Heute ist Dienstag (Anm.:das „heute“ war irgendwann ca 2008, aktuelles wird immer ganz unten angefügt-bitte scrollen- im übrigen ist der Herausgeber aus leidvoller Erfahrung Pluralist und hat daher Marions Text unverändert gelassen. Dass jemand unrecht hat, kann niemand entscheiden, vielleicht versteht man es ja nur nicht richtig.) und ich habe gut geschlafen. Ich habe mir den Wecker gestellt und bin um acht Uhr aufgestanden, habe gefrühstückt und mich dann an meinen Laptop gesetzt. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, es ist eine intensive Nachdenklichkeit eingetreten in bezug auf meine Vergangenheit.Gleichzeitig verspüre ich endlich wieder Lust, Dinge die erledigt werden müssen , in Angriff zu nehmen.Weil ich aber weiß, das der Tag nur 24 Stunden hat und ich mir die Dinge, die ich erledigen möchte, gut einteilen muss, habe ich mir einen groben Plan gemacht,was ich alles in einen einzelnen Tag hineinpacken möchte, unter Berücksichtigung von angemessenen Ruhepausen, die ich mir einfach mal gönnen werde.

Der gestrige Tag ist auch sehr erfreulich verlaufen.Ich habe zwar lange geschlafen, habe mich aber , als ich ausgeschlafen und gefrühstückt hatte, bald an meinen Laptop gesetzt und den Inhalt einiger Seiten meines Märchens vom Schreibblock auf meinen Laptop übertragen und ins Internet gestellt. Das hat einige Stunden gedauert, danach bin ich dann einkaufen gegangenund anschließend habe ich in aller Seelenruhe ein schönes, leckeres und preiswertes Abendessen bereitet, nämlich :selbstgemachte Pommes mit Zigeunerschnitzel und grünem Salat, selbstverständlich war die Salatsoße ebenfalls selbstgemacht.Für das Abendessen habe ich mich anschließend von Hans nach einer Punkteskala von 1 – 10 bewerten lassen und er hat mich dann mit der Punktzahl sieben abgefunden, und zwar aufgrund des Geschmacks der Zigeunersoße, die im übrigen nicht selbstgemacht war. Die Pommes habe ich übrigens, bevor ich sie auf ein Backblech und ohne Fett in den Ofen geschoben habe, gesalzen , und ich muss sagen, sie sind genauso knusprig geworden, wie ich es mir gewünscht habe.Die Schnitzel habe ich in meiner Teflonpfanne gebraten, d.h, ich habe nur zwei Teelöffel Fett benötigt, um vier Schnitzel zu braten, und die mit Magerjoghurt angemachte Salatsoße habe ich fein abgeschmeckt. Alles in allem war ich sehr zufrieden, sowohl mit dem Geschmack und der Optik meines Abendessens ,als auch mit der Bewertung meines Mannes.

Bei dieser Schilderung muss ich an meine Zeit als Hauswirtschaftsschülerin zurückdenken. Nahrungszubreitung war ein Fach, das ich damals so wenig beherrscht habe, das fast mein Ziel, nämlich den mittleren Bildungsabschluß nachzuholen daran gescheitert wäre.

Wir waren damals nur ein kleines Grüppchen von 18 Schülerinnen , die gemeinsam dieses Ziel sehr intensiv angestrebt haben. Ich war damals die Älteste unter ihnen, 19 Jahre und interessiert an allen theoretischen Fächern , aber bereits für praktische Fächer wie Handarbeit ,Kochen oder Basteln zu verdorben, und zwar aufgrund meiner vorherigen Schul – und Berufskarriere. Nun ja – das hatte ich wohl unterschätzt bei der Wahl meiner Schule, und so kam alles, wie es kommen musste. Wir bekamen im Fach Nahrungszubereitung eine Dame, sehr auf Etikette bedacht und sehr streng. In ihrem mittwöchlichen Unterricht bekamen wir selbstverständlich regelmäßig die für den Unterricht erforderlichen Unterlagen,nebst Rezept, und nachdem wir diese erhalten hatten, begann auch bald der praktische Teil der Unterrichtsstunden , der so gut wie immer damit begann, daß wir uns mit weißen Schürzchen und Häubchen bekleideten .Danach machten wir uns immer unverzüglich auf, die von uns geforderten Speisen schmackhaft und dekorativ möglichst pünktlich auf den von einigen Schülerinnen liebevoll gedeckten Tisch zu bringen . Unsere Mamsell, die ihren Unterricht die ganze Zeit darauf beschränkt hatte, anwesend in der Ecke der Lehrküche zu sitzen und entweder Maulaffen feilzuhalten, oder wichtige schriftliche Erledigungen zu tätigen, setzt e sich dann immer an das Kopfende, um mit uns Schülerinnen , die wir uns mit ihr gemeinsam um den gedeckten Tisch versammelt hatten, das Ergebnis unserer Anstrengungen zu bewerten. Oftmals kam dabei eine lockere Unterhaltung zustande, z. B. Über die Berufe der Eltern oder über eigene Berufswünsche, an der ich mich aber nicht beteiligen wollte und auch nicht konnte. Meistens schnitt ich bei der Bewertung unserer gemeinsam hergestellten Mahlzeiten mit einer drei ab, die mir aber zu hart erkämpft war, weilich 1. keinerlei praktische Anleitung bei der Zubereitung der Speisen erfahren hatte. 2.ich mir nicht vorstellen konnte, nach welchen Kriterien die Dame eine gemeinsam zubereitete und gegarte Speise, z. B. Einen Kuchen für die einzelne Schülerin bewertet und3. Ich nicht gewillt war, mich an den Gesprächen bei Tisch, mich in irgendeiner Form einzubringen. Später habe ich den Mittwoch für mich persönlich immer zum Ruhetag erklärt und bin dem Unterricht so oft es ging ferngeblieben...



Heute ist Mittwoch und ich habe beschlossen, vorerst , d. h. Bis zum 1. November keine neuen Seiten meines Märchens mehr ins Internet zu stellen. Beim Lesen meines Manuskriptes ist mir aufgefallen, daß mir die Fortsetzung sprachlich irgendwie nicht ganz zusagt und darum will ich erst einige Verbesserungen vornehmen und anschließend , weil ich die Geschichte ausserdem noch nicht zuende geschrieben habe, weiterentwickeln und so schnell ich kann , schriftlich auf meinen Laptop bringen. Ich will den Lesern nämlich nicht zumuten, ständig im Internet nach der Fortsetzung zu schauen . Deshalb habe ich mich entschlossen, ein Datum zu benennen, zu dem ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen weiteren Teil des Märchens ins Internet gestellt haben werde.



Ansonsten kann ich nur sagen, das ich dem heutigen Tag sehr entspannt entgegensehe. Ich habe genau so gut geschlafen wie gestern und bin auch nur unwesentlich später aufgestanden. Den gestrigen Tag habe ich gut strukturiert, ich habe einige Stunden am Laptop verbracht, anschließend geputzt und gekocht, zwischendurch immer mal wieder ein wenig Musik gehört und gelesen. Am frühen Abend habe ich mich dann ins Bett gelegt und geträumt, hatte dabei allerdings den Fernseher laufen. Es hätte ja sein können, dass etwas Interessantes gesendet worden wäre.

Ansonsten möchte ich die Leser darauf aufmerksam machen, das ich die Fortsetzung meines Märchens zwar erst im November ins Internet stellen werde, das ich aber Gedanken oder Erinnerungen an mein Leben in der Gesellschaft , sei es familiärer oder öffentlicher Art, weiterhin mindestens einmal in der Woche publik machen werde.



Heute ist Donnerstag und ich bin heute einige Zeit früher aufgestanden als sonst, bin aber ausgeschlafen und habe mir noch nicht überlegt, wie ich den langen Tag sinnvoll ausfüllen werde. Den gestrigen Nachmittag habe ich dazu genutzt, einen Friseur aufzusuchen und zu dem Zwecke bin ich dann mit dem Bus zum Bahnhof gefahren. Vom Bahnhof aus ist es dann nur noch ein Katzensprung bis um Salon. Ich fahre seit einigen Jahren immer zum selben Friseurladen, denn dort kostet ein Damenhaarschnitt einfachster Art nur 12 Euro. Das kann ich mir noch leisten und weil Hans und ich uns eine übertragbare Busfahrkarte geleistet haben für den Monat August, habe ich die Busfahrt umgerechnet auf den Monat doch auch einigermaßen preiswert erstanden.

Später , nämlich als ich wieder zuhause war, bin ich dann mit meiner neuen Frisur zum Einkaufsladen spaziert um Toilettenpapier einzukaufen.

Jetzt, wo ich gerade vor dem Laptop sitze, und ich den gestrigen Tag vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, fällt es mir leicht, einen Plan zu schmieden zur Gestaltung des heutigen Tages.

Ich werde wohl zunächst an meinem Märchen arbeiten. Dann werde ich wohl einkaufen gehen, das Mittagessen zubereiten und anschließend werde ich mit dem Bus fahren um an einer Messe teilzunehmen, die in einem nahegelegenen Kloster stattfindet.Dieses Kloster bedeutet mir viel,nicht nur die Gebete in Gemeinschaft mit den dort ansässigen Brüdern und Schwestern, auch die stillen Gebete geben mir Kraft und Hoffnung und oft genug gehe ich mit gem Gefühl wieder nach Hause, das es der liebe Gott besonders gut mit mir meint.Dieses Gefühl möchte ich nicht mehr missen.




Heute ist Freitag, der 08.08.07 und ich sitze nun um kurz nach acht wieder ausgeschlafen an meinem Laptop.

Gestern Nachmittag, war ich, wie geplant in der nahegelegenen Klosterkirche und es hat mir wieder sehr viel Kraft gegeben, in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu beten. Alles, was dort gesprochen oder gesungen wird, ist für mich von Bedeutung und so freue ich mich schon auf das nächste Mal.

Im übrigen lässt meine körperliche Gesundheit zu wünschen übrig, ich habe Wasser in den Beinen und ein permanentes ungutes Ziehen im unteren Rücken. Ich werde mir auf jeden Fall für Montag einen Termin bei meinem Hausarzt geben lassen.

Ansonsten ist von mir heute Morgen die Arbeit an meinem Märchen geplant, im Anschluß daran werde ich wohl das Mittagessen kochen und heute Nachmittag besuchen Hans und ich zusammen das alljährliche Grillfest , das im Haus der Lebenshilfe in der Ortschaft Grimlinghausen stattfindet. Dort lebt seit einigen Jahren mein jüngster Sohn, der übrigens sehr witzig und charmant sein kann, wenn man sich um ihn bemüht.

Hans ist übrigens auch sehr aktiv, zur Zeit zwar nicht so sehr an seiner website aber er beschäftigt sich den ganzen Tag mit Elektronik und er hat in den vergangenen Jahren schon die ein oder andere interessante technische Erfindung gemacht, von der ich annehme, das sie nicht nur für den Hausgebrauch interessant sein könnten. Wenn er an einen seiner Erfindungen sitzt, ist er oft so beschäftigt, das er sogar das Essen vergisst und sein Ehrgeiz treibt ihn dann dazu, die technischen Details immer weiter zu entwickeln, meistens solange, bis entweder der Geldbeutel stopp dazu sagt , ein Weiterarbeiten von Hand nicht mehr möglich ist, oder das Gerät perfekt funktioniert.




Heute ist Sonntag, der 10.08.07 , es ist viertel nach 10. Ich bin seit halb sieben auf den Beinen, habe ein wenig Musik gehört und gefrühstückt und habe mich ein wenig über meine schon im Internet veröffentlichen Gedanken und Erinnerungen gefreut.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich wohl einige Fehler in der Zeichensetzung gemacht habe. Ob der Sinn meiner Gedanken verständlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich hoffe mal , ich habe mich verständlich genug ausgedrückt. Bei diesen Überlegungen, die ich gerade in diesem Augenblick anstelle , stellen sich mir abenteuerliche Fragen, die vielleicht zu einer genauso abenteuerlichen Theorie führen könnten. Hier eine schriftliche Niederlegung der Fragen, die ich mir stelle:


Könnte es sein, daß der Sinn einer schriftlich niedergelegten Aussage , z.B. bei der Polizei oder beim Psychiater ,durch falsche Zeichensetzung oder/und durch zu schludrige Ausdrucksweise desjenigen, der die Aussage macht , verändert wird? Könnte es sein, daß jemand , der bei solchen Instutitionen eine Aussage macht, mißverstanden wird, weil derjenige, der die Aussage zu Protokoll nimmt, entweder schludrig arbeitet, oder unzureichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift besitzt? Wenn ja, welche Folgen hätte das für denjenigen, der die Aussage gemacht hat? UND: Würde soetwas jemals Konsequenzen haben, für denjenigen, der das Protokoll aufnimmt? Könnte vielleicht durch solche Mißverständnisse sogar manchmal der Eindruck entstehen, das derjenige, der ursprünglich nur eine Aussage machen wollte, psychisch nicht ganz auf der Höhe ist? Was hätte das für Konsequenzen für den Betreffenden? .

Ist die deutsche Sprache vielleicht so schwer zu begreifen, daß sogar mancher normale Bundesbürger ,sprich:ein einfacher Bundesbürger mit durchschnittlicher Schulbildung nicht dazu in der Lage ist , etwas kompliziertere Sachverhalte schriftlich korrekt wiederzugeben? Wenn das so sein sollte: Dürfen dann einfache Krankenschwestern oder gar Pflegehelferinnen zur Dokumentation der Fälle, z. B. , in der Psychiatrie herangezogen werden, oder bedarf es , sollten die Klinikangestellten wirklich schlechte Deutschkenntnisse besitzen, vielleicht eines eigens dafür angestellten Germanisten? Müssen wir uns angesichts eines so bildungsfernen Landes wie der Bundesrepublik nicht eigentlich fürchten in solchen Institutionen wie psychiatrische Krankenhäuser? Sind Germanisten und Juristen vielleicht die einzigen, die die deutsche Sprache noch perfekt beherrschen?


Ich bitte die Leser an dieser Stelle, mir eventuelle Rechtsschreib,-sowie Grammatikfehler als auch Fehler in der Zeichensetzung zu verzeihen und hoffe, das der Sinn oder Unsinn meiner abenteuerlichen Fragen trotzdem wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Der Deutschunterricht, den ich bis zur achten Klasse einer Realschule bei einer mir äußerst unsympathischen Lehrerin genossen habe, war schwer genug .





Heute ist Mittwoch,der 13.08.08 und es ist viertel nach acht. In den letzten beiden Tagen habe ich so vor mich hingedöst und ausser zu kochen nicht viel getan. Ich hatte Wasser in den Beinen und bin deshalb am Montag zum Hausarzt gegangen. Der konnte mich aber beruhigen und meinte, das es wohl an der Einahme meiner Blutdrucktabletten läge. Ich hatte allerdings vergessen zu erwähnen, das mein Urin farblos war, also wie Wasser. Diese Tatsache hat mich auch besorgt, und ich habe mir deshalb täglich 2 Tassen Blasen-und Nierentee gemacht, der scheinbar auch geholfen hat. Der Urin hat jetzt wieder etwas Farbe.

Mir macht zur Zeit die Tatsache zu schaffen,das ich mich, sobald die Gelegenheit dazu da ist, mit meiner Vergangenheit beschäftige, obwohl ich mir eigentlich von der Zukunft mehr verspreche und obwohl ichzur Zeit mit meiner Ehe sehr zufrieden bin. Ich glaube, das liegt an der Tatsache, das ich in den 12 Jahren, die wir hier in dieser Ortschaft wohnen, höchstens eine Handvoll Fremde in unserer Wohnung begrüssen konnte, d.h. Wir haben nur sehr spärliche Beziehungen zur Außenwelt .


Ich werde heute meiner Tante, die im Münsterland lebt, einen Brief zu ihrem 67. Geburtstag schreiben. Tante Anni war immer eine meiner Lieblingstanten, als kleines Kind war ich oft in den Ferien zu Gast bei ihr und ich kann mich sogar noch an die erwarungsvolle Miene erinnern, die sie immer aufsetzte , wenn sie mir ihren selbstgemachten Pudding servierte. „Schmeckt der Pudding denn“, fragte sie dann immer hoffnungsvoll und wenn ich dann zufrieden war, hieß es dann immer:“Magst Du denn noch was, Marion?“


Heute ist Dienstag, der 19.08.08 und es ist zwanzig Uhr fünfzehn. Gestern habe ich meine Eltern angerufen und dabei erfahren, das Tante Anni bei ihnen angerufen hat um ihnen mitzuteilen, daß ich ihr geschrieben habe. Mein Vater hat mir dann gesagt, daß meine Tante zurückschreiben will. Das hat mich sehr gefreut, und ich werde ihr ab jetzt in regelmäßigen Abständen schreiben. Vor einigen Jahren habe ich schon mal nach sehr langen Jahren Kontakt zu ihr aufgenommen und ich werde ihre Freude darüber nicht vergessen , fast wörtlich sagte sie am Telefon:“Ich fühl mich, als hätte ich im Lotto gewonnen.“

Meine Tante wohnt in dem Haus, in dem ich meine ersten vier Lebensjahre verbracht habe. Es handelt sich dabei um das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits, die sehr fromm waren und mich von Anfang an mit dem christlichen Glauben vertraut gemacht haben. In der großen Küche hing ein Kreuz und wir haben zu jeder Mahlzeit gebetet.

Zu dem Häuschen gehört ein richtig großer Garten, der jetzt leider nur mit Rasen bepflanzt ist, früher, also zu der Zeit, als ich dort noch gewohnt habe, war der Garten ein Nutzgarten, in dem viele verschiedene Pflanzen ihren Platz hatten, sei es Kamille, Pfefferminze oder andere Teepflanzen oder auch Gemüse wie Wurzeln oder Bohnen.

Mein Opa ist mit mir, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, fast täglich in den Garten gegangen und manchmal hat er mir die nützlichen Käfer gezeigt, die die Läuse von den Blättern fressen.

Mein Opa war mein ein und alles, jeden Tag sind wir spazierengegangen, immer bis zum Mühlenbach und zurück . Ich wurde übrigens von meinen Großeltern antiautoritär erzogen, obwohl das damals noch gar nicht in war. Ach ja, wenn man die Zeit noch mal zurückdrehen könnte...



Heute ist Montag, der 26.08.08 und es ist schon fast zehn Uhr morgens. Gestern war ich zum Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche. Es war wieder sehr erfüllend und ich wünsche mir so oft wie möglich die Gelegenheit zum Gebet wahrzunehmen.

Ansonsten weiß ich eigentlich gar nicht, was ich schreiben soll, mir gehen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf. Unter anderem frage ich mich , warum eigentlich die Protzereien sogenannter gutsituierter Leute eigentlich nicht ohne diejenigen stattfinden können, die`s nicht so dicke haben?




Heute ist Freitag, der 05.09.08 und es ist zehn Uhr dreißig. Vor zwei Tagen hatte ich ein kleines Jubiläum, ich war nämlich drei Jahre und acht Monate rauchfrei. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, das ich es tatsächlich geschafft habe, dieser fürchterlichen Nikotinabhängigkeit zu entrinnen. Ich habe nämlich fast dreißig Jahre lang ca. zwei Schachteln Zigaretten am Tag geraucht, oft auch mehr, selten weniger. Jahrelang hat mich ein so starker Husten gequält, das die Nächte für mich schlaflos wurden und ich gegen meinen Husten Asthmaspray und Cortison verschrieben bekommen habe. Das hat aber nicht viel gebracht, der Husten blieb Tag und Nacht hartnäckig und war so stark, das ich mehrmals ohnmächtig geworden bin und sehr oft nahe dran war, ohnmächtig zu werden.

Das hat mich aber nicht davon abhalten können, ununterbrochen weiterzurauchen. Jedesmal, wenn ich mir dann aber eine angesteckt habe, meldete sich mein schlechtes Gewissen und ich schwor mir, bald aufzuhören. Immer wieder wartete ich auf günstige Gelegenheiten, mein Vorhaben endlich wahrzumachen, aber kaum war eine dieser seltenen Gelegenheiten da, fand ich nach kürzester Zeit,(meist schon nach einigen Stunden), schon einen Grund, weiterzurauchen.

Das ichesdann doch noch geschafft habe, verdanke ich Allen Car und dem Programm der anonymen Alkoholiker sowie meinem Mann, der mich tatkräftig beim Aufhören unterstützt hat.

Besonders stolz bin ich auf die Tatsache, das ich auch während einer Psychose, die verbunden war mit einem Krankenhausaufenthalt in der Psychiatrie, nicht wieder angefangen habe, zu rauchen. Obwohl ich als Nichtraucher dort ein ziemlich isoliertes Dasein geführt habe , denn das gesellschaftliche Leben auf der geschlossenen Station fand überwiegend im Raucherraum statt, hat mich nichts dazu bewegen können, wieder anzufangen.

Und ich muss sagen, es ist mir nicht einmal schwergefallen, nein zu sagen.

Mein jahrelanger Husten war übrigens schon nach den ersten drei rauchfreien Tagen völlig verschwunden und die erste Nacht, die ich deshalb wieder durchschlafen konnte, habe ich heute noch in Erinnerung.

Seit meiner Nichtraucherzeit trinke ich ausserdem auch keinen Alkohol mehr. Zwei oder drei Mal habe ich noch ein halbes Glas Sekt getrunken, habe das dann auch noch aufgegeben, weil es mir nichts mehr brachte und ich kein Bedürfnis mehr danach verspürte.




Heute ist Samstag, der 15.November 2008. Liebe Leser, lange habe ich nichts mehr ins Internet gestellt, ausser ein paar neue rSeiten meines Märchens. Meine körperliche Verfassung hat mir Sorgen gemacht, oftmals hatte ich das Gefühl, mein Kopf sei blutleer, mir war oft schwindelig. Ob das am Blutdruck lag, wage ich zu bezweifeln, der war immer im Rahmen des Normalen. Zudem kam ein starker Harnwegsinfekt. Jetzt aber fühle ich mich wieder so einigermaßen und bin bereit weiter an meinem Märchen zu schreiben. Es kann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich wieder ein nennenswertes Stück fertiggestellt haben werde. Nebenbei habe ich mir vorgenommen, immer dann, wenn ich viel Zeit habe, die fiktiven Erlebnisse eines Langzeitarbeitslosen niederzuschreiben. Sie sind dann auf dieser Website verlinkt.(meine politischen Gedanken).


Heute ist der 04.02.09. In den letzten Wochen hat die Geschichte des Udo S.eine Hauptrolle bei mir eingenommen und ich habe geplant, ihr in nächster Zeit ebenfalls den Vorrang zu geben. Ich weiß, liebe Leser, die Geschichten, die ich hier im Internet niederschreibe, sind schnell gelesen und man kann gar nicht glauben, wieviel Arbeit in jeder einzelnen Seite steckt. Ich brauche z.B. für eine gefühlte Buchseite von Udo S.oftmals mehrere Stunden. Und weil ich nicht täglich die Zeit habe, etwas zu schreiben, komme ich nur schleppend voran. Allerdings muss ich zugeben, das ich manchmal schlicht und einfach keine Lust habe und alles auf die lange Bank schiebe. Habe mir aber Besserung geschworen und in den letzten Wochen wirklich meine freie Zeit genutzt. Das Märchen habe ich für eine Weile verbannt, ich komme irgendwie nicht recht voran und warte auf einen kreativen Schub. Ich werde es auf jeden Fall zuende schreiben, es wäre mir zu schade, es unvollendet in der Schublade liegen zu lassen.Nur:Später.


Anfang Januar war ich bereits 4 Jahre Nichtraucherin und diese Tatsache macht mich heute noch genauso froh, wie im ersten halben Jahr meines Tabakverzichtes. Und auch auf Alkohol verzichte ich nach wie vor ganz, es gab auch keinen zu Silvester. Trotzdem bin ich nicht ganz frei von Lastern:Ich konsumiere für mein Leben gerne Süssigkeiten aller Art. Das ist nicht gut für mich, weil ich sowieso schon stark übergewichtig bin und ich gelobe mir jeden Tag Besserung. Das geht dann auch oft ein,zwei Wochen gut und ich verzichte in dieser Zeit fast vollständig darauf, aber irgendwann holt mich die Schokosucht dann ein und ich schlage dann wieder richtig zu.


04.01.0010


Liebe Leser,

aus Gründen der Pietät habe ich mich dazu entschlossen, die Geschichten über meine Schwiegereltern aus dem Internet herauszunehmen. Meiner Schwiegermutter geht es sehr schlecht und niemand weiß, wie lange sie noch leben wird.


Am Montag, dem 03.01.0010 bin ich 5 Jahre ohne Nikotin. Ich habe bisher keinen Rückfall erlitten, wohl auch weil ich das Suchtverlangen, das mich auch nach 5 Jahren ab und zu überkommt, als Teil meiner Persönlichkeit akzeptiert habe. Mir ist klar, das es mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird und darum bin ich vorbereitet. Vor ca. 3 Monaten hatte ich zuletzt einen etwas länger andauernden Schmachter, den ich gut bewältigt habe.


29.01.2010


Liebe Leser,

wir haben es kurz nach Mitternacht und ich werde aller Voraussicht nach die Nacht durchmachen um noch ein wenig über Udo S.zu berichten. Ins Internet gestellt werden Udos Erlebnisse aber erst, wenn ich mehrere Seiten beisammen habe. Es muss sich schließlich auch lohnen, kein Mensch will die Website wegen fünf Minuten neuen Lesestoffes anklicken.

Freitag morgens habe ich jetzt immer eine Putzstelle, ich werde also nahtlos vom Laptop zur Arbeit wechseln, irgendwie muss es ja vorangehen.

Finanziell ist uns mittlerweile die Puste ausgegangen, die unbezahlten Rechnungen und Mahnungen häufen sich und wir haben 300 Euro Miese auf dem Konto. Wer soll das bezahlen? Ich hoffe immer noch, das mir die Firma, bei der ich den winzigen Minijob ergattert habe, (ich verdiene 60 Euro im Monat), noch weitere Putzstellen anbietet. Ich habe auf jeden Fall schriftlich schon mal mein Interesse bekundet. Die Angst vor dem endgültigen Kollaps verdränge ich mit meiner Arbeit an den Geschichten über Udo.


01.02.2010


Liebe Leser,jetzt zu Jahresanfang haben sich bestimmt viele von Ihnen vorgenommen, das ein oder andere Laster aufzugeben.

Mein größtes Laster, das Rauchen habe ich ja bereits im Januar 2005 aufgegeben . Wer ehrliches Interesse und einen gewissen Leidensdruck mitbringt, dem möchte ich empfehlen, sich bei der Auseinandersetzung mit der Tabaksucht auch intensiv mit hilfreichen Programmen, wie den zwölf Schritten der anonymen Alkoholiker zu informieren. Es ist meiner Meinung nach unbedingt notwendig, nach der letzten Zigarette sein Leben fortan so zu gestalten, das man auf jeden einzelnen Tag zufrieden zurückblicken kann. Im Übrigen kann ich nur dazu raten, sich zu Anfang nur kleine Ziele zu setzten und im Heute zu leben und nicht daran zu denken, dass man beispielsweise nicht nur heute, sondern auch in einem Monat nicht mehr rauchen möchte. Als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich immer die Politik der kleinen Schritte verfolgt, der Gedanke daran, vielleicht ein Leben lang nicht mehr zu rauchen, hat mich anfangs geängstigt. Das Suchtverlangen ist ja in den ersten Wochen noch ständig da und man hat lange das Gefühl, an nichts anderes mehr denken zu können, als an eine Zigarette. Darum kann einen der Gedankedaran, das man sich vorgenommen hat nie, nie wieder zu rauchen,demotivieren. Vielmehr sollte man jeden einzelnen Lungenschmachter bewußt aussitzen und diese anfangs leider sehr sehr zahlreichen Momente ohne irgendeinen Ersatzstoff wie Kaugummi,Schokolade o.ä. Durchleben. Um was in den Händen zu halten, kann man einen Tennisball oder einen Kugelschreiber nehmen und damit ein wenig hantieren und vielleicht ein paar mal tief ein-und ausatmen, bis der Schmachter vorbei ist. Hat man den Gieranfall dann überstanden, kann man sich zur Belohnung einen Aufkleber oder Sonstiges schenken. Bei den nächsten Schmachtern verfährt man genauso. Will man irgendwann mal nachlassen und bekommt eine Motivationskrise, sollte man die Aufkleber zählen, mit denen man sich schon belohnen durfte und sich klarmachen, das im Falle eines Rückfalls alle Anstrengungen umsonst gewesen sind und das vielleicht sobald keine Motivation mehr dasein wird, um aufzuhören. Irgendwann im Verlauf der Entwöhnung kann man an sich eine wachsendes Glücksgefühl erleben und der Wille wird von Woche zu Woche stärker und man bemerkt nicht mal bewusst den Zeitpunkt, an dem man nicht mehr an Zigaretten denken muss. Ich habe mir jedenfalls durch mein selbsterarbeitetes Entwöhnungsprogramm das Geld für kostspielige Raucherentwöhnungen gespart!Aufhören muss nichts kosten, Nichtaufhören kann das Leben kosten!Was man nicht machen sollte: Man sollte nicht darauf warten, das einen der Wille zum Aufhören wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel trifft!Manche Leute glauben, so ein Erlebnis zu brauchen, um endlich aufhören zu können. Auch ich habe fast zwei Jahrzehnte auf so einen Tag gewartet, doch er kam nicht und ich bin mir ziemlich sicher, das für die meisten eher der jüngste Tag kommt, als so ein Willenseinschlag. Meine Meinung ist: den Willen kann man sich mit den kleinen Schritten, die ich schon beschrieben habe, erarbeiten und je schwerer es einem anfangs fällt, dem Nikotin zu trotzen, desto geringer ist später die Rückfallgefahr.


Für mich ist Nikotinsucht eine Krankheit wie andere Drogensüchte auch, nur wird man meiner Meinung nach bei dem Wunsch aufzuhören, nicht in dem Umfang unterstützt, wie es nötig wäre !!!!!


8.3.2014

Lieber Leser,


fänden Sie es nicht auch ganz schlimm,wenn Sie plötzlich dasGefühl haben müssten, dass Gerüchte übelster Sorte innerhalb Ihrer Nachbarschaft über Sie verbreitet würden. Stellen Sie sich einfach vor,Ihr BH hätte Körb-chengröße 75 A und wäre spitzenbesetzt und Sie müssten feststellen, dass irgendjemand in der Nachbarschaft dieses in Erfahrung gebracht hat und nun ganz ungeniert sämtliche Nachbarn darüber informiert! Oder stellen Sie sich ganz einfach vor, ihre auf dem Balkon hängenden Unterhosen sind nicht ganz sauber geworden und plötzlich merken Sie, dass diese Tatsache Gesprächsstoff bei unter Ihrem Fenster, oder vor ihrer Kellertür geführten Gesprächen ist, die sie zufällig unbemerkt mithören können. Oder Sie putzen zufällig irgendwo, wo häufig Hausmeister und Handwerker zusammentreffen... Und man weiß über Ihre ungemachten Betten, Ihr nicht sauberes, übelriechendes Katzenklo Bescheid, oder Ihre unsaubere verfilzte Haarbürste, die im Bad herumliegt! Welche Erklärung würden Sie sich dafür geben, wenn z. B. drei Tage vorher ein Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft, bei der Sie Mieter sind, in Ihrer Wohnung war, um beispielsweise die Heizung zu prüfen oder die Halterungen der Blumenkästen auf Ihrem Balkon?

Nun, lieber Leser,wenn man zwei und zwei zusammenzählen kann, wird man sich die Antwort plötzlich geben können! Stellen Sie sich nur einmal vor, was wäre, wenn durch wilde Spekulationen dann aus einem einfachen Bohrloch in den Kacheln, das man noch vom Vormieter geerbt hat, durch Mund-zu Mundpropaganda ein Mauerdurchbruch gemacht wird oder aus einer für zweitrangig erachteten Wohn-Kultur ein „versiffter Saustall“? Hätte man dann Woche für Woche die Wohnungsbaugesellschaft auf der Matte stehen und müsste nun fortan seine Wohnung mit der Zahnbürste reinigen oder sich ständig neue Unterhosen kaufen!


Nein, liebe Mitbürger! Ich habe einen anderen Vorschlag zu machen! Wie wäre es ganz einfach, wenn man den oder die betreffenden Mitarbeiter auf die Konsequenzen, die es für sie haben könnte, wenn sie sich nicht an die Verschwiegenheitspflicht halten, aufmerksam machte! Dass Ihre persönlichen Verhältnisse von allen öffentlichen Institutionen, egal ob Vermieter, Postbote, Jobbörse, Meldeamt usw.mit Diskretion behandelt werden, dafür will ich mich als linke Politikerin einsetzen!

Ich denke einfach, bevor man den Splitter im Auge des Nachbarn kurieren will, sollte man zuerst den Balken im eigenen Auge entfernen. Deshalb setze ich mich für eine Haltung ein, die die Schwächen der Mitmenschen wohl sehen mag, diese aber toleriert und niemanden belästigt, oder beleidigt, weil er anders ist als andere Menschen.

Auch, wenn man nicht betroffen ist, kann man manchmal rote Ohren kriegen, wenn man hört, was andere sich so erzählen. Nachbarn, Vermieter, bzw. deren Vertreter, Handwerker, usw. sind eben die NSA der kleinen Frau. Und das ist auch ein Skandal.



15.05.2014



Liebe Leser/innen,

als ich vor wenigen Tagen in der Suchmaschine die Adresse unserer website angegeben habe,bin ich sehr unangenehm überrascht worden. Auf verschiedenen Links, die mit meinem Namen versehen waren, wurden Texte veröffentlicht,die von meinem Mann geschrieben worden sind. Unter anderem einen Text zum Thema Terror oder Texte,die seine Meinung zum Thema Job u.ä.widerspiegeln.

Ich muss dazu sagen, dass ich sehr betroffen darüber war, dass durch diese Kombination(Link mit meinem Namen zu Texten meines Mannes)ein völlig falsches Bild von mir in der Öffentlichkeit entstanden sein könnte und im ersten Augenblick habe ich mich gefragt,wie so etwas geschehen konnte.

Dabei hatte ich die Wahl,mich zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden:1: Ich konnte mir die Frage stellen,ob ich mich vielleicht irgendwo z.B. wegen der Erzählung über Udo S. Politisch mißliebig gemacht habe und nun versucht worden war, mich darzustellen,als sei ich Befürworterin, beispielsweise von Terror und Gewalt. 2.Ich konnte mich für die Möglichkeit entscheiden, dass die Suchmaschine „Mist gebaut hatte“ und nun durch die Verkettung unglücklicher Umstände ein äußerst negatives Bild von mir in der Öffentlichkeit entstanden war.

Zu der ersten Möglichkeit möchte ich sagen: Ich würde mir selbst viel zu viel Bedeutung beimessen, wenn ich glauben würde, dass Institutionen wie beispielsweise der Verfassungschutz hinter einem vermeintlichen Versuch steckten, mich durch Manipulationen der Suchmaschinen schlecht darzustellen.Es wäre in meinen Augen auch sehr,sehr anstrengend, ständig gegen Institutionen zu kämpfen, von denen noch nicht mal erwiesen ist, dass sie etwas gegen mich haben.Nein, ich habe einfach keine Lust,diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Bleibt die zweite Möglichkeit:die Suchmaschine hat Mist gebaut!Diese,wahrscheinlichere Möglichkeit ist natürlich sehr,sehr ärgerlich,aber dagegen juristisch vorzugehen, ist mir ebenfalls zu anstrengend.

Es bleibt mir nur der Hinweis darauf, dass ich die Leser/innen der website für intelligent genug halte, zu unterscheiden, welche Beiträge von meinem Mann stammen könnten und welche Beiträge von mir geschrieben sein könnten. Ich denke mal, dass mein Mann und ich völlig unterschiedliche Mentalitäten sind und dass man das den Textbeiträgen anmerken kann.

Zum guten Schluss bleibt mir noch die Versicherung, dass ich Terror und Gewalt – in welcher Form auch immer- nicht gutheiße und dass ich auch nicht dazu fähig bin, die Gesellschaft, oder Teile der Gesellschaft,zu hassen oder zu verachten. Ich hasse auch nicht die Repräsentanten der Gesellschaft, sie sind für mich nicht schlechthin die Verkörperung des Bösen.Das,was ich im Fernsehen über die politische Klasse und über andere Teile der gehobenen Klasse erfahre,reicht nicht aus, um echten Hass in meiner Seele entstehen zu lassen!Gleichwohl muss den Lesern klar sein, dass es Menschen gibt, die ständig handfest gedemütigt werden,dabei von der Gesellschaft mit ihren verletzten Gefühlen auch noch ins Unrecht gesetzt werden und auch sonst niemanden haben, der sich für sie einsetzt. Wenn es sich dann noch um besonders sensible Menschen handelt, denen so etwas widerfährt, kann sich Hass in ihnen aufstauen und manifestieren.Ich halte die Möglichkeit,seine Aggressionen im Internet abzubauen auf jeden Fall für besser, als einen der weltweit zunehmenden Amokläufe durch Menschen, die bis ins Mark getroffen wurden von Erniedrigungen und seelische Beschädigungen durch andere.




11.10.2014


Liebe Leser,

lange habe ich nichts mehr ins Internet gestellt und mir fällt eigentlich auch nicht viel Nennenswertes ein, das den Leser interessieren könnte.

Die Geschichte vom Langzeitarbeitslosen Udo S., habe ich bei neo-books eingestellt. Ich habe mir vorgenommen, dieses Projekt jetzt als endgültig abgeschlossen zu betrachten und nicht mehr weiter zu beachten.

Mit ganz kleinen Schritten fange ich langsam an, das Märchen weiterzuentwickeln. Zunächst einmal habe ich mich gefragt, was ich mit der Geschichte von Johannes und den Seinigen erreichen will, dann habe ich begonnen, das Märchen zu verändern und werde es demnächst fortentwickeln.So wie es ursprünglich aufgebaut war, konnte es nicht bleiben, denn trotz aller Poesie: Die Geschichte hatte kein Konzept und war darum langweilig wie ein Tapetenmuster( laut Hans). Ich muss zugeben, er hat Recht! (Anmerkung Hans: „hübsches Blümchen - Tapetenmuster“ hab ich gesagt!)

Ansonsten bin ich mit mir zufrieden, ich habe nämlich einen Job als Putzfrau in der Nähe bekommen, acht Stunden wöchentlich an 2 Tagen in der Woche. Heute war mein zweiter Arbeitstag und ich muss sagen, es ist mir nicht leicht gefallen, nach dem ersten Tag (der in meinen Augen nicht besonders erfolgreich verlaufen ist), wieder hinzugehen. Das angenehme Wesen meines Chefs jedoch hat mich trotz aller Bedenken Mut fassen lassen. Dass ich mich trotz mancher meiner Unzulänglichkeiten getraut habe, die Arbeit fortzuführen, ist für mich keine Selbstverständlichkeit, denn starke Versagensängste und die Angst, mein Gesicht zu verlieren, pflastern seit Jahrzehnten meinen Weg und haben bisher mein Arbeitsleben sehr stark behindert.Umso froher bin ich, dass ich mich überwinden konnte und ich glaube, der dritte Arbeitstag wird weitaus angstfreier sein, als der erste.

Ja, solche Dinge machen mich glücklich. Meine Selbstachtung jedenfalls, die nach einem gescheiterten Arbeitsversuch, (aufgrund meiner Ängste), eine Zeitlang im Keller war, ist wieder erheblich gestiegen und das wiederum stimmt mich positiv.

Bei mir hängt sehr viel davon ab, ob und wie ich meine Schwierigkeiten bewältige. Ich würde sogar sagen, mein ganzer Charakter fällt und steht mit der Überwindung meiner Probleme! Und davon habe ich eine ganze Menge. Und trotzdem: Ich glaube, ich kann mit dem, was ich für mich in den letzten Jahren erreicht habe, zufrieden sein. Sehr zufrieden!



27.10.2014:

Liebe Leser,


dass junge Mitbürger zuhauf verzweifelt versuchen, im Salafismus Halt zu finden, wundert mich überhaupt nicht.

Seit Jahrzehnten werden Menschen dazu erzogen, „selbstbewusst“ durchs Leben zu gehen, damit meine ich, dass sie sich und ihre Interessen möglichst erfolgreich durchsetzen.

Nichts dagegen, dass Menschen von klein auf lernen, argumentativ stark zu sein, wenn es darum geht, sich für ihre Interessen einzusetzen. Aber ebenso wichtig ist es, auch mal zurückstecken zu können.

Nichts dagegen, dass Menschen von klein auf lernen, sich argumentativ zu verteidigen, wenn sie verbal angegriffen werden, weil sie ein Verbot nicht beachten. Aber ebenso wichtig ist es, dass sie ein Gewissen entwickeln und Unrechtsbewusstsein.

Verständlich, dass man nicht den jungen Menschen Vorbilder aufs Auge drücken will, die irgendwo in ihrem Leben einen Makel haben oder hatten. Aber junge Menschen brauchen etwas, an dem sie sich orientieren können. Und weil der Mensch ein Mensch ist, ist er fehlbar und meiner Meinung nicht dazu geeignet, ihn wie ein Gott zu verehren.


Was geschieht aber mit denen, die sich verbal nicht so gut durchsetzen oder ihre Interessen vertreten können?

Sie werden überrollt! Von einer Gesellschaft, die es versteht ihren Egoismus immer ungenierter auszuleben, deren Idividuen ihr Unrecht notfalls mithilfe der Justiz durch geschickte Interpretation der Gesetze zu Recht erklären lassen, und die dann ihr mangelndes Verständnis und ihr mangelndes Mitgefühl für die Situation anderer dann auch für ihr gutes Recht halten! Weil die argumentativ Starken nicht gelernt haben, ein Gewissen zu haben! Und weil vielen jedwedes Unrechtsbewusstsein fehlt!

Wenn ich als Jugendlicher zu denen gehöre, die es nicht vermögen, egoistisch mein Ding durchzuziehen, ohne Rücksicht darauf, ob ich anderen schade oder nicht, wenn ich vielleicht von Haus aus Skrupel habe, andere zu übervorteilen, dann werde ich in dieser Gesellschaft nichts sein und auch nichts werden. Und wenn dann noch eine mir eigene sprituelle, vielleicht bisher nur im verborgenen schlummernde Sehnsucht in mir geweckt wird, nach einer Instanz, die unumstößlich ist, wie der liebe Gott, dann sehen viele Jugendliche vielleicht die Gelegenheit gekommen, sich aus unserer gottverlassenen Gesellschaft auszuklinken.

Dass man auch Gefahr laufen kann, die Religion als Rauschmittel zu mißbrauchen, um dann, von ihr betäubt, die Ungläubigen zum rechten Glauben zu bekehren, kann ich psychologisch nachvollziehen.

Vielleicht ist es eine Mischung aus Größenwahn (man ist im Gegensatz zu den vielen Ungläubigen von Gott erwählt, dafür zu sorgen, dass die Menschheit den richtigen Weg nimmt) und Rache an der Gesellschaft, von der sie bis dato gedemütigt und getreten wurden.

Mich jedenfalls würde nicht wundern, wenn solche Jugendlichen versuchen würden, auch unsere Gesellschaft in die Knie zu zwingen!

Vielleicht sollte man einfach versuchen, unsere Gesellschaft wieder menschlicher zu gestalten und für alles ein offenes Ohr zu haben. Auch für das Bedürfnis nach Anerkennung und Spiritualität!




20.11.2014


Liebe Leser,


heute habe ich den Laptop eigens in Betrieb genommen, um von dem großen Glücksgefühl zu erzählen, von dem ich seit Tagen wieder einmal buchstäblich beseelt bin.

Meine Putzstelle in Grefrath habe ich noch und darüber bin ich sehr froh. Anfangs war ich ja von der Angst besessen, es nicht durchhalten zu können, aber mittlerweile ist sogar schon etwas Routine eingekehrt. Die Stelle trägt wesentlich zu meiner inneren Zufriedenheit bei und ich freue mich über mich selbst.

Ja, für mich ist es noch nie eine Selbstverständlichkeit gewesen, nicht impulsiv zu handeln und nicht einfach seinen Gefühlen nachzugeben! Umso mehr freue ich mich, dass ich in den letzten Jahren immer weniger Grund finde, mich selbst aufgrund meines Verhaltens zu verachten. Ich versuche seit Jahren nämlich, so zu leben und zu handeln, dass ich am Ende des Tages vor mir selbst und vor meinem Schöpfer geradestehen kann.

Beinahe jeden Abend beim Gebet wird nämlich Bilanz gezogen über das, was ich gut gemacht habe und über das, was ich besser hätte machen können oder lieber ganz bleiben lassen sollte. Das ist meine Art zu beten:schonungslose Ehrlichkeit zu sich selbst und zu Gott ,verbunden mit der Bitte um Beistand und der Hoffnung, es in Zukunft besser zu machen. Und zum Abschluss sollte man möglichst nicht vergessen, sich zu bedanken, dafür dass man von ihm Kraft und Glauben erhält und dafür, dass Gott es gut mit einem meint!

Wenn man bedenkt, dass ich vor einigen Jahren noch ein Häufchen Elend war, das nikotinsüchtig war, finanziell ausschließlich von Schwiegervater und Staat abhängig, gesundheitlich ein Wrack (ich konnte keine 50 Meter mehr laufen, ohne stehenbleiben zu müssen, weil mir aufgrund der Raucherei die Luft wegblieb), und gesellschaftlich ausgegrenzt ohne jeglichen emotionalen Beistand, dann muss ich sagen, habe ich für mich, besonders emotional, viel erreicht.

Auch wenn ich nach wie vor zurückgezogen lebe, so geschieht dieses nicht mehr, weil ich mich von der Gesellschaft verachtet fühle, sondern einfach deshalb, weil ich meine Zeit gerne für Beten und Märchenschreiben übrig halte und für meine beiden Söhne und meinen Mann. Da bleibt neben der Arbeit gar nicht mehr viel Zeit übrig, um aufwändige Freundschaften zu entwickeln!Ich lebe, anders als früher, mit einer gehörigen Portion Selbstachtung und ich hoffe und bete dafür, dass ich mir dieses Gefühl erhalten kann.


01.01.2015


Lieber Leser,

heute, am Jahresanfang 2015, frage ich mich, wie es kommt, dass ich mich in den letzten Jahren vom Schicksal so reich beschenkt fühle.

Warum habe ich das Gefühl, eines von Gottes Lieblingskindern geworden zu sein? Und was kann ich als Dank dafür schon zurückgeben?


Ja, liebe Leser, ich fühle mich reich, obwohl ich eigentlich materiell so gerade über die Runden komme!

Meine Wohnung hat Möbel, von denen ich aus gutem Grund annehme, dass viele Leute diese nur noch bei Nacht und Nebel auf den Sperrmüll geben würden. Weil sie sich schämen, mit solchen Sesseln und Sofas in Verbindung gebracht zu werden.Und auch was die Reinlichkeit betrifft, entspricht meine Wohnung nicht herkömmlichen Standards, weil ich es einfach nicht schaffe, alles immer besenrein zu halten.Aber trotzdem: Ich sehne mich nicht nach teuren Möbeln, Autos oder Reisen oder, oder ,oder....

Nein, viel Geld und Konsum könnten mich nicht glücklicher machen, als ich es im Augenblick einfach bin. Hoffentlich verliere ich nie aus den Augen, was mich erst zu einem, sich innerlich reich fühlenden und glücklichen Menschen, gemacht hat: nämlich mein Glaube und die Bereitschaft, so zu leben, dass es Gott gefallen kann.Nach Geboten, die das Menschsein bejahen, mit allen Schwächen und Fehlern.

Ja, ich möchte Mensch sein dürfen und Mensch sein lassen. Und das ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, denn oft stehen wirtschaftliche Interessen im krassen Gegensatz zu den Interessen des Einzelnen. Und oft genug wird man von der Wirtschaft aus verkaufsstrategischen Gründen schlicht und einfach veräppelt!

Manchmal versprechen beispielsweise Autohersteller, dass der Kauf eines ihrer Autos „den Individualisten“ in Dir weckt! Oder eine Baufirma verspricht Dir ,mit dem Erwerb ihres Hauses das Gefühl „angekommen“ zu sein , gekauft zu haben.

Du aber, lieber Leser, bist nicht dumm! Du spürst,dass da was nicht stimmen kann, wenn die Wirtschaft Dir verspricht, Dir Einzigartigkeit mit dem Erwerb eines Autos verkaufen zu können!

Man stelle sich die Enttäuschung vor, wenn man dann das besagte Auto gekauft hat und man hat immer noch nicht das Gefühl, etwas Besonderes, einmaliges zu sein. Und dann begibt man sich auf die Suche -vielleicht nach anderen Produkten aus der Wirtschaft, vielleicht auch nach esoterischen Seminaren oder man sucht Halt bei politischen Veranstaltungen,oder,oder,oder...

Was bleibt ist immer und immer wieder die Enttäuschung , weil man auf diese Art und Weise meiner Meinung nach einfach nicht zum Original wird!

Nein, wer einzigartig sein will, muss richtig schwer an sich arbeiten. Und das heißt in meinen Augen: mutig zu sich zu stehen- auch wenn einem der Wind rauh ins Gesicht bläst, ehrlich zu sich zu sein, und sich treu zu sein und treu zu bleiben. Dazu aber muss man wissen, was man will, man muss sich eine eigene Meinung bilden, man muss sich über seine Träume, Wünsche und Hoffnungen im klaren sein.

Wenn man aber das erkannt hat, ist man auf dem besten Wege, „anzukommen“, wobei immer der Weg das Ziel ist. Man wird einfach ein innerlicher Mensch, wenn man diesen Weg weiterverfolgt und somit das, was man einzigartig nennt. So, wie der liebe Gott sich das für uns wünscht.

Ja, lieber Leser, so ist das meiner Meinung nach mit der Einzigartigkeit des Menschen: Sie macht ihn unermeßlich reich und man kann sie weder kaufen noch verkaufen und wenn man Glück hat und der liebe Gott meint es besonders gut mit einem, wirst Du durch sie auf die eine oder andere Art unsterblich werden! Und dieses Glück wünsch ich Dir für die Zukunft!



17.05.2015


Ja,lieber Leser,

es gibt jetzt bereits die ersten Anleitungen zum Unglücklichsein. Warum eigentlich?

Ich finde jedenfalls das Streben nach dem Glück nach wie vor erstrebens-

wert, auch wenn es Stimmen gibt, die behaupten, dass das Glück in unserer Gesellschaft als Gradmesser für Erfolg gesehen wird.

Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass das Streben nach dem Glück ein großes Privileg ist, dass mir nur deshalb zuteil wird, weil ich von vornherein das große Glück hatte, vom Schicksal zum richtigen Zeitpunkt in eine – für mich im Nachhinein- einigermaßen akzeptable Wiege gelegt worden zu sein.

Viele, viele Menschen haben von vornherein sehr viel Pech und müssen Schweres durchmachen, von dem man sich als normaler Mensch kaum wieder erholt. Man denke an die vielen Flüchtlinge, die nur den einen Wunsch haben, nämlich: Ihr nacktes Leben zu retten!Sie kommen aus dem Krieg nach Deutschland, und werden hier von manchen Zeitgenossen schlecht behandelt oder gar angegriffen.

Das finde ich traurig, denn mit dieser ungastfreundlichen Haltung beraubt man nicht nur die Flüchtlinge der Solidarität, sondern auch sich selbst um die Chance, die eigene Persönlichkeit zu bereichern und um die Chance, den eigenen, oftmals durch die gesellschaftlichen Gegebenheiten verhärteten Charakter, zu sensibilisieren.Denn menschliche Qualitäten wie Toleranz, Mitgefühl und Solidarität Fremden gegenüber sind nicht einfach angeboren, sondern müssen meiner Meinung nach von klein auf eingeübt und gefördert werden.

Eines jedenfalls glaube ich sagen zu können: Ein Mensch, der von sich behauptet, gläubig zu sein und der sich auf seinen Glauben beruft, wenn es darum geht, Migranten und Flüchtlinge abzuwehren, mit dessen Glauben kann etwas nicht stimmen, denn die Geschichten der Bibel handeln immer wieder von Ausgestoßenen, Armen oder Menschen die fliehen mussten. Und die waren immer Gottes Lieblinge.

Ich jedenfalls hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich für mich Solidarität und Mitgefühl in Anspruch nehmen wollte, selbst aber hartherzig meinen Nächsten abweisen würde, indem ich ihm selbiges verweigerte.

Das Ganze liest sich vielleicht wie eine kleine Sonntagspredigt, aber bedenke, lieber Leser:

Was wäre, wenn in unserer Gesellschaft Mitgefühl vollständig fehlen würde! Was wäre, wenn Toleranz und Solidarität mit unseren Mitmenschen nicht mehr existierten?Was wäre, wenn das Leben in allen Bereichen nur noch bestimmt würde von Kosten,-Nutzenabwägungen und ökonomischen Sachzwängen?

Was wäre, wenn Du in hohem Alter, bettlägerig auf der Pflegestation, von einer rabiaten, rohen Pflegerin angeschrien würdest, weil Du aus dem Bett gefallen bist, und sie, aufgrund fehlenden Mitgefühls und weil sie für solche unvorhergesehenen Vorfälle nicht bezahlt wird, keine Lust hat, sich um Dich zu kümmern?

Nein, lieber Leser, Mitmenschlichkeit ist mit Geld und Gold nicht aufzuwiegen und diese Eigenschaften sind unbedingt zu erhalten und zu fördern, sonst wird unsere Gesellschaft unmenschlich! Üben wir mitmenschliche Eigenschaften doch einfach! Wie? Indem wir uns selbst immer wieder in Frage stellen und gegebenenfalls eine unmenschliche Haltung korrigieren! AUC H DAS MACHT GLÜCKLICH !!!!


24.05.2015

Liebe Leser,

seit vorgestern Mittag geht es mir gar nicht gut. Ich habe eine neue Arbeit angefangen und bin am Freitag Mittag völlig traumatisiert durch meine

Arbeitssituation nach Hause gefahren. Nach einem schlimmen Erlebnis gegen mittag, war ich so fertig, dass ich nicht einmal den Weg nach Hause auf Anhieb eingeschlagen habe, sondern ich war so weggetreten, dass ich in die falsche Richtung fuhr. Als ich das dann nach wenigen Minuten bemerkte, habe ich natürlich sofort den richtigen Weg eingeschlagen und bin dann, nach einer Stunde Fahrradfahrt völlig verweint zuhause angekommen.

Ich habe meinem Mann von der für mich belastenden Situation erzählt. Wenn man sein Leid jemandem mitteilen kann, ist das im ersten Augenblick nun mal entlastend und wir beiden haben dann zusammengesessen und die Situation so protokolliert, wie sie nach meinem Empfinden in den letzten beiden Tagen war.

Trotz aller Bemühungen, mich abzulenken, ist es mir aber nicht gelungen, meine Gedanken thematisch in eine andere Richtung zu bewegen und so kam es, wie eskommen musste: Ich schlief in der Nacht von Freitag auf Samstag nicht und fühlte mich nun auch noch körperlich wie gerädert.

Eigentlich hätte ich an diesem Samstag um 6 Uhr meine Arbeit aufnehmen müssen, körperlich war ich, wie schon erwähnt, wie gerädert, seelisch teilweise weggetreten und unfähig, mir viel zu merken und Angst hatte ich außerdem und so kam ich zu dem Entschluß, an diesem Samstag unbezahlten Urlaub zu nehmen, auch damit mein Fernbleiben entschuldigt war und ich mich nicht krankschreiben lassen musste.

Und so rief ich meine Zeitarbeitsfirma an, um um diesen freien Tag zu bitten. Nachdem ich angstbesetzt die Nummer der Zeitarbeitsfirma gewählt hatte und auf dem Anrufbeantworter meinen Namen und mein Anliegen hinterlassen hatte, legte ich wieder auf. Drei Stunden später meldete sich dann die diensthabende Personaldisponentin und fragte nach meinem Anliegen . Ich wiederholte meine Bitte und dann musste ich aggressives und ordinäres Pöbeln über mich ergehen lassen. Die Frau versuchte möglichst, mich nicht zu Wort kommen zu lassen, denn bei all ihrem Gepöbel, versuchte sie möglichst, keine Pausen zwischen ihren Sätzen entstehen zu lassen, so dass ich ebenfalls eine aggressiveHaltung einnehmen musste, um überhaupt zu Wort zu kommen. Eine furchtbare Situation, geradezu als würden sich zwei Menschen verbal ganz, ganz primitiv verkloppen.

Nein, liebe Leser, dass es Menschen gibt, die völlig wert(e)los sind, ist einfach furchtbar, noch schlimmer ist es, wenn man solchen Menschen ausgeliefert ist und möglicherweise noch von ihnen abhängig!

Liebe Leser, ich lasse mich nicht aus lauter Jux und Dollerei schon am zweiten Tag von der Arbeit beurlauben! Ich habe triftige Gründe und letztendlich wollte ich auch der Institution, für die ich arbeite, nicht schaden, sonst hätte ich mich nämlich aufgrund einer Psychosesymptomatik krankschreiben lassen müssen und das hätte vielleicht gleich zwei Wochen Ausfall bedeutet. Leider habe ich von meinem Arzt nicht einmal vernünftige Bedarfsmedikamente verschrieben bekommen, er stellt sich stur und auch, wenn ich ihm zum wiederholtem Male vor wenigen Tagen noch von meiner ständigen Schlaflosigkeit berichtete, ist er nicht bereit, die entsprechenden Medikamente zu verschreiben.Deshalb werde ich den Arzt wechseln.

Ja, es geht mir seelisch schlecht und trotzdem bin ich der Ansicht, dass ich den Kopf nicht in den Sand stecken sollte. Ich vermute mal, ich habe ab Dienstag Gefechte mit der Zeitarbeitsfirma zu bestreiten und früher hätte ich in solchen Momenten versucht, der Situation, die wahrscheinlich äußerst unangenehm ablaufen wird und wahrscheinlich mich seelisch verletzen wird, zu entkommen. Und solche Verletzungen einzustecken, ist für mich nicht einfach,aber jetzt, wo ich Dir, lieber Leser, das mitteile, kommt mir eine Idee, wie ich mit möglichst wenig Blessuren davonkomme.

Ich glaube, lieber Leser, dass ich stärker bin, als es auf den ersten Blick scheint. Ich denke, ich bin in der Lage, mit etwas Glück, meine Probleme,anders als früher, konstruktiv zu lösen. Ich werde mit der Institution, an die ich durch die Zeitarbeitsfirma vermittelt wurde und für die ich arbeite, sprechen und ihnen meine Situation darstellen. und auch gleich die kostengünstigsten Lösungsvorschläge machen.

Und dann hoffe ich darauf, dass das Glück wieder mein Begleiter wird!


26.05.2015


Liebe Leser,

zwischen einem Psychotiker und einem Schweinehund gibt es oft nur winzige Unterschiede.

Jedenfalls ist das bei mir so.

Hätte ich früher Probleme mit meinen Kollegen gehabt, weil ich beispielsweise das Gefühl bekommen hätte, das man mich ablehnt, hätte ich meinem Arzt davon sehr wahrscheinlich erzählt. Und wenn der mich dann gefragt hätte, wie ich darauf käme, hätte ich die Ahnungslose gemacht oder ich hätte etwas erdacht, woran es liegen könnte, dass Kollegen mich nicht mögen. Jedenfalls wäre ich wohl mit einer Krankschreibung nach Hause gegangen und wäre froh gewesen, dem Psychostress entkommen zu können. Und was mache ich heute?

Stell Dir einfach vor, ich hätte wieder einmal das Gefühl, in der Firma nicht willkommen zu sein! Aufgrund meiner seelisch bedingten Unbeholfenheit und meiner geringeren Leistungsfähigkeit! Wie geht man mit diesem furchtbaren Gefühl um? Vielleicht ist ein wenig Bildung die Lösung!Wenn man nämlich weiß,dass man aufgrund seiner Behinderung die Gewinnmaximierung eines Betriebes erheblich stört, sieht man die Sache einfach in einem realistischen Licht! Und wenn man dann noch weiß, dass Arbeitspläne bis auf die Sekunde durchgeplant sind und die Kollegen nicht einmal ein paar Minuten Zeit haben, Fragen zu beantworten, ist die Sache mit dem „Nichtwillkommensein“ des Psychotikers einfach einleuchtend. Und wenn die Psychose dann auch noch die Merkfähigkeit beeinträchtigt, kann man sich vorstellen, dass man nicht beliebt ist.

Und für manche Zeitgenossen noch unbeliebter macht man sich wenn man das dann auch sagt mit Sätzen wie:“Ich fühl mich nicht willkommen, weil bei mir als Wirtschaftsfaktor Mensch die Kosten wohl in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Weil der Arbeitsplatz nicht subventioniert wird, wegen nur geringfügiger Behinderung!“

Auch wenn`s weh tut: Psychotiker sollten aussprechen, was sie denken und fühlen, denn sie sind eine Bereicherung für den ganzen Betrieb!

Sie sind einfach entlarvend – und das ist gut so!!!!!!



27.05.2015


Lieber Leser,

habe ich versagt?

Ursprünglich hatte ich vor – nach einem einigermaßen gut überstandenen Arbeitsdienstag – am Mittwoch ebenfalls zur Arbeit zu fahren und ich habe das Haus auch pünktlich verlassen, um mit dem Fahrrad in Richtung der sozialen Einrichtung zu fahren, für die ich arbeitete.

Ich verließ das Haus mit angstbesetztem Gefühl und während ich bereits eine halbe Stunde mit dem Rad unterwegs war, kroch die Angst immer weiter in mir hoch und ich war nicht in der Lage, sie zu unterdrücken. Und aus Erfahrung wusste ich, dass dieser Tag einfach nicht gut werden konnte. Deshalb bin ich dann – in Höhe des Lukaskrankenhauses - umgedreht!

Und Du, lieber Leser, fragst Dich sicher:“Warum hat die Frau nicht einfach gegen ihre Angst angekämpft und ist trotzdem zur Arbeit gefahren?“

Nun, lieber Leser, um Dir das zu erklären, musst Du einiges wissen über die Art meiner seelischen Erkrankung:Lieber Leser, Angst ist für mich seelischer Stress. Und der äußerst sich bei mir vor allem in Versagen,geistiges Wegtreten oder Konzentrationsstörungen und die Beeinträchtigung der Merkfähigkeit. Und das weiß ich eben aus langer, leidvoller Erfahrung. Und weil ich das weiß, konnte ich mir an zehn Fingern abzählen, was an diesem Tag passieren würde: nämlich geringe Leistungsfähigkeit und das, obwohl die Kollegen sich Mühe geben würden, Verständnis zu haben. Und das und das Wissen darum, dass ich bereits drei Tage dort arbeitete, und wie am ersten Tag sogar die Orientierung auf den Gängen verlieren würde, 2. unter Stress unbeholfen und umständlich wäre und deshalb nicht schnell genug,3. Die Kollegen, die mit mir arbeiten würden, ebenfalls unter Zeitdruck stehen würden und deshalb vielleicht wenig begeistert darüber wären, mit mir zusammenzuarbeiten,4.ich das Wissen darum habe, dass ich eigentlich eingestellt worden war, weil man sich von mir als Arbeitskraft eigentlich ein optimales Preis/Leistungsverhältnis erhofft hatte (ökonomisches Prinzip, ich hatte mal eine Ausbildung zur Familienpflegerin angefangen und hatte in Wirtschaftslehre ein sehr gut – alle praktischen Fächer, auf die es ja eigentlich auch ankommt, waren unterdurchschnittlich), dieses Wissen darum hat mich umkehren lassen!

Und nicht nur das, sondern auch der Gedanke daran, dass mich wohl kaum emotionales Entgegenkommen erwartet hätte, sondern einfach einfach nur Enttäuschung, vielleicht auch heimlicher Groll und Abwertung, hat mich zur Umkehr bewegt.

Ich meine – ich und die besagte soziale Institution! Da prallen Welten aufeinander und zwar aus einem Grund, den ich zu kennen glaube,nämlich: Die soziale , christlich geführte Institution wird gezwungen, Kosten zu dämpfen, wo es nur geht! Und sie tut es sicher nicht gerne, aber die große Konkurrenz und viele gesetzliche Vorschriften, zwingen sie dazu, wirtschaftlich zu denken. Und das tut allen weh, denn es handelt sich um eine Institution im Gesundheitswesen!

Und ich bin jemand, die Träume hat und Visionen, und sich Menschlichkeit und Verständnis wünscht. Ich denke, jeder hat das Recht auf Verständnis – auch wenn man so ein Handicap hat wie ich. Vielleicht bin ich deshalb im Laufe der Jahre von Nervenarzt zu Nervenarzt gepilgert!

Warum ich in unserer Gesellschaft vom ökonomisch denkendem Teil weiterhin nicht gern gesehen werde, teile ich Dir in den nächsten Tagen mit!


09.08.2015


Lieber Leser,

an dieser Stelle wollte ich mich ursprünglich über die Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Systems und deren Vertreter auslassen, habe es mir dann aber anders überlegt.

Ich denke, ich kann das System sowieso nicht verändern, und es ist besonders mir damit nicht gedient, zu zetern und zu schimpfen. Das ändert nichts an meinen Gefühlen der ohnmächtigen Unterlegenheit unter die sogenannten Leistungsträger dieser Gesellschaft.

Wochenlang habe ich jetzt zutiefst verletzt durch die Arbeitssituation bei der Zeitarbeitsfirma, für die ich zuletzt tätig war, mit mir gehadert, hatte schlimme Depressionen und schlaflose Nächte und habe mich dann endlich mit meinem Kummer an den lieben Gott gewandt.

Und dann, im Gebet, wurde mir klar, dass ich die Prioritäten für mein Leben durch den Anspruch an mich selbst, an meiner Arbeitsstelle zu den TOP- Kräften gehören zu wollen (unentbehrlich und vollkommen vom ersten Tag an), völlig falsch gesetzt hatte, und ich dadurch ins Unglück gerannt bin!

Nein – so wurde mir im Gebet klar: So geht das nicht,Marion!

Du gehörst nicht zu den Spitzenkräften dieser Gesellschaft, die alles können, nicht viel fragen und die sofort wissen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Du gehörst nicht zu denen, die wissen, was von ihnen erwartet wird und die auch nichts anderes wollen, als die Leistungsansprüche in der Arbeitswelt zu erfüllen!

Nein, Marion, Du kannst Dir noch soviel Mühe geben – Du wirst nie geduldig große Lasten tragen können wie ein Esel und Du wirst Dich in diese Arbeitswelt auch nicht einfügen können wie eine fleißige Ameise in ihren Ameisenstaat!Nein Marion- mach Dir eines klar: All das, was in dieser Gesellschaft als notwendig und sogar als glücklichmachend gelobt und gepriesen wird, widerspricht ganz einfach Deinem Naturell! Dass lange Stunden (40 Stunden und mehr) der extremsten Quälerei jetzt sogar durch den Mindestlohn von 8,50 Euro versüßt werden, sollte Dich einfach nicht kümmern!Denn was hast Du davon, Dir von dem Geld Dinge kaufen zu können, die Du gar nicht brauchst, die dann wiederum von Menschen in hohem Arbeitstempo hergestellt werden, die dann ihrerseits wissen, dass die Dinge die sie herstellen, keiner wirklich braucht!

Besinn Dich lieber auf Dich selbst“, - so spürte ich den lieben Gott in mir, - “und denk darüber nach, was im Leben für Dich wirklich zählt!“


Ja, lieber Leser, durch meine Gebete kam ich schließlich zu dem Ergebnis, dass ich immer und immer wieder dazu neige, das Glück aus den Augen zu verlieren!

Ich erinnerte mich an das vergangene Jahr, als ich das e-book über den Langzeitarbeitslosen Udo S. Im self-publishing herausgebracht hatte:

Monatelang habe ich danach mit dem Schicksal und dem lieben Gott gehadert, weil der Text wie Blei in den Regalen liegenblieb! Auch damals habe ich schon immer mal wieder ein Enttäuschtsein in mir gespürt, weil ich nicht über Nacht berühmt geworden war! (so vermessen kann man sein!)

Aber nach der letzten Phase intensivstem Nachdenkens und Betens muß ich sagen: Nichts habe ich vergebens gemacht, weder kreativ zu sein noch mich mal in einem ganz „normalen“ Job zu versuchen!

Das „Kreativsein“ hat mir sehr großen therapeutischen Nutzen gebracht und deshalb bleibe ich – so oft es meine Zeit erlauben wird- auch weiterhin kreativ. Und der Job hat mir, auch wenn ich „versagt“ habe, ebenfalls Nutzen gebracht: Er hat mich gelehrt, wie unglaublich viel die Menschen für wenig Geld leisten müssen, und dass das nicht jedermanns Sache ist!

Und dann noch eins: Hoch sollen nicht nur die Leistungsträger dieser Gesellschaft leben, sondern auch diejenigen, die durch Intelligenz, Engagement,Kreativität und Mitgefühl dafür Sorge tragen, dass in dieser Gesellschaft auch hin und wieder mal nachgedacht wird! Damit diese Gesellschaft menschlich wird und niemand zurückbleibt!


  1. O9. 2017



Lieber Leser,

lange, lange habe ich nichts von mir hören lassen. Es ging mir in den letzten Jahren eigentlich sehr gut, ich war mit mir im Reinen, habe angesichts der Tatsache, dass mein Mann und ich mit jedem Problem allein fertig werden müssen, viel Halt in der spirituellen Hinwendung zu Gott und in der Meditation gesucht und vermutlich hätte es auch heute noch keinen triftigen Grund gegeben, mich mal wieder auf der website meines Mannes zu melden, wären da nicht gesundheitliche Probleme.

Seit Wochen quält mich eine hartnäckige Infektion, die einfach nicht verschwinden will, außerdem fühle ich mich aufgrund meiner zunehmenden Medikamentenüberempfindlichkeit mit meinen Medikamenten gegen Psychose überdosiert und würde sie gern ein wenig reduzieren. Ich hoffe, mein Arzt hat Verständnis für mich.

Zudem quälten mich Ängste, dass mein Gesundheitszustand sich vielleicht nie wieder bessern würde und so kam es, als die Not groß war, dass ich mich sogar in das von mir verhasste Alexianerkrankenhaus hier in Neuss begeben hatte, in der Hoffnung, man verstünde, nach einem fürchterlichen stationären Aufenthalt im Jahre 2008, wenigstens diesmal meine starken Ängste und mein Durcheinandersein, welches ich wegen der vielen körperlichen Symptome, die vermutlich meine psychische Krankheit wohl ausgelöst haben, wie sehr starkes Schwitzen, Schluckprobleme, usw., hatte. Ja, so habe ich schließlich an der Pforte vorgesprochen und um Hilfe gebeten, doch irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, besonders willkommen gewesen zu sein. Ich denke mal, das lag vielleicht an meinem wenig ansprechenden Äußeren ( fettiges Haar, armselige Klamotten, usw., doch irgendwie hatte ich gehofft, mich nicht dafür schämen zu müssen. Schließlich bin ich arm und habe aufgrund von Krankheit wochenlang im Bett gelegen.

Endlich aber, nachdem ich nicht locker gelassen habe und intensiv um Hilfe gebeten habe, wies mich die Pförtnerin an, mich hinzusetzen und auf den Arzt zu warten.

Ja, so saß ich dort im Alexianer, gegenüber der Pforte, und habe vor Angst um meine Gesundheit und wegen vieler anderer Ängste, geweint und war verzweifelt, und nach einer halben Stunde etwa, kam endlich eine Frau aus der Zentralambulanz, die sich gleich neben der Pforte befindet, und bat mich , mitzukommen in die Räumlichkeit der Zentralambulanz. Dort wurde ich dann auch von einem jungen Mann empfangen, von dem ich mal annehme, dass er Arzt war und von dem ich hoffte, dass er mir aus meiner Krisensituation heraushelfen könne. Doch leider war die Art, wie er meine Probleme anpackte, eher dazu angetan, mich noch mehr durcheinanderzubringen, so dass ich zum Schluß eigentlich gar nicht mehr wusste, was ich gesagt hatte und schließlich fragte er mich sogar, ob ich einen Betreuer hätte. Ich, die eigentlich nie von mir gedacht habe, das ich einen Betreuer nötig hätte, geriet natürlich in tausend Ängste, ob ich just in diesem Zustand, der sich durch das therapeutische Einwirken dieses jungen Mannes in meinen Augen eher verschlimmert hatte, vielleicht tatsächlich auf einen Richter den Eindruck machen könnte, eine Betreuung zu brauchen und am Ende war ich froh und dankbar, das er wenigstens mit den Worten:“Mal schauen, ob die Betreuung noch gewährleistet ist,“ mich nach meiner Telefonnummer fragte und meinen Mann anrief, dass er vorbeikommen solle und seine Frau abholen solle!

Mal schauen, ob die Betreuung noch gewährleistet ist,“ hörte sich für mich danach an, als ob ich längst unter Betreuung stünde und ich wunderte mich, denn ich wusste gar nicht, das ich je unter Betreuung gestanden habe. Das einzige, was ich wusste war, das ich selbst bis vor kurzer Zeit das Ehrenamt der juristischen Betreuung für meinen Sohn inne hatte und meine Aufgabe eigentlich immer zufriedenstellend ausgeführt hatte. Das Vormundschaftsgericht hat sich jedenfalls nie über mich beklagt. Das habe ich dem jungen Mann aber lieber nicht erzählt.

Wie dem auch sei, mein Mann hat mich schließlich abgeholt und just in diesem Augenblick, als mein Mann die Zentralambulanz betrat, hatte ich den Eindruck, der Arzt ändert sein Verhalten mir gegenüber. Plötzlich wurde ich ernstgenommen und beraten und mein Durcheinandersein besserte sich langsam.

Und auch über die Wirkung von Medikamenten wusste er offenbar sehr gut bescheid.

Nach diesen Erlebnissen und einem stationären Aufenthalt in dieser Klinik im Jahre 2008 möchte ich die Klinik wie folgt , bewerten:

Sehr gut für Menschen, die nicht gerne ernst genommen werden wollen und sich selbst auch nicht gern für voll nehmen, am liebsten für immer in ärztlicher Behandlung bleiben möchten, Eigenverantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit nicht übernehmen wollen und jede Medikamententherapie mitmachen. Ungenügend für Angstpatienten, Psychotiker und Menschen, die die ernsthafte Absicht haben, irgendwann wieder gesund und eigenverantwortlich leben zu wollen.

Wer traurig ist und für immer traurig bleiben will, sollte ins Alexianerkrankenhaus gehen!!!!

Mir tun nur die leid, die n i c h t freiwillig dort sind!


Kommentar Hans: Schon beunruhigend, dass auch sie mit Betreuung bedroht worden ist, weil sie ein bischen gestört hat und nicht Ruhe geben wollte. So schnell mal eben kann man scheinbar immer noch seine Freiheit verlieren, wie ich seinerzeit, als ich mich bei der Polizei über Verletzung meines Privatlebens beklagt habe. Eine informelle Betreuung konnte sie ja auch in diesem aufgeregten Zustand gebrauchen. Aber sie war doch noch in der Lage, alles selbst zu entscheiden. Aber wie sie schreibt: auf mich wirkte der Auftritt dieses Arztes gut, freundlich und angemessen.




  1. 09 .2017

Bald sind Bundestagswahlen und ich stehe mal wieder vor dem großen Problem: „Was und wen soll ich wählen?“

Vielleicht Herman Gröhe? Zweifelsohne, ein sympathischer Mann, der tut, was er kann, um den Gesundheitssektor in den Griff zu bekommen. Doch leider habe ich durch eigenes Leid Erfahrungen sammeln müssen, die mich zweifeln lassen, ob der Mann überhaupt kompetent genug ist, das Amt des Bundesgesundheitsministers auszufüllen.

Da stoße ich hier in Neuss, beispielsweise, bereits zum zweiten Mal, im Alexianerkrankenhaus auf Ärzte, von denen ich mich weder gut beraten noch betreut fühlte. Offenbar gibt es in der einzigen psychiatrischen Klinik hier in Neuss wohl keine Station, auf der Angst- und Psychosepatienten durch eine seriöse Gesprächstherapie, meinetwegen auch unter Zuhilfenahme von Medikamenten, Linderung von ihrem Leid erfahren. Ganz im Gegenteil: mein stationärer Aufenthalt im Alexianerkrankenhaus im Jahre 2008 auf der damaligen Station Paulus, hat mir, in der gesamten Zeit, in der ich mich dort befand, immer mehr Angst gemacht. Schon allein die Visite des damaligen Oberarztes mit seinen dämlichen Fragen, hat mich, und das ist mein persönlicher Eindruck, erheblich an seiner Kompetenz zweifeln lassen. So sagte ich zum Beispiel in der Visite mal zu ihm, dass ich eine Schwester mit dem Therapiehund im Garten gesehen habe. Daraufhin meinte er ganz blöd, woher ich denn wüsste, dass es eine Schwester wäre. Ich sagte ihm:“ Na, weil die eine Ordenstracht trug!“

Dazu fiel ihm dann nicht mehr viel ein, aber mir umso mehr. Zum Beispiel die Frage, was gewesen wäre, wenn ich statt einer Ordensschwester eine einfache Krankenschwester gesehen hätte. Wenn er mir dann dieselbe dumme Frage gestellt hätte, hätte ich wahrscheinlich geantwortet:“Na, weil die einen weißen Kittel trug!

Ich geh mal davon aus, dass meine Wahrnehmung dann genauso richtig gewesen wäre, dass eine Ärztin, die ja wohl auch einen weißen Kittel trägt wohl nicht dafür zuständig gewesen wäre, den Hund auszuführen, ebenso wenig die Wäschereiarbeiterin, die vermutlich ebenso einen weißen Kittel trägt. Also hätte das ja wohl nur eine Schwester sein können!

Ein anderes Mal sagte ich ihm nach einem Wochenendausgang: Stellen Sie sich vor, gestern habe ich eine Seite an einem Märchen geschrieben. Darauf hin meint er zu mir:“Glauben Sie nicht, dass sie manisch sind?“

Daraufhin war ich ja wohl total sauer, denn ich hatte nur eine Stunde daran geschrieben und dachte eigentlich, dass man nicht gleich manisch ist, wenn man eine oder zwei Stunden am Stück an einer Sache arbeitet.

Schließlich aber war ichs leid, habe mich bei der Seelsorge beschwert und war dann auch am nächsten Tag gleich entlassen worden.

Ich finde, soviel Inkompetenz, wie dieser Arzt in meinen Augen bewiesen hat – und dieser Eindruck drängte sich mir nicht nur anhand dieser zwei genannten Beispiele auf- muss einem Menschen wirklich Angst machen.

Und genau das ist meine Psychose und sind meine Ängste: das da mal Ärzte und Pfleger durch mangelnden Sachverstand oder durch Unehrlichkeit ( warum auch immer), völlig absurde Diagnostik betreiben, vielleicht versuchen, mich als unglaubwürdig darzustellen, und mich sogar mundtot machen wollen.

Ich wünsche mir für unser Gesundheits- system eine ehrliche Diagnostik für die Patienten, von Ärzten mit humanistischen Werten nach bestem Wissen und Gewissen, und Pfleger und Pflegerinnen, die ebenso Werte haben und ihren Dienst nicht nur als Arbeit betrachten.

Mir zum Beispiel bot sich auch in der Pflegesituation ( und das nicht nur im Alexianer, sondern auch in der Lebenshilfe) nicht das Bild, als sei ständig zu wenig Personal da. Vielmehr bot sich mir das Bild, das da drei oder vier gutausgebildete und wirklich wertvolle Fachkräfte wirklich das Beste gaben und der Rest waren schlecht ausgebildete Pflegehelfer, die sich um den Aschenbecher und die Kaffeekannen scharen und letztlich kam es ( so gesehen im Alexianer 2008), wie es kommen musste: wenn man auf die Toilette ging, musste man Angst haben, ob überhaupt Klopapier da sein würde und Papierhandtücher, die Betten wurden nur sehr selten bezogen und die Pflegehelfer diskutierten mit den Patienten über deren Diagnosen und hatten den Schlüssel für die geschlossene Station Paulus. Außerdem hatteich den Verdacht, dass einige dieser Hilfskräfte sogar in der Dokumentation auf der Station mitmischen wollten!

Und, lieber Leser, ich will Dich ehrlich fragen: Wem ist nicht bange davor, irgendwann in einem Krankenhaus operiert werden zu müssen oder in einem Pflegeheim untergebracht zu werden, allein schon aus der Angst heraus, nicht qualifiziert und/ oder human behandelt zu werden?

Ehrlicherweise vermute ich hinter dem immer mehr an Medikamenten, Operationen, schlechter Pflege, usw., nicht unbedingt überall schlechte Ärzte, zuwenig Personal, usw. sondern manchmal schlicht und ergreifend nur wertelose Ärzte, denen ihr Geschäft lieber ist, als die Gesundheit der Patienten, die dann lieber mal Diagnostik zum Wohle des eigenen Portmonnees betreiben, statt zum Wohle des Patienten, Personal, das eigentlich nur dort arbeitet, weil in einer anderen Branche vielleicht kein Arbeitsplatz frei war und das eigentlich gar keine Lust auf einen Pflegeberuf hat.

Die Ärzte, die da nicht mitmachen wollen, weil die vielleicht nicht unehrlich sein wollen, gehen unter, denn mit ehrlicher Diagnostik und sauberen Theapieansätzen verdient man zu wenig, um davon leben zu können.

Ich glaube ganz einfach, dass das ganze Gesundheitssystem gar nicht mehr darauf abzielt, die Patienten gesund zu erhalten und gesund zu machen, sondern die Patienten werden in Abhängigkeit zu ihren Ärzten gehalten, in Abhängigkeit zu pharmazeutischen Produkten und somit werden aus ihnen für immer kranke und unselbstständige Menschen.

Ich wünsche mir einfach für diese Gesellschaft insgesamt, dass Ehrlichkeit, Toleranz, Anständigkeit, Mitgefühl an erster Stelle stehen und nicht wirtschaftliche Interessen. Wenn man aus Krankenhäusern und Pflegeheimen Aktiengesellschaften macht, kann es keine mitfühlenden Pfleger und keine ehrlichen und humanistischen Ärzte geben, denn wenn alle gezwungen werden, soviel Geld wie möglich zu erwirtschaften, müssen alle zwangsläufig mitmachen! Und das kann dazu führen, das es bald überall nur noch rohes, skrupelloses und lustloses Personal geben wird.

Und weil ich Herman Gröhe zwar für einen ehrbaren, aber zu ängstlichen Menschen halte, wenn es darum geht, das Gesundheitssystem ehrlich zu reformieren, wähle ich ihn nicht!

Den Kandidaten von der SPD kenne ich nicht, aber von dem Eindruck, den er auf den Plakaten auf mich macht, ist er zwar gutwillig, aber naiv und deshalb vielleicht bei dieser Bundestagswahl nicht unbedingt der Richtige.

Blieben die Grünen, aber deren Kandidat ist eigentlich für mich überhaupt nicht wählbar, ebenso wenig ist die AFD wählbar.

Weil ich aber die Grünen als Partei für kompetent halte, wenn es um Gesundheit und Mündigkeit ihrer Mitbürger geht, möchte ich sie trotzdem wählen. Allerdings: die Erststimme werde ich Roland Sperling geben. Nicht nur, weil ich ihn persönlich kennenlernen durfte, sondern weil ich glaube, dass er von allen Kandidaten den meisten Mumm in den Knochen hat, die Dinge beim Namen zu nennen und ich traue ihm zu, das er veränderungswillig ist und ehrlich.....


16.09.2017

Lieber Leser,

seit Tagen schon beschäftigt mich geistig die Situation im Gesundheits- und Sozialwesen, sowie der Zustand der Gesellschaft insgesamt.

Und immer wieder sehe ich Zusammenhänge zwischen der äußerst unbefriedigenden Situation im Gesundheits- und Pflegewesen in unserem Land und dem schon seit Jahrzehnten andauernden moralischen Werteverfall in unserer Gesellschaft.

Ja, lieber Leser, wenn mir eine frisch examinierte Krankenschwester sagt, dass sie es nicht mag, Patienten zu waschen, dann frag ich Dich, lieber Leser: Wer soll die Patienten dann waschen? Vielleicht die Hilfskräfte in der Pflege. Aber was wird sein, wenn die es dann auch nicht mehr tun mögen? Soll es dann die Putzfrau machen?

Warum mögen viele Ärzte und Pfleger sich die Körper ihrer Patienten nicht mehr angucken? Warum ist soviel Scheu da vor Siechtum, Krankheit und Verfall?

Warum die Wut ( und das habe ich selbst gesehen) auf hilflose, bettlägrige Patienten? Warum ergreift ein Mensch den Pflegeberuf, obwohl er eigentlich gar keine Lust dazu hat?

Ich glaube nicht, dass das einfach nur damit zu erklären ist, dass er andernfalls mit Hartz 4 bedroht wäre.

Ich glaube einfach, dass die Verachtung der Hilflosigkeit anderer, die Mitleidlosigkeit mit Schwäche, die Verrohung und Gewalt in der Gesellschaft, nun immer mehr Einzug hält auch in Pflege und Medizin.

Der Mensch ist dort vielleicht gar kein fühlendes Wesen mehr, sondern, wenn er teure Medikamente braucht oder eine aufwändigere Pflege, nur ein Kostenfaktor, dem man wünscht, dass er bald das Zeitliche segnet!

Willst Du, lieber Leser, wirklich in ein Pflegeheim gehen? Selbst, wenn Du noch soviel Geld mitbringst, kannst Du dort nicht sicher sein, nicht gequält und mißhandelt zu werden, denn wenn Du an eine Pflegekraft gerätst, die fernab moralischer Werte steht, wirst Du immer dann gequält, wenn keine Zeugen vorhanden sind. Du wirst Angst bekommen, sie bestechen wollen, sie wird Dein Geld nehmen und Dich weiter quälen Sobald aber andere Personen im Raum sind, wird sie Dich lächelnd und freundlich begrüssen!

Solche Menschen gibt es in der Pflege und ich vermute mal, gar nicht mal so selten.



Ja, es ist traurig, dass Charakterlosigkeit, Schamlosigkeit, mangelnde Selbstkritik, Hass, Wut , körperliche und seelische Gewalt nun Einzug gehalten haben in das sensible Gesundheitswesen!

Und ich weiß, wovon ich rede, mein Sohn lebt in einer Einrichtung, in der das Jugendamt schon interveniert hat wegen der Zustände dort, ich selbst habe sowohl als Patientin als auch als angestellte Hilfskraft schon mehrmals einen Blick hinter die Kulissen von Krankenhäusern und Pflegeheimen werfen können.

Ich denke mal, dass diese Zustände nicht einfach dadurch abgestellt werden, dass man mehr Personal und mehr Geld einfließen läßt in die Sozialsysteme, sondern wir m ü s s e n uns endlich der Debatte stellen, welche Werte uns wichtig sind!

Ich finde Bildung gut, aber genauso wichtig finde ich Gewissensbildung und Herzensbildung. Weil ein Mensch mit viel Bildung, aber ohne Herzensbildung und ohne Gewissen, wenn er dann z.B. Arzt wird, eine Gefahr und eine Bedrohung für die Gesellschaft ist.

Einem Arzt will ich vertrauen können. Ich will darauf vertrauen können, dass er nach bestem Wissen seine Diagnosen stellt, das dann die Therapie darauf ausgerichtet wird, mich gesund zu machen und dass der Arzt dann nicht soviele Medikamente an den Mann, bzw. die Frau bringen will, wie er kann, weil er vielleicht von der Pharmaindustrie gesponsert wird!

Nein, lieber Leser, auch das weiß ich aus Erfahrung: Es gibt unehrliche Diagnostik in der Medizin und sogar skrupellose Ärzte, die sich ihr Portmonee ohne Rücksicht auf die Gesundheit des Patienten dick machen!!!!

Und diese Zustände werden nicht beendet durch Flickschusterei im Gesundheitswesen oder im Sozialwesen, sondern werden nur dann beendet, wenn wir und als Gesellschaft darüber einig werden, welche Werte wir wollen. Meine persönlichen Favoriten wären ja: Ehrlichkeit, Mitgefühl, Toleranz, Mut, Hilfsbereitschaft, Selbstkritik, Akzeptanz eigener Schwächen und der Schwächen anderer, eigenes Fehlverhalten eingestehen wollen, Fehler nicht vertuschen wollen, vielleicht sogar: sich selbst eingestehen, dass man nicht der liebe Gott ist und deshalb nicht alles weiß, nicht alles kann und auch niemals alles können und wissen wird!

Wer den Pflegeberuf ergreift, sollte sich darüber im klaren sein, dass er mit diesem Beruf nicht nur einen schweren Beruf ergreift, sondern auch einen Beruf, der ihn persönlich fördern kann, insbesondere dann, wenn er gerne über sich und die Welt nachdenkt, der Beruf formt den Charakter. Und ein guter Charakter macht einen Menschen attraktiver als ein nur gut aussehender Mensch ohne Charakter!!!!

Und weil ich glaube, dass man solche Werte nicht nur durch öffentliche Diskussionen fördert, sondern auch durch konkrete Maßnahmen, schlage ich z. B. Vor, Ärzten die Approbation nur noch auf Zeit zu erteilen, ( sie müssten dann regelmäßig vor einem Ethikausschuß erscheinen, ihr Wissen und ihre Kenntnisse sowie ihre moralische Integrität unter Beweis stellen. Nur dann würde die Approbation verlängert!) gute Diagnostik gleichwertig zu bezahlen wie die Therapie.

Ethikkomissionen mit unabhängigen Sachverständigen sollte es ebenfalls geben in Arbeitsagenturen, Sozialämtern, Gesundheitsämtern, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, kurzum: überall, wo Interessenkonflikte entstehen können!

Deshalb wähle ich mit meiner Erststimme in diesem Jahr Roland Sperling. Ich kenne ihn und weiß, das er ein ehrlicher Mensch ist, er hat eine eigene Meinung, kann zuhören und will Veränderung in der Gesellschaft. Außerdem ist er Jurist und weiß um die Fallstricke in der Justiz.


20.09.2017


Lieber Leser,

es ist Wahlkampf und deshalb möchte ich Dir an dieser Stelle gerne erläutern, welche Beweggründe ich habe, meine Erststimme Roland Sperling von der Linken zu geben, und trotzdem keine Wahlempfehlung für eine der zur Wahl stehenden Parteien zu geben.


Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht, was ich mir für mich und allgemein für die Gesellschaft überhaupt wünsche.

Da wäre zum einen der Wunsch nach einer ehrlichen, anständigen und werteorientierten Gesellschaft, in der der Einzelne Eigenverantwortung und Verantwortung für andere übernehmen kann und will. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der der Einzelne zufrieden sein kann, in der weder Angst herrscht noch ein Mitmachen m ü s s e n, mit Verhaltensweisen, die man eigentlich nicht an den Tag legen möchte.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft ohne Hetze, Termin- und Leistungsdruck – wo immer das möglich ist!

Ich wünsche mir eine tolerante Gesellschaft, eine Gesellschaft, die mich mit meinen Eigenarten und Schwächen akzeptiert. Ebenso möchte ich andere achten und wertschätzen, die Putzfrau genauso wie den Vorstandsvorsitzenden!

Ebenso wünsche ich mir eine kluge Gesellschaft, eine Gesellschaft, in der kooperiert wird und in der nicht der Erfolg und das Geld den Status bestimmen, sondern die Weisheit und der Charakter!

Ich wünsche mir eine gesunde Gesellschaft, körperlich wie geistig, eine Gesellschaft, in der Medizin und Pflege dem Menschen dienen und nicht dem Portmonee!

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der das Individuum gefördert wird und in der man das Recht haben darf, sich selbst genauso zu mögen, wie den Nachbarn oder den Chef.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der innere Werte attraktiver sind, als Geld, Macht oder Schönheit.

Wünscht sich nicht jeder eine solche Gesellschaft?

Ich denke, ja!

Aber ich denke auch, das es eine Gesellschaft, in der es ideal zugeht, wohl noch nirgends auf der Welt gegeben hat und dennoch: Ein Ideal, eine Vision zu haben ist nicht falsch, denn wenn man sich aufmacht, Wege und Möglichkeiten zu suchen, seiner Vision nahezukommen, ist schon sehr viel getan, aus einer egoistischen, kalten Gesellschaft in großen Teilen wieder warmherzige Gesellschaft zu machen! Der Weg ist das Ziel!!!!!

Wo aber fängt man an?

Ich glaube: Am Besten bei sich selber. Wenn man nach einem vielleicht sehr anstrengenden Tag trotzdem abends in den Spiegel gucken kann und sich nichts vorwerfen muss, wenn man zur Selbstkritik bereit ist, wenn man bereit ist, sich gegebenenfalls auch mal zurückzunehmen, anstatt auf seinem Recht zu bestehen, wenn man sich einsetzt für die Werte, die einem wichtig sind, wenn man Ja sagen kann zu sich und seinen Verhaltensweisen, wenn man sich nicht erpressen lassen will und mutig Widerstand leistet, dann ist schon viel getan.

Und auch das ist ein Ideal und kann wohl niemals vollständig verwirklicht werden! Und dennoch sollte man versuchen, auch diesem Ideal nachzugehen!

Wie aber bringe ich das Gewissen, die Ehrlichkeit zu sich selbst, das Ideal an sich, wieder in die Gesellschaft.

Ich denke dadurch, dass wir zuerst bei uns und dann bei unseren Kindern anfangen.

Eine gute Bildungspolitik ist wichtig! Und die fängt schon sehr früh in den Kitas an.

Was aber erwartet man wirklich von Kita, Schule und Ausbildungsstätte?

In den Politikerreden heißt es immer: Wir brauchen mehr Personal, wir brauche qualifiziertes Personal, wir brauchen mehr Geld und und und.....

Das ist alles sehr, sehr richtig, aber dennoch: Qualifikation und gute Bezahlung sind kein Garant dafür, dass das Kind in der Kita auch wirklich gut aufgehoben ist. Ich meine, was Eltern vor allen Dingen wollen, ist, dass ihr Kind nicht nur eine qualifizierte, sondern auch vor allen Dingen l i e b e v o l l e Betreuung hat, eine Betreuung, in der das Kind intellektuell und sozial angeregt wird, in der aber auch Herzensbildung und Gewissensbildung vermittelt wird.

Kurzum: eine umfassende Bildung, ein liebevolles Verhältnis zu Pädagogen, eine gute Wertevermittlung und und und...

Und genau darum möchte Roland Sperling mehr Geld für Kitas und Schulen, mehr Personal....

Damit gewährleistet wird, dass Erzieherinnen und Lehrer nicht unter dem Druck zusammenbrechen, denn große Gruppen mit wenig Ansprachemöglichkeiten an das Kind als Individuum, sind Gift für eine Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche...

Und es geht weiß Gott nicht darum, dass Erzieherinnen und Lehrer sich eine goldene Nase verdienen wollen: Nach Abzug von Steuer, Miete und Krankenkassen bleibt eben nicht mehr sehr viel übrig, um selbst auch noch einigermaßen anständig zu leben!

Auch Lehrer und Erzieher müssen sich erholen, müssen Kraft tanken für ihren schweren Alltag, oft genug haben sie es schwer, denn wenn mit den Kindern nicht alles gut läuft, wird ihnen gern mal der schwarze Peter zugeschoben.

Deshalb fordert Roland Sperling mehr Geld für Kitas und Schulen. Dasselbe gilt ebenso für Pflege und ehrliche Medizin....

Deshalb fordert Roland Sperling einen höheren Lohn für Pädagogen.

Einfach deshalb, damit Lehrer und Erzieher nicht total überfordert durch große Gruppen, Leistungsdruck und ungerechtfertigte Schuldzuweisungen das Handtuch werfenund das Feld vielleicht Menschen überlassen müssen, die es nicht so gut meinen mit den Kindern oder denen völlig gleichgültig ist, ob das Kind sich geborgen fühlt oder nicht.

Dasselbe gilt für Ausbildungsstätten und Arbeitsplätze: Ich denke, Roland Sperling will, genau wie viele, viele Menschen in diesem Land, die Anonymität aus der Arbeitswelt verbannen.

Es soll wieder Chefs geben, die sich verantwortlich fühlen für ihre Mitarbeiter und die Mitarbeiter sollen wieder gerne für ihren Chef arbeiten. Einer steht für den anderen ein, woimmer es möglich ist....

So ein Klima verhindert Mobbing und burn out und fördert die Leistungsbereitschaft und das gegenseitige Verantwortungsgefühl. Deshalb sind die kleineren Betriebe vielleicht förderungswürdiger als Firmen, in denen Druck, Streß und Gewinnmaximierung das Leben des Arbeitnehmers prägen.

Und so wie ich Roland Sperling kenne, möchte er auch nicht, dass Menschen ohne Obdach sind und nicht wissen, wohin.

Deshalb, denke ich, möchte er gern, dass Wohnungen, die mit öffentlichen Geldern gefördert werden, möglichst immer Sozialwohnungen bleiben und es nicht eines Tages, wenn der Mieter darin vielleicht 30 Jahre gewohnt hat, heißt: Sorry, die Wohnung gilt ab dem nächsten Ersten als freifinanziert. Deshalb wird die Miete dem ortsüblichen Mietspiegel angepaßt. Wir erhöhen die Miete ab dem nächsten Ersten um....

So etwas würde einen sehr großen Teil der Bevölkerung treffen, denn die Renten sind niedrig viele Einkommen ebenso und selbst die Sozialmieten ohnehin schon hoch!

Wohin soll der Rentner, der 30 Jahre in derselben Wonung gewohnt hat und dem die Miete plötzlich drastisch erhöht wird, weil die Wohnung aus der Sozialbindung fällt, wenn die Rente vielleicht 850 Euro beträgt und die Miete nun 600 Euro!

Nein, lieber Leser, die Forderungen, die Roland Sperling stellt, stellt er nicht deshalb, weil er gierig ist und den Hals nicht voll kriegt, sondern weil er den Menschen helfen will!

Ich selbst habe auch so manche Idee und von Roland Sperling weiß ich, dass er für die Bevölkerung stets ein offenes Ohr hat und Ideen sammelt und gegebenenfalls auch fortentwickelt!

So,z.B stelle ich mir vor, Ethikkommisionen mit unabhängigen Sachverständigen überall dort einzurichten, wo Konflikte an der Tagesordnung sind, wie z. B. In den Arbeitsagenturen, den Sozialämtern, den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden.

Für die Pflege wünsche ich mir mehr qualifiziertes, liebevolles Personal, statt der unseligen Pflege – Hilfe.

Um dafür zu sorgen, dass in der Medizin wieder zum Wohle des Patienten gehandelt wird, statt zum Wohle von Arzt und Pharmaindustrie, wünsche ich mir eine Approbation auf Zeit für Ärzte, die durch Ethikkommissionen immer wieder auf Herz und Nieren geprüft werden! Und weiß Du auch, warum ich für eine Approbation auf Zeit bin? Antwort: Weil man so die Spreu vom Weizen trennt!!!!

Insgesamt kann man sagen, dass es zwar nicht billig ist, eine anständige, wertvolle Gesellschaft zu wollen, aber es lohnt sich. Für alle.

Lieber Leser,

ich will nicht behaupten, dass Roland Sperling allein es nun richtet und die Welt aus den Angeln hebt.

Deshalb ist es wichtig, dass noch mehr Menschen wie er in den Bundestag kommen.

Ich erwarte von Roland Sperling im Falle seines Einzuges in den Bundestag, solide Arbeit, Ehrlichkeit, dass er Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen demokratisch treffen wird, ein offenes Ohr behält für die Nöte der Bevölkerung, Linkssein als Geschäftsmodell, ablehnt, juristische Mitarbeit an Gesetzestexten zum Wohle des gesamten Volkes, kurzum: Er soll Staatsdiener sein.

Ich traue es Roland Sperling zu, dass er verantwortlich und ehrlich handeln wird, auch ist mir aus den anderen Parteien kein Kandidat bekannt, der wie er, so viele persönliche Opfer, auch finanzieller Art, bringt, um seine Vorstellungen von einer besseren Welt, der Öffentlichkeit vorzustellen!!!!

Deshalb werde ich ihm meine Erststimme geben.

Lieber SPD Wähler, lieber Grüne, ja sogar lieber CDU Wähler. Du musst die Linke nicht mögen und kannst trotzdem Roland Sperling Deine Stimme geben!

Jeder, der ihn kennt, merkt, dass er ein feiner Mensch ist, mit Bildung, Herz und Niveau. Er ist kein Parteisoldat, sondern ein Demokrat, wie er im Buche steht, handelt und denkt selbstständig und ist unbestechlich( was ja in dieser Gesellschaft auch keine Selbstverständlichkeit ist)

Deshalb finde ich, hat er es verdient, den Neussern zu beweisen, dass er seine Heimat liebt und sich für sein Land verantwortlich fühlt.

Welche Partei man wählt, ist wohl davon abhängig, ob einem das Wahlprogramm zusagt oder nicht, aber als Mensch mit Herz und Verstand, ist Roland Sperling unentbehrlich für Neuss.

Deshalb: Erststimme Roland Sperling!!!!!