlauben! Ich habe triftige Gründe und letztendlich wollte ich auch der Institution, für die ich arbeite, nicht schaden, sonst hätte ich mich nämlich aufgrund einer Psychosesymptomatik krankschreiben lassen müssen und das hätte vielleicht gleich zwei Wochen Ausfall bedeutet. Leider habe ich von meinem Arzt nicht einmal vernünftige Bedarfsmedikamente verschrieben bekommen, er stellt sich stur und auch, wenn ich ihm zum wiederholtem Male vor wenigen Tagen noch von meiner ständigen Schlaflosigkeit berichtete, ist er nicht bereit, die entsprechenden Medikamente zu verschreiben.Deshalb werde ich den Arzt wechseln.

Ja, es geht mir seelisch schlecht und trotzdem bin ich der Ansicht, dass ich den Kopf nicht in den Sand stecken sollte. Ich vermute mal, ich habe ab Dienstag Gefechte mit der Zeitarbeitsfirma zu bestreiten und früher hätte ich in solchen Momenten versucht, der Situation, die wahrscheinlich äußerst unangenehm ablaufen wird und wahrscheinlich mich seelisch verletzen wird, zu entkommen. Und solche Verletzungen einzustecken, ist für mich nicht einfach,aber jetzt, wo ich Dir, lieber Leser, das mitteile, kommt mir eine Idee, wie ich mit möglichst wenig Blessuren davonkomme.

Ich glaube, lieber Leser, dass ich stärker bin, als es auf den ersten Blick scheint. Ich denke, ich bin in der Lage, mit etwas Glück, meine Probleme,anders als früher, konstruktiv zu lösen. Ich werde mit der Institution, an die ich durch die Zeitarbeitsfirma vermittelt wurde und für die ich arbeite, sprechen und ihnen meine Situation darstellen. und auch gleich die kostengünstigsten Lösungsvorschläge machen.

Und dann hoffe ich darauf, dass das Glück wieder mein Begleiter wird!


26.05.2015


Liebe Leser,

zwischen einem Psychotiker und einem Schweinehund gibt es oft nur winzige Unterschiede.

Jedenfalls ist das bei mir so.

Hätte ich früher Probleme mit meinen Kollegen gehabt, weil ich beispielsweise das Gefühl bekommen hätte, das man mich ablehnt, hätte ich meinem Arzt davon sehr wahrscheinlich erzählt. Und wenn der mich dann gefragt hätte, wie ich darauf käme, hätte ich die Ahnungslose gemacht oder ich hätte etwas erdacht, woran es liegen könnte, dass Kollegen mich nicht mögen. Jedenfalls wäre ich wohl mit einer Krankschreibung nach Hause gegangen und wäre froh gewesen, dem Psychostress entkommen zu können. Und was mache ich heute?

Stell Dir einfach vor, ich hätte wieder einmal das Gefühl, in der Firma nicht willkommen zu sein! Aufgrund meiner seelisch bedingten Unbeholfenheit und meiner geringeren Leistungsfähigkeit! Wie geht man mit diesem furchtbaren Gefühl um? Vielleicht ist ein wenig Bildung die Lösung!Wenn man nämlich weiß,dass man aufgrund seiner Behinderung die Gewinnmaximierung eines Betriebes erheblich stört, sieht man die Sache einfach in einem realistischen Licht! Und wenn man dann noch weiß, dass Arbeitspläne bis auf die Sekunde durchgeplant sind und die Kollegen nicht einmal ein paar Minuten Zeit haben, Fragen zu beantworten, ist die Sache mit dem „Nichtwillkommensein“ des Psychotikers einfach einleuchtend. Und wenn die Psychose dann auch noch die Merkfähigkeit beeinträchtigt, kann man sich vorstellen, dass man nicht beliebt ist.

Und für manche Zeitgenossen noch unbeliebter macht man sich wenn man das dann auch sagt mit Sätzen wie:“Ich fühl mich nicht willkommen, weil bei mir als Wirtschaftsfaktor Mensch die Kosten wohl in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Weil der Arbeitsplatz nicht subventioniert wird, wegen nur geringfügiger Behinderung!“

Auch wenn`s weh tut: Psychotiker sollten aussprechen, was sie denken und fühlen, denn sie sind eine Bereicherung für den ganzen Betrieb!

Sie sind einfach entlarvend – und das ist gut so!!!!!!



27.05.2015


Lieber Leser,

habe ich versagt?

Ursprünglich hatte ich vor – nach einem einigermaßen gut überstandenen Arbeitsdienstag – am Mittwoch ebenfalls zur Arbeit zu fahren und ich habe das Haus auch pünktlich verlassen, um mit dem Fahrrad in Richtung der sozialen Einrichtung zu fahren, für die ich arbeitete.

Ich verließ das Haus mit angstbesetztem Gefühl und während ich bereits eine halbe Stunde mit dem Rad unterwegs war, kroch die Angst immer weiter in mir hoch und ich war nicht in der Lage, sie zu unterdrücken. Und aus Erfahrung wusste ich, dass dieser Tag einfach nicht gut werden konnte. Deshalb bin ich dann – in Höhe des Lukaskrankenhauses - umgedreht!

Und Du, lieber Leser, fragst Dich sicher:“Warum hat die Frau nicht einfach gegen ihre Angst angekämpft und ist trotzdem zur Arbeit gefahren?“

Nun, lieber Leser, um Dir das zu erklären, musst Du einiges wissen über die Art meiner seelischen Erkrankung:Lieber Leser, Angst ist für mich seelischer Stress. Und der äußerst sich bei mir vor allem in Versagen,geistiges Wegtreten oder Konzentrationsstörungen und die Beeinträchtigung der Merkfähigkeit. Und das weiß ich eben aus langer, leidvoller Erfahrung. Und weil ich das weiß, konnte ich mir an zehn Fingern abzählen, was an diesem Tag passieren würde: nämlich geringe Leistungsfähigkeit und das, obwohl die Kollegen sich Mühe geben würden, Verständnis zu haben. Und das und das Wissen darum, dass ich bereits drei Tage dort arbeitete, und wie am ersten Tag sogar die Orientierung auf den Gängen verlieren würde, 2. unter Stress unbeholfen und umständlich wäre und deshalb nicht schnell genug,3. Die Kollegen, die mit mir arbeiten würden, ebenfalls unter Zeitdruck stehen würden und deshalb vielleicht wenig begeistert darüber wären, mit mir zusammenzuarbeiten,4.ich das Wissen darum habe, dass ich eigentlich eingestellt worden war, weil man sich von mir als Arbeitskraft eigentlich ein optimales Preis/Leistungsverhältnis erhofft hatte (ökonomisches Prinzip, ich hatte mal eine Ausbildung zur Familienpflegerin angefangen und hatte in Wirtschaftslehre ein sehr gut – alle praktischen Fächer, auf die es ja eigentlich auch ankommt, waren unterdurchschnittlich), dieses Wissen darum hat mich umkehren lassen!

Und nicht nur das, sondern auch der Gedanke daran, dass mich wohl kaum emotionales Entgegenkommen erwartet hätte, sondern einfach einfach nur Enttäuschung, vielleicht auch heimlicher Groll und Abwertung, hat mich zur Umkehr bewegt.

Ich meine – ich und die besagte soziale Institution! Da prallen Welten aufeinander und zwar aus einem Grund, den ich zu kennen glaube,nämlich: Die soziale , christlich geführte Institution wird gezwungen, Kosten zu dämpfen, wo es nur geht! Und sie tut es sicher nicht gerne, aber die große Konkurrenz und viele gesetzliche Vorschriften, zwingen sie dazu, wirtschaftlich zu denken. Und das tut allen weh, denn es handelt sich um eine Institution im Gesundheitswesen!

Und ich bin jemand, die Träume hat und Visionen, und sich Menschlichkeit und Verständnis wünscht. Ich denke, jeder hat das Recht auf Verständnis – auch wenn man so ein Handicap hat wie ich. Vielleicht bin ich deshalb im Laufe der Jahre von Nervenarzt zu Nervenarzt gepilgert!

Warum ich in unserer Gesellschaft vom ökonomisch denkendem Teil weiterhin nicht gern gesehen werde, teile ich Dir in den nächsten Tagen mit!


09.08.2015


Lieber Leser,

an dieser Stelle wollte ich mich ursprünglich über die Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems und deren Vertreter auslassen, habe es mir dann aber anders überlegt.

Ich denke, ich kann das System sowieso nicht verändern, und es ist besonders mir damit nicht gedient, zu zetern und zu schimpfen. Das ändert nichts an meinen Gefühlen der ohnmächtigen Unterlegenheit unter die sogenannten Leistungsträger dieser Gesellschaft.

Wochenlang habe ich jetzt zutiefst verletzt durch die Arbeitssituation bei der Zeitarbeitsfirma, für die ich zuletzt tätig war, mit mir gehadert, hatte schlimme Depressionen und schlaflose Nächte und habe mich dann endlich mit meinem Kummer an den lieben Gott gewandt.

Und dann, im Gebet, wurde mir klar, dass ich die Prioritäten für mein Leben durch den Anspruch an mich selbst, an meiner Arbeitsstelle zu den TOP- Kräften gehören zu wollen (unentbehrlich und vollkommen vom ersten Tag an), völlig falsch gesetzt hatte, und ich dadurch ins Unglück gerannt bin!

Nein – so wurde mir im Gebet klar: So geht das nicht,Marion!

Du gehörst nicht zu den Spitzenkräften dieser Gesellschaft, die alles können, nicht viel fragen und die sofort wissen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Du gehörst nicht zu denen, die wissen, was von ihnen erwartet wird und die auch nichts anderes wollen, als die Leistungsansprüche in der Arbeitswelt zu erfüllen!

Nein, Marion, Du kannst Dir noch soviel Mühe geben – Du wirst nie geduldig große Lasten tragen können wie ein Esel und Du wirst Dich in diese Arbeitswelt auch nicht einfügen können wie eine fleißige Ameise in ihren Ameisenstaat!Nein Marion- mach Dir eines klar: All das, was in dieser Gesellschaft als notwendig und sogar als glücklichmachend gelobt und gepriesen wird, widerspricht ganz einfach Deinem Naturell! Dass lange Stunden (40 Stunden und mehr) der extremsten Quälerei jetzt sogar durch den Mindestlohn von 8,50 Euro versüßt werden, sollte Dich einfach nicht kümmern!Denn was hast Du davon, Dir von dem Geld Dinge kaufen zu können, die Du gar nicht brauchst, die dann wiederum von Menschen in hohem Arbeitstempo hergestellt werden, die dann ihrerseits wissen, dass die Dinge die sie herstellen, keiner wirklich braucht!

Besinn Dich lieber auf Dich selbst“, - so spürte ich den lieben Gott in mir, - “und denk darüber nach, was im Leben für Dich wirklich zählt!“


Ja, lieber Leser, durch meine Gebete kam ich schließlich zu dem Ergebnis, dass ich immer und immer wieder dazu neige, das Glück aus den Augen zu verlieren!

Ich erinnerte mich an das vergangene Jahr, als ich das e-book über den Langzeitarbeitslosen Udo S. Im self-publishing herausgebracht hatte:

Monatelang habe ich danach mit dem Schicksal und dem lieben Gott gehadert, weil der Text wie Blei in den Regalen liegenblieb! Auch damals habe ich schon immer mal wieder ein Enttäuschtsein in mir gespürt, weil ich nicht über Nacht berühmt geworden war! (so vermessen kann man sein!)

Aber nach der letzten Phase intensivstem Nachdenkens und Betens muß ich sagen: Nichts habe ich vergebens gemacht, weder kreativ zu sein noch mich mal in einem ganz „normalen“ Job zu versuchen!

Das „Kreativsein“ hat mir sehr großen therapeutischen Nutzen gebracht und deshalb bleibe ich – so oft es meine Zeit erlauben wird- auch weiterhin kreativ. Und der Job hat mir, auch wenn ich „versagt“ habe, ebenfalls Nutzen gebracht: Er hat mich gelehrt, wie unglaublich viel die Menschen für wenig Geld leisten müssen, und dass das nicht jedermanns Sache ist!

Und dann noch eins: Hoch sollen nicht nur die Leistungsträger dieser Gesellschaft leben, sondern auch diejenigen, die durch Intelligenz, Engagement,Kreativität und Mitgefühl dafür Sorge tragen, dass in dieser Gesellschaft auch hin und wieder mal nachgedacht wird! Damit diese Gesellschaft menschlich wird und niemand zurückbleibt!



  1. O9. 2017



Lieber Leser,

lange, lange habe ich nichts von mir hören lassen. Es ging mir in den letzten Jahren eigentlich sehr gut, ich war mit mir im Reinen, habe angesichts der Tatsache, dass mein Mann und ich mit jedem Problem allein fertig werden müssen, viel Halt in der spirituellen Hinwendung zu Gott und in der Meditation gesucht und vermutlich hätte es auch heute noch keinen triftigen Grund gegeben, mich mal wieder auf der website meines Mannes zu melden, wären da nicht gesundheitliche Probleme.

Seit Wochen quält mich eine hartnäckige Infektion, die einfach nicht verschwinden will, außerdem fühle ich mich aufgrund meiner zunehmenden Medikamentenüberempfindlichkeit mit meinen Medikamenten gegen Psychose überdosiert und würde sie gern ein wenig reduzieren. Ich hoffe, mein Arzt hat Verständnis für mich.

Zudem quälten mich Ängste, dass mein Gesundheitszustand sich vielleicht nie wieder bessern würde und so kam es, als die Not groß war, dass ich mich sogar in das von mir verhasste Alexianerkrankenhaus hier in Neuss begeben hatte, in der Hoffnung, man verstünde, nach einem fürchterlichen stationären Aufenthalt im Jahre 2008, wenigstens diesmal meine starken Ängste und mein Durcheinandersein, welches ich wegen der vielen körperlichen Symptome, die vermutlich meine psychische Krankheit wohl ausgelöst haben, wie sehr starkes Schwitzen, Schluckprobleme, usw., hatte. Ja, so habe ich schließlich an der Pforte vorgesprochen und um Hilfe gebeten, doch irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, besonders willkommen gewesen zu sein. Ich denke mal, das lag vielleicht an meinem wenig ansprechenden Äußeren ( fettiges Haar, armselige Klamotten, usw., doch irgendwie hatte ich gehofft, mich nicht dafür schämen zu müssen. Schließlich bin ich arm und habe aufgrund von Krankheit wochenlang im Bett gelegen.

Endlich aber, nachdem ich nicht locker gelassen habe und intensiv um Hilfe gebeten habe, wies mich die Pförtnerin an, mich hinzusetzen und auf den Arzt zu warten.

Ja, so saß ich dort im Alexianer, gegenüber der Pforte, und habe vor Angst um meine Gesundheit und wegen vieler anderer Ängste, geweint und war verzweifelt, und nach einer halben Stunde etwa, kam endlich eine Frau aus der Zentralambulanz, die sich gleich neben der Pforte befindet, und bat mich , mitzukommen in die Räumlichkeit der Zentralambulanz. Dort wurde ich dann auch von einem jungen Mann empfangen, von dem ich mal annehme, dass er Arzt war und von dem ich hoffte, dass er mir aus meiner Krisensituation heraushelfen könne. Doch leider war die Art, wie er meine Probleme anpackte, eher dazu angetan, mich noch mehr durcheinanderzubringen, so dass ich zum Schluß eigentlich gar nicht mehr wusste, was ich gesagt hatte und schließlich fragte er mich sogar, ob ich einen Betreuer hätte. Ich, die eigentlich nie von mir gedacht habe, das ich einen Betreuer nötig hätte, geriet natürlich in tausend Ängste, ob ich just in diesem Zustand, der sich durch das therapeutische Einwirken dieses jungen Mannes in meinen Augen eher verschlimmert hatte, vielleicht tatsächlich auf einen Richter den Eindruck machen könnte, eine Betreuung zu brauchen und am Ende war ich froh und dankbar, das er wenigstens mit den Worten:“Mal schauen, ob die Betreuung noch gewährleistet ist,“ mich nach meiner Telefonnummer fragte und meinen Mann anrief, dass er vorbeikommen solle und seine Frau abholen solle!

Mal schauen, ob die Betreuung noch gewährleistet ist,“ hörte sich für mich danach an, als ob ich längst unter Betreuung stünde und ich wunderte mich, denn ich wusste gar nicht, das ich je unter Betreuung gestanden habe. Das einzige, was ich wusste war, das ich selbst bis vor kurzer Zeit das Ehrenamt der juristischen Betreuung für meinen Sohn inne hatte und meine Aufgabe eigentlich immer zufriedenstellend ausgeführt hatte. Das Vormundschaftsgericht hat sich jedenfalls nie über mich beklagt. Das habe ich dem jungen Mann aber lieber nicht erzählt.

Wie dem auch sei, mein Mann hat mich schließlich abgeholt und just in diesem Augenblick, als mein Mann die Zentralambulanz betrat, hatte ich den Eindruck, der Arzt ändert sein Verhalten mir gegenüber. Plötzlich wurde ich ernstgenommen und beraten und mein Durcheinandersein besserte sich langsam.

Und auch über die Wirkung von Medikamenten wusste er offenbar sehr gut bescheid.

Nach diesen Erlebnissen und einem stationären Aufenthalt in dieser Klinik im Jahre 2008 möchte ich die Klinik wie folgt , bewerten:

Sehr gut für Menschen, die nicht gerne ernst genommen werden wollen und sich selbst auch nicht gern für voll nehmen, am liebsten für immer in ärztlicher Behandlung bleiben möchten, Eigenverantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit nicht übernehmen wollen und jede Medikamententherapie mitmachen. Ungenügend für Angstpatienten, Psychotiker und Menschen, die die ernsthafte Absicht haben, irgendwann wieder gesund und eigenverantwortlich leben zu wollen.

Wer traurig ist und für immer traurig bleiben will, sollte ins Alexianerkrankenhaus gehen!!!!

Mir tun nur die leid, die n i c h t freiwillig dort sind!


Kommentar Hans: Schon beunruhigend, dass auch sie mit Betreuung bedroht worden ist, weil sie ein bischen gestört hat und nicht Ruhe geben wollte. So schnell mal eben kann man scheinbar immer noch seine Freiheit verlieren, wie ich seinerzeit, als ich mich bei der Polizei über Verletzung meines Privatlebens beklagt habe. Eine informelle Betreuung konnte sie ja auch in diesem aufgeregten Zustand gebrauchen. Aber sie war doch noch in der Lage, alles selbst zu entscheiden. Aber wie sie schreibt: auf mich wirkte der Auftritt dieses Arztes gut, freundlich und angemessen.




  1. 09 .2017

Bald sind Bundestagswahlen und ich stehe mal wieder vor dem großen Problem: „Was und wen soll ich wählen?“

Vielleicht Herman Gröhe? Zweifelsohne, ein sympathischer Mann, der tut, was er kann, um den Gesundheitssektor in den Griff zu bekommen. Doch leider habe ich durch eigenes Leid Erfahrungen sammeln müssen, die mich zweifeln lassen, ob der Mann überhaupt kompetent genug ist, das Amt des Bundesgesundheitsministers auszufüllen.

Da stoße ich hier in Neuss, beispielsweise, bereits zum zweiten Mal, im Alexianerkrankenhaus auf Ärzte, von denen ich mich weder gut beraten noch betreut fühlte. Offenbar gibt es in der einzigen psychiatrischen Klinik hier in Neuss wohl keine Station, auf der Angst- und Psychosepatienten durch eine seriöse Gesprächstherapie, meinetwegen auch unter Zuhilfenahme von Medikamenten, Linderung von ihrem Leid erfahren. Ganz im Gegenteil: mein stationärer Aufenthalt im Alexianerkrankenhaus im Jahre 2008 auf der damaligen Station Paulus, hat mir, in der gesamten Zeit, in der ich mich dort befand, immer mehr Angst gemacht. Schon allein die Visite des damaligen Oberarztes mit seinen dämlichen Fragen, hat mich, und das ist mein persönlicher Eindruck, erheblich an seiner Kompetenz zweifeln lassen. So sagte ich zum Beispiel in der Visite mal zu ihm, dass ich eine Schwester mit dem Therapiehund im Garten gesehen habe. Daraufhin meinte er ganz blöd, woher ich denn wüsste, dass es eine Schwester wäre. Ich sagte ihm:“ Na, weil die eine Ordenstracht trug!“

Dazu fiel ihm dann nicht mehr viel ein, aber mir umso mehr. Zum Beispiel die Frage, was gewesen wäre, wenn ich statt einer Ordensschwester eine einfache Krankenschwester gesehen hätte. Wenn er mir dann dieselbe dumme Frage gestellt hätte, hätte ich wahrscheinlich geantwortet:“Na, weil die einen weißen Kittel trug!

Ich geh mal davon aus, dass meine Wahrnehmung dann genauso richtig gewesen wäre, dass eine Ärztin, die ja wohl auch einen weißen Kittel trägt wohl nicht dafür zuständig gewesen wäre, den Hund auszuführen, ebenso wenig die Wäschereiarbeiterin, die vermutlich ebenso einen weißen Kittel trägt. Also hätte das ja wohl nur eine Schwester sein können!

Ein anderes Mal sagte ich ihm nach einem Wochenendausgang: Stellen Sie sich vor, gestern habe ich eine Seite an einem Märchen geschrieben. Darauf hin meint er zu mir:“Glauben Sie nicht, dass sie manisch sind?“

Daraufhin war ich ja wohl total sauer, denn ich hatte nur eine Stunde daran geschrieben und dachte eigentlich, dass man nicht gleich manisch ist, wenn man eine oder zwei Stunden am Stück an einer Sache arbeitet.

Schließlich aber war ichs leid, habe mich bei der Seelsorge beschwert und war dann auch am nächsten Tag gleich entlassen worden.

Ich finde, soviel Inkompetenz, wie dieser Arzt in meinen Augen bewiesen hat – und dieser Eindruck drängte sich mir nicht nur anhand dieser zwei genannten Beispiele auf- muss einem Menschen wirklich Angst machen.

Und genau das ist meine Psychose und sind meine Ängste: das da mal Ärzte und Pfleger durch mangelnden Sachverstand oder durch Unehrlichkeit ( warum auch immer), völlig absurde Diagnostik betreiben, vielleicht versuchen, mich als unglaubwürdig darzustellen, und mich sogar mundtot machen wollen.

Ich wünsche mir für unser Gesundheits- system eine ehrliche Diagnostik für die Patienten, von Ärzten mit humanistischen Werten nach bestem Wissen und Gewissen, und Pfleger und Pflegerinnen, die ebenso Werte haben und ihren Dienst nicht nur als Arbeit betrachten.

Mir zum Beispiel bot sich auch in der Pflegesituation ( und das nicht nur im Alexianer, sondern auch in der Lebenshilfe) nicht das Bild, als sei ständig zu wenig Personal da. Vielmehr bot sich mir das Bild, das da drei oder vier gutausgebildete und wirklich wertvolle Fachkräfte wirklich das Beste gaben und der Rest waren schlecht ausgebildete Pflegehelfer, die sich um den Aschenbecher und die Kaffeekannen scharen und letztlich kam es ( so gesehen im Alexianer 2008), wie es kommen musste: wenn man auf die Toilette ging, musste man Angst haben, ob überhaupt Klopapier da sein würde und Papierhandtücher, die Betten wurden nur sehr selten bezogen und die Pflegehelfer diskutierten mit den Patienten über deren Diagnosen und hatten den Schlüssel für die geschlossene Station Paulus. Außerdem hatteich den Verdacht, dass einige dieser Hilfskräfte sogar in der Dokumentation auf der Station mitmischen wollten!

Und, lieber Leser, ich will Dich ehrlich fragen: Wem ist nicht bange davor, irgendwann in einem Krankenhaus operiert werden zu müssen oder in einem Pflegeheim untergebracht zu werden, allein schon aus der Angst heraus, nicht qualifiziert und/ oder human behandelt zu werden?

Ehrlicherweise vermute ich hinter dem immer mehr an Medikamenten, Operationen, schlechter Pflege, usw., nicht unbedingt überall schlechte Ärzte, zuwenig Personal, usw. sondern manchmal schlicht und ergreifend nur wertelose Ärzte, denen ihr Geschäft lieber ist, als die Gesundheit der Patienten, die dann lieber mal Diagnostik zum Wohle des eigenen Portmonnees betreiben, statt zum Wohle des Patienten, Personal, das eigentlich nur dort arbeitet, weil in einer anderen Branche vielleicht kein Arbeitsplatz frei war und das eigentlich gar keine Lust auf einen Pflegeberuf hat.

Die Ärzte, die da nicht mitmachen wollen, weil die vielleicht nicht unehrlich sein wollen, gehen unter, denn mit ehrlicher Diagnostik und sauberen Theapieansätzen verdient man zu wenig, um davon leben zu können.

Ich glaube ganz einfach, dass das ganze Gesundheitssystem gar nicht mehr darauf abzielt, die Patienten gesund zu erhalten und gesund zu machen, sondern die Patienten werden in Abhängigkeit zu ihren Ärzten gehalten, in Abhängigkeit zu pharmazeutischen Produkten und somit werden aus ihnen für immer kranke und unselbstständige Menschen.

Ich wünsche mir einfach für diese Gesellschaft insgesamt, dass Ehrlichkeit, Toleranz, Anständigkeit, Mitgefühl an erster Stelle stehen und nicht wirtschaftliche Interessen. Wenn man aus Krankenhäusern und Pflegeheimen Aktiengesellschaften macht, kann es keine mitfühlenden Pfleger und keine ehrlichen und humanistischen Ärzte geben, denn wenn alle gezwungen werden, soviel Geld wie möglich zu erwirtschaften, müssen alle zwangsläufig mitmachen! Und das kann dazu führen, das es bald überall nur noch rohes, skrupelloses und lustloses Personal geben wird.

Und weil ich Herman Gröhe zwar für einen ehrbaren, aber zu ängstlichen Menschen halte, wenn es darum geht, das Gesundheitssystem ehrlich zu reformieren, wähle ich ihn nicht!

Den Kandidaten von der SPD kenne ich nicht, aber von dem Eindruck, den er auf den Plakaten auf mich macht, ist er zwar gutwillig, aber naiv und deshalb vielleicht bei dieser Bundestagswahl nicht unbedingt der Richtige.

Blieben die Grünen, aber deren Kandidat ist eigentlich für mich überhaupt nicht wählbar, ebenso wenig ist die AFD wählbar.

Weil ich aber die Grünen als Partei für kompetent halte, wenn es um Gesundheit und Mündigkeit ihrer Mitbürger geht, möchte ich sie trotzdem wählen. Allerdings: die Erststimme werde ich Roland Sperling geben. Nicht nur, weil ich ihn persönlich kennenlernen durfte, sondern weil ich glaube, dass er von allen Kandidaten den meisten Mumm in den Knochen hat, die Dinge beim Namen zu nennen und ich traue ihm zu, das er veränderungswillig ist und ehrlich.....


16.09.2017

Lieber Leser,

seit Tagen schon beschäftigt mich geistig die Situation im Gesundheits- und Sozialwesen, sowie der Zustand der Gesellschaft insgesamt.

Und immer wieder sehe ich Zusammenhänge zwischen der äußerst unbefriedigenden Situation im Gesundheits- und Pflegewesen in unserem Land und dem schon seit Jahrzehnten andauernden moralischen Werteverfall in unserer Gesellschaft.

Ja, lieber Leser, wenn mir eine frisch examinierte Krankenschwester sagt, dass sie es nicht mag, Patienten zu waschen, dann frag ich Dich, lieber Leser: Wer soll die Patienten dann waschen? Vielleicht die Hilfskräfte in der Pflege. Aber was wird sein, wenn die es dann auch nicht mehr tun mögen? Soll es dann die Putzfrau machen?

Warum mögen viele Ärzte und Pfleger sich die Körper ihrer Patienten nicht mehr angucken? Warum ist soviel Scheu da vor Siechtum, Krankheit und Verfall?

Warum die Wut ( und das habe ich selbst gesehen) auf hilflose, bettlägrige Patienten? Warum ergreift ein Mensch den Pflegeberuf, obwohl er eigentlich gar keine Lust dazu hat?

Ich glaube nicht, dass das einfach nur damit zu erklären ist, dass er andernfalls mit Hartz 4 bedroht wäre.

Ich glaube einfach, dass die Verachtung der Hilflosigkeit anderer, die Mitleidlosigkeit mit Schwäche, die Verrohung und Gewalt in der Gesellschaft, nun immer mehr Einzug hält auch in Pflege und Medizin.

Der Mensch ist dort vielleicht gar kein fühlendes Wesen mehr, sondern, wenn er teure Medikamente braucht oder eine aufwändigere Pflege, nur ein Kostenfaktor, dem man wünscht, dass er bald das Zeitliche segnet!

Willst Du, lieber Leser, wirklich in ein Pflegeheim gehen? Selbst, wenn Du noch soviel Geld mitbringst, kannst Du dort nicht sicher sein, nicht gequält und mißhandelt zu werden, denn wenn Du an eine Pflegekraft gerätst, die fernab moralischer Werte steht, wirst Du immer dann gequält, wenn keine Zeugen vorhanden sind. Du wirst Angst bekommen, sie bestechen wollen, sie wird Dein Geld nehmen und Dich weiter quälen Sobald aber andere Personen im Raum sind, wird sie Dich lächelnd und freundlich begrüssen!

Solche Menschen gibt es in der Pflege und ich vermute mal, gar nicht mal so selten.



Ja, es ist traurig, dass Charakterlosigkeit, Schamlosigkeit, mangelnde Selbstkritik, Hass, Wut , körperliche und seelische Gewalt nun Einzug gehalten haben in das sensible Gesundheitswesen!

Und ich weiß, wovon ich rede, mein Sohn lebt in einer Einrichtung, in der das Jugendamt schon interveniert hat wegen der Zustände dort, ich selbst habe sowohl als Patientin als auch als angestellte Hilfskraft schon mehrmals einen Blick hinter die Kulissen von Krankenhäusern und Pflegeheimen werfen können.

Ich denke mal, dass diese Zustände nicht einfach dadurch abgestellt werden, dass man mehr Personal und mehr Geld einfließen läßt in die Sozialsysteme, sondern wir m ü s s e n uns endlich der Debatte stellen, welche Werte uns wichtig sind!

Ich finde Bildung gut, aber genauso wichtig finde ich Gewissensbildung und Herzensbildung. Weil ein Mensch mit viel Bildung, aber ohne Herzensbildung und ohne Gewissen, wenn er dann z.B. Arzt wird, eine Gefahr und eine Bedrohung für die Gesellschaft ist.

Einem Arzt will ich vertrauen können. Ich will darauf vertrauen können, dass er nach bestem Wissen seine Diagnosen stellt, das dann die Therapie darauf ausgerichtet wird, mich gesund zu machen und dass der Arzt dann nicht soviele Medikamente an den Mann, bzw. die Frau bringen will, wie er kann, weil er vielleicht von der Pharmaindustrie gesponsert wird!

Nein, lieber Leser, auch das weiß ich aus Erfahrung: Es gibt unehrliche Diagnostik in der Medizin und sogar skrupellose Ärzte, die sich ihr Portmonee ohne Rücksicht auf die Gesundheit des Patienten dick machen!!!!

Und diese Zustände werden nicht beendet durch Flickschusterei im Gesundheitswesen oder im Sozialwesen, sondern werden nur dann beendet, wenn wir und als Gesellschaft darüber einig werden, welche Werte wir wollen. Meine persönlichen Favoriten wären ja: Ehrlichkeit, Mitgefühl, Toleranz, Mut, Hilfsbereitschaft, Selbstkritik, Akzeptanz eigener Schwächen und der Schwächen anderer, eigenes Fehlverhalten eingestehen wollen, Fehler nicht vertuschen wollen, vielleicht sogar: sich selbst eingestehen, dass man nicht der liebe Gott ist und deshalb nicht alles weiß, nicht alles kann und auch niemals alles können und wissen wird!

Wer den Pflegeberuf ergreift, sollte sich darüber im klaren sein, dass er mit diesem Beruf nicht nur einen schweren Beruf ergreift, sondern auch einen Beruf, der ihn persönlich fördern kann, insbesondere dann, wenn er gerne über sich und die Welt nachdenkt, der Beruf formt den Charakter. Und ein guter Charakter macht einen Menschen attraktiver als ein nur gut aussehender Mensch ohne Charakter!!!!

Und weil ich glaube, dass man solche Werte nicht nur durch öffentliche Diskussionen fördert, sondern auch durch konkrete Maßnahmen, schlage ich z. B. Vor, Ärzten die Approbation nur noch auf Zeit zu erteilen, ( sie müssten dann regelmäßig vor einem Ethikausschuß erscheinen, ihr Wissen und ihre Kenntnisse sowie ihre moralische Integrität unter Beweis stellen. Nur dann würde die Approbation verlängert!) gute Diagnostik gleichwertig zu bezahlen wie die Therapie.

Ethikkomissionen mit unabhängigen Sachverständigen sollte es ebenfalls geben in Arbeitsagenturen, Sozialämtern, Gesundheitsämtern, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, kurzum: überall, wo Interessenkonflikte entstehen können!

Deshalb wähle ich mit meiner Erststimme in diesem Jahr Roland Sperling. Ich kenne ihn und weiß, das er ein ehrlicher Mensch ist, er hat eine eigene Meinung, kann zuhören und will Veränderung in der Gesellschaft. Außerdem ist er Jurist und weiß um die Fallstricke in der Justiz.


20.09.2017


Lieber Leser,

es ist Wahlkampf und deshalb möchte ich Dir an dieser Stelle gerne erläutern, welche Beweggründe ich habe, meine Erststimme Roland Sperling von der Linken zu geben, und trotzdem keine Wahlempfehlung für eine der zur Wahl stehenden Parteien zu geben.


Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht, was ich mir für mich und allgemein für die Gesellschaft überhaupt wünsche.

Da wäre zum einen der Wunsch nach einer ehrlichen, anständigen und werteorientierten Gesellschaft, in der der Einzelne Eigenverantwortung und Verantwortung für andere übernehmen kann und will. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der der Einzelne zufrieden sein kann, in der weder Angst herrscht noch ein Mitmachen m ü s s e n, mit Verhaltensweisen, die man eigentlich nicht an den Tag legen möchte.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft ohne Hetze, Termin- und Leistungsdruck – wo immer das möglich ist!

Ich wünsche mir eine tolerante Gesellschaft, eine Gesellschaft, die mich mit meinen Eigenarten und Schwächen akzeptiert. Ebenso möchte ich andere achten und wertschätzen, die Putzfrau genauso wie den Vorstandsvorsitzenden!

Ebenso wünsche ich mir eine kluge Gesellschaft, eine Gesellschaft, in der kooperiert wird und in der nicht der Erfolg und das Geld den Status bestimmen, sondern die Weisheit und der Charakter!

Ich wünsche mir eine gesunde Gesellschaft, körperlich wie geistig, eine Gesellschaft, in der Medizin und Pflege dem Menschen dienen und nicht dem Portmonee!

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der das Individuum gefördert wird und in der man das Recht haben darf, sich selbst genauso zu mögen, wie den Nachbarn oder den Chef.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der innere Werte attraktiver sind, als Geld, Macht oder Schönheit.

Wünscht sich nicht jeder eine solche Gesellschaft?

Ich denke, ja!

Aber ich denke auch, das es eine Gesellschaft, in der es ideal zugeht, wohl noch nirgends auf der Welt gegeben hat und dennoch: Ein Ideal, eine Vision zu haben ist nicht falsch, denn wenn man sich aufmacht, Wege und Möglichkeiten zu suchen, seiner Vision nahezukommen, ist schon sehr viel getan, aus einer egoistischen, kalten Gesellschaft in großen Teilen wieder warmherzige Gesellschaft zu machen! Der Weg ist das Ziel!!!!!

Wo aber fängt man an?

Ich glaube: Am Besten bei sich selber. Wenn man nach einem vielleicht sehr anstrengenden Tag trotzdem abends in den Spiegel gucken kann und sich nichts vorwerfen muss, wenn man zur Selbstkritik bereit ist, wenn man bereit ist, sich gegebenenfalls auch mal zurückzunehmen, anstatt auf seinem Recht zu bestehen, wenn man sich einsetzt für die Werte, die einem wichtig sind, wenn man Ja sagen kann zu sich und seinen Verhaltensweisen, wenn man sich nicht erpressen lassen will und mutig Widerstand leistet, dann ist schon viel getan.

Und auch das ist ein Ideal und kann wohl niemals vollständig verwirklicht werden! Und dennoch sollte man versuchen, auch diesem Ideal nachzugehen!

Wie aber bringe ich das Gewissen, die Ehrlichkeit zu sich selbst, das Ideal an sich, wieder in die Gesellschaft.

Ich denke dadurch, dass wir zuerst bei uns und dann bei unseren Kindern anfangen.

Eine gute Bildungspolitik ist wichtig! Und die fängt schon sehr früh in den Kitas an.

Was aber erwartet man wirklich von Kita, Schule und Ausbildungsstätte?

In den Politikerreden heißt es immer: Wir brauchen mehr Personal, wir brauche qualifiziertes Personal, wir brauchen mehr Geld und und und.....

Das ist alles sehr, sehr richtig, aber dennoch: Qualifikation und gute Bezahlung sind kein Garant dafür, dass das Kind in der Kita auch wirklich gut aufgehoben ist. Ich meine, was Eltern vor allen Dingen wollen, ist, dass ihr Kind nicht nur eine qualifizierte, sondern auch vor allen Dingen l i e b e v o l l e Betreuung hat, eine Betreuung, in der das Kind intellektuell und sozial angeregt wird, in der aber auch Herzensbildung und Gewissensbildung vermittelt wird.

Kurzum: eine umfassende Bildung, ein liebevolles Verhältnis zu Pädagogen, eine gute Wertevermittlung und und und...

Und genau darum möchte Roland Sperling mehr Geld für Kitas und Schulen, mehr Personal....

Damit gewährleistet wird, dass Erzieherinnen und Lehrer nicht unter dem Druck zusammenbrechen, denn große Gruppen mit wenig Ansprachemöglichkeiten an das Kind als Individuum, sind Gift für eine Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche...

Und es geht weiß Gott nicht darum, dass Erzieherinnen und Lehrer sich eine goldene Nase verdienen wollen: Nach Abzug von Steuer, Miete und Krankenkassen bleibt eben nicht mehr sehr viel übrig, um selbst auch noch einigermaßen anständig zu leben!

Auch Lehrer und Erzieher müssen sich erholen, müssen Kraft tanken für ihren schweren Alltag, oft genug haben sie es schwer, denn wenn mit den Kindern nicht alles gut läuft, wird ihnen gern mal der schwarze Peter zugeschoben.

Deshalb fordert Roland Sperling mehr Geld für Kitas und Schulen. Dasselbe gilt ebenso für Pflege und ehrliche Medizin....

Deshalb fordert Roland Sperling einen höheren Lohn für Pädagogen.

Einfach deshalb, damit Lehrer und Erzieher nicht total überfordert durch große Gruppen, Leistungsdruck und ungerechtfertigte Schuldzuweisungen das Handtuch werfenund das Feld vielleicht Menschen überlassen müssen, die es nicht so gut meinen mit den Kindern oder denen völlig gleichgültig ist, ob das Kind sich geborgen fühlt oder nicht.

Dasselbe gilt für Ausbildungsstätten und Arbeitsplätze: Ich denke, Roland Sperling will, genau wie viele, viele Menschen in diesem Land, die Anonymität aus der Arbeitswelt verbannen.

Es soll wieder Chefs geben, die sich verantwortlich fühlen für ihre Mitarbeiter und die Mitarbeiter sollen wieder gerne für ihren Chef arbeiten. Einer steht für den anderen ein, woimmer es möglich ist....

So ein Klima verhindert Mobbing und burn out und fördert die Leistungsbereitschaft und das gegenseitige Verantwortungsgefühl. Deshalb sind die kleineren Betriebe vielleicht förderungswürdiger als Firmen, in denen Druck, Streß und Gewinnmaximierung das Leben des Arbeitnehmers prägen.

Und so wie ich Roland Sperling kenne, möchte er auch nicht, dass Menschen ohne Obdach sind und nicht wissen, wohin.

Deshalb, denke ich, möchte er gern, dass Wohnungen, die mit öffentlichen Geldern gefördert werden, möglichst immer Sozialwohnungen bleiben und es nicht eines Tages, wenn der Mieter darin vielleicht 30 Jahre gewohnt hat, heißt: Sorry, die Wohnung gilt ab dem nächsten Ersten als freifinanziert. Deshalb wird die Miete dem ortsüblichen Mietspiegel angepaßt. Wir erhöhen die Miete ab dem nächsten Ersten um....

So etwas würde einen sehr großen Teil der Bevölkerung treffen, denn die Renten sind niedrig viele Einkommen ebenso und selbst die Sozialmieten ohnehin schon hoch!

Wohin soll der Rentner, der 30 Jahre in derselben Wonung gewohnt hat und dem die Miete plötzlich drastisch erhöht wird, weil die Wohnung aus der Sozialbindung fällt, wenn die Rente vielleicht 850 Euro beträgt und die Miete nun 600 Euro!

Nein, lieber Leser, die Forderungen, die Roland Sperling stellt, stellt er nicht deshalb, weil er gierig ist und den Hals nicht voll kriegt, sondern weil er den Menschen helfen will!

Ich selbst habe auch so manche Idee und von Roland Sperling weiß ich, dass er für die Bevölkerung stets ein offenes Ohr hat und Ideen sammelt und gegebenenfalls auch fortentwickelt!

So,z.B stelle ich mir vor, Ethikkommisionen mit unabhängigen Sachverständigen überall dort einzurichten, wo Konflikte an der Tagesordnung sind, wie z. B. In den Arbeitsagenturen, den Sozialämtern, den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden.

Für die Pflege wünsche ich mir mehr qualifiziertes, liebevolles Personal, statt der unseligen Pflege – Hilfe.

Um dafür zu sorgen, dass in der Medizin wieder zum Wohle des Patienten gehandelt wird, statt zum Wohle von Arzt und Pharmaindustrie, wünsche ich mir eine Approbation auf Zeit für Ärzte, die durch Ethikkommissionen immer wieder auf Herz und Nieren geprüft werden! Und weiß Du auch, warum ich für eine Approbation auf Zeit bin? Antwort: Weil man so die Spreu vom Weizen trennt!!!!

Insgesamt kann man sagen, dass es zwar nicht billig ist, eine anständige, wertvolle Gesellschaft zu wollen, aber es lohnt sich. Für alle.

Lieber Leser,

ich will nicht behaupten, dass Roland Sperling allein es nun richtet und die Welt aus den Angeln hebt.

Deshalb ist es wichtig, dass noch mehr Menschen wie er in den Bundestag kommen.

Ich erwarte von Roland Sperling im Falle seines Einzuges in den Bundestag, solide Arbeit, Ehrlichkeit, dass er Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen demokratisch treffen wird, ein offenes Ohr behält für die Nöte der Bevölkerung, Linkssein als Geschäftsmodell, ablehnt, juristische Mitarbeit an Gesetzestexten zum Wohle des gesamten Volkes, kurzum: Er soll Staatsdiener sein.

Ich traue es Roland Sperling zu, dass er verantwortlich und ehrlich handeln wird, auch ist mir aus den anderen Parteien kein Kandidat bekannt, der wie er, so viele persönliche Opfer, auch finanzieller Art, bringt, um seine Vorstellungen von einer besseren Welt, der Öffentlichkeit vorzustellen!!!!

Deshalb werde ich ihm meine Erststimme geben.

Lieber SPD Wähler, lieber Grüne, ja sogar lieber CDU Wähler. Du musst die Linke nicht mögen und kannst trotzdem Roland Sperling Deine Stimme geben!

Jeder, der ihn kennt, merkt, dass er ein feiner Mensch ist, mit Bildung, Herz und Niveau. Er ist kein Parteisoldat, sondern ein Demokrat, wie er im Buche steht, handelt und denkt selbstständig und ist unbestechlich( was ja in dieser Gesellschaft auch keine Selbstverständlichkeit ist)

Deshalb finde ich, hat er es verdient, den Neussern zu beweisen, dass er seine Heimat liebt und sich für sein Land verantwortlich fühlt.

Welche Partei man wählt, ist wohl davon abhängig, ob einem das Wahlprogramm zusagt oder nicht, aber als Mensch mit Herz und Verstand, ist Roland Sperling unentbehrlich für Neuss.

Deshalb: Erststimme Roland Sperling!!!!!



04.10.2017


Lieber Leser,

angesichts der vielen Konflikte auf der Welt (Krieg, Vertreibung, und hierzulande die Flüchtlingsdebatte), stellt sich mir die Frage, welches Menschenbild man eigentlich haben soll? Ist der Mensch von Natur aus böse oder ist er von seinen natürlichen Anlagen her, gut?

Ich überlege hin und her und wenn ich dabei mich selbst betrachte, drängt sich mir die Erkenntnis auf, dass der Mensch wohl eher von Natur aus widersprüchlich ist!

Wenn ich eine Position beziehen sollte, z.B. zur Flüchtlingspolitik, so denke ich zunächst an die vielen, vielen Bilder aus den Kriegsgebieten, an Bilder und Berichte über traumatisierte Kinder, die von einem Augenblick auf den anderen zu Waisen wurden, von Schwangeren, die im Meer ertrunken sind, von Hungernden und Frierenden Menschen in Auffanglagern. Man möchte helfen! Gleichzeitig aber finden in ganz Europa Debatten statt, die jede Verantwortung für die Geflohenen ablehnen, es ist von Obergrenzen die Rede, es werden Ängste geschürt darüber, dass es, sollten die Flüchtlinge bleiben, nicht mehr für das eigene Volk reichen wird....

Und es wird mit erhöhter Terrorgefahr durch Asylbewerber argumentiert!

Das alles macht Angst und man ist geneigt, die Hilfe für Flüchtlinge verweigern zu wollen, schon deshalb, weil man in diesem Land selber gerne überleben möchte und nicht eines Tages auch ein Gejagter sein will...

Mitgefühl mit den Flüchtlingen und eigene Angst vor der ungewissen Zukunft halten sich die Waage und so kommt es, dass man sich nicht entscheiden kann, welche Position man einnehmen will...Eben weil das, was am Ende als Konsequenz unserer Gefühle erfolgen müsste, nämlich Hilfe und Toleranz auf der einen Seite zu gewähren oder Härte zu zeigen gegenüber Hilfesuchenden und Abschiebung auf der anderen Seite, im Widerspruch zueinander stehen!

Und, ganz ehrlich, lieber Leser, konnte ich diesen Widerspruch für mich erst auflösen, als ich mal wieder ganz intensiv über mich und meine Ängste , aber auch über mich als soziales und psychologisches Wesen nachgedacht habe.

Ängste, die mich betreffen sind zum Beispiel die großen Sorgen, die man sich machen muss, bezahlbaren Wohnraum zu finden! Und wenn man ganz ehrlich ist, herrscht die Wohnraumknappheit ja nicht erst, seit es die Flüchtlingskrise gibt!!!! Gern hätte ich mal den Minister, der auch tatsächlich für Wohnungsbau zuständig ist, gefragt, warum angesichts so drastischer Wohnungsknappheit jährlich so viele, einst öffentlich geförderte, Wohnungen aus der Mietpreisbindung fallen müssen. Man müsste sich vielleicht beim Bau neuer Wohnungen zeitlich nicht ganz so doll anstrengen, wenn die schon existierenden Sozialwohnungen endlich auch Sozialwohnungen bleiben würden! Das würde doch auch die Suche nach passenden Baugrundstücken nicht so drückend machen. Was spricht dagegen? Ich hätte schon gerne e h r l i c h e Antworten....

Auch die Frage, ob tatsächlich genug finanzielle Mittel bereit stehen, um in absehbarer Zeit den Bedarf abzudecken, hätte ich gerne gestellt! Wenn nicht: warum nicht?

Wenn die Menschen in unserem Land endlich eine ehrliche Antwort von den verantwortlichen Politikern erhielten und das ehrliche Versprechen, Abhilfe bei den drückenden Problemen unserer Zeit zu schaffen, vielleicht hätte die Demokratie und die Humanität ja dann eine Chance.... Jedenfalls, wenn die Versprechen dann auch eingehalten werden....

Was die Terrorgefahr und das Tragen von Burkas und Kopftüchern betrifft, habe ich allerdings weniger Sorgen.

Es mag sein, dass es Menschen gibt, die von vornherein nichts anderes wollen, als Terror und Angst zu verbreiten. Das muss verfolgt und bestraft werden, ohne Zweifel.

Dennoch denke ich auch an diejenigen unter den Salafisten, die vielleicht seit Jahren oder gar Jahrzehnten in der Fabrik Schrauben drehen und sich bis dato nie etwas zuschulden kommen lassen haben. Vielleicht wittert der eine oder der andere ja jetzt, wo der Islam in aller Munde ist, sogar heimlich die einmalige Chance, groß herauszukommen und womöglich eine beachtliche „Karriere“ als Staatsfeind zu machen. Ich denke mal, ich versetz mich einfach mal in die Rolle eines solchen Salafisten: Wenn einer nie etwas zu sagen hatte und nie Beachtung gefunden hat, wieso sollte der sich nicht heimlich nach, wenn auch zweifelhafter Beachtung,z.B. Durch die Polizei, sehnen. Er wäre, machte er sich terrorverdächtig, mit einem Schlag eine bedeutende Persönlichkeit, der man nun endlich die lang ersehnte Aufmerksamkeit schenkt...

Ich denke, statt Polizei und Verfassungsschutz wäre ein netter Sozialpädagoge da wohl angebrachter... Und vermutlich auch preiswerter!

Auch die vielen Frauen, die zur Zeit mit Kopftüchern rumlaufen, beunruhigen mich nicht im geringsten, habe ich doch innerhalb der Nachbarschaft selbst erlebt, dass plötzlich Frauen ein Kopftuch tragen, die bei mir überhaupt nicht in Verdacht stehen, besonders frömmelnde oder dem Staate nicht wohlgesonnene Persönlichkeiten zu sein. Im Gegenteil, in Nachbarschaft und Stadt erlebe ich junge Mädchen mit Kopftuch, die gleichzeitig selbstbewusst ihre Berufsschultasche tragen und ihr Smartphone bedienen....

Daher glaube ich, dass das Tragen von Kopftüchern in unserer Gesellschaft genauso gut eine modische Erscheinung sein kann statt Feindlichkeit gegen Staat und Gesellschaft. .. So ähnlich, wie es die Miniröcke und die langen Haare als Zeichen des Protestes als verbindendes Element der 68 er waren!!!!!

Wohl ist die Bevölkerungsgruppe, die jetzt Kopftücher trägt, durch die Gesellschaft ja so ziemlich ins Abseits gedrängt worden( wenn sie nicht Deutsche sind, haben sie beispielsweise kein Wahlrecht), sie werden auch sonst in Schule und Gesellschaft benachteiligt....

Weil aber die meisten trotzdem integriert sind in den Arbeitsmarkt und sich nichts zuschulden kommen lassen, finde ich, sollte man, wenn man es mit der Chancengleichheit und Demokratie für alle ernst meint, den Kopftuchträgerinnen und den vermeintlichen terrorverdächtigen Salafisten endlich auch mal Gehör schenken und sie fragen, was sie sich eigentlich persönlich wünschen in diesem Land. Durch Meinungsumfragen und Sozialpädagogen und die Offenheit der Bevölkerung für Neues wäre viel getan. Vielleicht sind ja die Werte, die diese Menschen leben wollen, den unseren gar nicht unähnlich, denn auch ihre Religion hasst die Charakterlosigkeit, die Schamlosigkeit und den Egoismus.....

Und Angst vor Überbevölkerung habe ich auch nicht, denn ich denke, dass die meisten der Menschen, die jetzt vorübergehend bei uns untergekommen sind, auch zurück gehen werden, wenn in ihrer Heimat der Krieg beendet ist......

Ich, die ich mich, zwar bisher fast überwiegend im familiären Kreis, mein Leben lang mit der Rolle des Sündenbocks zufrieden geben musste, möchte jedenfalls nicht, dass auch andere Menschen in dieser Gesellschaft diese Rolle innehaben müssen. Innerhalb der Familie war immer ich es, die heimlich und öffentlich angeklagt wurde, wenn es nicht rund lief mit der Befindlichkeit der übrigen Familienmitglieder, wenn Schwierigkeiten auftauchten mit Enkel oder Sohn, wenn wirtschaftliche Abhängigkeiten herrschten zwischen meinem Mann und mir auf der einen Seite und den Schwiegereltern auf der anderen Seite oder einfach nur, wenn die Familienmitglieder unzufrieden waren mit sich selbst..... Zudem hat niemand ( weder Schwiegereltern noch Schwägerin oder Schwager in irgendeiner Form Wert auf meine Meinung gelegt, ich wurde für dumm verkauft, wo es nur ging). Man pflegte gemeinschaftlich seine Vorurteile gegen mich, ich war nicht wichtig und nicht wertgeschätzt und hatte, bis ich mich 2005 endlich selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf gesellschaftlicher und familiärer Verachtung gezogen hatte, keine Lust mehr und auch nicht den Mut, irgendwie aufzubegehren oder emotionale Rechte einzufordern.

Und genauso, wie in einer Familie, kann es einem in der Gesellschaft gehen. Wenn man Pech hat, gehört man, aus welchen Gründen auch immer (z.B. Migrationshintergrund, seelische Erkrankungen, soziale Herkunft....), zu denen, denen die Bevölkerung mit Vorurteilen begegnet

Ich denke mal, wenn man für sich einfordert, nicht nur familiär Rechte zu haben, sondern auch gesellschaftlich und politisch, fordert man eigentlich nichts weiter, als ein Grundrecht , ein selbstbestimmtes, emotional bereicherndes Leben zu führen. Also ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Und ich denke, mehr wollen die meisten „Salafisten“ und Kopftuchträgerinnen auch nicht. Und nur, wenn man einen Menschen seiner emotionalen Grundrechte beraubt, wird er meiner Meinung nach böse. Es liegt also an der Gesellschaft, ob wir zukünftig einen Polizeistaat haben wollen und uns Angst und Schrecken verfolgt, oder einen Staat, der sich um die gesellschaftlichen und emotionalen Rechte aller in ihm Lebender bemüht und in dem das Leben lebenswert ist.....

Was das Tragen von Burkas betrifft, so ist es mir herzlich egal, ob meine Nachbarin oder Kollegin damit bekleidet ist. Solange mich niemand auffordert, selbst eine Burka zu tragen, kann es mir auch egal sein! Ich denke, mich wird auch niemand auffordern, eine Burka zu tragen, denn ich halte den muslimischen Teil unserer Gesellschaft für genauso tolerant wie mich selbst!








10.10.2017

Lieber Leser,

ich habe mir in den letzten Tagen einige Bewertungen zum Thema Alexianer Krankenhaus in Neuss angeschaut und bin nicht verwundert, dass es etliche ehemalige Patienten gibt, die, wie ich, nicht zufrieden sind.

Ich muss gestehen, dass ich glaube, dass das negative Verhalten der Ärzte, Therapeuten und Pfleger, System hat, vielleicht gefallen denen ja nur Patienten, die unterwürfig alles tun und nachplappern, was die Weißkittel einem vorsagen. Und ich denke natürlich, dass auch das Geld eine entscheidende Rolle mitspielt, wenn es dort darum geht, Patienten würdig und respektvoll zu behandeln! Welche Krankenkasse zahlt gut und willig alles, oder wo sind Schwierigkeiten zu erwarten? Wo kann man die Kasse noch melken, welche Kassen leisten Widerstand?

Abgesehen davon, dass man einige Patienten dort wohl nur aufnimmt, damit die Betten nicht leerstehen und die Kosten für Miete und Strom gedeckt sind, finde ich, dass das, was da augenscheinlich an Therapieangeboten gemacht wird, alles andere ist, als dazu angetan, den Menschen auf Dauer wirklich zu helfen.

Aromatherapie, Ökotherapie, Gymnastik – das alles sind in meinen Augen nette Wellnessangebote ---aber lösen wird das kein einziges Problem.

Stell Dir vor, du diskutierst, als Mobbing Patientin, in einer Therapiegruppe im Alexianerkrankenhaus, vielleicht sogar im Rollenspiel, über die Probleme, die Du am Arbeitsplatz mit Kollegen oder Chef hast?

Mag sein, dass Du im Rollenspiel Strategien und Möglichkeiten findest, dem Chef eine Gehaltsforderung abzuluchsen oder den Kollegen die Meinung zu sagen, aber: Rollenspiele im Alexianerkrankenhaus werden Dir, wenn Du erst wieder zu Hause bist, nicht die wirkliche, harte Konfrontation mit Kollegen und Chef ersparen. Es kann alles ganz anders kommen, als man es im soften Rollenspiel gelernt hat, nämlich hart, brutal und schlimmer, als die Fantasie erlaubt....

Und am Ende wirst Du, eingeholt von der brutalen Wirklichkeit, genauso verzweifelt dastehen, wie vor Deinem Klinikaufenthalt.

Vielleicht wirst Du dann wieder zusammenbrechen und versuchen, wieder Hilfe im Alexianerkrankenhaus zu finden.

Und dann geht es wieder von vorn los: Du schnupperst an Aromafläschchen, streichelst Kaninchen und machst Achtsamkeitsübungen und, und und...., und natürlich dürfen auch Gespräche und Rollenspiele nicht fehlen.

Irgendwann aber, wird auch Deine Kasse nicht mehr zahlen wollen und die Ärzte werden unfreundlich und sogar unverschämt......

Und immer noch ist kein einziges Deiner, vielleicht existenziellen Probleme, gelöst- vielleicht wird Dir sogar der Job gekündigt, weil Du nicht genug leistest und zudem viele Fehlzeiten hast.....

Was wirst Du dann tun?

Vielleicht Rente einreichen und fortan die große Sorge haben dass Du mit wenig Geld nun Deine Miete nicht mehr zahlen kannst und schon gar nicht ein Auto oder einen Urlaub... Vielleicht musst Du sogar zur Neusser Tafel gehen. Und wenn dann die nächste Mieterhöhung ins Haus flattert!!!!

Und plötzlich, nach der schmachvollen Niederlage im Erwerbsleben, nun auch noch Dein Obdach bedroht ist? Wirst Du dann wieder ins Alexianerkrankenhaus gehen?

Wird die Kasse dann, wenn Du vielleicht schon drei oder vier dieser wundervollen Aufenthalte mit allen Schikanen, hinter Dir hast, noch zahlen oder wirst Du ab nun auch zu der Sorte Patient gehören, die allenfalls geduldet, nicht aber gemocht werden! Und die Probleme werden jetzt erst recht nicht bearbeitet!!!

Nein, lieber Leser, wenn ich Dir einen Rat geben darf:

Wenn Du ernsthafte Probleme hast und infolgedessen eine Depression, Angstattacken oder Psychosen entwickelt hast, gehe lieber in die Gewerkschaft oder in andere Interessenverbände, die Dich gegen einen geringen Beitrag rechtlich vertreten, auch die Partei < Die Linke< ist in unserem Ort eher wohl der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, soziale, existenzielle Ängste und Depressionen richtig zu händeln! Zum Beispiel, durch Solidarität! Nur durch echte Solidarität nämlich hat man wirklich eine Chance, der Härte in unserer sozialen Wirklichkeit mit dem zu begegnen, was die Gesellschaft dringend braucht: W I D E R S T A N D!!!!!!!!


Jegliche Therapieangebote – und sind sie noch so gut gemeint- können nur zeitlich begrenzt sein, und danach bist Du wieder allein mit Deinen Sorgen, mit Deinen Ängsten und Deinen Depressionen und Panikattacken. Ich persönlich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass mir das Medikament amisulprid sehr gut hilft, meine sozialen Phobien und meine Zurückgezogenheit zu überwinden – also, auch wenn ich den Arzt bloß zum Rezeptausdrucken brauche, so ganz ohne Hilfe stehe ich nicht da....


Zugeben muss ich allerdings, dass man oftmals in Gewerkschaft und politischer Partei wohl rechtlich und politisch aufgehoben ist, doch das emotionale Aufgehobensein, das man sich vielleicht zunächst in einer Therapie erhofft, und vielleicht anfangs auch bekommen hat, dieses emotionale Aufgehobensein fehlt dann! Und doch, lieber Leser, weiß ich, wie wichtig das ist, dass man sich in seinen seelischen Nöten verstanden weiß, sich vielleicht austauschen und sich gute Ratschläge geben kann. Deshalb ist es wichtig, sich eventuell einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, z.B. einer Gruppe gegen Mobbing am Arbeitsplatz. Du brauchst also beides: rechtliche Beratung durch Interessenverbände und die Solidarität anderer Menschen in Selbsterfahrungsgruppen.

Auf jeden Fall falsch bist Du in der psychiatrischen Klinik, denn wenn Deine Schwierigkeiten beispielsweise durch Mobbing o.ä. Verursacht werden, kannst Du zwar, zeitlich begrenzt, die Gesprächsangebote eines Therapeuten nutzen, aber: unbegrenzte Solidarität gibt es leider nicht auf Krankenschein, nicht nur, weil die Kasse das nicht zahlen will, sondern weil sie es nicht kann!


Eifersüchtig auf Menschen, die sich unbegrenzte Psychotherapie leisten können, braucht man aber nicht zu sein, denn meiner Erfahrung nach ist das Gefühl, von Arzt oder Psychologen verstanden zu werden, noch lange kein Garant dafür, dass man sein Leben wieder auf die Reihe bekommt. Ganz im Gegenteil: sich einen Menschen leisten zu können, der alles versteht, jeden Pups und jedes saure Aufstoßen zu deuten weiß, verführt dazu, die Probleme ungelöst zu lassen und sich gleichzeitig den Grund für sein Nichtstun mitliefern zu lassen. In dem Fall bedeutet Psychotherapie nicht seelische Entwicklung sondern seelischen Stillstand!

Merke: der Arzt kann Dich nicht so gut verstehen, wie es ein selbst Betroffener könnte, gerade wenn es darum geht, wie hinterhältig man gemobbt und aus dem Beruf gedrängt werden kann, fehlt ihm oftmals die Empathie dafür, wie grausam das ist, monate- oder gar jahrelang Opfer gewesen zu sein!

Aber auch die Sorgen, die man sich machen muss, wenn man weiß, dass der Vermieter die Wohnungen in dem Mietshaus, in dem man wohnt, sanieren will, kann ein Arzt mit Eigenheim nicht nachvollziehen.....

Es gibt unendlich viele Probleme, die Menschen zu lösen haben und ich weiß, dass es sehr oft sehr schwer ist, richtige Lösungsansätze zu finden. Manchmal kann eine Therapie ja wirklich helfen – aber über eines muss man sich im klaren sein: man macht, gerade Probleme, die an die Öffentlichkeit gehören, weil sie ein gesellschaftliches No Go darstellen, zu seinem ureigensten privaten Problem, mit allem, was dazugehört: Scham und Schuldgefühle, das Gefühl, ein Versager zu sein und ein gesellschaftlicher Nichtsnutz, Angstgefühle und das Gefühl, öffentlich schweigen zu müssen über die großen Probleme seines Lebens, weil man die Rache der Gesellschaft (Chef, Kollegen,Arbeitsagentur,Vermieter und, und, und....) fürchten muss und nicht zuletzt das Gefühl, in die Enge getrieben zu werden......, allein schon dadurch, das man es nicht wagt, sich zu wehren..... und sich statt dessen lieber eine Depression, eine borderline Erkrankung, eine Psychose diagnostizieren läßt. Von der Diagnostik her mag das sogar richtig sein, dennoch ist eine solche Diagnose ein klares Signal an Chef, Kollegen, Arbeitsagentur, Vermieter dafür, dass man sich nicht wirklich wehren will und sich lieber hinter der Psychiatrie verstecken will!

Als ich vor dreizehn Jahren beschlossen habe, mein Leben in die Hand zu nehmen, habe ich niemanden gehabt, außer meinem Mann – und der wurde von Gesellschaft und Familie ebensowenig für voll genommen wie ich!

Ich, mein Mann und die Medikamente und der liebe Gott: diese kleine Kampftruppe war es, die mich aus einem ganz erbärmlichen Loch gezogen hat.

Eines kannst Du mir glauben, lieber Leser: nicht wenn Du kettenrauchender Hartz 4 Empfänger bist oder Alkoholiker, nicht wenn Du ein vermeintlicher nichtstuender Couchpotatoe bist oder einer, der seine Kinder anbrüllt, nicht wenn Du in Jogginghose und mit fettigem Haar einkaufen gehst, störst Du die Gesellschaft, damit erregst Du allenfalls Verachtung!

Aber richtig Zorn erregst Du, wenn Du plötzlich mutierst und nicht mehr rauchst, nicht mehr trinkst, aktiv wirst und Deine Kinder verstehst und wenn Du plötzlich eine richtige Hose trägst und ein heiles T-Shirt!

Wenn Du so gar nicht mehr dem Bild entsprechen willst, dass man sich von Dir gemacht hat, wenn Du, der im Büro in der Rangliste ganz unten steht, plötzlich aufmuckt und zurückbeißt, wenn Du psychisch krank bist und auch noch so frech wirst, Deine Intelligenz zu zeigen, wenn Du, von dem der Chef nie erwartet hätte, dass Du es fertig bringst sich bei der Gewerkschaft über sein Mobbing zu beschweren, wenn Du zum Gegenangriff angehst, wenn Dir Unrecht geschieht, dann bist Du auf dem Weg der Genesung... Sei ein rotes Tuch: im Internet, im Büro, in der Nachbarschaft und beim Vermieter, bei der Arbeitsagentur und in der Familie! Und genieße diese Rolle! Hol Dir die nötige Solidarität! Im Internet! In der Partei! Bei den Interessenverbänden! In der Selbsthilfegruppe!!!!!


Auch, wenn die Spitzen der Argumente ineinander verschränkt sind, wie die Blattzinken einer Venus-Fliegenfalle, also sich gegenseitig konterkarieren, hat man doch das Gefühl, die Fliege könnte vielleicht drin sein. (Hans)



18.04.2018: Lieber Leser: Als verantwortlicher (?) Herausgeber muß ich zu dem folgenden Text einige Hinweise geben. Ich habe mal den Vegetarier-Witz gemacht: „Was soll ich mit einem Eierbecher, ich habe doch auch keinen Affenkopfhalter.“ Ich fürchte aber um sich an dem später folgenden Text von Marion zu delektieren, werden Sie doch eine Art „Affenkopfhalter“ benötigen, den ich im folgenden zu konstruieren beabsichtige: An Marions Aussagen über die im Text genannten Personen ist nichts wahr, ausser dass Marion sie hasst, (sicherlich auch zum Teil gezielt gegen sie aufgehetzt wurde, um mir Schwierigkeiten zu bereiten,) nichts wahr, ausser, dass sie existieren und größtenteil nur deshalb in diesem Text vorkommen, weil sie so nett waren uns mal einzuladen, und deshalb überhaupt in Marions Horizont gelangt sind. Und sie hat (leider) auch nie jemands Titten oder Schwänze gesehen, und überhaupt schon seit mehreren Jahren, wenn nicht mehr, keinen Kontakt zu einer der genannten Personen mehr gehabt. Wahr ist aber auch, dass Marion von genannten Personen eher milde belächelt wurde, wenn sie wütend war und ihre Emotionen keinen Platz in der alternativlosen Welt normaler Menschen mehr haben. Belächelt wenn man gefürchtet weden möchte-klar, das geht nicht. Es ist auch wahr, dass sie sie immer unterlegen gefühlt hat, und –auch bei egalitären Gesellschaftsregeln einfach nicht genug ehrliche Beachtung abbekommen hat-- und sich deshalb mit gewissem Recht gedemütigt fühlt. Auch muss man sagen, dass, wenn erst mal alle Freunde weggerannt sind, Marion mit sich selbt alleingelassen ist -ein Mann, der selbst verachtet wird, hilft da auch nicht viel- dass damit die meisten Kompensationsmöglichkeiten wegbrechen. Es gibt einfach kein Zuhause, in dem noch andere Menschen vorkommen. Obwohl massenhaft Menschen überall auf den Strassen rumrennen. In Anbetracht dessen, ist es normal und gesund, was sie tut/tat, nämlich in eine sogenannte „Psychose“ ausbrechen. Und leider wird die Sache ja auch nicht besser, wenn man Marions Situation und Charakter vertuscht. Ich bin zu dem Schluss gelangt, dass im Zuge einer „alles muß raus-Politik“ der aktuelle Text von Marion in einer unredigierten Fassung veröffentlicht werden muß, zumal er von ihr auch genau dazu bestimmt war.

Obwohl ich mich wirklich schrecklich schäme, auch angesichts der Geschichten, die sie über mich fabuliert, angesichts dieses entsetzlichen niederträchtigen ungerechten masslosen dummen Textes, den ich liebend gerne vertuschen würde, aber zu meinem Schutz veröffentlichen muß, da ich sonst nicht mehr erklären kann, wie ich zu der Gesellschaft und zu Frauen im Besonderen stehe. Kriegt das doch mal rein, in euer Scheiß-edle-Frauen-Bild, diese Fotze! Die ist so. Und die ist nicht edel. Nicht die Spur. Und trotzdem will sie geliebt und geachtet werden. Und wenn ich das dann so mache, wies eben geht, dann kommt ihr mir quer. Fickt euch doch selbst, und fahrt zur Hölle, ihr Arschgesichter. (Freunde ausgenommen) Istanbul-Konvention zwischen mir und Marion? (Bundestagsversion) Das ist nicht mal ein Witz, das ist empörend.

Ein besonders perfider Grund dafür, Marion zu solchen Gefühlen und Äusserungen hochzuquälen, scharf zu machen, ist auch, nicht nur meine Beziehungen zu anderen Menschen zu versenken, sonder auch meine Glaub und Lesenswürdigkeit zu untergraben, weil Leute normalerweise leicht davon zu überzeugen sind, dass mein Geschreibsel genausowenig glaubwürdig ist. Darum wird Marion gedemütigt, damit sie kompensatorisch noch mehr so einen Scheiss verbreiten muß und ich dann davon den Schaden habe. Und wenn ich ihr erkläre, dass sie manipuliert wird, heult sie rum, dass ich schon wieder am Meckern bin, und sie es nicht aushält. In der Scharia braucht man vier Frauen um die Aussage von einem Mann aufzuwiegen. Das ist auch empörend. Aber bei so einer Frau und so einem Mann eben nicht. Schaltet man sie auf stumm, geht sie auch kaputt. Schon so manches Baby soll erstickt sein, weil man ihm den Mund zugehalten hat, damit es nicht schreit. Nicht jedes persönliche Verhältnis ist auch ein typisches gesellschaftliches.
PS: Mit dem Affenkopfhalter wird wohl nichts, ich habe auch keine Kraft mehr übrig, für so'n Scheiss. Zumal meine Textbearbeitungssoftware schon wieder spinnt. Ihr müßt euer Zitroneneis also so auslöffen.
Viele Behauptungen über andere Leute in Marions Text sind einfach nicht wahr.


Bei Freundschaft öffentliche Auspeitschung! (quasi) (mehr haben wir im Moment als couple nicht zu bieten)

Grün: unkommentierte Version:

16.04.2018

Lieber Leser,

heute möchte ich Dir mitteilen, warum ich mich in den letzten Wochen wieder sehr, sehr schlecht fühle.

Seit ca. 4 Wochen denke ich über meine Gefühle, meine Paranoia, mein Verhältnis zur Gesellschaft und anderes nach und komme zu dem Schluß, dass ich lange nicht mehr so gelitten habe wie jetzt.

Schon von frühester Kindheit an ( seit mein Vater und meine Mutter mit mir und meinen Schwestern in ein eigenes Haus gezogen bin und nicht mehr bei meinem Opa und meiner Oma wohnte, hatte ich nichts mehr zu lachen. Ich war erst 4 Jahre alt, als die Demütigungen durch meinem Vater anfingen. (Fette Kuh, bist Du bekloppt,selber Schuld, kannst Du nicht gucken, dick faul und gefräßig, was hat die Dicke schon wieder gemacht, die hat genau so fette Beine wie die Alte.... und noch sehr sehr viel schlechtes mehr. Ich konnte machen, was ich wollte – immer war ich Dreck, Scheiße, blöd, häßlich und das Tag für Tag. Meine Mutter, eine schwache Frau, hat tatenlos zugesehen. Meiner Mutter war ich eine Last, sie wollte nichts anderes, als das ich funktioniere. Essen, schlafen, Kleidung, Spielzeug, saubere Hände – mehr hat sie mir nicht gegeben. Man hat mir jedwede menschliche Anteilnahme verweigert. Keinen Gute Nachtkuss, keine Umarmung, kein ich denk an Dich, kein wie geht es Dir – null Anteilnahme, einfach nichts. Stattdessen Mofa, Taschengeld und anderen Konsum. Und in der Schule hatte ich keine Freunde, ich wusste einfach nicht, wie man Kontakte herstellt. Stattdessen Demütigungen, Beleidigungen und ein sich Bedroht fühlen durch die Mitschüler. Seit ich die Realschule wegen schwerer Depressionen verlassen hatte (die nicht ärztlich behandelt worden waren, weil weder meine Mutter noch mein Vater davon etwas bemerkt haben wollten, ging das wirklich rund mit den Demütigungen. Spasti, fette Kuh, Matschkopf, Dicke, immer, immer wurde auf mir herumgetrampelt. Und zuhause gings dann weiter. Fette Sau, hast Du meinen Bruder gesehen, diese Worte meines Cousins habe ich heute noch in Erinnerung. Ich hatte Herzstiche, die körperlich wehttaten und bin dann andere Wege gegangen, damit ich diesem Cousin nicht mehr begegnen muss, weil ich Angst vor den Schmerzen hatte.

Und in den ganzen Jahren habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als einen Freund mit langen Haaren und einem Bart. Ja, ich hatte die Studentenrevolte verfolgt und hatte mir nichts sehnlicher gewünscht, als das mich irgendwann mal jemand mit langen Haaren und einem Bart abholt. Doch ich wartete vergeblich. Ich fühlte mich häßlich, fett, faul, zu nichts zu gebrauchen, kurzum ich fühlte mich Scheiße. Es ist ein so erbärmliches Gefühl, wenn andere einen immer für Scheiße halten, für Dreck, für wertlos, für asozial, für das Letzte. Nein, mein Leben hatte nie wirklich Spaß gemacht. Ich habe gesoffen, mich mit Männern eingelassen, war beim Psychologen, aber mein Leben blieb Scheiße. Ich habe mich entsetzlich gefühlt, ganz entsetzlich und man konnte mit mir machen, was man wollte.

Schließlich lernte ich in Münster Hans kennen, der heute mit mir verheiratet ist. Er war Student und ich stand ohne Obdach besoffen vor der Mensa und suchte nach einem Mann, der mich aufnehmen wollte. Hans hat es gemerkt und hat mich mitgenommen in sein Studentenzimmer am Aasee. Wir haben miteinander geschlafen und ich bin dann am nächsten Tag mit einem Kater neben ihm aufgewacht.

Und dann fing Hans aus seinem Leben an zu erzählen. Seine Eltern haben ihn gedemütigt, geqüält und drangsaliert und auch er wurde ohne wirkliche Liebe erzogen. Da ich die Eltern ja spätestens seit unserer Heirat kennenlernen konnte, besteht für mich kein Zweifel daran, wie sehr er unter der Lieblosigkeit und den Erniedrigungen seiner Eltern gelitten hat. Das sein Vater ihm hinterherspioniert hat, daran besteht für mich auch kein Zweifel, ich schätze den Alten so ein.

Und auch den Hass, den er auf Frauen hat, kann ich nachvollziehen. Ich denke, dass die meisten Frauen doch gerne auch körperlich begehrt werden – würden sie sich sonst adrett anziehen. Wem es egal ist, ob ein Mann sie attraktiv findet oder nicht, der macht sich auch keine Mühe, hübsch auszusehen. Ich glaube jedenfalls nicht dass Frauen sich in erster Linie für andere Frauen hübsch machen. Aber wenn dann ein Linker wie Hans kommt und behauptet, er will nur Sex, dann ist man gerne bereit zu glauben, man sei eine attraktive Frau, die so schön ist, dass sich alle Männer nichts sehnlicher wünschen, als mit ihr zu schlafen. Und weil man sich ja dann sehr attraktiv fühlt, kann man dem Hans ja auch zeigen, dass man sich für ihn wohl zu schade ist. Und darum kriegt Hans dann die Prügel und man sucht weiter nach einem anderen Opfer. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Alice Schwarzer in jungen Jahren eine attraktive Frau war. Das Gesicht sieht nicht danach aus. Wie soll ich dann denn glauben, dass die Männer scharenweise bei ihr Schlange gestanden haben, um mit ihr ins Bett zu wollen. Wenn alle andere Frauen immer attraktiver waren als man selbst, geht man dann vielleicht dann doch mal in die Frauenbewegung, damit niemand merkt, wie gerne man auch mal einen Mann kennenlernen würde, der einen in die Geheimnisse der Liebe einführt.

Ich hoffe, lieber Leser, es besteht für Dich kein Zweifel daran, dass ich irgendwann dann doch mal einen Mann mit langen Haaren und einem Bart kennengelernt habe. Seitdem weiß ich, dass ich einen Penisneid habe und mich an einem schönen Penis sehr erfreuen kann.

Was die Linke in Neuss betrifft. Wenn man einerseits als fetteste Frau vor dem Parrteivorstand bei warmem Wetter in Badeanzug posiert, weil man meint, dass man von den linken Männern selbstverständlich für genauso attraktiv gehalten werden muss, wie das hübsche Model von nebenan, auf der anderen Seite aber bei Parteisitzungen die Dickenmode von Ulla Popeken trägt, die sso wunderbar den dicken Bauch und die riesigen Hängebrüste kaschiert , weil man dort nämlich nicht die einzige Frau ist, sondern urplötzlich Konkurrenz bekommen hat im Kampf um den Parteivorsitzenden, den man schon so lange kennt und von dem man das Gefühl hat, dass er einen geilen Penis hat, kann man sich vielleicht dort etwas attraktiver fühlen als die Genossin mit dem intererssanten Buch. Die Dickenmode von Ulla Popeken ist unschlagbar, dass weiß sogar die dumme Konkurrenz. Wenn man dann den Genossen nicht mehr braucht, der so freimütig von Sex erzählt und dessen Frau man als ernsthalfte Bedrohung um den Schwanz der Genossen sieht, überzeuigt man den Parteivorsitzenden doch hoffentlich recht bald davon,. Die beiden nirgendwo mehr einladen zu müssen, denn wenn einer so offen über Sex redet wie Hans könnte eine Bedrohung sein für auch die fetteste Frau der Partei, Wenn Hans merkt, dass man geil auf den Parteivorsitzenden ist, könnte er eventuell freimütig werden und ganz offen erzählen, das er die dicke Genossin durchschaut hat und dann könnte es sein, das der Parteivorsitzende sie vielleicht unattraktiv finden könnte und womöglich noch diese blöde Kuh vorzieht, nur weil die ein ineressantes Buch geschrieben hat. Als die Gefahr durchschaut zu werden noch nicht bestand und man den Hans für bekloppt erklären konnte, wenn er anfing von Sex zu reden, bestand die Gefahr entlarvt zu werden ja noch nicht, aber verdammt: Seine Frau könnte eventuell auch irgendwann zu r Gefahr werden, das Buch war ja nicht ohne. Und der Genosse war ja auch ganz angetan. Man muss die beiden Verräterr loswerden. Und der Parteivorsitzende wird doch auch sicher bald merken, dass man viel attraktiver ist als die dumme Marion. Und wenn man dem lieben Genossen dann noch erzählen kann, wie konservativ diese dumme Marion doch ist und welch ein Frauenfeind der Genosse Hans, dann wird doch der Genosse doch sicher bald merken, dass die beiden auf gar keinen Fall dazu gehören und nicht mehr eingeladen werden müssen. Zumal mandoch so viele Leute kennt, die man hin und wieder doch ganz gut gebrauchen kann. Das weiß der Parteivorsitzende doch sicher auch?

Und auch zu der Linken allgemein möchte ich sagen: Ihr seid mir eigentlich zu dumm. Wenn man Marx auswendig gelernt hat und die Flugblätter keine Grammatikfehler enthalten und auch die Rechtsschreibung stimmt, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass das überzeugend ist. Man weiß es doch aus dem Deutschunterricht: Grammatik muß stimmen und Zeichensetzung- dann bekommt man ein sehr gut. Der Inhalt ist eigentlich scheißegal. Und dann steht ihr da und wollt eure Flugblätter loswerden und kein Mensch interessiert sich dafür. Warum wohl nicht? Weil ihr immer denselben Mist in allen Variationen den Leuten als revolutionäres Gedankengut verkaufen wollt. Ich mein, wenn man mal bei Marx vorbeischaut und sich das Buch mal anguckt , dann sieht man erbärmliche Not. Und wenn man dann durch die Stadt läuft und statt erbärmlicher Not große Kaufhäuser sieht, MC Donalds und überall Kneipen, wer soll dann noch davon überzeugt sein, dass die Verhältnisse heute genauso schlimm sind wie damals. Und ihr wundert euch, dass ihr wahnsinnig tollen Intellektuellen, die ihr doch Marx in und auswendig kennt, bei den Menschen keine Überzeugungskraft habt. Meiner Meinung nach könnte es daran liegen, dass weitaus mehr Leute Marx gelesen haben, als die Linke glaubt. Und diese Menschen, die dann alle Marx gelesen haben, wundern sich dann auch über diese wahnsinnig intellektuellen Linken, die mit den Zuständen von damals die Welt von heute verändern wollen. Die meisten Menschen Und eine eigene Meinung haben die wenigsten in der Partei Die Linke. Vielleicht auch deshalb, weil eine eigene Meinung nicht so gern gesehen wird , denn dann müsste man genau so ehrlich sein wie der Hans und wie die Marion. Und das traut man sich dann doch lieber nicht, denn dann ist das Bundestagsmandat in Gefahr und die spätere zukünftige Pension. Meiner Meinung nach hat Hans recht: Es liegt sehr viel an der Sexualität. Das weiß ich schon seit meinem siebten Lebensjahr.(1968)



Ja, lieber Leser, die fettesten Ärsche, die dicksten Titten, Plattfüße, dünne Haare,Pickel im Gesicht- all das findet man zuhauf in der Frauenbewegung. In keiner Partei findet man so potthäßliche Frauen wie in der Linken und in der Frauenbewegung. Ein Model habe ich da noch nie gesehen. Und Frauenbewegung – das weiß ja jeder, steht für Fortschritt, Gleichberechtigung. Da schließt man sich natürlich der Linken an, denn die steht selbstverständlich auch für Fortschritt und Gleichberechtigung. Und das allertollste ist: Linke Männer, weil sie ja so viel von Gleichberechtigung halten und nicht im Traum daran denken, in diesen Frauen etwas anderes zu sehen, als Genosinnen, denken natürlich darum auch nicht daran, die fetten Ärsche, dicken Titten, Plattfüße u.s.w. Zu beleidigen, denn man weiß ja: Linke Männer wollen keinen Sex mit Frauen, sondern nur diskutieren. Da kann endlich die unattraktivste Frau sich auch hübsch finden, auch wenn sie weiß, dass sie einen fetten Arsch hat. Und heimlich von einer Liebesnacht mit den Genossen träumen, denn einen so verständnisvollen Mann gibt es nicht alle Tage. Der Penis des Genossen ist der schönste, keiner weiß das besser als ich. Und ich denke, der Genosse weiß das ebenso gut. Und wenn dann Hans kommen sollte und den fetten Arsch tatsächlich attraktiv findet und ein Angebot macht, gibt es was um die Ohren. Und vielleicht kann man dann endlich das Gefühl haben, tatsächlich attraktiv zu sein. Hans Problem ist: er findet fette Ärsche, dicke Titten, Plattfüße, dünne Haare, Pickel im Gesicht tatsächlich ebenfalls attraktiv, ob der Genosse das ebenfalls findet, weiß ich nicht. Ich mein: Wer die Wahl hat, hat die Qual und ob eine Genossin mit fettem Arsch tatsächlich die Erfüllung sexueller Träume eines Genossen ist, halt ich für zweifelhaft. Vielleicht findet sich ja irgendwo noch was Besseres? Ob man da nicht mal lieber mal auf den Penis von Hans zurückgreift? Hans hat einen schönen Penis und in seinen Augen bin ich eine attraktive Frau.... (Penisneid)


Unser großer Schmerz:

In letzter Zeit stelle ich mir oft vor, was in der Zeit von 2006 bis heute bei meinen Verwandten in Vogelsang und meiner Schwägerin los war.

Manchmal kamen Briefe von Opa mit Angeboten uns unter der Hand Geld zu geben, aber ich bin nicht darauf eingegangen, denn seit ich das Rauchen aufgegeben habe, habe ich kein Extrageld mehr nötig. Ja, ich war eine extrem starke Raucherin und habe es einfach nicht geschafft, das Rauchen aufzugeben und da kam ein monatliches Extrageld recht, denn sonst hätte die ganze Familie am Hungertuch nagen müssen, nur weil ich meine Sucht nicht in den Griff bekommen habe. Wie gesagt: Ich habe aufgehört zu rauchen und brauchte kein Extrageld mehr. Eines Tages kam ein Brief von Opa, in dem er schrieb, dass er zur Arge gehen wollte, um sich zu erkundigen, ob er die monatlichen, nun ganz offiziell auf dem Konto eingegangenen Zahlungen an uns, nicht einstellen könnte. Ich, die ich Opa sehr gut kenne, konnte mir vorstellen, das er vielleicht auch erzählen könnte, das er uns unter der Hand gegeben hat – natürlich ohne zu wissen, das wir uns kriminell damit machen. Wahrscheinlich könnte er auch erzählt haben, dass er wohl niemals uns Geld unter der Hand gegeben hätte, wenn er das gewusst hätte.

Da stand ich nun vor dem Problem: Wie gehst Du damit um? Ich wollte nicht, dass Hans davon erfährt, denn er wäre verrückt geworden oder er hätte wahnsinnige Angst bekommen. Schließlich musste ich handeln: Ich bin zu den wenig geliebten Schwiegereltern gefahren und wir haben uns im Wohnzimmer gegenüber gesessen. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich gedacht: Wenn der Opa uns denunziert, werde ich Hans nicht aufhalten, zu tun was er will. Der Schmerz war sehr sehr groß, denn jeder weiß ja, was 2006 in den Köpfen der Menschen bezüglich Hartz 4 vorging. Und deshalb habe ich gesagt: Wenn Du zur Arge gehst, kannst Du das Machen, aber Du musst nicht denken, dass ich für Hans das Kindermädchen spiele : Wahrscheinlich werde ich es gar nicht merken, wenn er das Haus verlässt um Dich zu besuchen. Ich kann Dir nur raten, halte Dich an Deine Tochter, die scheint ihn ja gut zu kennen. Ich könnte mir vorstellen, dass Vater, Mutter, Tochter gemeinsam Tage später Dr. Berning aufgesucht haben, um ihn zu überzeugen, dass der Sohn und geliebte Bruder doch nicht so unverschämt sein kann, ständig auf Opas Kosten zu leben. Und vielleicht kann ich mir auch vorstellen, dass der gute Doktor Berning nicht überzeugt werden konnte, sondern einfach gesagt hat: Zahlen Sie. Des weiteren könnte ich mir vorstellen, dass der gute Doktor vielleicht die Arge informiert haben könnte um ihnen zu erzählen, dass eventuell mit Besuch von Dr. von Sperling zu rechnen ist.Vielleicht könnte er gesagt haben: Dr. von Sperling ist psychisch krank und hat eine Psychose....

Ich kann mir soo vieles vorstellen: Ich habe mir beispielsweise oft vorstellen können, dass nach dem Tod der Schwiegermutter Sonntag f+ür Sonntag vielleicht gemeinsam darüber diskutiert wurde, wie man dem bösen Hans Albrecht möglichst komplett vom Erbe ausschließt, denn selbstverständlich war das Geld und die Häuser bei Frau Doktor und Oberstudienrat besser aufgehoben, al bei der nichtsnutzigen Marion und dem ach so psychisch kranken Bruder. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Herr Oberstudienrat regelmäßig im Internet nachgesehen hat, was die abtrünnigen Verwandten so alles dort veröffentlichen. Hans ist irgendwann in die Partei die Linke eingetreten und irgendwann habe ich gedacht: machs genauso. Das war immerhin besser als nichts. Man hatte Roland, man hatte Swantje, man hatte Vincent – was wollte man noch Und irgendwann bin ich auf die Idee gekommen: Schreib doch einfach mal die Geschichte eines total Verachteten auf. Und dann habe ich angefangen und habe Hans jeden Tag etwas neues daraus vorgelesen. Hans war begeistert und ich ebenfalls. Ich glaube, ich war noch nie so gut.

Als das Werk seinem Ende zuging, würde ja hoffentlich bald jemand den lieben Roland davon endlich erzählen und tatsächlich: Zum ersten Mal in meinem Leben hat er kein Selbstmitleid mehr gehabt, als er mich sah und mir sogar die Hand gegeben. Dann konnte man ja nur noch hoffen, dass Roland dafür sorgen würde, das Werk an allen erdenklichen Stellen bekanntzumachen. Und ich weiß nicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich werde jetzt sehr sehr rasch an vielen wichtigen Stellen sehr bekannt. Schönes Gefühl. Und das schönste Gefühl war, dass Genosse Roland mich sogar für den Stadtrat auf Listenplatz 8 gesetzt hat. Ich war so happy. Dann kam die Wahl der Kreistagskandidaten und Hans bekam auch noch ein Gebiet zugeteilt. Hans hat Allerheiligen genommen, ich Weckhoven. Und wir haben sogar in der Zeitung gestanden, ein Mitarbeiter der Lebenshilfe hat es uns mitgeteilt. Natürlich habe ich gehofft, dass auch Opa davon lesen würde. Das, so hoffte ich, würde doch sicher auch Tochter Ulrike interessieren und irgendwie konnte ich mir vorstellen, dass fortan der liebe Schwager Oberstudienrat a.D. Michael Albrecht, dem das Rentnerdasein inzwischen auch sehr langweilig vorkam vielleicht motivieren könnte, sich jetzt ganz besonders für mich zu interessieren. Ja – das Internet. Ich war so happy. Das Internet vermittelte so schön den Eindruck, mein Werk würde in allen Sprachen verkauft, mein Name sei in aller Munde, ich wäre bald eine gemachte Frau – und dazu noch in der Linken. Ich konnte mir vorstellen, dass Michael denken könnte: Bei dem Werk, und dazu noch in der Linken – vielleicht kann man ja jetzt endlich Hans Albrecht um das Erbe bringen. Dem hat noch nie einer geglaubt und wenn die dumme Marion jetzt auch noch damit anfängt, sich hereingelegt zu fühlen und das vielleicht nieederschreibt, wie verfolgt, gedemütigt und erniedrigt sie sich fühlt, vielleicht ist das ja eine einmalige Chance, unerkannt auch einen Betrug begehen zu können. Das ganze Geld, die Häuser, die Aktien, da werde ich jetzt zugreifen. So habe ich gedacht, nicht anders. Und irgendwie hatte ich mir vorstellen können, dass Frau Ulrike, Opa und Michael vielleicht jetzt endlich die Stunde gekommen sahen, dass zu vollenden, was schon so lange geplant war: Hans Albrecht um sein Erbteil zu bringen, zu einem Rechtsanwealt zu gehen und dort zu hinterlegen, was man zeitlebens seinem Sohn unter der Hand gezahlt hatte bis 2006 und das nach seinem Tod womöglich noch mit eidesstattlicher Versicherung dem Sozialamt zukommen zu lassen. Opa würde sich doch sicher vorstellen können, dass wir doch wohl dringend auf das Geld angewiesen wären. Bestimmt würde er endlich auch einmal sein Gewissen erleichtern wollen und akribisch aufschreiben, welch ungeheure Summen, von denen vielleicht nicht einmal wir etwas wissen, er gezahlt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass Oberstudienrat Michael Albrecht vielleicht auch noch das ein oder andere Sümmchen entdeckt haben will.

Und ich konnte mir vorstellen, dass die drei jetzt sicher zusammen die Betreuung von Opa angeleiert haben. Ich konnte mir vorstellen, dass die liebe Ulrike, ihres Zeichens Psychiaterin und Psychotherapeutin, das als verantwortungsbewusste Ärztin, die sich schon immer liebevoll um ihre Eltern gekümmert hat, die Sache jetzt ganz in ihre Hände nehmen würde. Auch die Diagnose, die selbstverständlich sie selbst am besten stellen konne, denn man kennt den Vater ja sein Leben lang, konnte ich mir vorstellen: Ich denke, wenn man ein großes Vermögen verschwinden lassen will, gibt es nichts geeigneteres als manisch depressiv. Manisch depressive, das ist ja wohl in Fachkreisen bekannt, schmeißen mit dem Geld nur so um sich. Und wer weiß: vielleicht könnte der nun manisch depressive Vater ja mal in die Eisdiele gehen und dort 50 Euro Trinkgeld geben , anschließend in die Pommes Bude vielleicht dreißig Euro in den Daddelautomaten stecken und mehrere Runden Bier für die vielen netten Leute ausgeben. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, könnte ja auch endlich Ulrike ins Spiel kommen mit wehendem Mantel und besorgtem Gesicht den armen psychisch Kranken, nach dem sie vielleicht schon mehrere Stunden sucht, in die Arme zu nehmen und ein ernstes Wort mit ihm zu reden Und wenn der Opa dem Gastwirt vorher dann vielleicht auch fünfzig Euro Trinkgeld gegeben hat, na dann würde doch sicher Ulrike ganz in ihrem Element sein. Welcher Gastwirt erinnert sich nicht gerne an den Gast, der ihm fünfzig Euro Trinkgeld gegeben hat. Vielleicht würden die beiden ja bei Bedarf auf ihn zurückkommen können, wenn man vielleicht doch mal Zeugen brauchte. Das Trinkgeld würde er doch sicher behalten dürfen, schließlich konnte der Wirt ja nichts dafür, dass der geliebte Vati einfach von zuhause ausgerückt ist und in der Pommes Bude mit dem Geld um sich schmeißt.

Ich konnte mir vorstellen, dass, wenn man mehrere solcher Vorstellungen gegeben hat, der manisch depressive endlich glaubhaft versichern kann, dass das ganze Vermögen, bis auf das Haus unter die Leute gebracht wurde. Ich konnte mir vorstellen, dass Ulrike vielleicht eine eidesstattliche Versicherung darüber abgeben müsste, wenn man Betreuung und Diagnose als fast Alleinerbin in die eigenen Hände nimmt. Selbstverständlich macht man das, denn man hat ja stets nur das Beste gewollt und als Frau Doktor mit Fönfrisur und sauberen Fingernägeln würde ein so bekannter Mann wie Cornel Hüsch doch sicher beeindruckt sein und wohl nicht auf die Idee kommen, dass die ganze Familie zusammen den großen Coup von langer Hand geplant hat. Und wenn man dann noch glaubhaft versichern kann, dass man Gott sei Dank noch das Haus hat retten können, damit der geliebte Bruder doch wenigstens etwas hat, nämlich ein Viertel vom Wert des Hauses, na, dann zeugt das doch wohl von großem Verantwortungsbewusstsein. Weil man den geliebtemn Vati ja als Ärztin vom Fach sehr gut kennt, kann man ja auch sicher glaubhaft versichern, dass der manisch depressive sehr wohl noch in der Lage ist, seinen letzten Willen testamentarisch niederzulegen. Irgendwie war man ja Alleinerbin – aber mit eidesstattlicher Versicherung würde doch wohl bei dieser verantwortungsbewussten Ärztin hoffentlich niemand Verdacht schöpfen. Ja, ich konnte mir vorstellen, dass dann der letzte Wille niedergelegt wurde und eine Liste darüber, was man noch hatte retten können vor dem grenzenlosen Verlangen des manisch depressiven, sein Geld unter die Leute zu bringen. Ich konnte mir vorstellen, das da wohl nicht mehr viel da war, Filzpantoffeln, Schlafanzüge, ein paar Schlipse, vielleicht sogar ein bischen Silberbesteck ich konnte mir vorstellen, dass die wenigen Habseligkeiten wohl kaum ein Dina 4 Blatt ausfüllen würden. - kurzum: um so etwas zu kämpfen würde sich nicht lohnen. Ich konnte mir vorstellen, dass der sehr bekannte Cornel Hüsch Ulrike vielleicht ahnungslos die Liste kopiert und beglaubigt. Schließlich musste man ja dem Vormundschaftsgericht auch Rechenschaft abliefern. Ja, ich konnte mir vorstellen, dass man dann diese Kopie eiligst nach Hause getragen hat und – vielleicht eines schönen Sommertages - der hochangesehene Oberstudienrat a.D., seines Zeichens Beamter, genau wie die Beamten auf dem Vormundschaftsgericht, vielleicht mit dem geliebten Vati die Liste gewissenhaft vervollständigt hat. Als Deutschlehrer am Gymnasium und dazu noch mit schwungvoller akademischer Handschrift und obendrein noch Beamter, würde man doch die Liste jetzt doch wohl vervollständigen können, jetzt, bei dem Buch das die dumme Marion geschrieben hat war man sich vielleicht sicher, das sie ebenso in den sauren Apfel beißen würde, wenn sie sehen würde, wie wenig tatsächlich noch vorhanden ist. Na ja, kurzum: Ich konnte mir vorstellen, dass also die Liste mit äußerster Gewissenhaftigkeit vom ehrbaren Oberstudienrat und Beamten vervollständigt wurde- mit allen Belegen, die da waren. Und ich konnte mir vorstellen, dass dieses Mal vielleicht sogar der ehrbare, verbeamtete Oberstudienrat, mit dem freundlichen Haarkranz, dem gepflegten Äußeren und dem smarten Lächeln, sich selbst auf die Socken gemacht haben könnte, die Liste am Vormundschaftsgericht abzugeben. Wer sollte da wohl Verdacht schöpfen? Der freundliche Haarkranz, die sauberen Fingernägel, und dem zuvor mit der Wurzelbürste von Ulrike geschrubbten Hals konnte der solide verbeamtete Oberstudienrat vielleicht auch mal zeigen, was er konnte. Niemand würde wohl Verdacht schöpfen, dass ein verbeamteter Oberstudienrat vielleicht kriminell würde und eventuell seine gute Pension riskieren würde, um einen Betrug zu begehen. Justizbeamte schon mal gar nicht, denn die können sich sicher so etwas am allerwenigsten vorstellen. Ich konnte mir vorstellen, dass man auch dort ohne Schwierigkeiten durchkommen würde, nach Hause führe und man zu dritt mit einem Gläschen Schampus auf dieses Meisterstück anstoßen konnte.

Weiterhin konnte ich mir vorstellen, dass später, wenn der Opa einmal tot sein würde, und die Testamentseröffnung stattfinden würde, wir das Testament wohl vom allseits bekannten, aber völlig ahnungslosen Cornel Hüsch zugeschickt bekämen. Ich konnte mir vorstellen, dass dieses Testament dann wohl vielleicht genau so schwammig sein würde, wie das von der vor langen verstorbenen Oma. Meine Tochter soll alles erben, mein Sohn den Pflichtteil. Eine klare Vorstellung davon, ob es wohl tatsächlich einen Teil des Hauses würde, das uns vererbt würde oder doch Bargeld- davon konnte ich mir keine Vorstellungen machen. Aber ich konnte mir vorstellen, dass die gute Frau Doktor und der liebende Mann vielleicht damit rechnen würden, dass wir natürlich gern wissen würden, was der arme manisch depressive Vati denn überhaupt als ganzes hinterlassen hatte. Ich konnte mir vorstellen, dass man wohl von mir und Hans erwarten würde, zum Sozialamt zu gehen und vielleicht auf Armenrecht einen Anwalt zu beauftragen um festzustellen, ob tatsächlich nur noch so wenig Geld vorhanden wäre. Ich meine – wer lebt schon gerne vom Sozialamt, wenn man vom Vermögen des verblichenen Vatis doch viel unabhängiger leben könnte, Ich könnte mir vorstellen, dass die schlaue Frau Doktor und der solide Gemahl auf die Idee kommen könnten, dem hochbekannten Cornel Hüsch ahnungslos das Original mit den wenigen Habseligkeiten an den von uns beauftragten und vom Sozialamt bezahlten Anwalt, schicken zu lassen zu und gleich danach die verantwortungsbewusste Schwester zu sein, sich nach der Adresse des Anwaltes zu erkundigen und dort sofort vorstellig zu werden. Als Frau vom Fach wird sich die gute Frau Doktor, die äußerlich ja so gepflegt ist, doch wohl auskennen und da würde doch auch der Anwalt sicher glauben, dass die Schwestwer sich Sorgen macht um ihren geliebten Bruder. Dann vertraut man dem Anwalt schon mal an, dass der Bruder zeitlebens sehr mißtrauisch ist, dass er jähzornig werden könnte, dass er sein Leben lang schon glaubt, dass sein Vater ihn reingelegt hat, dass er hasserfüllt ist, wenn man ihm nicht recht gibt, ja das er sogar gefährlich sein könnte. Man müsse sehr sehr vorsichtig sein und ihm schonend beiberingen, dass der arme Vati schon sehr lange manisch depressiv war und das Vermögen unter die Leute brachte. Man wolle dem Anwalt die Telefonnummer geben, schließlich sei man die besorgte Schwester und wolle, als Ärztin auch gerne die Vertrauensperson des geliebten Bruders sein. Und wenn man sich dann noch irgendwo eine Bestätigung holt über diese grausame psychische Krankheit, die den Bruder schon seit Jahren plagt, na ja, wenn der Anwalt dann immer noch nicht überzeugt ist, dann erwartet er vielleicht eine Stunde später den fürchterlich gefährlichen Paranoiker, der ahnungslos die Anwaltskanzlei betritt, dem Anwalt Guten Tag sagt und vom noch nicht ganz überzeugten Anwalt die Liste mit den wenigen Habseligkeiten überreicht bekommt. Und wenn der ach so ahnungslose Bruder dieser großen Frau Doktor dann erzählt, dass er das nicht glauben will, das das Vermögen kaum noch vorhanden, dass sein Vater ihn schon immer hereingelegt hat, dann wird der Anwalt doch wohl allen Grund haben vorsichtig zu sein und versuchen dem armen Kranken so schonend wie möglich beizubringen, dass tatsächlich kein Geld mehr da sei und er sich doch bitte ans Sozialamt wenden solle. Es täte ihm aufrichtig leid und ich konnte vermuten, dass so manchem Anwalt das tatsächlich aufrichtig leid tut. Man sieht den Mann dann traurig gehen und schaut noch mal auf die uralte Bestätigung durch die klinik, denkt an die Frau Doktor, die ja wohl vom Fach war und denkt an die Worte dieser Frau, dass der Bruder zeitlebens mißtrauisch war und geglaubt hat, dass sein Vater ihn reinlegen wolle, sieht noch einmal die Liste von Cornel Hüsch an und denkt: Schade, für den Mann hätte ich gern noch etwas getan, aber nach Aktenlage sind es ja doch wirklich nur noch Habseligkeiten, die es dort zu holen gibt, da hat keiner was vom. Und ich konnte mir vorstellen, dass die gute Frau Doktor dann zum Betreuungsgericht geht, und aktenkundig feststellen lässt, dass ab dem Tag das ganze Vermögen ihr gehört, alles, das Haus in Düsseldorf, das Haus in Bad Schwartau, das Haus in Vogelsang, die Aktienpakete und und und. Und ich konnte mir vorstellen, das Wochen später vielleicht von der Stadt Neuss eine Vorladung kommt , die dadurch begründet würde, dass wir einen ganzen Berg Schulden haben, weil wir bösen, bösen Kriminellen die Arbeitsagentur betrogen haben. Ich konnte mir vorstellen, dass diese Summe vielleicht so hoch würde, dass wir ganz schockiert würden, weil wir nicht fassen konnten, wie wir so viel Geld überhaupt bekommen konnten. Und ich konnte mir vorstellen, dass der verblichene Herr Schwiegervater, der mir zu Lebzeiten mitgeteilt hat, dass er Hans Albrecht nach seinem Tod durch einen Rechtsanwalt irgendwie schaden will. Und ich konnte mir vorstellen, dass, als ich das meinem Sohn erzählt habe und ihm gesagt habe, dass ich seit vielen vielen Jahren auf nichts sehnlicher gewartet habe, als auf den Tag, an dem ich beweisen kann, wie kriminell Ulrike ist. Ich konnte mir vorstellen, als ich meinem Sohn davon erzählt habe, dass ich aber keineswegs vorhabe, nach dem Tod des geliebten Opas

bei der Testamentseröffnung einen Anwalt zu konsultieren, sondern, weil ich genau wusste, dass man nicht unbedingt einen Anwalt braucht, um sich beim, Vormundschaftsgericht einen Überblich über die Vermögenswerte de3s Verstorbenen zu verschaffen, wenn man leiblicher Sohn ist und zudem erbberechtigt, sondern dass ich selbstverständlich beim Vormundschaftsgericht die Aufstellung über die Vermögenswerte de4s Verblichenen eigenhändig anfordern werde und anschließend bei Cornel Hüsch die Liste über die Vermögenswerte, die Ulrike dort angegeben hat, anfordere, dann damit zu Cornel Hüsch maschiere und ihn frage, ob er sich das irgendwie erklären kann, dass beim Vormunschaftsgericht die Vermögenswerte vollständig angegeben sind und seine Liste unvollständig ist, dann wird der gucken. Und ich konnte mir vorstellen, als ich meinem Sohn davon erzählt habe, dass ich vorhabe, sie den Alten bis zu seinem Tod pflegen zu lassen, sie anschließend anzeigen werde und sie für erbunwürdig erklären lasse, so wahr mir Hans das gestattet. Und dann geht die Sache an die Staatsanwaltschaft und ganz Neuss darf gespannt sein, wie diese Frau sich rausreden will. Dann kommt der Entzug der Approbation, Knast oder Psychiatrie und dann gehe ich mit Hans zum Sozialamt und bezahle, was der Opa da angegeben hat. Von so einem großen Vermögen kann man das bestimmt gut bezahlen. Das war doch hoffentlich sicher auch im Sinne von Opa? Ich kann mir vorstellen, dass da wohl für die Sachbearbeiterin eine dicke Beförderung fällig ist und Sekt und Lachshäppchen für die ganze Abteilung. Ich konnte mir vorstellen, dass mein Sohn, schockiert über so viel Gemeinheit bestimmt dort irgend wann mal auftauchen würde, und die Familie zur Rede stellen würde. Ich konnte mir vorstellen, dass, als die das von meinem Sohn erfahren haben, sofort einen Anwalt aufgesucht haben, um zu retten, was zu retten war. Ich konnte mir vorstellen, dasses natürlich nicht irgendein Anwalt würde, den sie da aufsuchen würden, sondern selbstverständlich einen Anwalt , der im Rat der Stadt Neuss sitzt. Und ich könnte mir vorstellen, als man dann zu zweit oder diesmal sogar mit Michael dabei, die Lage geschildert hat und den Anwalt weinend um Hilfe gebeten hat, der Anwalt sofort gesagt haben könnte:Also, tut mir leid – den Fall nehm ich nicht an. Da haben sie überhaupt keine Chance. Beim Spazierengehen hatte ich jedenfalls in der Ferne jemanden lachen sehen, der mir irgendwie bekannt vorkam. Und dann werde ich mit Hans lächelnd das Amt verlassen und wir beiden spazieren durch die ganze Stadt. Ja, ich konnte mir vorstellen, dass so mancher gedacht hat: „Hat der ein Glück mit seiner Frau. Ich konnte mir auch vorstellen, dass derliebe Schwiegervater sicher etwas anderes erwartet hat, als er das Sozialamt hat wissen lassen, dass wir Kriminelle Sozialhilfebetrüger sind, die zeit ihres Lebens nichts anderes im Sinn hatten, als vom Vermögen anderer zu leben, die das Sozialamt betrügen, saufen und nicht arbeiten wollen, die sich nicht anpassen wollen und sich um nichts scheren, und die immer immer nur von seinem Geld gelebt haben. Und als der geliebte Schwiegervater dann noch erzählt hat, dass die liebe Marion vorhat, einfach ja zu sagen und angesichts des zu erwartenden beträchtlichen Vermögens, das Geld, das sie damals dringend gut gebrauchen konnte, weil sie geraucht und gesoffen hat, gerne zurüchzahlen will wird er gesagt haben: Ich hatte eigentlich erwartet, dass Hans Albrecht und Marion das abstreiten würden, dass sie von mir Geld bekommen haben, sonst hätte ich doch nicht so viel angegeben. Ich habe natürlich geglaubt, die streiten das ab und stellen mich als Lügner da . Ich hätte ja nicht erwartet, dass die uns auf die Schliche kommen. Ich hätte das doch nie gesagt, wenn ich gewusst hätte, dass meine Schwiegertochter so durchtrieben ist. Als ich angegeben habe, das ich denen Geld zusätzlich gegeben habe, hatte ich natürlich nicht damit gerechnet, dass die das vom Erbe zurückzahlen. Dann habe ich mir vorgestellt, wie ich das Sozialamt fragen würde: Wovon sollte ich das denn sonst zurückzahlen? Von der Sozialhilfe? Und dann konnten die sich ja so ungefähr vorstellen, was sich der geliebte Dr. von Sperling so gedacht hatte, als er versucht hat, uns reinzulegen. Bettelarme, asoziale, kriminelle faule Dreckschweine, die niemals im Leben eine Schaufel in die Hand genommen haben. Ich finde mein Verhalten nachahmenswert und wie nennt man ein solches Verhalten? Ich würde sagen, das ist Umverteilung von oben nach unten. Und ich konnte mir vorstellen, das mit diesem Streich sogar der Bürgermeister lacht. Wer kann denn so doof sein, jemandem, der die Familie kennt, zu trauen und Opa machen zu lassen , was er will. Warum sollte ich abstreiten, dass Opa uns früher Geld gegeben hat, wenn er damit zum Sozialamt geht und uns denunziert. Ich denke mal, so etwas glaubt das Sozialamt sicher gerne, warum sollte ich mich dem nun, wo wahrscheinlich sicher ist, dass wir bald Alleinerben eines beträchtlichen Vermögens werden, abstreiten wollen, dass wir damals Geld genommen haben. Bei dem Vermögen brauchen wir nicht mehr zu lügen. Aber ich denke mal, Opa hatte, bevor er erfahren hat, dass ich ihm auf die Schliche gekommen bin, geglaubt, dass wir selbstverständlich lügen, denn uns wäre auch nicht viel anderes übrig geblieben. Wer so arm ist wie wir, möchte wenigstens satt werden. Ich denke mal, nun, wo man erfährt, was ich mir bei dieser Familie alles vorstellen kann, wird man doch hoffentlich erkennen, dass wir die ehrlichen Leute sind und der haßerfüllte Dr. von Sperling und seine Tochter nebst Schwiegersohn Michael, die größten Dreckschweine , die es in Deutschland je gegeben hat. Asozial, faschistisch, kriminell, haßerfüllt, brutal, gefühlskalt, unmenschlich. Und ich kann mir vorstellen, dass sich jetzt so mancher denken kann, warum mein lieber Hans so haßerfüllt ist, wenn Ärzte ihm nicht glauben, warum er die Gesellschaft, die das ebenso wenig durchschaut hat wie alle anderen, ebenfalls haßt, warum er sich so schlecht fühlt, warum er wütend ist, mißtrauisch, warum er nicht arbeiten konnte und zeit seines Lebens gelitten hat. Die Befreiung kam erst, als Frau Doktor Albrecht sich so sicher fühlte, dass sie es sogar wagte, einem Notar eine falsche eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben und sogar das Vormundschaftsgericht zu betrügen. Was das Vormundschaftsgericht wohl dazu sagen wird, wenn die Justiz die gute Frau Doktor Albrecht hoffentlich bald für sehr lange Zeit hinter schwedische Gardinen schicken wird oder sogar in die Forensik. Ich bin sehr gespannt! Es würde mich nicht wundern, wenn das Vormundschaftsgericht einen Arzt konsultieren würde, um festzustellen, inwieweit die gute Frau zurechnungsfähig ist und ob eventuell eine Betreuung für den Rest ihres Lebens notwendig ist. Vielleicht ist sogar ein sehr sehr langer Klinikaufenthalt notwendig, und wenn wir uns vielleicht in einigen Jahren dazu entschließen, unserer armen, kranken Schwester und Schwägerin einen Besuch abzustatten in der geschlossen Station einer Psychiatrie und danach unsere Freiheit endlich geniessen, unser Geld nicht mehr zählen brauchen, auch mal ein Straßencafe besuchen können, die Wohnung mal wieder tapezieren können, und uns daran erinnern, dass wir beide, mein Hans und ich eigentlich von Anfang an gut zusammen gepasst haben.

Heimlich wünsche ich mir aber, dass die Drecksau Hans Ulrich von Sperling jetzt hoffentlich nicht auf die Idee kommen wird, hundert Jahre zu werden. Ich hoffe ehrlich gesagt auf einen baldigen Tod, damit wir von unserem Vermögen auch noch etwas haben. Die Drecksau Hans Ulrich von Sperling darf sich jetzt hoffentlich noch von seinem geilen Flittchen pflegen lassen, denn nichts anderes ist sie für ihren Vater je gewesen: ein geiles Flittchen, die für Geld alles tut...... Der Mann mit den langen Haaren und dem Bart, dem ich vertraut habe und dessen Vertrauen ich auf schlimmste Art und Weise enttä-uscht habe, der wusste, dass Hans und ich gut zusammen passen, und ich glaube, es hat ihn sehr gefreut, dass mich Hans damals vor der Mensa mitgenommen hat und ich bei ihm geblieben bin. Ich glaube, er fand auch, dass ich tatsächlich irgendwie wie für ihn hingestellt wurde. Vielleicht war das Karma? Ja, ich denke immer noch an den Mann mit dem Bart, weil ich 1968 bei den Studentenrevolten vor dem Fernseher saß und dort die vielen vielen Studenten beobachtet habe – alle mit langen Haaren und einem Bart. Das war Revolution und ich saß zu Hause und musste mit meinen beschissenen Eltern in diesem kleinen Kaff wohnen, dass ich lieber heute als morgen verlassen hätte, denn auch ich bin Zeit meines Lebens überall eine Drecksau, eine Asoziale Alte gewesen, die zu faul ist zum Arbeiten, häßlich wie die Nacht und zu doof für alles.... Und auch für mich waren die sonntäglichen Zusammenkünfte bei Kaffee und Kuchen nicht einfach, ich konnte die Familie nicht leiden, wurde gemobbt, hatte das Gefühl , als häßlich zu gelten.und als dumm – genau wie bei meinem eigenen Vater. Ja, ich bin jetzt frei. Seit ich Dir, liebem, Leser mitgeteilt habe, wie ich mich damals gefühlt habe, bin ich frei.....


Wie wäre es mal mit bedingungslosem Grundeinkommen, liebe Politiker, (Ihr Riesen......öcher) damit wir uns diesen Scheiss ersparen können?(zumindest den größten Teil, in dem es ums Geld geht.)
Mein Vater (Hans-Ulrich v. S.) hat das nicht verdient. Er hat nicht viel Schuld daran, dass ihm jemand zuviel Macht gegeben hat. Er hat sich seit Jahren Mühe gegeben, uns in Ruhe zu lassen und mit regelmäßiger Überweisung unterstützt. Dass wir nicht die Wahl hatten, diese auszuschlagen und normale Beziehungen aufzunehmen ist nicht seine Schuld. Wer sich Mühe gibt, dem soll man nicht hinterherschlagen. Es ist die Gesellschaft, fast die ganze, die uns mit ihrem Schuldkult belastet und Marion so wütend macht, nicht mein Vater, der für den Schuldkult gegen seinen Willen nur den Statisten abgeben muß.


19-04.23Uhr::Au weia, noch mehr Zitroneneis!:


19.04.2018: Lieber Leser,

heute möchte ich Dir mitteilen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich in der Frauenbewegung wäre, häßlich wie die Nacht und mit einer großen Fresse in der Linken. Wenn ich vielleicht schon zu etwas gebracht hätte und mir kämen die attraktiven Genossen plötzlich quer, dann vielleicht würde ich als allerletztes Mittel versuchen, unterschwellig damit zu drohen, das ich und meine Anhängerinnen eventuell austreten könnten und wer weiß- vieelleicht hätten dann ja dann die attraktiven Genossen Angst, das wir in die AFD eintreten könnten. Ich meine, wo doch jeder sieht, das die AFD die Partei der Schönen und Intelligenten ist. Ich hoffe doch wohl , die Genossen könnten auf die Idee kommen, das ich zukünftig genauso attraktiv werde wie die Neidel. Eine schöne Frau, oder. Petry war ja auch sehr attraktiv. Ich mein, die stille Hoffnung, das die Genossen darauf reinfallen, hat man ja wohl. Aber wirklich wagen würde ich das wohl nicht, denn wenn zum Beispiel tausend potthäßliche Weiber in die AFD eintreten wollten, steht ja wohl zu befürchten, dass die uns nicht aufnehmen wollen und ich vielleicht noch gesagt kriege:“Tut uns leid, aber mit Euch verderben wir uns den guten Ruf. Wir sind die Partei der Schöneen und Intelligenten, da können wir uns so potthäßliche Weiber auch nicht erlauben. Was soll denn das Volk denken. Wir nehmen natürlich nur attraktive Frauen wie Petry und Neidel – reicht das nicht wenn unsere Wähler wissen, das sie häßlich sind, muss jetzt in der Parteipolitik die Häßlichkeit Einzug halten. Ich mein – die Nazis hält doch auch jeder für häßlich. Ich mein – wir haben uns jetzt aufgestellt als attraktive Partei, wo man hinsieht sind in der Partei Schönheiten – und dazu noch ehrlich. Da können wir doch keine häßlichen Leute gebrauchen. Ich mein, im Grunde genommen sind wir doch die schönsten und klügsten im Land. Ich glaub, Neidel ist auch dagegen, das ihr hier eintretet. Im Augenblick können wir uns kein besseres Pferd vorstellen als Neidel. Wenn ihr jetzt auch noch versucht, in die Medien zu gelangen, was sollen denn dann die Nazis von uns denken. Wenn die Euch sehen, sind die bedient, dann treten die aus. Ich meine, wer so häßlich ist wie die Nazis will doch sicher auch lieber mit Neidel vögeln, als mit Euch. Und wir sind nicht nur schön,, sondern auch noch ehrlich. Ehrliche Menschen haben sich die Nazis doch auch immer nur gewünscht. Werte wollten die doch auch immer. Freundschaft haben die doch auch immer geschätzt. Undd ne Frau hätten die vielleicht auch ganz gerne mal. Aber natürlich nicht so eine wie euch. Wenn wir schön sind und die Nazis sind häßlich und die Wähler auch – kann uns etwas besseres passieren. Glaubt ihr etwa, die Nazis werden Nazis um euch zu ärgern? Was bildet ihr euch ein. Ich mein ich hoffe ja wohl das demnächst noch ganz viele Nazis hier eintreten. Bei den schönen und intelligenten Frauen , die in unserer Partei sind – glaubt ihr etwa, da geben die sich noch mit Weibern zweiter uind dritter Wahl ab. Niemals. Solange wir das potthäßliche Volk und die häßlichen Nazis davon überzeugen können, dass wir die Schönsten, Attraktivsten, Gebildetsten in ganzen Land sind, werden die doch wohl hoffentlich nicht auf die Idee kommen, das an denen auch nur irgend etwas attraktiv ist. Ich mein, solange die Nazis sich als häßliche Menschen fühlen und wir sind schön und haben dazu noch ähnliche Werte, können wir die vielleicht noch davon übeerzeugen, das die sich eines Tages genau so schön fühlen. Ehrlich gesagt- ich glaube nicht einmal das jeder Nazi jetzt unbedingt was gegen Ausländer hat, aber natürlich, wenn sich die Nazis und das Volk uns als sehr sehr schön empfindet und sich selbst als sehr häßlich, na ja: Wenn dann so viele Flüchtlinge kommen und wir die Nazis davon überzeugen können, das demnächst immer und immer mehr Flüchtlinge kommen und wenn die Naazis immer das Gefühl hatten, das eigentlich die Ausländer und die Linken auch nicht attraktiver snd als sie selbst und wenn die dann das Gefühl hatten, das sie selbst , nur weil sie ehrliche Werte vertreten wollten, immerzu in ein schlechtes Licht gerückt werden, vielleicht kann man die ja dann irgendwann auch mal davon überzeugen, das wir den Zuzug fremder Leute einfach nicht mehr dulden können, sonst steht eines Tages noch die ganze Welt vor der Tür und davor haben die große Angst. Denn wenn die sich vorstellen, das eines Tages die ganze Welt nach Deeutschland kommt, und wenn die sich zeit ihres Lebens unattraktiv gefühlt haben, dann könnten die sich vielleicht auch vorstellen, wie es sein könnte, wenn jetzt plötzlich die ganze große Welt , al,le, jeder Mensch schön ist – nur sie nicht und vielleicht kommen die dann auf die Idee der allerhäßlichste Mensch auf der ganzen Welt zu sein. „ Wer sollte das Gefühl besser verstehen als ich, die ich doch auch immer Angst habe, das man mich für häßlich hält. Die Linke ist doch ähnlich. Was ist denn an uns attraktiv. So richtig schön sind wir doch auch nicht. Häßliche Weiber, durchschnittliche Männer, so richtig was fürs Herz ist das nicht. Nur die Werte sind ähnlich. Jeder will doch wertgeschätzt werden, jeder will geachtet sein, jeder will anerkannt werden. Ich mein, wenn die Nazis , im Gegensatz zu den Linken, gerne auch arbeitsam wären, was ist daran verkehrt? Wenn ich ein Nazi wäre und mir vorstellen würde, ich arbeite in einem Betrieb, stelle ich mir doch in erster Linie die Wertschätzung vor, die ich mir von meiner Arbeitsstelle erhoffe, die Achtung, die mir meine Kollegen entgegenbringen, das Ansehen, den Respekt und vielleicht auch hin und wieder Bewunderung für das, was ich kann. Also mir hat so etwas auch immer gefehlt. Ich finde nicht, das solche Wünsche verachtenswert sind. Ich mein, wenn man das bei den Linken so sieht. Die wollen alle studieren. Die meisten der Linken sind wahrscheinlich in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem sie gesagt bekommen haben, dass sie richtig intelligent sind, das sie nur fleißig sein müssen, um es zu etwas zu bringen, das bei einer schlechten Note vielleicht niemand auf die Idee gekommen ist, der Schüler hat es nicht verstanden, nein besser war natürlich das Argument: der Lehrer hat es nicht richtig erklärt. Ich persönlich habe mich in der Schule nie besonders intelligent gefühlt, ganz im Gegenteil. Und ich habe immer Angst gehabt, dass das irgendwann herauskommen könnte. Ich habe den anderen Kindern zugeeschaut, wie sie an mir vorbeizogen, wie sie die besseren Noten bekamen, die besseren Zeugnisse und ich war die dumme Marion. Das ist kein schönes Gefühl. Und dann auch noch häßlich. Ich hätte mich auch lieber schön und klug gefühlt. Und zeit meines Lebens habe ich die Linken beneidet, die Klassensprecher, die Intellekuellen im Fernsehen, die klugen Politiker, die Studenten. Und ich selbst habe mich auch immer noch als doof empfunden. Ich könnte mir vorstellen das es den Wählern der AFD und den Nazis nicht besser geht. Ich mag die AFD nicht, ich habe die durchschaut. Aber als mich mit 25 Jahren der attraktivste Mann der ganzen Stadt , mit langen Haaren und dem schönsten Bart, den ich jemals gesehen habe, mit dem umwerfendsten Lächeln, das ich je gesehen habe, begrüßt hat, da war ich weg. Da habe ich mich zum ersten Mal im Leben so richtig hübsch gefühlt und als er mir dann noch zu verstehen gegeben hat, das ich eine intelligente Frau bin – da war ich weg. Wer hört das denn nicht gerne. Ich würde ja nie die AFD wählen, aber ich kann die Anhänger verstehen. Niemand von denen fühlt sich attraktiv. Der Bäckermeister Ulrich nicht, die Verkäuferin nicht, der Handwerker ebensowenig wie der Nazi. Niemand will von denen etwas wissen – niemand. Und wenn die dann sehen, das die Linken all das bekommen, wovon sie ihr Leben lang vergeblich geträumt haben, dann tut das weh. Wenn Bäckermeister Ulrich sieht, das der Student von nebenan die Nase über ihn rümpft, weil er Tag für Tag von Mitternacht bis mittags in der Backstube arbeitet, denkt er ja auch nicht das soviel Intellekt seine Arbeit irrgendwie wertschätzen können. Da kann man schon mal auf die Idee kommen, das Leute mit Köpfchen niemals auf die Idee kommen würden, einen solch unattraktiven Mann mit einem so unattraktiven Beruf wertschätzen könnten. Da hat mir mein Opa aber mehr Anstand beigebracht. Wir hatten nur eine Autorität, und das war der liebe Gott. Alle waren gleich. Mein Opa hat mir immer gefühlsmäßig vermittelt, dass alle gleich sind, der Lehrer, die Hausfrau, die Nachbarin. Wir waren auf Augenhöhe. Ich war genauso viel wert wie mein Opa und meine Oma. Ich hab meiner Oma geglaubt und meine Oma mir. Und wenn meine Oma gesagt hat, wenn ihr gar nichts anderes mehr einfiel: Ich sperr Dich gleich in den Keller, dann hab ich gesagt, dann sag ich das dem lieben Gott. Und das hat die dann auch geglaubt. Und einmal haben mein Opa und ich auf dem Hof gestanden und es ist dort ein Besatzungssoldat vorbeigekommen und der war schwarz. Ich habe zu Opa gesagt: Guck mal Opa, ein Schwarzer Mann. Und mein Opa hat gesagt: Marion, maan zeigt nicht mit den Fingern auf die Leute. Und ich habe gesagt: Guck mal Opa, der Mann ist schwarz. Und Opa hat gesagt: Das hat der liebe Gott so gemacht. Da habe ich aber gestaunt. Boah, was der liebe Gott alles gemacht hat. Den lieben Gott möchte ich so gerne unbedingt kennenlernen. Alles hatte der liebe Gott gemacht, den Schnee, die Blumen, den Mann im Mond, die Tiere, die Bäume, den schwarzen Mann- alles hatte der liebe Gott gemacht. So gestaunt wie als kleines Kind habe ich nie wieder. So eine schöne Welt haben die wenigsten gehabt – bis zu meinem vierten Lebensjahr war meine Welt glücklich. Meine Großeltern waren christlich und ich war es auch. Wer heute mit so etwas kommt, gilt doch irgendwie als nicht besonders intelligent. Ich denke mal, das für viele Linke unvorstellbar ist, das ein Mensch der an Gott glaubt, intelligent sein kann. Ehrlich gesagt bin ich froh, das ich dieses Gefühl nicht habe. Und wenn ich merke, das ein Psychiater aus einer nichtssagenden Klinik , ein Italiener mit blonden Jahren, lieber glauben will, das ich mir einbilde, eine Therapeutin zu sein, wenn er sieht, dass ich in der Cafeteria mit Menschen mit down syndrom am gleichen Tisch sitze und die Kassiererin des Cafes mir rät, die Leute wegzujagen, dann frag ich mich: wer ist hier bekloppt. Warum sollte ich Menschen, die mich mögen und die ich auch mag wegjagen. Warum sollen wir nicht zusammensitzen. Wir sitzen, spielen zusammen und wenn ich Geld habe, geb ich denen einen aus. Warum sollte ich so doof sein. Wer mich mag, den mag ich auch. Und wenn das der Arzt nicht fassen kann, das man sich zu Menschen mit down syndrom setzt, weil die mich mögen und ich die, und wenn der Arzt dann merkt, das ich ihn für bekloppt halte, frage ich mich: Habe ich nicht recht? Vielleicht konnte der blonde Italiener einfach nicht fassen, dass ich Menschen mit down syndrom sympathischer finde als ihn, den großen, großen Onkel Doktor. Konnte es etwas schöneres geben als Arzt zu sein in der Psychiatrie. Jeder wusste doch sicher von den geilen Sexzeitungen, in denen die Leser gern und ausführrlich ihre sexuellen Wunschträune schilderten und um Rat gebeten hatten. Sehr oft wurde ja geraten: Gehen Sie zum Psychiater. Und wenn man immer wieder die geilsten Phantasien geschildert bekommt und als Anttwort stand darunter: Gehen Sie zum Psychiater, dann fragt man sich doch irgendwann: So ein Psychiater muss ja wohl eine ganze Menge von Erotik verstehen. Ob man da m,al hingeht? Vielleeicht kann der gute Mann ja auch für mich etwas tun? So ganz ahnungslos auf der Psychiatercouch zu liegen und den lieben Onkel Doktor langsam auf die richtige Spur zu führen, das man auch gerne mal von seinen erotischen Künsten gebrauch machen möchte, ich meine: kann man mir das verdenken. Bei dem Penisneid? Ich glaube, damit kann man sich doch auch ganz prima entschuldigen . Ich kann genau wie ihr diese Schweine wie Seehofer ,Merkel und co nicht leiden. Auch wenn ich christlich bin, Seehofer kann ich nicht leiden. Glaubt ihr ich finde das gut, das der Kerl jetzt auch noch mit Heimat kommt. Das der seine Rechtsradikalität jetzt auch noch in der ganzen Bundesrepublik so öffentlich demonstriert – ich bin die letzte, die ihn dafür nicht erschlagen möchte. Irgendwie führt der sich auf wie unser neuer Kaiser. Genau wie die Merkel. Grinst und grinst und grinst – auch wenn ich christlich bin: so etwas kann ich nicht leiden. Richtig was getan hat die noch nie, außer blöd lachen. Un d das der erste Mann im Staat nicht unparteiisch ist und alles getan hat, das eine Koalition zwischen SPD und den ach so demokratischen Parteien herzustellen – keiner hat das weniger gewollt als ich. Ich mein: große Hoffnungen, das man tatsächlich an die Regierung kommt, habe ich mir zwar nicht gemacht, aber das ich die undemokratischen Verhältnisse in diesem Staat jetzt noch weitere vier Jahre ertragen muss – nee. Ehrlich gesagt: Ich finde auch: das die dann auch noch in dem Medien präsent sind und auf eine derart unverschämte Weise in die Kameras grinsen. Ich fühle mich auch beschissen. Ich ertrag das auch nicht. Und die beschissenen Wähler gehen diesem Pack immer wieder auf den Leim. Was glaubt ihr wohl, warum ich in die Linkspartei eingetreten bin? Weil ich genau so fühle wie ihr. Hier in Neuss ist es doch dasselbe. Lebenshilfe und der Aufsichtsrat ist Quiring Perl. Kann ich auch nicht leiden. Hauptschullehrerin,CdU und dann auch noch attraktiv. Ich mein, ich bin ne Frau und muss mir so eine gefallen lassen . Diese Frau in der Lebenshilfe, ich weiß nicht, was da noch alles kommen soll. Ich mein, ich bin froh, das wir da noch die gute emanzipierte Frau Dreyer haben! Ich mein, wenn ich die so seh und ich wäre ein Mann, ich weiß nicht. Wenn ich mit der pennen müsste, würde ich ihr ehrlich gesagt lieber ein Handtuch übers Gesicht legen, sonst krieg ich keinen hoch. Die Quiring Perl will ich auch los werden – wer mag die schon. Ich finde schon, die könnte ein bißchen mehr tun für die Behinderten als nur im Stadtrat sitzen und eine schöne Frau zu sein. Man sieht doch, wie die Verhältnisse dort sind. Wenn die jetzt auch noch Personal einstellt, das den ganzen Tag auch nichts anderes tut, als attraktiv zu sein – dann gute Nacht Marie. Ich würde auch lieber die Dreyer anspitzen, mehr für die Behinderten zu tun. Frauenbewegt wie die ist, weiß was sie will, parteipolitisch vielleicht noch nirgends aufgefallen . Die bildet sich auch nichts ein auf ihre Schönheit und sie hat es immerhin in der Lebenshilfe schon zu etwas gebracht: wer weiß, vielleicht - ein wenig Hoffnung kann man sich ja mal machen, das mit Hilfe von der Dreyer sich das Blatt endlich auch mal wendet. So richtig viele Frauen kenn ich ja nicht, überwiegend hatte ich es ja in meinem Leben nur mit Männern zu tun, aber vielleicht finden sich ja noch ein paar Weiber, die da mitmachen. So ein paar richtig gute frauenbewegte Weiber. Und den Bürgermeister der Stadt Neuss kann ich auch nicht leiden. Wenn der schon anfängt zu grinsen- nee. Wer weiß, wieviele Leute noch im Rat der Stadt Neuss sitzen, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als unverschämt zu grinsen. Richtig Politik wird hier in Neuss auch nicht gemacht. Bauverein, überall Baustellen, was soll ich denn davon halten. Der Bürgermeister Breuer im Aufsichtsrat des Bauvereins -so etwas kann doch kein Mensch leiden. Zumal so viele Leute in Neuss dringend eine neue Wohnung suchen. Bei so vielen Wohnungssuchenden wird ja wohl hoffentlich keiner auf die Idee kommen, das in Neuss gebaut wird. Bei den vielen Baustellen – ich weiß nicht: Warum kommen die Leute bloß auf die Idee, das in Neuss gebaut wird. Die sitzen doch schon seit Jahren in ihren Löchern fest und können sich nicht rühren. Wie können die Leute bloß so blöd sein, sich einzubilden, das in Neuss gebaut wird. Ich mein: so mancher hat sich doch wohl schon immer eine Wohnung gewünscht mit Schildern vom Bauverein: Rollator und Kinderwagen abstellen verboten. Schließlich behindert so ein Rollator den freien zugang zu den Briefkästen. Ich mein: da kann doch nicht jeder Olympiasprinter seinen Rollator vor die Briefkästen stellen. Ich finde auch, da sollte der Bauverein noch sehr viel mehr tun, damit das endlich ein Ende hat, das die Spitzensportler einfach den Rollator vor die Briefkästen stellen. Die paar Stufen bis zum Aufzug können die schließlich auch noch gehen. Da, denke ich, findet so mancher großen Beifall, wenn er das endlich mal dem Bauverein vortragen kann. Ich mein, wenn jetzt plötzlich einer hier einzieht, der den Rollator einfach beiseite schiebt, um an seinen Briefkasten zu gelangen – nee. Kann ich nicht leiden. Kann ich zum Tod nicht ausstehen. So einen möchte man doch gerne am allerliebsten totschlagen. Hassenswert, richtig hassenswert.



Au weia! Aber ich muß sagen: gelacht hab ich schon ungefähr 10 mal. Und wie man sieht: Sarkasmus ist Marion im Prinzip bekannt. Ordnung, ähm..hmm...

Himbeereis:

23. 04.2018 Lieber Leser,

wenn man die Verantwortlichen dieser Welt betrachtet (Putin,Trump,Assad), denkt man ja auch: Ausser Assad ist ja wohl keiner attraktiv. Wenn ich Russenchef Putin wäre, mir mein Leben lang Mühe gegeben habe mit meinem Volk, immer nur das Beste gewollt habe und dieser geile Draufgänger Trump, der macht was er will hat trotzdem bei den Weibern mehr Chancen als ich, würde ich mich auch fragen; was hat der, was ich nicht habe. Der trägt ein toupet, ist dick und hat ne große Schnauze. Und er legt ja scheinbar die Weiber reihenweise aufs Kreuz. Assad sieht dagegen richtig smart aus – also so attraktiv wäre ich auch gerne. Irgendwie möchte ich nicht der sein, der als einziger nach nichts aussieht, ich wäre auch gerne gutaussehend. Bei Assad und Trump scheinen ja wohl die Weiber Schlange zu stehen – wer hätte das nicht gerne. Attraktive Frauen an meiner Seite, da sieht man ja wohl gleich ganz anders aus. Ich regiere hier schon so lange und habe eigentlich auch niemanden unterdrücken wollen – nein, ich habe einfach gedacht, das der Sozialismus, der hier herrscht, die einzige Möglichkeit ist, das Land und die Welt besser zu machen. Ein schönes Lächeln hätte ich auch gerne – aber ich würde es natürlich nicht zugeben, das ich mich darüber freue. Auch Tipps von Amerikachef Trump wären mir willkommen, wie man das schafft, die Weiber so rumzukriegen.

Ja, lieber Leser, auch im Märchen sind die guten Königssöhne und Prinzessinen hübsch und die böse Hexe häßlich. Ich finde aber, das kein Mensch häßlich ist, jeder will hübsch sein. Putin, Trump und der ohnehin so attraktive Assad. Der Unterschied zwischen den dreien ist: Assad musste sich wohl nie großartig bemühen, ein attraktiver Mann zu sein. Putin und Trump jedoch, die von der Natur nicht so gesegnet sind haben das Glück wohl nie gehabt.

Ja, lieber Leser, nicht nur die einfache Bevölkerung möchte hübsch sein. Und trotzdem ist so manche einfache Person, die ich kennengelernt habe, attraktiver als z.B Christian Lindner von der FDP. Wenn ich z.B Bus gefahren bin und vor mir stieg ein Penner ein, so richtig mit fettigem Haar, Säufernase, dreckigen Klamotten und einer Plastik Tüte in der Hand, dann war das fortan die attraktivste Person im ganzen Bus für mich. Wenn der sich dann neben mich setzte und ich seine gelben Finger gesehen habe, den strengen Geruch nach Schweiß und den starken Geruch nach Tabak – dann kamen in mir viele Fragen auf: wo kommt der gerade her, wo will der hin, wieviel raucht der am Tag, wäscht der seine Sachen denn auch manchmal, wo schläft der, wieviel trinkt der am Tag, hat der in der Tüte ne Schnapsflasche, wielange macht der schon Platte, war der mal verheiratet.... - einfach interessant.

Aber natürlich habe ich das nur heimlich gedacht, denn ich hab gedacht, das das unnormal ist, sich für Penner zu interessieren. Ich hatte so das Gefühl, niemand teilt meine Interessen. Ich habe mich nie für Autos interessiert, nie für Mode, nie für Urlaub, nie für Geld, nie für Aktien, nie für Reihenhäuser.... für nichts davon habe ich mich interessiert. Wenn Christian Lindner in den Bus eingestiegen wäre, hätte ich ihn angeschaut, seine blonden Haare betrachtet, sein glattrasiertes Gesicht, den teuren Anzug und die Aktentasche- aber beim besten Willen – ich hätte keine Frage gehabt, die ich ihm hätte stellen wollen. Ich denke mal, das einzig interessante an Christian Lindner wäre die Aktentasche gewesen. Ist da sein Aktienpaket drin? Also: mehr fällt mir zu Christian Lindner einfach nicht ein. Ich wusste einfach nicht, ob ich mich mit diesem Geständnis an die Öffentlichkeit trauen durfte.

Dasselbe Gefühl habe ich beispielsweise bei der Sendung Frauentausch. Ich fand ehrlicherweise die dreckige Sozialhilfewohnung der Hartz 4 Empfängerinnen viel interessanter als die tadellos, mit allen Schikanen eingerichtete Wohnung eines Immobilienverkäufers. Die Kaffeflecken auf dem gesponserten Tisch der Sozialhilfeempfängerin, den staubigen Wohnzimmertisch, die dreckige Wäsche, das dreckige Geschirr auf der Spüle – ganz wie bei mir zuhause. Die Einbauküche des Immbobilienverkäufers, das teure Mobilar in Schlafzimmer und Wohnzimmer , also dafür habe ich die Sendung Frauentausch eigentlich nicht eingeschaltet.Da ich immer das Gefühl hatte, deshalb nicht normal zu sein, bin ich schon in jungen Jahren in psychiatrische Behandlung gegangen.....