Heute ist Dienstag (Anm.:das „heute“ war irgendwann ca 2008, aktuelles wird immer ganz unten angefügt-bitte scrollen-) und ich habe gut geschlafen. Ich habe mir den Wecker gestellt und bin um acht Uhr aufgestanden, habe gefrühstückt und mich dann an meinen Laptop gesetzt. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, es ist eine intensive Nachdenklichkeit eingetreten in bezug auf meine Vergangenheit.Gleichzeitig verspüre ich endlich wieder Lust, Dinge die erledigt werden müssen , in Angriff zu nehmen.Weil ich aber weiß, das der Tag nur 24 Stunden hat und ich mir die Dinge, die ich erledigen möchte, gut einteilen muss, habe ich mir einen groben Plan gemacht,was ich alles in einen einzelnen Tag hineinpacken möchte, unter Berücksichtigung von angemessenen Ruhepausen, die ich mir einfach mal gönnen werde.

Der gestrige Tag ist auch sehr erfreulich verlaufen.Ich habe zwar lange geschlafen, habe mich aber , als ich ausgeschlafen und gefrühstückt hatte, bald an meinen Laptop gesetzt und den Inhalt einiger Seiten meines Märchens vom Schreibblock auf meinen Laptop übertragen und ins Internet gestellt. Das hat einige Stunden gedauert, danach bin ich dann einkaufen gegangenund anschließend habe ich in aller Seelenruhe ein schönes, leckeres und preiswertes Abendessen bereitet, nämlich :selbstgemachte Pommes mit Zigeunerschnitzel und grünem Salat, selbstverständlich war die Salatsoße ebenfalls selbstgemacht.Für das Abendessen habe ich mich anschließend von Hans nach einer Punkteskala von 1 – 10 bewerten lassen und er hat mich dann mit der Punktzahl sieben abgefunden, und zwar aufgrund des Geschmacks der Zigeunersoße, die im übrigen nicht selbstgemacht war. Die Pommes habe ich übrigens, bevor ich sie auf ein Backblech und ohne Fett in den Ofen geschoben habe, gesalzen , und ich muss sagen, sie sind genauso knusprig geworden, wie ich es mir gewünscht habe.Die Schnitzel habe ich in meiner Teflonpfanne gebraten, d.h, ich habe nur zwei Teelöffel Fett benötigt, um vier Schnitzel zu braten, und die mit Magerjoghurt angemachte Salatsoße habe ich fein abgeschmeckt. Alles in allem war ich sehr zufrieden, sowohl mit dem Geschmack und der Optik meines Abendessens ,als auch mit der Bewertung meines Mannes.

Bei dieser Schilderung muss ich an meine Zeit als Hauswirtschaftsschülerin zurückdenken. Nahrungszubreitung war ein Fach, das ich damals so wenig beherrscht habe, das fast mein Ziel, nämlich den mittleren Bildungsabschluß nachzuholen daran gescheitert wäre.

Wir waren damals nur ein kleines Grüppchen von 18 Schülerinnen , die gemeinsam dieses Ziel sehr intensiv angestrebt haben. Ich war damals die Älteste unter ihnen, 19 Jahre und interessiert an allen theoretischen Fächern , aber bereits für praktische Fächer wie Handarbeit ,Kochen oder Basteln zu verdorben, und zwar aufgrund meiner vorherigen Schul – und Berufskarriere. Nun ja – das hatte ich wohl unterschätzt bei der Wahl meiner Schule, und so kam alles, wie es kommen musste. Wir bekamen im Fach Nahrungszubereitung eine Dame, sehr auf Etikette bedacht und sehr streng. In ihrem mittwöchlichen Unterricht bekamen wir selbstverständlich regelmäßig die für den Unterricht erforderlichen Unterlagen,nebst Rezept, und nachdem wir diese erhalten hatten, begann auch bald der praktische Teil der Unterrichtsstunden , der so gut wie immer damit begann, daß wir uns mit weißen Schürzchen und Häubchen bekleideten .Danach machten wir uns immer unverzüglich auf, die von uns geforderten Speisen schmackhaft und dekorativ möglichst pünktlich auf den von einigen Schülerinnen liebevoll gedeckten Tisch zu bringen . Unsere Mamsell, die ihren Unterricht die ganze Zeit darauf beschränkt hatte, anwesend in der Ecke der Lehrküche zu sitzen und entweder Maulaffen feilzuhalten, oder wichtige schriftliche Erledigungen zu tätigen, setzt e sich dann immer an das Kopfende, um mit uns Schülerinnen , die wir uns mit ihr gemeinsam um den gedeckten Tisch versammelt hatten, das Ergebnis unserer Anstrengungen zu bewerten. Oftmals kam dabei eine lockere Unterhaltung zustande, z. B. Über die Berufe der Eltern oder über eigene Berufswünsche, an der ich mich aber nicht beteiligen wollte und auch nicht konnte. Meistens schnitt ich bei der Bewertung unserer gemeinsam hergestellten Mahlzeiten mit einer drei ab, die mir aber zu hart erkämpft war, weilich 1. keinerlei praktische Anleitung bei der Zubereitung der Speisen erfahren hatte. 2.ich mir nicht vorstellen konnte, nach welchen Kriterien die Dame eine gemeinsam zubereitete und gegarte Speise, z. B. Einen Kuchen für die einzelne Schülerin bewertet und3. Ich nicht gewillt war, mich an den Gesprächen bei Tisch, mich in irgendeiner Form einzubringen. Später habe ich den Mittwoch für mich persönlich immer zum Ruhetag erklärt und bin dem Unterricht so oft es ging ferngeblieben...



Heute ist Mittwoch und ich habe beschlossen, vorerst , d. h. Bis zum 1. November keine neuen Seiten meines Märchens mehr ins Internet zu stellen. Beim Lesen meines Manuskriptes ist mir aufgefallen, daß mir die Fortsetzung sprachlich irgendwie nicht ganz zusagt und darum will ich erst einige Verbesserungen vornehmen und anschließend , weil ich die Geschichte ausserdem noch nicht zuende geschrieben habe, weiterentwickeln und so schnell ich kann , schriftlich auf meinen Laptop bringen. Ich will den Lesern nämlich nicht zumuten, ständig im Internet nach der Fortsetzung zu schauen . Deshalb habe ich mich entschlossen, ein Datum zu benennen, zu dem ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen weiteren Teil des Märchens ins Internet gestellt haben werde.



Ansonsten kann ich nur sagen, das ich dem heutigen Tag sehr entspannt entgegensehe. Ich habe genau so gut geschlafen wie gestern und bin auch nur unwesentlich später aufgestanden. Den gestrigen Tag habe ich gut strukturiert, ich habe einige Stunden am Laptop verbracht, anschließend geputzt und gekocht, zwischendurch immer mal wieder ein wenig Musik gehört und gelesen. Am frühen Abend habe ich mich dann ins Bett gelegt und geträumt, hatte dabei allerdings den Fernseher laufen. Es hätte ja sein können, dass etwas Interessantes gesendet worden wäre.

Ansonsten möchte ich die Leser darauf aufmerksam machen, das ich die Fortsetzung meines Märchens zwar erst im November ins Internet stellen werde, das ich aber Gedanken oder Erinnerungen an mein Leben in der Gesellschaft , sei es familiärer oder öffentlicher Art, weiterhin mindestens einmal in der Woche publik machen werde.



Heute ist Donnerstag und ich bin heute einige Zeit früher aufgestanden als sonst, bin aber ausgeschlafen und habe mir noch nicht überlegt, wie ich den langen Tag sinnvoll ausfüllen werde. Den gestrigen Nachmittag habe ich dazu genutzt, einen Friseur aufzusuchen und zu dem Zwecke bin ich dann mit dem Bus zum Bahnhof gefahren. Vom Bahnhof aus ist es dann nur noch ein Katzensprung bis um Salon. Ich fahre seit einigen Jahren immer zum selben Friseurladen, denn dort kostet ein Damenhaarschnitt einfachster Art nur 12 Euro. Das kann ich mir noch leisten und weil Hans und ich uns eine übertragbare Busfahrkarte geleistet haben für den Monat August, habe ich die Busfahrt umgerechnet auf den Monat doch auch einigermaßen preiswert erstanden.

Später , nämlich als ich wieder zuhause war, bin ich dann mit meiner neuen Frisur zum Einkaufsladen spaziert um Toilettenpapier einzukaufen.

Jetzt, wo ich gerade vor dem Laptop sitze, und ich den gestrigen Tag vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, fällt es mir leicht, einen Plan zu schmieden zur Gestaltung des heutigen Tages.

Ich werde wohl zunächst an meinem Märchen arbeiten. Dann werde ich wohl einkaufen gehen, das Mittagessen zubereiten und anschließend werde ich mit dem Bus fahren um an einer Messe teilzunehmen, die in einem nahegelegenen Kloster stattfindet.Dieses Kloster bedeutet mir viel,nicht nur die Gebete in Gemeinschaft mit den dort ansässigen Brüdern und Schwestern, auch die stillen Gebete geben mir Kraft und Hoffnung und oft genug gehe ich mit gem Gefühl wieder nach Hause, das es der liebe Gott besonders gut mit mir meint.Dieses Gefühl möchte ich nicht mehr missen.




Heute ist Freitag, der 08.08.07 und ich sitze nun um kurz nach acht wieder ausgeschlafen an meinem Laptop.

Gestern Nachmittag, war ich, wie geplant in der nahegelegenen Klosterkirche und es hat mir wieder sehr viel Kraft gegeben, in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu beten. Alles, was dort gesprochen oder gesungen wird, ist für mich von Bedeutung und so freue ich mich schon auf das nächste Mal.

Im übrigen lässt meine körperliche Gesundheit zu wünschen übrig, ich habe Wasser in den Beinen und ein permanentes ungutes Ziehen im unteren Rücken. Ich werde mir auf jeden Fall für Montag einen Termin bei meinem Hausarzt geben lassen.

Ansonsten ist von mir heute Morgen die Arbeit an meinem Märchen geplant, im Anschluß daran werde ich wohl das Mittagessen kochen und heute Nachmittag besuchen Hans und ich zusammen das alljährliche Grillfest , das im Haus der Lebenshilfe in der Ortschaft Grimlinghausen stattfindet. Dort lebt seit einigen Jahren mein jüngster Sohn, der übrigens sehr witzig und charmant sein kann, wenn man sich um ihn bemüht.

Hans ist übrigens auch sehr aktiv, zur Zeit zwar nicht so sehr an seiner website aber er beschäftigt sich den ganzen Tag mit Elektronik und er hat in den vergangenen Jahren schon die ein oder andere interessante technische Erfindung gemacht, von der ich annehme, das sie nicht nur für den Hausgebrauch interessant sein könnten. Wenn er an einen seiner Erfindungen sitzt, ist er oft so beschäftigt, das er sogar das Essen vergisst und sein Ehrgeiz treibt ihn dann dazu, die technischen Details immer weiter zu entwickeln, meistens solange, bis entweder der Geldbeutel stopp dazu sagt , ein Weiterarbeiten von Hand nicht mehr möglich ist, oder das Gerät perfekt funktioniert.




Heute ist Sonntag, der 10.08.07 , es ist viertel nach 10. Ich bin seit halb sieben auf den Beinen, habe ein wenig Musik gehört und gefrühstückt und habe mich ein wenig über meine schon im Internet veröffentlichen Gedanken und Erinnerungen gefreut.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich wohl einige Fehler in der Zeichensetzung gemacht habe. Ob der Sinn meiner Gedanken verständlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich hoffe mal , ich habe mich verständlich genug ausgedrückt. Bei diesen Überlegungen, die ich gerade in diesem Augenblick anstelle , stellen sich mir abenteuerliche Fragen, die vielleicht zu einer genauso abenteuerlichen Theorie führen könnten. Hier eine schriftliche Niederlegung der Fragen, die ich mir stelle:


Könnte es sein, daß der Sinn einer schriftlich niedergelegten Aussage , z.B. bei der Polizei oder beim Psychiater ,durch falsche Zeichensetzung oder/und durch zu schludrige Ausdrucksweise desjenigen, der die Aussage macht , verändert wird? Könnte es sein, daß jemand , der bei solchen Instutitionen eine Aussage macht, mißverstanden wird, weil derjenige, der die Aussage zu Protokoll nimmt, entweder schludrig arbeitet, oder unzureichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift besitzt? Wenn ja, welche Folgen hätte das für denjenigen, der die Aussage gemacht hat? UND: Würde soetwas jemals Konsequenzen haben, für denjenigen, der das Protokoll aufnimmt? Könnte vielleicht durch solche Mißverständnisse sogar manchmal der Eindruck entstehen, das derjenige, der ursprünglich nur eine Aussage machen wollte, psychisch nicht ganz auf der Höhe ist? Was hätte das für Konsequenzen für den Betreffenden? .

Ist die deutsche Sprache vielleicht so schwer zu begreifen, daß sogar mancher normale Bundesbürger ,sprich:ein einfacher Bundesbürger mit durchschnittlicher Schulbildung nicht dazu in der Lage ist , etwas kompliziertere Sachverhalte schriftlich korrekt wiederzugeben? Wenn das so sein sollte: Dürfen dann einfache Krankenschwestern oder gar Pflegehelferinnen zur Dokumentation der Fälle, z. B. , in der Psychiatrie herangezogen werden, oder bedarf es , sollten die Klinikangestellten wirklich schlechte Deutschkenntnisse besitzen, vielleicht eines eigens dafür angestellten Germanisten? Müssen wir uns angesichts eines so bildungsfernen Landes wie der Bundesrepublik nicht eigentlich fürchten in solchen Institutionen wie psychiatrische Krankenhäuser? Sind Germanisten und Juristen vielleicht die einzigen, die die deutsche Sprache noch perfekt beherrschen?


Ich bitte die Leser an dieser Stelle, mir eventuelle Rechtsschreib,-sowie Grammatikfehler als auch Fehler in der Zeichensetzung zu verzeihen und hoffe, das der Sinn oder Unsinn meiner abenteuerlichen Fragen trotzdem wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Der Deutschunterricht, den ich bis zur achten Klasse einer Realschule bei einer mir äußerst unsympathischen Lehrerin genossen habe, war schwer genug .





Heute ist Mittwoch,der 13.08.08 und es ist viertel nach acht. In den letzten beiden Tagen habe ich so vor mich hingedöst und ausser zu kochen nicht viel getan. Ich hatte Wasser in den Beinen und bin deshalb am Montag zum Hausarzt gegangen. Der konnte mich aber beruhigen und meinte, das es wohl an der Einahme meiner Blutdrucktabletten läge. Ich hatte allerdings vergessen zu erwähnen, das mein Urin farblos war, also wie Wasser. Diese Tatsache hat mich auch besorgt, und ich habe mir deshalb täglich 2 Tassen Blasen-und Nierentee gemacht, der scheinbar auch geholfen hat. Der Urin hat jetzt wieder etwas Farbe.

Mir macht zur Zeit die Tatsache zu schaffen,das ich mich, sobald die Gelegenheit dazu da ist, mit meiner Vergangenheit beschäftige, obwohl ich mir eigentlich von der Zukunft mehr verspreche und obwohl ichzur Zeit mit meiner Ehe sehr zufrieden bin. Ich glaube, das liegt an der Tatsache, das ich in den 12 Jahren, die wir hier in dieser Ortschaft wohnen, höchstens eine Handvoll Fremde in unserer Wohnung begrüssen konnte, d.h. Wir haben nur sehr spärliche Beziehungen zur Außenwelt .


Ich werde heute meiner Tante, die im Münsterland lebt, einen Brief zu ihrem 67. Geburtstag schreiben. Tante Anni war immer eine meiner Lieblingstanten, als kleines Kind war ich oft in den Ferien zu Gast bei ihr und ich kann mich sogar noch an die erwarungsvolle Miene erinnern, die sie immer aufsetzte , wenn sie mir ihren selbstgemachten Pudding servierte. „Schmeckt der Pudding denn“, fragte sie dann immer hoffnungsvoll und wenn ich dann zufrieden war, hieß es dann immer:“Magst Du denn noch was, Marion?“


Heute ist Dienstag, der 19.08.08 und es ist zwanzig Uhr fünfzehn. Gestern habe ich meine Eltern angerufen und dabei erfahren, das Tante Anni bei ihnen angerufen hat um ihnen mitzuteilen, daß ich ihr geschrieben habe. Mein Vater hat mir dann gesagt, daß meine Tante zurückschreiben will. Das hat mich sehr gefreut, und ich werde ihr ab jetzt in regelmäßigen Abständen schreiben. Vor einigen Jahren habe ich schon mal nach sehr langen Jahren Kontakt zu ihr aufgenommen und ich werde ihre Freude darüber nicht vergessen , fast wörtlich sagte sie am Telefon:“Ich fühl mich, als hätte ich im Lotto gewonnen.“

Meine Tante wohnt in dem Haus, in dem ich meine ersten vier Lebensjahre verbracht habe. Es handelt sich dabei um das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits, die sehr fromm waren und mich von Anfang an mit dem christlichen Glauben vertraut gemacht haben. In der großen Küche hing ein Kreuz und wir haben zu jeder Mahlzeit gebetet.

Zu dem Häuschen gehört ein richtig großer Garten, der jetzt leider nur mit Rasen bepflanzt ist, früher, also zu der Zeit, als ich dort noch gewohnt habe, war der Garten ein Nutzgarten, in dem viele verschiedene Pflanzen ihren Platz hatten, sei es Kamille, Pfefferminze oder andere Teepflanzen oder auch Gemüse wie Wurzeln oder Bohnen.

Mein Opa ist mit mir, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, fast täglich in den Garten gegangen und manchmal hat er mir die nützlichen Käfer gezeigt, die die Läuse von den Blättern fressen.

Mein Opa war mein ein und alles, jeden Tag sind wir spazierengegangen, immer bis zum Mühlenbach und zurück . Ich wurde übrigens von meinen Großeltern antiautoritär erzogen, obwohl das damals noch gar nicht in war. Ach ja, wenn man die Zeit noch mal zurückdrehen könnte...



Heute ist Montag, der 26.08.08 und es ist schon fast zehn Uhr morgens. Gestern war ich zum Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche. Es war wieder sehr erfüllend und ich wünsche mir so oft wie möglich die Gelegenheit zum Gebet wahrzunehmen.

Ansonsten weiß ich eigentlich gar nicht, was ich schreiben soll, mir gehen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf. Unter anderem frage ich mich , warum eigentlich die Protzereien sogenannter gutsituierter Leute eigentlich nicht ohne diejenigen stattfinden können, die`s nicht so dicke haben?




Heute ist Freitag, der 05.09.08 und es ist zehn Uhr dreißig. Vor zwei Tagen hatte ich ein kleines Jubiläum, ich war nämlich drei Jahre und acht Monate rauchfrei. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, das ich es tatsächlich geschafft habe, dieser fürchterlichen Nikotinabhängigkeit zu entrinnen. Ich habe nämlich fast dreißig Jahre lang ca. zwei Schachteln Zigaretten am Tag geraucht, oft auch mehr, selten weniger. Jahrelang hat mich ein so starker Husten gequält, das die Nächte für mich schlaflos wurden und ich gegen meinen Husten Asthmaspray und Cortison verschrieben bekommen habe. Das hat aber nicht viel gebracht, der Husten blieb Tag und Nacht hartnäckig und war so stark, das ich mehrmals ohnmächtig geworden bin und sehr oft nahe dran war, ohnmächtig zu werden.

Das hat mich aber nicht davon abhalten können, ununterbrochen weiterzurauchen. Jedesmal, wenn ich mir dann aber eine angesteckt habe, meldete sich mein schlechtes Gewissen und ich schwor mir, bald aufzuhören. Immer wieder wartete ich auf günstige Gelegenheiten, mein Vorhaben endlich wahrzumachen, aber kaum war eine dieser seltenen Gelegenheiten da, fand ich nach kürzester Zeit,(meist schon nach einigen Stunden), schon einen Grund, weiterzurauchen.

Das ichesdann doch noch geschafft habe, verdanke ich Allen Car und dem Programm der anonymen Alkoholiker sowie meinem Mann, der mich tatkräftig beim Aufhören unterstützt hat.

Besonders stolz bin ich auf die Tatsache, das ich auch während einer Psychose, die verbunden war mit einem Krankenhausaufenthalt in der Psychiatrie, nicht wieder angefangen habe, zu rauchen. Obwohl ich als Nichtraucher dort ein ziemlich isoliertes Dasein geführt habe , denn das gesellschaftliche Leben auf der geschlossenen Station fand überwiegend im Raucherraum statt, hat mich nichts dazu bewegen können, wieder anzufangen.

Und ich muss sagen, es ist mir nicht einmal schwergefallen, nein zu sagen.

Mein jahrelanger Husten war übrigens schon nach den ersten drei rauchfreien Tagen völlig verschwunden und die erste Nacht, die ich deshalb wieder durchschlafen konnte, habe ich heute noch in Erinnerung.

Seit meiner Nichtraucherzeit trinke ich ausserdem auch keinen Alkohol mehr. Zwei oder drei Mal habe ich noch ein halbes Glas Sekt getrunken, habe das dann auch noch aufgegeben, weil es mir nichts mehr brachte und ich kein Bedürfnis mehr danach verspürte.




Heute ist Samstag, der 15.November 2008. Liebe Leser, lange habe ich nichts mehr ins Internet gestellt, ausser ein paar neue rSeiten meines Märchens. Meine körperliche Verfassung hat mir Sorgen gemacht, oftmals hatte ich das Gefühl, mein Kopf sei blutleer, mir war oft schwindelig. Ob das am Blutdruck lag, wage ich zu bezweifeln, der war immer im Rahmen des Normalen. Zudem kam ein starker Harnwegsinfekt. Jetzt aber fühle ich mich wieder so einigermaßen und bin bereit weiter an meinem Märchen zu schreiben. Es kann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich wieder ein nennenswertes Stück fertiggestellt haben werde. Nebenbei habe ich mir vorgenommen, immer dann, wenn ich viel Zeit habe, die fiktiven Erlebnisse eines Langzeitarbeitslosen niederzuschreiben. Sie sind dann auf dieser Website verlinkt.(meine politischen Gedanken).


Heute ist der 04.02.09. In den letzten Wochen hat die Geschichte des Udo S.eine Hauptrolle bei mir eingenommen und ich habe geplant, ihr in nächster Zeit ebenfalls den Vorrang zu geben. Ich weiß, liebe Leser, die Geschichten, die ich hier im Internet niederschreibe, sind schnell gelesen und man kann gar nicht glauben, wieviel Arbeit in jeder einzelnen Seite steckt. Ich brauche z.B. für eine gefühlte Buchseite von Udo S.oftmals mehrere Stunden. Und weil ich nicht täglich die Zeit habe, etwas zu schreiben, komme ich nur schleppend voran. Allerdings muss ich zugeben, das ich manchmal schlicht und einfach keine Lust habe und alles auf die lange Bank schiebe. Habe mir aber Besserung geschworen und in den letzten Wochen wirklich meine freie Zeit genutzt. Das Märchen habe ich für eine Weile verbannt, ich komme irgendwie nicht recht voran und warte auf einen kreativen Schub. Ich werde es auf jeden Fall zuende schreiben, es wäre mir zu schade, es unvollendet in der Schublade liegen zu lassen.Nur:Später.


Anfang Januar war ich bereits 4 Jahre Nichtraucherin und diese Tatsache macht mich heute noch genauso froh, wie im ersten halben Jahr meines Tabakverzichtes. Und auch auf Alkohol verzichte ich nach wie vor ganz, es gab auch keinen zu Silvester. Trotzdem bin ich nicht ganz frei von Lastern:Ich konsumiere für mein Leben gerne Süssigkeiten aller Art. Das ist nicht gut für mich, weil ich sowieso schon stark übergewichtig bin und ich gelobe mir jeden Tag Besserung. Das geht dann auch oft ein,zwei Wochen gut und ich verzichte in dieser Zeit fast vollständig darauf, aber irgendwann holt mich die Schokosucht dann ein und ich schlage dann wieder richtig zu.


04.01.0010


Liebe Leser,

aus Gründen der Pietät habe ich mich dazu entschlossen, die Geschichten über meine Schwiegereltern aus dem Internet herauszunehmen. Meiner Schwiegermutter geht es sehr schlecht und niemand weiß, wie lange sie noch leben wird.


Am Montag, dem 03.01.0010 bin ich 5 Jahre ohne Nikotin. Ich habe bisher keinen Rückfall erlitten, wohl auch weil ich das Suchtverlangen, das mich auch nach 5 Jahren ab und zu überkommt, als Teil meiner Persönlichkeit akzeptiert habe. Mir ist klar, das es mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird und darum bin ich vorbereitet. Vor ca. 3 Monaten hatte ich zuletzt einen etwas länger andauernden Schmachter, den ich gut bewältigt habe.


29.01.2010


Liebe Leser,

wir haben es kurz nach Mitternacht und ich werde aller Voraussicht nach die Nacht durchmachen um noch ein wenig über Udo S.zu berichten. Ins Internet gestellt werden Udos Erlebnisse aber erst, wenn ich mehrere Seiten beisammen habe. Es muss sich schließlich auch lohnen, kein Mensch will die Website wegen fünf Minuten neuen Lesestoffes anklicken.

Freitag morgens habe ich jetzt immer eine Putzstelle, ich werde also nahtlos vom Laptop zur Arbeit wechseln, irgendwie muss es ja vorangehen.

Finanziell ist uns mittlerweile die Puste ausgegangen, die unbezahlten Rechnungen und Mahnungen häufen sich und wir haben 300 Euro Miese auf dem Konto. Wer soll das bezahlen? Ich hoffe immer noch, das mir die Firma, bei der ich den winzigen Minijob ergattert habe, (ich verdiene 60 Euro im Monat), noch weitere Putzstellen anbietet. Ich habe auf jeden Fall schriftlich schon mal mein Interesse bekundet. Die Angst vor dem endgültigen Kollaps verdränge ich mit meiner Arbeit an den Geschichten über Udo.


01.02.2010


Liebe Leser,jetzt zu Jahresanfang haben sich bestimmt viele von Ihnen vorgenommen, das ein oder andere Laster aufzugeben.

Mein größtes Laster, das Rauchen habe ich ja bereits im Januar 2005 aufgegeben . Wer ehrliches Interesse und einen gewissen Leidensdruck mitbringt, dem möchte ich empfehlen, sich bei der Auseinandersetzung mit der Tabaksucht auch intensiv mit hilfreichen Programmen, wie den zwölf Schritten der anonymen Alkoholiker zu informieren. Es ist meiner Meinung nach unbedingt notwendig, nach der letzten Zigarette sein Leben fortan so zu gestalten, das man auf jeden einzelnen Tag zufrieden zurückblicken kann. Im Übrigen kann ich nur dazu raten, sich zu Anfang nur kleine Ziele zu setzten und im Heute zu leben und nicht daran zu denken, dass man beispielsweise nicht nur heute, sondern auch in einem Monat nicht mehr rauchen möchte. Als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich immer die Politik der kleinen Schritte verfolgt, der Gedanke daran, vielleicht ein Leben lang nicht mehr zu rauchen, hat mich anfangs geängstigt. Das Suchtverlangen ist ja in den ersten Wochen noch ständig da und man hat lange das Gefühl, an nichts anderes mehr denken zu können, als an eine Zigarette. Darum kann einen der Gedankedaran, das man sich vorgenommen hat nie, nie wieder zu rauchen,demotivieren. Vielmehr sollte man jeden einzelnen Lungenschmachter bewußt aussitzen und diese anfangs leider sehr sehr zahlreichen Momente ohne irgendeinen Ersatzstoff wie Kaugummi,Schokolade o.ä. Durchleben. Um was in den Händen zu halten, kann man einen Tennisball oder einen Kugelschreiber nehmen und damit ein wenig hantieren und vielleicht ein paar mal tief ein-und ausatmen, bis der Schmachter vorbei ist. Hat man den Gieranfall dann überstanden, kann man sich zur Belohnung einen Aufkleber oder Sonstiges schenken. Bei den nächsten Schmachtern verfährt man genauso. Will man irgendwann mal nachlassen und bekommt eine Motivationskrise, sollte man die Aufkleber zählen, mit denen man sich schon belohnen durfte und sich klarmachen, das im Falle eines Rückfalls alle Anstrengungen umsonst gewesen sind und das vielleicht sobald keine Motivation mehr dasein wird, um aufzuhören. Irgendwann im Verlauf der Entwöhnung kann man an sich eine wachsendes Glücksgefühl erleben und der Wille wird von Woche zu Woche stärker und man bemerkt nicht mal bewusst den Zeitpunkt, an dem man nicht mehr an Zigaretten denken muss. Ich habe mir jedenfalls durch mein selbsterarbeitetes Entwöhnungsprogramm das Geld für kostspielige Raucherentwöhnungen gespart!Aufhören muss nichts kosten, Nichtaufhören kann das Leben kosten!Was man nicht machen sollte: Man sollte nicht darauf warten, das einen der Wille zum Aufhören wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel trifft!Manche Leute glauben, so ein Erlebnis zu brauchen, um endlich aufhören zu können. Auch ich habe fast zwei Jahrzehnte auf so einen Tag gewartet, doch er kam nicht und ich bin mir ziemlich sicher, das für die meisten eher der jüngste Tag kommt, als so ein Willenseinschlag. Meine Meinung ist: den Willen kann man sich mit den kleinen Schritten, die ich schon beschrieben habe, erarbeiten und je schwerer es einem anfangs fällt, dem Nikotin zu trotzen, desto geringer ist später die Rückfallgefahr.


Für mich ist Nikotinsucht eine Krankheit wie andere Drogensüchte auch, nur wird man meiner Meinung nach bei dem Wunsch aufzuhören, nicht in dem Umfang unterstützt, wie es nötig wäre !!!!!


8.3.2014

Lieber Leser,


fänden Sie es nicht auch ganz schlimm,wenn Sie plötzlich dasGefühl haben müssten, dass Gerüchte übelster Sorte innerhalb Ihrer Nachbarschaft über Sie verbreitet würden. Stellen Sie sich einfach vor,Ihr BH hätte Körb-chengröße 75 A und wäre spitzenbesetzt und Sie müssten feststellen, dass irgendjemand in der Nachbarschaft dieses in Erfahrung gebracht hat und nun ganz ungeniert sämtliche Nachbarn darüber informiert! Oder stellen Sie sich ganz einfach vor, ihre auf dem Balkon hängenden Unterhosen sind nicht ganz sauber geworden und plötzlich merken Sie, dass diese Tatsache Gesprächsstoff bei unter Ihrem Fenster, oder vor ihrer Kellertür geführten Gesprächen ist, die sie zufällig unbemerkt mithören können. Oder Sie putzen zufällig irgendwo, wo häufig Hausmeister und Handwerker zusammentreffen... Und man weiß über Ihre ungemachten Betten, Ihr nicht sauberes, übelriechendes Katzenklo Bescheid, oder Ihre unsaubere verfilzte Haarbürste, die im Bad herumliegt! Welche Erklärung würden Sie sich dafür geben, wenn z. B. drei Tage vorher ein Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft, bei der Sie Mieter sind, in Ihrer Wohnung war, um beispielsweise die Heizung zu prüfen oder die Halterungen der Blumenkästen auf Ihrem Balkon?

Nun, lieber Leser,wenn man zwei und zwei zusammenzählen kann, wird man sich die Antwort plötzlich geben können! Stellen Sie sich nur einmal vor, was wäre, wenn durch wilde Spekulationen dann aus einem einfachen Bohrloch in den Kacheln, das man noch vom Vormieter geerbt hat, durch Mund-zu Mundpropaganda ein Mauerdurchbruch gemacht wird oder aus einer für zweitrangig erachteten Wohn-Kultur ein „versiffter Saustall“? Hätte man dann Woche für Woche die Wohnungsbaugesellschaft auf der Matte stehen und müsste nun fortan seine Wohnung mit der Zahnbürste reinigen oder sich ständig neue Unterhosen kaufen!


Nein, liebe Mitbürger! Ich habe einen anderen Vorschlag zu machen! Wie wäre es ganz einfach, wenn man den oder die betreffenden Mitarbeiter auf die Konsequenzen, die es für sie haben könnte, wenn sie sich nicht an die Verschwiegenheitspflicht halten, aufmerksam machte! Dass Ihre persönlichen Verhältnisse von allen öffentlichen Institutionen, egal ob Vermieter, Postbote, Jobbörse, Meldeamt usw.mit Diskretion behandelt werden, dafür will ich mich als linke Politikerin einsetzen!

Ich denke einfach, bevor man den Splitter im Auge des Nachbarn kurieren will, sollte man zuerst den Balken im eigenen Auge entfernen. Deshalb setze ich mich für eine Haltung ein, die die Schwächen der Mitmenschen wohl sehen mag, diese aber toleriert und niemanden belästigt, oder beleidigt, weil er anders ist als andere Menschen.

Auch, wenn man nicht betroffen ist, kann man manchmal rote Ohren kriegen, wenn man hört, was andere sich so erzählen. Nachbarn, Vermieter, bzw. deren Vertreter, Handwerker, usw. sind eben die NSA der kleinen Frau. Und das ist auch ein Skandal.



15.05.2014



Liebe Leser/innen,

als ich vor wenigen Tagen in der Suchmaschine die Adresse unserer website angegeben habe,bin ich sehr unangenehm überrascht worden. Auf verschiedenen Links, die mit meinem Namen versehen waren, wurden Texte veröffentlicht,die von meinem Mann geschrieben worden sind. Unter anderem einen Text zum Thema Terror oder Texte,die seine Meinung zum Thema Job u.ä.widerspiegeln.

Ich muss dazu sagen, dass ich sehr betroffen darüber war, dass durch diese Kombination(Link mit meinem Namen zu Texten meines Mannes)ein völlig falsches Bild von mir in der Öffentlichkeit entstanden sein könnte und im ersten Augenblick habe ich mich gefragt,wie so etwas geschehen konnte.

Dabei hatte ich die Wahl,mich zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden:1: Ich konnte mir die Frage stellen,ob ich mich vielleicht irgendwo z.B. wegen der Erzählung über Udo S. Politisch mißliebig gemacht habe und nun versucht worden war, mich darzustellen,als sei ich Befürworterin, beispielsweise von Terror und Gewalt. 2.Ich konnte mich für die Möglichkeit entscheiden, dass die Suchmaschine „Mist gebaut hatte“ und nun durch die Verkettung unglücklicher Umstände ein äußerst negatives Bild von mir in der Öffentlichkeit entstanden war.

Zu der ersten Möglichkeit möchte ich sagen: Ich würde mir selbst viel zu viel Bedeutung beimessen, wenn ich glauben würde, dass Institutionen wie beispielsweise der Verfassungschutz hinter einem vermeintlichen Versuch steckten, mich durch Manipulationen der Suchmaschinen schlecht darzustellen.Es wäre in meinen Augen auch sehr,sehr anstrengend, ständig gegen Institutionen zu kämpfen, von denen noch nicht mal erwiesen ist, dass sie etwas gegen mich haben.Nein, ich habe einfach keine Lust,diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Bleibt die zweite Möglichkeit:die Suchmaschine hat Mist gebaut!Diese,wahrscheinlichere Möglichkeit ist natürlich sehr,sehr ärgerlich,aber dagegen juristisch vorzugehen, ist mir ebenfalls zu anstrengend.

Es bleibt mir nur der Hinweis darauf, dass ich die Leser/innen der website für intelligent genug halte, zu unterscheiden, welche Beiträge von meinem Mann stammen könnten und welche Beiträge von mir geschrieben sein könnten. Ich denke mal, dass mein Mann und ich völlig unterschiedliche Mentalitäten sind und dass man das den Textbeiträgen anmerken kann.

Zum guten Schluss bleibt mir noch die Versicherung, dass ich Terror und Gewalt – in welcher Form auch immer- nicht gutheiße und dass ich auch nicht dazu fähig bin, die Gesellschaft, oder Teile der Gesellschaft,zu hassen oder zu verachten. Ich hasse auch nicht die Repräsentanten der Gesellschaft, sie sind für mich nicht schlechthin die Verkörperung des Bösen.Das,was ich im Fernsehen über die politische Klasse und über andere Teile der gehobenen Klasse erfahre,reicht nicht aus, um echten Hass in meiner Seele entstehen zu lassen!Gleichwohl muss den Lesern klar sein, dass es Menschen gibt, die ständig handfest gedemütigt werden,dabei von der Gesellschaft mit ihren verletzten Gefühlen auch noch ins Unrecht gesetzt werden und auch sonst niemanden haben, der sich für sie einsetzt. Wenn es sich dann noch um besonders sensible Menschen handelt, denen so etwas widerfährt, kann sich Hass in ihnen aufstauen und manifestieren.Ich halte die Möglichkeit,seine Aggressionen im Internet abzubauen auf jeden Fall für besser, als einen der weltweit zunehmenden Amokläufe durch Menschen, die bis ins Mark getroffen wurden von Erniedrigungen und seelische Beschädigungen durch andere.




11.10.2014


Liebe Leser,

lange habe ich nichts mehr ins Internet gestellt und mir fällt eigentlich auch nicht viel Nennenswertes ein, das den Leser interessieren könnte.

Die Geschichte vom Langzeitarbeitslosen Udo S., habe ich bei neo-books eingestellt. Ich habe mir vorgenommen, dieses Projekt jetzt als endgültig abgeschlossen zu betrachten und nicht mehr weiter zu beachten.

Mit ganz kleinen Schritten fange ich langsam an, das Märchen weiterzuentwickeln. Zunächst einmal habe ich mich gefragt, was ich mit der Geschichte von Johannes und den Seinigen erreichen will, dann habe ich begonnen, das Märchen zu verändern und werde es demnächst fortentwickeln.So wie es ursprünglich aufgebaut war, konnte es nicht bleiben, denn trotz aller Poesie: Die Geschichte hatte kein Konzept und war darum langweilig wie ein Tapetenmuster( laut Hans). Ich muss zugeben, er hat Recht! (Anmerkung Hans: „hübsches Blümchen - Tapetenmuster“ hab ich gesagt!)

Ansonsten bin ich mit mir zufrieden, ich habe nämlich einen Job als Putzfrau in der Nähe bekommen, acht Stunden wöchentlich an 2 Tagen in der Woche. Heute war mein zweiter Arbeitstag und ich muss sagen, es ist mir nicht leicht gefallen, nach dem ersten Tag (der in meinen Augen nicht besonders erfolgreich verlaufen ist), wieder hinzugehen. Das angenehme Wesen meines Chefs jedoch hat mich trotz aller Bedenken Mut fassen lassen. Dass ich mich trotz mancher meiner Unzulänglichkeiten getraut habe, die Arbeit fortzuführen, ist für mich keine Selbstverständlichkeit, denn starke Versagensängste und die Angst, mein Gesicht zu verlieren, pflastern seit Jahrzehnten meinen Weg und haben bisher mein Arbeitsleben sehr stark behindert.Umso froher bin ich, dass ich mich überwinden konnte und ich glaube, der dritte Arbeitstag wird weitaus angstfreier sein, als der erste.

Ja, solche Dinge machen mich glücklich. Meine Selbstachtung jedenfalls, die nach einem gescheiterten Arbeitsversuch, (aufgrund meiner Ängste), eine Zeitlang im Keller war, ist wieder erheblich gestiegen und das wiederum stimmt mich positiv.

Bei mir hängt sehr viel davon ab, ob und wie ich meine Schwierigkeiten bewältige. Ich würde sogar sagen, mein ganzer Charakter fällt und steht mit der Überwindung meiner Probleme! Und davon habe ich eine ganze Menge. Und trotzdem: Ich glaube, ich kann mit dem, was ich für mich in den letzten Jahren erreicht habe, zufrieden sein. Sehr zufrieden!



27.10.2014:

Liebe Leser,


dass junge Mitbürger zuhauf verzweifelt versuchen, im Salafismus Halt zu finden, wundert mich überhaupt nicht.

Seit Jahrzehnten werden Menschen dazu erzogen, „selbstbewusst“ durchs Leben zu gehen, damit meine ich, dass sie sich und ihre Interessen möglichst erfolgreich durchsetzen.

Nichts dagegen, dass Menschen von klein auf lernen, argumentativ stark zu sein, wenn es darum geht, sich für ihre Interessen einzusetzen. Aber ebenso wichtig ist es, auch mal zurückstecken zu können.

Nichts dagegen, dass Menschen von klein auf lernen, sich argumentativ zu verteidigen, wenn sie verbal angegriffen werden, weil sie ein Verbot nicht beachten. Aber ebenso wichtig ist es, dass sie ein Gewissen entwickeln und Unrechtsbewusstsein.

Verständlich, dass man nicht den jungen Menschen Vorbilder aufs Auge drücken will, die irgendwo in ihrem Leben einen Makel haben oder hatten. Aber junge Menschen brauchen etwas, an dem sie sich orientieren können. Und weil der Mensch ein Mensch ist, ist er fehlbar und meiner Meinung nicht dazu geeignet, ihn wie ein Gott zu verehren.


Was geschieht aber mit denen, die sich verbal nicht so gut durchsetzen oder ihre Interessen vertreten können?

Sie werden überrollt! Von einer Gesellschaft, die es versteht ihren Egoismus immer ungenierter auszuleben, deren Idividuen ihr Unrecht notfalls mithilfe der Justiz durch geschickte Interpretation der Gesetze zu Recht erklären lassen, und die dann ihr mangelndes Verständnis und ihr mangelndes Mitgefühl für die Situation anderer dann auch für ihr gutes Recht halten! Weil die argumentativ Starken nicht gelernt haben, ein Gewissen zu haben! Und weil vielen jedwedes Unrechtsbewusstsein fehlt!

Wenn ich als Jugendlicher zu denen gehöre, die es nicht vermögen, egoistisch mein Ding durchzuziehen, ohne Rücksicht darauf, ob ich anderen schade oder nicht, wenn ich vielleicht von Haus aus Skrupel habe, andere zu übervorteilen, dann werde ich in dieser Gesellschaft nichts sein und auch nichts werden. Und wenn dann noch eine mir eigene sprituelle, vielleicht bisher nur im verborgenen schlummernde Sehnsucht in mir geweckt wird, nach einer Instanz, die unumstößlich ist, wie der liebe Gott, dann sehen viele Jugendliche vielleicht die Gelegenheit gekommen, sich aus unserer gottverlassenen Gesellschaft auszuklinken.

Dass man auch Gefahr laufen kann, die Religion als Rauschmittel zu mißbrauchen, um dann, von ihr betäubt, die Ungläubigen zum rechten Glauben zu bekehren, kann ich psychologisch nachvollziehen.

Vielleicht ist es eine Mischung aus Größenwahn (man ist im Gegensatz zu den vielen Ungläubigen von Gott erwählt, dafür zu sorgen, dass die Menschheit den richtigen Weg nimmt) und Rache an der Gesellschaft, von der sie bis dato gedemütigt und getreten wurden.

Mich jedenfalls würde nicht wundern, wenn solche Jugendlichen versuchen würden, auch unsere Gesellschaft in die Knie zu zwingen!

Vielleicht sollte man einfach versuchen, unsere Gesellschaft wieder menschlicher zu gestalten und für alles ein offenes Ohr zu haben. Auch für das Bedürfnis nach Anerkennung und Spiritualität!




20.11.2014


Liebe Leser,


heute habe ich den Laptop eigens in Betrieb genommen, um von dem großen Glücksgefühl zu erzählen, von dem ich seit Tagen wieder einmal buchstäblich beseelt bin.

Meine Putzstelle in Grefrath habe ich noch und darüber bin ich sehr froh. Anfangs war ich ja von der Angst besessen, es nicht durchhalten zu können, aber mittlerweile ist sogar schon etwas Routine eingekehrt. Die Stelle trägt wesentlich zu meiner inneren Zufriedenheit bei und ich freue mich über mich selbst.

Ja, für mich ist es noch nie eine Selbstverständlichkeit gewesen, nicht impulsiv zu handeln und nicht einfach seinen Gefühlen nachzugeben! Umso mehr freue ich mich, dass ich in den letzten Jahren immer weniger Grund finde, mich selbst aufgrund meines Verhaltens zu verachten. Ich versuche seit Jahren nämlich, so zu leben und zu handeln, dass ich am Ende des Tages vor mir selbst und vor meinem Schöpfer geradestehen kann.

Beinahe jeden Abend beim Gebet wird nämlich Bilanz gezogen über das, was ich gut gemacht habe und über das, was ich besser hätte machen können oder lieber ganz bleiben lassen sollte. Das ist meine Art zu beten:schonungslose Ehrlichkeit zu sich selbst und zu Gott ,verbunden mit der Bitte um Beistand und der Hoffnung, es in Zukunft besser zu machen. Und zum Abschluss sollte man möglichst nicht vergessen, sich zu bedanken, dafür dass man von ihm Kraft und Glauben erhält und dafür, dass Gott es gut mit einem meint!

Wenn man bedenkt, dass ich vor einigen Jahren noch ein Häufchen Elend war, das nikotinsüchtig war, finanziell ausschließlich von Schwiegervater und Staat abhängig, gesundheitlich ein Wrack (ich konnte keine 50 Meter mehr laufen, ohne stehenbleiben zu müssen, weil mir aufgrund der Raucherei die Luft wegblieb), und gesellschaftlich ausgegrenzt ohne jeglichen emotionalen Beistand, dann muss ich sagen, habe ich für mich, besonders emotional, viel erreicht.

Auch wenn ich nach wie vor zurückgezogen lebe, so geschieht dieses nicht mehr, weil ich mich von der Gesellschaft verachtet fühle, sondern einfach deshalb, weil ich meine Zeit gerne für Beten und Märchenschreiben übrig halte und für meine beiden Söhne und meinen Mann. Da bleibt neben der Arbeit gar nicht mehr viel Zeit übrig, um aufwändige Freundschaften zu entwickeln!Ich lebe, anders als früher, mit einer gehörigen Portion Selbstachtung und ich hoffe und bete dafür, dass ich mir dieses Gefühl erhalten kann.


01.01.2015


Lieber Leser,

heute, am Jahresanfang 2015, frage ich mich, wie es kommt, dass ich mich in den letzten Jahren vom Schicksal so reich beschenkt fühle.

Warum habe ich das Gefühl, eines von Gottes Lieblingskindern geworden zu sein? Und was kann ich als Dank dafür schon zurückgeben?


Ja, liebe Leser, ich fühle mich reich, obwohl ich eigentlich materiell so gerade über die Runden komme!

Meine Wohnung hat Möbel, von denen ich aus gutem Grund annehme, dass viele Leute diese nur noch bei Nacht und Nebel auf den Sperrmüll geben würden. Weil sie sich schämen, mit solchen Sesseln und Sofas in Verbindung gebracht zu werden.Und auch was die Reinlichkeit betrifft, entspricht meine Wohnung nicht herkömmlichen Standards, weil ich es einfach nicht schaffe, alles immer besenrein zu halten.Aber trotzdem: Ich sehne mich nicht nach teuren Möbeln, Autos oder Reisen oder, oder ,oder....

Nein, viel Geld und Konsum könnten mich nicht glücklicher machen, als ich es im Augenblick einfach bin. Hoffentlich verliere ich nie aus den Augen, was mich erst zu einem, sich innerlich reich fühlenden und glücklichen Menschen, gemacht hat: nämlich mein Glaube und die Bereitschaft, so zu leben, dass es Gott gefallen kann.Nach Geboten, die das Menschsein bejahen, mit allen Schwächen und Fehlern.

Ja, ich möchte Mensch sein dürfen und Mensch sein lassen. Und das ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, denn oft stehen wirtschaftliche Interessen im krassen Gegensatz zu den Interessen des Einzelnen. Und oft genug wird man von der Wirtschaft aus verkaufsstrategischen Gründen schlicht und einfach veräppelt!

Manchmal versprechen beispielsweise Autohersteller, dass der Kauf eines ihrer Autos „den Individualisten“ in Dir weckt! Oder eine Baufirma verspricht Dir ,mit dem Erwerb ihres Hauses das Gefühl „angekommen“ zu sein , gekauft zu haben.

Du aber, lieber Leser, bist nicht dumm! Du spürst,dass da was nicht stimmen kann, wenn die Wirtschaft Dir verspricht, Dir Einzigartigkeit mit dem Erwerb eines Autos verkaufen zu können!

Man stelle sich die Enttäuschung vor, wenn man dann das besagte Auto gekauft hat und man hat immer noch nicht das Gefühl, etwas Besonderes, einmaliges zu sein. Und dann begibt man sich auf die Suche -vielleicht nach anderen Produkten aus der Wirtschaft, vielleicht auch nach esoterischen Seminaren oder man sucht Halt bei politischen Veranstaltungen,oder,oder,oder...

Was bleibt ist immer und immer wieder die Enttäuschung , weil man auf diese Art und Weise meiner Meinung nach einfach nicht zum Original wird!

Nein, wer einzigartig sein will, muss richtig schwer an sich arbeiten. Und das heißt in meinen Augen: mutig zu sich zu stehen- auch wenn einem der Wind rauh ins Gesicht bläst, ehrlich zu sich zu sein, und sich treu zu sein und treu zu bleiben. Dazu aber muss man wissen, was man will, man muss sich eine eigene Meinung bilden, man muss sich über seine Träume, Wünsche und Hoffnungen im klaren sein.

Wenn man aber das erkannt hat, ist man auf dem besten Wege, „anzukommen“, wobei immer der Weg das Ziel ist. Man wird einfach ein innerlicher Mensch, wenn man diesen Weg weiterverfolgt und somit das, was man einzigartig nennt. So, wie der liebe Gott sich das für uns wünscht.

Ja, lieber Leser, so ist das meiner Meinung nach mit der Einzigartigkeit des Menschen: Sie macht ihn unermeßlich reich und man kann sie weder kaufen noch verkaufen und wenn man Glück hat und der liebe Gott meint es besonders gut mit einem, wirst Du durch sie auf die eine oder andere Art unsterblich werden! Und dieses Glück wünsch ich Dir für die Zukunft!



17.05.2015


Ja,lieber Leser,

es gibt jetzt bereits die ersten Anleitungen zum Unglücklichsein. Warum eigentlich?

Ich finde jedenfalls das Streben nach dem Glück nach wie vor erstrebens-

wert, auch wenn es Stimmen gibt, die behaupten, dass das Glück in unserer Gesellschaft als Gradmesser für Erfolg gesehen wird.

Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass das Streben nach dem Glück ein großes Privileg ist, dass mir nur deshalb zuteil wird, weil ich von vornherein das große Glück hatte, vom Schicksal zum richtigen Zeitpunkt in eine – für mich im Nachhinein- einigermaßen akzeptable Wiege gelegt worden zu sein.

Viele, viele Menschen haben von vornherein sehr viel Pech und müssen Schweres durchmachen, von dem man sich als normaler Mensch kaum wieder erholt. Man denke an die vielen Flüchtlinge, die nur den einen Wunsch haben, nämlich: Ihr nacktes Leben zu retten!Sie kommen aus dem Krieg nach Deutschland, und werden hier von manchen Zeitgenossen schlecht behandelt oder gar angegriffen.

Das finde ich traurig, denn mit dieser ungastfreundlichen Haltung beraubt man nicht nur die Flüchtlinge der Solidarität, sondern auch sich selbst um die Chance, die eigene Persönlichkeit zu bereichern und um die Chance, den eigenen, oftmals durch die gesellschaftlichen Gegebenheiten verhärteten Charakter, zu sensibilisieren.Denn menschliche Qualitäten wie Toleranz, Mitgefühl und Solidarität Fremden gegenüber sind nicht einfach angeboren, sondern müssen meiner Meinung nach von klein auf eingeübt und gefördert werden.

Eines jedenfalls glaube ich sagen zu können: Ein Mensch, der von sich behauptet, gläubig zu sein und der sich auf seinen Glauben beruft, wenn es darum geht, Migranten und Flüchtlinge abzuwehren, mit dessen Glauben kann etwas nicht stimmen, denn die Geschichten der Bibel handeln immer wieder von Ausgestoßenen, Armen oder Menschen die fliehen mussten. Und die waren immer Gottes Lieblinge.

Ich jedenfalls hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich für mich Solidarität und Mitgefühl in Anspruch nehmen wollte, selbst aber hartherzig meinen Nächsten abweisen würde, indem ich ihm selbiges verweigerte.

Das Ganze liest sich vielleicht wie eine kleine Sonntagspredigt, aber bedenke, lieber Leser:

Was wäre, wenn in unserer Gesellschaft Mitgefühl vollständig fehlen würde! Was wäre, wenn Toleranz und Solidarität mit unseren Mitmenschen nicht mehr existierten?Was wäre, wenn das Leben in allen Bereichen nur noch bestimmt würde von Kosten,-Nutzenabwägungen und ökonomischen Sachzwängen?

Was wäre, wenn Du in hohem Alter, bettlägerig auf der Pflegestation, von einer rabiaten, rohen Pflegerin angeschrien würdest, weil Du aus dem Bett gefallen bist, und sie, aufgrund fehlenden Mitgefühls und weil sie für solche unvorhergesehenen Vorfälle nicht bezahlt wird, keine Lust hat, sich um Dich zu kümmern?

Nein, lieber Leser, Mitmenschlichkeit ist mit Geld und Gold nicht aufzuwiegen und diese Eigenschaften sind unbedingt zu erhalten und zu fördern, sonst wird unsere Gesellschaft unmenschlich! Üben wir mitmenschliche Eigenschaften doch einfach! Wie? Indem wir uns selbst immer wieder in Frage stellen und gegebenenfalls eine unmenschliche Haltung korrigieren! AUC H DAS MACHT GLÜCKLICH !!!!


24.05.2015

Liebe Leser,

seit vorgestern Mittag geht es mir gar nicht gut. Ich habe eine neue Arbeit angefangen und bin am Freitag Mittag völlig traumatisiert durch meine

Arbeitssituation nach Hause gefahren. Nach einem schlimmen Erlebnis gegen mittag, war ich so fertig, dass ich nicht einmal den Weg nach Hause auf Anhieb eingeschlagen habe, sondern ich war so weggetreten, dass ich in die falsche Richtung fuhr. Als ich das dann nach wenigen Minuten bemerkte, habe ich natürlich sofort den richtigen Weg eingeschlagen und bin dann, nach einer Stunde Fahrradfahrt völlig verweint zuhause angekommen.

Ich habe meinem Mann von der für mich belastenden Situation erzählt. Wenn man sein Leid jemandem mitteilen kann, ist das im ersten Augenblick nun mal entlastend und wir beiden haben dann zusammengesessen und die Situation so protokolliert, wie sie nach meinem Empfinden in den letzten beiden Tagen war.

Trotz aller Bemühungen, mich abzulenken, ist es mir aber nicht gelungen, meine Gedanken thematisch in eine andere Richtung zu bewegen und so kam es, wie eskommen musste: Ich schlief in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht und fühlte mich nun auch noch körperlich wie gerädert.

Eigentlich hätte ich an diesem Samstag um 6 Uhr meine Arbeit aufnehmen müssen, körperlich war ich, wie schon erwähnt, wie gerädert, seelisch teilweise weggetreten und unfähig, mir viel zu merken und Angst hatte ich außerdem und so kam ich zu dem Entschluß, an diesem Samstag unbezahlten Urlaub zu nehmen, auch damit mein Fernbleiben entschuldigt war und ich mich nicht krankschreiben lassen musste.

Und so rief ich meine Zeitarbeitsfirma an, um um diesen freien Tag zu bitten. Nachdem ich angstbesetzt die Nummer der Zeitarbeitsfirma gewählt hatte und auf dem Anrufbeantworter meinen Namen und mein Anliegen hinterlassen hatte, legte ich wieder auf. Drei Stunden später meldete sich dann die diensthabende Personaldisponentin und fragte nach meinem Anliegen . Ich wiederholte meine Bitte und dann musste ich aggressives und ordinäres Pöbeln über mich ergehen lassen. Die Frau versuchte möglichst, mich nicht zu Wort kommen zu lassen, denn bei all ihrem Gepöbel, versuchte sie möglichst, keine Pausen zwischen ihren Sätzen entstehen zu lassen, so dass ich ebenfalls eine aggressiveHaltung einnehmen musste, um überhaupt zu Wort zu kommen. Eine furchtbare Situation, geradezu als würden sich zwei Menschen verbal ganz, ganz primitiv verkloppen.

Nein, liebe Leser, dass es Menschen gibt, die völlig wert(e)los sind, ist einfach furchtbar, noch schlimmer ist es, wenn man solchen Menschen ausgeliefert ist und möglicherweise noch von ihnen abhängig!

Liebe Leser, ich lasse mich nicht aus lauter Jux und Dollerei schon am zweiten Tag von der Arbeit beurlauben! Ich habe triftige Gründe und letztendlich wollte ich auch der Institution, für die ich arbeite, nicht schaden, sonst hätte ich mich nämlich aufgrund einer Psychosesymptomatik krankschreiben lassen müssen und das hätte vielleicht gleich zwei Wochen Ausfall bedeutet. Leider habe ich von meinem Arzt nicht einmal vernünftige Bedarfsmedikamente verschrieben bekommen, er stellt sich stur und auch, wenn ich ihm zum wiederholtem Male vor wenigen Tagen noch von meiner ständigen Schlaflosigkeit berichtete, ist er nicht bereit, die entsprechenden Medikamente zu verschreiben.Deshalb werde ich den Arzt wechseln.

Ja, es geht mir seelisch schlecht und trotzdem bin ich der Ansicht, dass ich den Kopf nicht in den Sand stecken sollte. Ich vermute mal, ich habe ab Dienstag Gefechte mit der Zeitarbeitsfirma zu bestreiten und früher hätte ich in solchen Momenten versucht, der Situation, die wahrscheinlich äußerst unangenehm ablaufen wird und wahrscheinlich mich seelisch verletzen wird, zu entkommen. Und solche Verletzungen einzustecken, ist für mich nicht einfach,aber jetzt, wo ich Dir, lieber Leser, das mitteile, kommt mir eine Idee, wie ich mit möglichst wenig Blessuren davonkomme.

Ich glaube, lieber Leser, dass ich stärker bin, als es auf den ersten Blick scheint. Ich denke, ich bin in der Lage, mit etwas Glück, meine Probleme,anders als früher, konstruktiv zu lösen. Ich werde mit der Institution, an die ich durch die Zeitarbeitsfirma vermittelt wurde und für die ich arbeite, sprechen und ihnen meine Situation darstellen. und auch gleich die kostengünstigsten Lösungsvorschläge machen.

Und dann hoffe ich darauf, dass das Glück wieder mein Begleiter wird!


26.05.2015


Liebe Leser,

zwischen einem Psychotiker und einem Schweinehund gibt es oft nur winzige Unterschiede.

Jedenfalls ist das bei mir so.

Hätte ich früher Probleme mit meinen Kollegen gehabt, weil ich beispielsweise das Gefühl bekommen hätte, das man mich ablehnt, hätte ich meinem Arzt davon sehr wahrscheinlich erzählt. Und wenn der mich dann gefragt hätte, wie ich darauf käme, hätte ich die Ahnungslose gemacht oder ich hätte etwas erdacht, woran es liegen könnte, dass Kollegen mich nicht mögen. Jedenfalls wäre ich wohl mit einer Krankschreibung nach Hause gegangen und wäre froh gewesen, dem Psychostress entkommen zu können. Und was mache ich heute?

Stell Dir einfach vor, ich hätte wieder einmal das Gefühl, in der Firma nicht willkommen zu sein! Aufgrund meiner seelisch bedingten Unbeholfenheit und meiner geringeren Leistungsfähigkeit! Wie geht man mit diesem furchtbaren Gefühl um? Vielleicht ist ein wenig Bildung die Lösung!Wenn man nämlich weiß,dass man aufgrund seiner Behinderung die Gewinnmaximierung eines Betriebes erheblich stört, sieht man die Sache einfach in einem realistischen Licht! Und wenn man dann noch weiß, dass Arbeitspläne bis auf die Sekunde durchgeplant sind und die Kollegen nicht einmal ein paar Minuten Zeit haben, Fragen zu beantworten, ist die Sache mit dem „Nichtwillkommensein“ des Psychotikers einfach einleuchtend. Und wenn die Psychose dann auch noch die Merkfähigkeit beeinträchtigt, kann man sich vorstellen, dass man nicht beliebt ist.

Und für manche Zeitgenossen noch unbeliebter macht man sich wenn man das dann auch sagt mit Sätzen wie:“Ich fühl mich nicht willkommen, weil bei mir als Wirtschaftsfaktor Mensch die Kosten wohl in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Weil der Arbeitsplatz nicht subventioniert wird, wegen nur geringfügiger Behinderung!“

Auch wenn`s weh tut: Psychotiker sollten aussprechen, was sie denken und fühlen, denn sie sind eine Bereicherung für den ganzen Betrieb!

Sie sind einfach entlarvend – und das ist gut so!!!!!!



27.05.2015


Lieber Leser,

habe ich versagt?

Ursprünglich hatte ich vor – nach einem einigermaßen gut überstandenen Arbeitsdienstag – am Mittwoch ebenfalls zur Arbeit zu fahren und ich habe das Haus auch pünktlich verlassen, um mit dem Fahrrad in Richtung der sozialen Einrichtung zu fahren, für die ich arbeitete.

Ich verließ das Haus mit angstbesetztem Gefühl und während ich bereits eine halbe Stunde mit dem Rad unterwegs war, kroch die Angst immer weiter in mir hoch und ich war nicht in der Lage, sie zu unterdrücken. Und aus Erfahrung wusste ich, dass dieser Tag einfach nicht gut werden konnte. Deshalb bin ich dann – in Höhe des Lukaskrankenhauses - umgedreht!

Und Du, lieber Leser, fragst Dich sicher:“Warum hat die Frau nicht einfach gegen ihre Angst angekämpft und ist trotzdem zur Arbeit gefahren?“

Nun, lieber Leser, um Dir das zu erklären, musst Du einiges wissen über die Art meiner seelischen Erkrankung:Lieber Leser, Angst ist für mich seelischer Stress. Und der äußerst sich bei mir vor allem in Versagen,geistiges Wegtreten oder Konzentrationsstörungen und die Beeinträchtigung der Merkfähigkeit. Und das weiß ich eben aus langer, leidvoller Erfahrung. Und weil ich das weiß, konnte ich mir an zehn Fingern abzählen, was an diesem Tag passieren würde: nämlich geringe Leistungsfähigkeit und das, obwohl die Kollegen sich Mühe geben würden, Verständnis zu haben. Und das und das Wissen darum, dass ich bereits drei Tage dort arbeitete, und wie am ersten Tag sogar die Orientierung auf den Gängen verlieren würde, 2. unter Stress unbeholfen und umständlich wäre und deshalb nicht schnell genug,3. Die Kollegen, die mit mir arbeiten würden, ebenfalls unter Zeitdruck stehen würden und deshalb vielleicht wenig begeistert darüber wären, mit mir zusammenzuarbeiten,4.ich das Wissen darum habe, dass ich eigentlich eingestellt worden war, weil man sich von mir als Arbeitskraft eigentlich ein optimales Preis/Leistungsverhältnis erhofft hatte (ökonomisches Prinzip, ich hatte mal eine Ausbildung zur Familienpflegerin angefangen und hatte in Wirtschaftslehre ein sehr gut – alle praktischen Fächer, auf die es ja eigentlich auch ankommt, waren unterdurchschnittlich), dieses Wissen darum hat mich umkehren lassen!

Und nicht nur das, sondern auch der Gedanke daran, dass mich wohl kaum emotionales Entgegenkommen erwartet hätte, sondern einfach einfach nur Enttäuschung, vielleicht auch heimlicher Groll und Abwertung, hat mich zur Umkehr bewegt.

Ich meine – ich und die besagte soziale Institution! Da prallen Welten aufeinander und zwar aus einem Grund, den ich zu kennen glaube,nämlich: Die soziale , christlich geführte Institution wird gezwungen, Kosten zu dämpfen, wo es nur geht! Und sie tut es sicher nicht gerne, aber die große Konkurrenz und viele gesetzliche Vorschriften, zwingen sie dazu, wirtschaftlich zu denken. Und das tut allen weh, denn es handelt sich um eine Institution im Gesundheitswesen!

Und ich bin jemand, die Träume hat und Visionen, und sich Menschlichkeit und Verständnis wünscht. Ich denke, jeder hat das Recht auf Verständnis – auch wenn man so ein Handicap hat wie ich. Vielleicht bin ich deshalb im Laufe der Jahre von Nervenarzt zu Nervenarzt gepilgert!

Warum ich in unserer Gesellschaft vom ökonomisch denkendem Teil weiterhin nicht gern gesehen werde, teile ich Dir in den nächsten Tagen mit!


09.08.2015


Lieber Leser,

an dieser Stelle wollte ich mich ursprünglich über die Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems und deren Vertreter auslassen, habe es mir dann aber anders überlegt.

Ich denke, ich kann das System sowieso nicht verändern, und es ist besonders mir damit nicht gedient, zu zetern und zu schimpfen. Das ändert nichts an meinen Gefühlen der ohnmächtigen Unterlegenheit unter die sogenannten Leistungsträger dieser Gesellschaft.

Wochenlang habe ich jetzt zutiefst verletzt durch die Arbeitssituation bei der Zeitarbeitsfirma, für die ich zuletzt tätig war, mit mir gehadert, hatte schlimme Depressionen und schlaflose Nächte und habe mich dann endlich mit meinem Kummer an den lieben Gott gewandt.

Und dann, im Gebet, wurde mir klar, dass ich die Prioritäten für mein Leben durch den Anspruch an mich selbst, an meiner Arbeitsstelle zu den TOP- Kräften gehören zu wollen (unentbehrlich und vollkommen vom ersten Tag an), völlig falsch gesetzt hatte, und ich dadurch ins Unglück gerannt bin!

Nein – so wurde mir im Gebet klar: So geht das nicht,Marion!

Du gehörst nicht zu den Spitzenkräften dieser Gesellschaft, die alles können, nicht viel fragen und die sofort wissen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Du gehörst nicht zu denen, die wissen, was von ihnen erwartet wird und die auch nichts anderes wollen, als die Leistungsansprüche in der Arbeitswelt zu erfüllen!

Nein, Marion, Du kannst Dir noch soviel Mühe geben – Du wirst nie geduldig große Lasten tragen können wie ein Esel und Du wirst Dich in diese Arbeitswelt auch nicht einfügen können wie eine fleißige Ameise in ihren Ameisenstaat!Nein Marion- mach Dir eines klar: All das, was in dieser Gesellschaft als notwendig und sogar als glücklichmachend gelobt und gepriesen wird, widerspricht ganz einfach Deinem Naturell! Dass lange Stunden (40 Stunden und mehr) der extremsten Quälerei jetzt sogar durch den Mindestlohn von 8,50 Euro versüßt werden, sollte Dich einfach nicht kümmern!Denn was hast Du davon, Dir von dem Geld Dinge kaufen zu können, die Du gar nicht brauchst, die dann wiederum von Menschen in hohem Arbeitstempo hergestellt werden, die dann ihrerseits wissen, dass die Dinge die sie herstellen, keiner wirklich braucht!

Besinn Dich lieber auf Dich selbst“, - so spürte ich den lieben Gott in mir, - “und denk darüber nach, was im Leben für Dich wirklich zählt!“


Ja, lieber Leser, durch meine Gebete kam ich schließlich zu dem Ergebnis, dass ich immer und immer wieder dazu neige, das Glück aus den Augen zu verlieren!

Ich erinnerte mich an das vergangene Jahr, als ich das e-book über den Langzeitarbeitslosen Udo S. Im self-publishing herausgebracht hatte:

Monatelang habe ich danach mit dem Schicksal und dem lieben Gott gehadert, weil der Text wie Blei in den Regalen liegenblieb! Auch damals habe ich schon immer mal wieder ein Enttäuschtsein in mir gespürt, weil ich nicht über Nacht berühmt geworden war! (so vermessen kann man sein!)

Aber nach der letzten Phase intensivstem Nachdenkens und Betens muß ich sagen: Nichts habe ich vergebens gemacht, weder kreativ zu sein noch mich mal in einem ganz „normalen“ Job zu versuchen!

Das „Kreativsein“ hat mir sehr großen therapeutischen Nutzen gebracht und deshalb bleibe ich – so oft es meine Zeit erlauben wird- auch weiterhin kreativ. Und der Job hat mir, auch wenn ich „versagt“ habe, ebenfalls Nutzen gebracht: Er hat mich gelehrt, wie unglaublich viel die Menschen für wenig Geld leisten müssen, und dass das nicht jedermanns Sache ist!

Und dann noch eins: Hoch sollen nicht nur die Leistungsträger dieser Gesellschaft leben, sondern auch diejenigen, die durch Intelligenz, Engagement,Kreativität und Mitgefühl dafür Sorge tragen, dass in dieser Gesellschaft auch hin und wieder mal nachgedacht wird! Damit diese Gesellschaft menschlich wird und niemand zurückbleibt!