Massstäbe für standardmäßig straffreie eheliche Übergriffe:



Um mal darzulegen was ich mit „im Falle einer Standard - Ehe erhöhter Schwelle für die Annahme der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung“ ungefähr meine:

Es gilt das Prinzip Vereinbarung und Abmahnung unter qualifizierten Zeugen. Selbstverständlich gilt dabei das, was offensichtlich gemeint war, wer jemand „reinlegt“ macht sich strafbar.

Wer eine wildfremde Frau ausserhalb einer Karnevalsfeier und dergleichen ungefragt und anlasslos an die Brüste oder zwischen die Beine grabscht, oder in den Hintern kneift, begeht ein Verhalten, dass spätestens, wenn es notorisch wird, zu einer Gerichtsverhandlung führen sollte. Wer das mit seiner Ehefrau macht, mag sie auch meckern und rumbrüllen, soviel sie will, kann das solange ungestraft tun, bis sie sich das in Gegenwart einer qualifizierten Amtsperson (Polizist, Arzt, etc), die ein Protokoll darüber anfertigt und im Zentralregister ablegt, verbeten hat. Es sei denn im Ehevertrag ist von vorneherein sexuelle Selbstbestimmung wie unter Unverheirateten vereinbart. (Dritte können sich Belästigung durch unsittliche Darbietungen verbitten) Es ist auch darauf hinzuweisen, dass das bloße Zusammenleben schon eine schuldmindernde Versuchung darstellt und Frauen sich auch ein bischen selber wehren müßen (Anbrüllen, Haushaltsstreik, Freunde einladen, was weiß ich.)
Abmahnungen gelten ab dem Zeitpunkt, wenn der Überbringer bestätigt, dass der Empfänger sie verstanden hat. Die Zurücknahme von Abmahnungen ist gebührenpflichtig. Die Gebühren steigen mit der Häufigkeit des Hin und Her und werden in Ausgabe-Tagessätzen aus Einkommen und Vermögen berechnet. Ebenso werden Wiederverheiratungen mit demselben geschiedenen Partner zunehmend teurer. Es ist zu gewährleisten, dass für jeden jederzeit ein Platz in einer ruhigen Obdachlosenunterkunft bzw. Frauenhaus erreichbar ist, wenn er sich z.B. dem Partner entziehen will. Es können ev. auch die bekannten polizeilichen Platzverweise erteilt werden.

Eine Frau, die einen Mann länger als drei Tage in einer Falle gefangen hält, (Kellerzimmer hinter ihm zuschließen) oder das öfter als zweimal im Jahr macht, oder trotz protokollierter Abmahnung wiederholt, oder ihn länger als drei Tage daran hindert, seinen Scheidungsanwalt anzurufen oder in eine andere Unterkunft zu ziehen, die macht sich allerdings strafbar, auch ohne, dass dies extra vereinbart wurde.

Ebenso, wer seinen Partner kraftvoll mit der Faust ins Gesicht schlägt, oder an seine verwundbarste Stelle tritt, oder jemand, der einer Frau gegen ihren Willen eine Schwangerschaft aufzwingt, oder eine von ihr gewünschte Schwangerschaft gegen ihren Willen abtreibt. Dies gilt standardmäßig, bzw. logisch grundsätzlich. Leute, die die Strafbarkeit derart heftiger Dinge in ihrer Ehe ausgeschlossen haben wollen, müßen dies jährlich neu beurkunden lassen. (Boxer-Ehe) Da sowas in ein Kettenverhältnis führen kann, ist zu hinterfragen, ob die Betreffenden noch über die grundlegende Freiheit verfügen, die zur Kundgabe erforderlich ist. Notfalls diese vorübergehend wiederherzustellen. Vermögende müßen dafür selbst bezahlen.

Natürlich kann man auch das alles amtlich weg-vereinbaren, und in der Ehe machtausübungsmäßig wie unverheiratet zusammenleben. Es ist aber wiederum darauf hinzuweisen, dass auch das bloße Zusammenleben schon eine Versuchung darstellt und der Schwächere sich auch ein bischen selber wehren muß.

Im übrigen bleibt nur der Hinweis, dass nichts besser schützt, als seinen stärkeren Partner verliebt zu machen und dann so unglücklich über sein Verhalten zu sein, wie man's eben ist. Wem das zu erniedrigend ist – vielleicht ist die Ehe mit jemand, für den es Bedingung ist, den Staat aus der Ehe rauszuhalten, und seine Gefühle, auch die Aggressionen voll auszuleben, ja wirklich nicht das richtige. Man muß das halt vorher vereinbaren.
Oft kann man auch einfach glücklich sein und gar keine großen Konflikte haben.
Oder privat vereinbaren: Sollte ich mich jemals benehmen, wie (der und der), dann geh, wenn Du willst, aber zeig mich nicht rückwirkend an, wenn Du geblieben bist. Sonst bist Du ein verächtlicher Mensch, wie (wer weiß ich). Davon überzeugt sein, dass der andere, den man ja gut kennt, das auch wirklich glaubt, und sich wie vernünftige Menschen daran halten und den ganzen Gesetze-Scheiß ignorieren.

Ein Recht auf vorsätzliche oder grob fahrlässige Tötung oder Verstümmelung u. dgl. ist nicht vereinbar.
Ein unfreiwilliges Piercing oder übliches Tatoo oder Kopfrasur andererseits ist noch keine Verstümmelung, aber an der möglichen Obergrenze dessen, was durch eine Vorab-Vereinbarung straflos werden kann.




Allerdings hat das „vorher-vereinbaren“ das Problem, dass sich nicht jeder vorstellen kann, wie es hinterher sein wird. Man muß aber mit seinen Entscheidungen leben. Wer Zweifel hat, sollte zum Standardmodell greifen.