Hier: Die Antwortseite zu einem (ironisch aufgemachten, Konkurrenzprodukte karikierenden, jedoch auch als ernsthaftes Argument gemeinten) Fragebogen hinsichtlich Toleranz.



Ich weise darauf hin, dass dieser Eintrag, abgesehen von späteren Nachträgen, von 2005 oder 2006 irgendwann ist!!!!:
Ach,ach,ach,eigntlich müßte diese Seite überflüssig sein. Zu jedem der von mir auf dem Fragebogen indizierten Sätze könnte ich ein paar Seiten schreiben. Ich werde mir also nur den einen oder anderen vornehmen können.Z.B. diesen:

„Wer nicht entschieden jede Diskussion über Ausländer und Arbeitsplätze ablehnt, ist ein Ausländerfeind.“
(Nachtrag12/2016: Wer bei dem ganzen Gezänk um das Thema nicht endlich die Klappe hält, muß sich schon sehr berufen fühlen. Entschuldigung, aber diese Seite ist historisch gewachsen.)

Der Gedanke , dass Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze „wegnehmen“, ist meiner Meinung nach, von Ausnahmen abgesehen(Grenzgänger aus dem Osten, (lässt sich durch flächendeckende Mindestlöhne beheben)),falsch. 1.Es treten viel mehr Ausländer in Erscheinung, als es wirklich gibt. Ich wohne z.B. in einem Stadtviertel , in dem die Hälfte der Leute aussieht, wie Ausländer. Würde man aber alle Staatsbürger und alle die Anspruch auf die Staatsbürgerschaft hätten, in rot kleiden, und alle anderen in blau,so würde einem wahrscheinlich auffallen, dass die paar Ausländer garnicht ins Gewicht fallen , weil es kaum blaue gäbe.Wir können aber keine Unterschiede zwischen unseren Bürgern , die so , und denen , die anders aussehen machen.Schlimm genug,dass nicht jeder Mensch,einschließlich intelligenter Ausserirdischer sofort Bürger werden kann und an unserem Wohlstand teilhaben.*Aber ich muß zugeben, ich bin schon so egoistisch, dass auch ich die Zuwanderung beschränkt sehen will. Denn ich bin in gewissem Masse vom Sozialstaat abhängig und werde das in einiger Zukunft noch erheblich mehr sein.Und diesen Kuchen möchte ich nicht in Zukunft mit einer vervielfachten Zahl an Konkurrenten teilen müßen. (Es wird ja nie der ganze Kuchen geteilt, sondern immer nur das ohnehin kümmerliche Sozialstückchen.) Aber die wirklichen Zuwanderer sind ja garnicht mehr so viele.Wir Deutschen werden uns eben daran gewöhnen müßen, dass wir ein Volk mit türkischen Großmüttern sind.(Also im besten Fall, wenn das mit unserer Integration klappt.) Also 1. die Ausländer sind keine Ausländer Und 2.Arbeitsplätze sind kein Gut, dass man bewirtschaften kann, wie Kuchen oder Sozialleistungen.Nicht jeder will jeden haben , nicht jeder kann jeden machen. Man kann sie nicht einfach überall hin transportieren,viele Jobs sind nicht eben ein Genuß, und wer Einkommen hat, zahlt auch Steuern für die anderen (soll er auch.).Und ausserdem: Wenn wir Deutsche so blöd sind, einen Wettlauf um unsere Arbeitsplätze zu veranstalten, wie können wir uns dann beschweren, wenn die Polen dabei gewinnen? Dass es Arbeitslose gibt,ist ein Fehler des auf stetiges Wachstum und Selbstregulierung der Märkte ausgerichteten (Welt-) Wirtschaftssystems und würde sich auch nicht ändern,wenn man mithilfe der Enterprise 5Millionen zufällig ausgewählte Arbeitskräfte aus Deutschland auf einen fernen paradiesischen Planeten wegbeamen könnte. Der Gedanke ist zwar falsch, aber einfach zu naheliegend,als dass man nicht mal darauf kommen könnte. Und hat man deshalb den hässlichen Aufkleber „Ausländerfeind“auf dem Rücken verdient?

Überhaupt diese ganzen Diskriminierungen als Feind irgendeiner Minderheiten gruppe: Ein Feind, das ist doch jemand, der angreifen möchte und das nicht nur aus Versehen oder mit Bedauern tut.Wenn ich mir um jemands Freundschaft Mühe gebe, dann möchte ich nicht , daß ein dritter herkommt und einfach erklärt,ich wäre dessen Feind. Manche Leute wollen eben alle Freunde für sich alleine haben.

    Nachtrag August 2007: Habe heute einen Vortrag zu dem Thema gehört. Der Redner hat sich in etwa so zu dem Thema geäußert: „Wir haben vielen Leuten in armen Ländern, z.B. in Afrika durch unsere ungerechte Handelspolitik zum Beispiel durch den von der Weltbank ausgelösten Zwang zur Privatisierung, die Armut überhaupt erst gebracht. Wenn wir dafür verantwortlich sind, dass diese Menschen hungern und nichts dagegen tun, obwohl wir könnten, dann sind wir moralisch verpflichtet, sie bei uns in unseren Grenzen aufzunehmen, wenn sie kommen.“

    Da hat er natürlich recht. Außerdem: Wenn man für freie Einwanderung kämpft, kämpft man gleichzeitig auch für Gerechtigkeit auf der Welt, denn dass die Politiker der reichen Länder nicht wirklich eine Einwanderungslawine hinnehmen werden, ist eben so klar, wie, dass die meisten Leute eigentlich lieber im eigenen Land bleiben würden, wenn das ginge. Also drängt man diese Politiker damit, sich für akzeptable Lebensbedingungen auf der ganzen Welt einzusetzen, wenn man den anderen politischen Weg versperrt.

    Ein gute Argument dazu habe ich neulich im Fernsehen gehört: „Wenn die deutsche Regierung so dagegen ist, dass die Menschen aus aller Welt nach Deutschland kommen dürfen, einfach, wenn sie wollen, wieso soll dann das deutsche und das Kapital anderer reicher Länder oder reicher einzelner eine bedingungslose Freizügigkeit genießen und überall hin dürfen und den Menschen dort ihre Gesellschafts- und Wirtschafts-strukturen zerstören?“ Wenn es nur noch eine Sorte Geld gibt, warum gibt es nicht auch nur noch eine Sorte Menschen? Wanderungsbewegungen des Kapitals müßen im Interesse der betroffenen Menschen geregelt werden. Genau wie Migrationsströme im Interesse der Menschen geregelt werden müßen, sowohl der Migranten als auch der Einwohner der Aus- und Einwanderungsländer. Beides darf nicht im Interesse des Kapitals geregelt werden.

    Nachtrag September 2015: Blau und Rot (s.o.) wird mir allmählich peinlich:Ich habe mit Mühe versucht, den Graben irgendwie mit legalistischen Argumenten zuzuscharren, aber für manche Politiker ist es das bessere Geschäft ihn wieder aufzureißen und jedes peinliche Detail bloßzulegen, bis es zum Himmel stinkt.

    Einwandererprognose: 800 000 Flüchtlinge nach Deutschland in diesem einen Jahr -soweit ich weiß, schwerpunktmäßig junge Männer, wie soll das gehen? Die müßen wieder zurück, wenn der Krieg vorbei ist. Dürften sich gar nicht erst integrieren. Man darf sie nicht verrecken lassen, muß sie mit dem wichtigsten versorgen, aber ich würde einen Zaun drum machen. Dann sind sie wenigstens vor dem Krieg gerettet, vor dem sie geflohen sind. Das muß doch reichen, um sie zu freuen. Aussicht auf einen sinnvollen Lebensweg hat hier auch keiner, der von hier ist. Warum also die Einwanderer?
    Das ist es wohl, was vertuscht werden soll.
    Liebhaber haben keine Lobby. Obwohl ihnen ein großer Teil der gesamten Lobby-Arbeit zustünde. Jeder nutzt sie aus und macht sie nieder, weil es nichts kostet. ( ein kleiner Teil wirklich gute Leute, die sowas nicht machen, mal ausgenommen)
    Von der Politik fühle ich mich vermehrt verarscht. Als ob sie das >> zwei Absätze weiter oben gelesen hätten. Wie bei so einem Autorennen auf den Abgrund zu, und wer zuletzt rausspringt, hat gewonnen.... Selbst die CDU ist von den Einwanderen plötzlich total begeistert und will Sozialwohnungen bauen – man kann sich das denken, nur ein ganz paar Wohnungen am Ende, aber eine halbe Million Arbeitskräfte, die Druck auf (das Verbrechen des sogenannten/den) „Arbeitsmarkts“ machen Und auf das Verbrechen des sogenannten „Wohnungsmarkts“ natürlich auch..... Ganz zu schweigen von den ohnehin schon prekär wenigen ähh..: Arbeitsplätzen für arme Liebhaber. Da werden sich die Nazi-affinen Politiker freuen. Was soll bei so viel politischer Ignoranz auch passieren, als dass ihnen die Leute massenweise in die Arme laufen? (Nt12/2016:Vor allem Meck Pomm, denn von dort sind ja die ganzen jungen Frauen in die Büros nach München.)
    (Nachtr. 2016: Das sieht ja nach einem Widerspruch zu oberem Abschnitt vonwegen „Arbeitsplätze“ wegnehmen aus. Auf dem Segment der armen und ungelernten ist der Marktdruck bei solchen Ereignissen natürlich immer höher. Vorhandene Qualifikationen gehen durch die Auswanderung ja meist verloren. Es ist vielleicht eher eine Frage von Ursache und Wirkung: Arbeitsplatzmangel hatten wir hier mehr oder minder immer. Überschuss nie. --Denn der wurde ja gleich aus dem Ausland aufgefüllt.-- Man stelle sich vor, welche Rechte Arbeiter heute hätten, wenn im „Wirtschaftswunder“ das Kapital sich die Leute nicht einfach aus dem Ausland hätte holen dürfen, sondern um sie hätte werben müssen. „Markt“ mit Arbeitskräften ist eben immer Verarschung, so oder so.)
    Es ist auch zu bedenken, dass die Lebensversicherung bei uns durch staatliche Netze funktioniert und wir deshalb glücklicherweise die drückende Herrschaft unserer alten deutschen Herkunfts-Familien abwerfen konnten, wenn wir uns anders entwickelt hatten und nun deshalb ohne familiäre Netzwerke dastehen. Und dann kommen Einwanderer mit voll funktionalen familiären Netzwerken, -- so groß die Schande der Unterworfenheit unter den Patriarchen manchmal auch sein mag, sie garantiert immerhin die Gestellung einer Gattin durch den Clan, und dann stehen diese Leute uns gegenüber und sagen, wir wären nicht fromm, oder wären dumm, wenn wir unsere Eltern nicht ehren. Und schön, dass es hier notfalls Sozialgeld gibt. Wir wären faul, nicht tüchtig oder sonstwas. Und streiken, oder einfach die Schnauze voll haben von diesem Wirtschafts und Gesellschafts system ist was für Idioten. Wer nicht mitmacht ist selber blöd. Fröhliches Lachen.... Ich rede ja eigentlich kaum wirklich mit jemandem, aber danach riecht es.
    Und wenn die dann hier her kommen und Asyl kriegen, mit viel Mühe, oder nichtmal, dann müßen die mich ja wohl hassen, der scheinbar alle diese Chancen geschenkt bekommen hat und sie nicht zu würdigen weiß. Es sind also alles angehende politische Gegner. Und fanatische Kapitalismusversteher. Von unseren Lebenswegen des Widerstands, des Kampfes um Gleichberechtigung haben die doch keine Ahnung. Wie kann jemand, der mich verachtet, mein Freund sein? Geht nicht. Trifft natürlich aus anderen Gründen auch auf die deutschen Kleinbürger zu.
    Die hier wohnenden Migranten - mögen sie auch schon lange hier sein, sehen plötzlich alle ganz schuldbewußt aus, wenn man sie anguckt. Von den vielen Diskussionen in den Medien vermutlich. Denn natürlich unterscheidet das niemand, - wenn sie aussehen, wie die Neuen, sind es vermutlich auch welche... Das ist 2015.





Vonwegen einmal ein Schläger immer ein Schläger: Wer das sagt, denkt wohl, dass es unheimlich schön ist, Leute zu schlagen und wer einmal damit angefangen hat nicht mehr aufhören kann. Wie kommt der bloß darauf? Wie kann man bloß sowas denken? (!!!)

    Manchmal frage ich mich, mit welchem Recht wir hier in Deutschland überhaupt so im Luxus leben, während anderswo auf der Erde Leute Hunger leiden, oder sogar verhungern. Welches moralische Verdienst ich dem hungernden Typ aus Afrika eigentlich vorraus habe. Sicher kann man den Wohlstand in gewissem Maße relativieren, z.B. braucht man hier eine Wohnung , um den Winter zu überstehen,während man dort auch in einer primitiven Behausung nicht friert.Sicher in einer Umgebung, in der alle extrem arm sind , ist man als extrem Armer sozial akzeptiert.Zumindest,solange es gelingt, die Reichen fernzuhalten.Und wenn man dort aufgewachsen ist,ist soein Leben wohl auch nicht so eine psychische Tortur,wie für jemand, der diesem Leben fremd ist.Und bei einigem Überlegen würden mir wohl noch einige Relativierungsargumente einfallen.Trotzdem reicht das alles nicht.Das alles kann man so einem Menschen eigentlich nicht ins Gesicht sagen.Ich könnte auch sagen, „Ich habe Deutschland nicht nur genossen, sondern auch erlitten. Auch in unserem Land zu leben,muß man erst lernen.“ Aber das reicht nicht.Oder:“Es ist nicht möglich , euch zu helfen,weil eure Regierungen uneinsichtig sind“,oder noch schlimmer, „nicht sinnvoll,weil ihr unsere Hilfeanstrengungen durch Vermehrung ohne eigene Lebensgrundlage wieder wettmacht.“Aber das stimmt doch so nicht.Und die Liebe der Geschlechter gehört halt auch zum menschlichen Leben dazu und läßt sich nicht einfach so wegoperieren.(Eh ich mir aus Armut keine Kinder mehr wünschen würde, müßte ich schon so arm sein,daß ich ihnen nicht beim Verrecken im Elend würde zusehen wollen.Ich denke manchmal wenn ich in so einer Reisefernsehsendung so richtig arme Leute mit vielen Kindern sehe,dass die trotzdem so aussehen, als ob sie nicht mit mir würden tauschen wollen.Ich wäre zwar dem Leben, das diese Leute führen, nicht gewachsen,zumal ich für solche Verhältnisse allmählich alt werde,aber vielleicht wäre ich in so einer Situation eher zuhause, als hier in Deutschland,wo man mit Kindern garnicht so leben darf, wie man anderswo muss und wo ich für die Leute,die ich liebe eigentlich überflüssig bin.) Und wenn dann Verhütungsmittel teurer sind als Lebensmittel? Und so ein richtig schöner hoffnungerweckender Frühling kommt?Also daraus kann ich keinem einen Vorwurf machen. Vielleicht gehört es zur Würde des Menschen, bewußt Schuld auf sich nehmen zu können.Kinder,die es nicht gibt,leiden nicht,aber warum vernichten wir nach dieser Logik nicht gleich die ganze leidende Menschheit mit ein paar großen Bomben,und das Elend wäre vorbei?Also, jemand muß die Verantwortung für ihre Existenz übernehmen. Vielleicht ist das die Lösung: sich vorzustellen, dass die Armen dieser Welt sich hinstellen,und sagen:Wir sind nicht alles Kinder,auch wir haben bewußt Schuld in Kauf genommen und damit auf uns geladen und wir können einem Mann aus Deutschland nicht übelnehmen,dass er versucht,aus dem Geld, über das er verfügt, zu machen,was er kann.Ist es nicht auch beleidigend die Armen alle als unmündig zu betrachten, nur weil sie arm sind? Es geht also nicht darum,sein Geld einfach an Ärmere wegzugeben,sondern,welche sinnvollen (nicht unbedingt profitablen)Geschäfte man damit machen kann.Und da gibt es für mich keine Möglichkeiten:Was nützt mir ein Freund mit dem ich teile,den ich aber nicht mal kenne?Teilt er überhaupt meine Wertvorstellungen,oder verachtet er mich Jammerlappen heimlich? Ein Adoptivkind in Afrika? Ich weiß ja nicht mal, was ich anrichte!Wurde es durch mein Geld am Ende noch seinen Eltern weggenommen?Aber vielleicht red ich mir ja auch nur ein,was ich gerne hören möchte und ich könnte froh sein,wenn ich durch eine Spende noch meine Seele vor der Hölle der Würdelosigkeit retten kann. Das muß allerdings nicht heißen,dass ich nicht für eine gerechtere Welthandelspolitik sein kann.Erstens muß ich das nicht direkt bezahlen,sondern die ganze Gesellschaft und mein relativer Status verändert sich dadurch nicht. Zweitens bin ich dann gerecht,was meinem Selbstbewußtsein und Status hilft. Drittens können die Leute in den armen Ländern selbst überlegen, was sie damit machen. Schade nur für mich, daß mein Geld hier nicht soviel wert ist, wie es dort wäre.Aber dafür gibt es dort dann wohl Räuber und sowas und im Nu lebte man wieder schwer bewacht im Weißenviertel unter ekelhaften Rassisten und hat bestenfalls die weiße Frau gegen eine schwarze Hausangestellte eingetauscht,die einen auch nicht versteht wenn man unzufrieden ist sondern das was man denkt für eine Art reiche-weiße-Männer-Krankheit hält und zu der man obendrein nicht stehen darf. Und dann hat da womöglich noch jede zweite Aids, wie in Südafrika und die Liebe ist echt ein Job für verzweifelte Draufgänger.Also, da bleibe ich vielleicht doch lieber hier und kaufe mir für mein Geld ein neues Computerteil.Aber frustrierend ist das schon.Ich bin schließlich auch kein Kind mehr. ( Nachtrag 2007: Das offene Bekenntnis zu Sex gegen Geld ist in unserer Gesellschaft auch zweifellos etwas revolutionäres, sympathisches. Leider bin ich doch etwas entmutigt. Ich habe jedenfalls keine Lust auf Sex mit einer Frau, die mich selber für einen schlechten Menschen hält, weil ich ihr Geld gegeben habe, das sie wollte, statt irgendwelcher Liebesschwüre, an denen sie auch gar nicht interessiert ist. Ist man ein schlechter Mensch, nur, weil man Geld hat? Letztenendes wahrscheinlich ja. Aber es gibt doch vieles, womit ich das aufwiegen kann. Zumal ich garnicht so viel Geld habe. Letztenendes braucht doch jeder Freunde, für die er sich nicht zu Recht ausgelacht fühlt, wenn er treu zu ihnen hält.)

    Und ich finde es schon reichlich unverschämt, von mir zu erwarten, meine gegenwärtige gesellschaftliche Stellung als das mir gerechterweise zukommende zu akzeptieren. Ich habe mir im Gegensatz zu anderen Leuten meine Freiheit erkämpfen müssen. Ich habe nach dem Abitur noch 10 Jahre in Ausbildungen verbracht. Da liegt es natürlich nahe, mal darüber nachzudenken, wie es wäre, die Klassengesellschaft mal zu meinen Gunsten arbeiten zu lassen, statt gegen mich. Ich will damit überhaupt nicht die Liebe und all diese Dinge leugnen, die mir sehr wichtig sind,aber eh man sich Hals über Kopf und zutiefst ehrlich in eine Hausangestellte oder irgendein Luder verlieben kann, muß erstmal eine dasein. Schon um nur in einen Sexclub zu gehen und Frauen zu treffen, mit denen man Spass haben kann, muss man unermessliche Mengen Knete verschmerzen können und das auch noch in dem Wissen, dass sie miesen Abzockern in die Hände fallen(??) und nicht etwa den Frauen.

    Es ist eine der zentralen Lebenslügen unserer gegenwärtigen Gesellschaftsordnung, dass Liebe nichts mit Geld zu tun habe. Früher, als es noch Kommunisten gab, wußten die das besser. Ich meine, bevor man die Gesellschaft therapieren will, muß man sich doch erstmal den Tatsachen stellen.

    Geld ist auch garnichts verächtliches. Geld als Gestalt von Arbeit ist Ausdruck dessen,was der Mensch für den Menschen tut. Wer etwas für Geld tut, tut es doch für einen anderen Menschen,der nämlich das Geld dafür gibt. Geld ist Liebe. Das ist doch grade das schlimme. Dass andere unsere Liebe geringschätzen können und mit ihr machen, was sie wollen. In Anbetracht, dass sie sowieso dem Sklavenhalter gehört, sollten wir aber nicht auch noch seine Interessen wahrnehmen, indem wir untereinander damit geizig sind.Was einem doch sowieso nicht mehr gehört, kann man doch leichten Herzens verschenken. Wer wollte hier noch ehrlich sein? „Spießertrottel!“ rufe ich mir zu, wenn mir solche Gedanken kommen.(Nachtrag12/2016: Sowas sagt sich als Mann natürlich auch leichter, als als Frau.) Geld wird erst dadurch verächtlich, dass es sich in unserem Wirtschaftssystem von selbst vermehrt oder von mächtigen Leuten erpresst wird und kein Maß mehr für die persönliche Leistung und Würde des Besizers ist. Wer täglich spürt, dass er es zum Leben braucht, kann sich nicht leisten, es zu verachten.

    Außerdem: Ein richtiger Erwachsener möchte doch für das geliebt werden, was er leistet. Oder, wie schön er ist. Nicht dadurch gedemütigt werden, dass er irgendwie gnadenweise geliebt wird. Wenn ich liebe, tue ich nicht nur so als ob ich liebe, sondern ich will auch wirklich, dass die Geliebte durch mich glücklich ist. Zumal man doch auch weiß, dass diese gnadenweise Liebe immer lau ist und auf die Dauer zu Ekel führt.(Nt12/2016:Wirklich?) Wenn ich liebe, dann will ich auch etwas leisten, weil mir sonst meine eigene Liebe nichts gilt. Ich will die echten Sachen. Ich hab sonst garnicht erst Lust. Wenn man anerkennt, dass Leistung durch Geld ausgedrückt wird, muß man auch anerkennen, dass Liebe durch Geld ausgedrückt werden kann. In einer Gesellschaft in der Geld das einzige ist, was etwas gilt, kann Liebe nur Prostitution oder Revolution (also Gewalt ) sein. Und ich möchte mal sagen: Alle die, die für Geld arbeiten müssen, aber keine Liebe dafür bekommen können, sind die betrogenen Opfer des kapitalistischen Systems. (Nt12/2016Ja, aber alle, die die dies nicht kapiert haben, lieben die etwa nicht? Kann man die denn einfach mal so über die Birne kloppen, statt es ihnen liebevoll zu erklären? Auch ungerecht.)

    Ich sehe darin je nach den Umständen eine Rechtfertigung für Raub Vergewaltigung Diebstahl Betrug Klassenschande usw. (Nt12/2016: Mancher Tatbestand ist überholt, an anderen wird noch gearbeitet.) Es kommt nur darauf an, was man wagen kann, (Nt12/2016:eher nix) und was seinen Zweck erfüllt. Ich bin auch immer darauf gefasst, dass man mal zu Unrecht zum Opfer werden kann. Es ist für einen guten Zweck, wenn es diesen Menschen zum Revolutionär macht. (Geändert 12/2016) Nur so Zwingesüchtige menschenfeindliche Kontroll-Typen kann ich nicht ab. Schmeiß weg, die Schuld der anderen, damit kannst Du nicht ernsthaft für Liebe bezahlen. Es gibt zu viele Märtyrer und die meisten Leute sind es ein bischen selber. Und wenn, sollte Dein Märtyrertum wenigstens von Liebe zeugen, nicht von Angst. (siehe >“Vaterunser“..vergeben, usw...( ist nicht alles doof, an dem Religions-zeug.))





Zu dem Satz: Jemand der der Meinung ist,dass sich Schwarze und Weiße unterscheiden,sollte der noch Lehrer werden dürfen?

(den ich aus dem Text des Fragebogens wieder entfernt habe, weil er für sich alleine platter zu sein scheint, als ich ihn meine.)

Warum denn immer verfolgen verfolgen verfolgen...?Wegen der Kopfgelder die auf Rassisten stehen? Das wird wohl der Grund sein.In der Tat sagt die Hautfarbe nichts über die Persönlichkeit aus,aber muß man deshalb das offenkundige leugnen?Damit wird man wenig Glaubwürdigkeit gewinnen. Richtiger wäre es, sich dem Problem zu stellen.Was haben die Schwarzen zu befürchten?Es ist doch längst bewiesen,dass die Unterschiede an Begabungen unter den Individuen einer Rasse viel größer sind,als die zwischen den Rassen. Mit anderen Worten: Wenn Durchschnitts-Otto vor einer Versammlung von 100 Schwarzen sagt, das Schwarze unbegabter seien als Weiße, dann hat er sich gegenüber ungefähr 50 seiner Zuhörer blamiert, weil die nämlich mehr drauf haben, als er. Wen interessiert, ob es 48 oder 52 sind? Selbst wenn Weiße eine bischen überlegene Rasse wären, gilt das bestimmt nicht für Durchschnitttstypen, die aber genau diejenigen sind, die ständig damit hausieren. Lächerlich. Es gab einige Untersuchungen dazu in den USA,die zwar ergeben haben,daß die Schwarzen im statistischen Mittel durch Armut benachteilligt sind,ansonsten aber nicht dümmer, als die Weißen.(Quelle:im Radio vor einigen Jahren gehört.) Es gibt aber meines Wissens verhältnismäßig wenige seriöse Untersuchungen über die verborgenen Qualitäten der Rassen.Vermutlich, weil sie zu nichts nützlich sein könnten,egal,was dabei rauskommt. Es ist doch gerade eine der großen Errungenschaften der modernen Zeit dass die Menschen gleich an Rechten sind, unabhängig von der Hautfarbe.Und dass jeder ,bei Bewerbungen zum Beispiel, nach seinen persönlichen Qualitäten eingeschätzt werden sollte,und nicht,weil er zum Beispiel blond ist.Trotzdem:wahrscheinlich gibt es geringe Unterschiede auf irgendwelchen Gebieten. Wir brauchen sie nicht zu wissen.Wenn man sie wüßte würden sie überbewertet werden. Hinzu kommt, dass Schulleistungen im Vergleich zu guter Erziehung bei uns sowieso stark überbewertet werden. Muß man Durchschnitts-Otto auch sagen. Die Erziehung ist aber auch davon abhängig, auf welcher Schule man ist.

Problematisch ist,wenn man sich in einer rassistischen oder auch nur rassisch-sozial differenzierten Gesellschaft ökonomisch rational oder sonstwie effektiv verhalten will.Wenn nämlich rassische Merkmale statistisch mit sozialen einhergehen ist es in gewissem Maße effektiv, sich an der Rasse zu orientieren.Es kann sogar schwer werden,sich dieses Zusammenhangs gefühlsmäßig zu erwehren. Stichwort „racial profiling“. Ein Problem, das zum Beispiel Polizisten in den USA haben. Aber auch hier.Wenn z.B. die Diebstahlskriminalität am Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt hauptsächlich von bestimmten sehr rosanenLeuten bestritten wurde,dann war es eine wirksame Strategie der Polizei, bevorzugt sehr rosane Leute zu kontrollieren, die so ähnlich aussahen.Was meines Wissens dort auch geschah. Ähh, ja. Auf der anderen Seite ist es eine wirksame Strategie der so Benachteiligten, die andere Seite dann als Rassisten zu diffamieren.Und wenn man sowieso beschuldigt wird... . Eine rassisch -sozial differenzierte Gesellschaft ruft also von ganz alleine ein gewissens Maß an Rassismus hervor. Um so wichtiger,dass hier nicht polarisiert wird.Und wirklich lösen lässt sich das Problem nur, indem die soziale Differenzierung ausgeglichen wird. Vielleicht müßte der Staat für jeden mit racial profiling Überführten eine saftige Summe in einen Sozialfond zugunsten der betreffenden Gruppe einzahlen. Die Idee würde allerdings daran scheitern, dass Verutreuung solcher Gelder durch irgendwelche Anrechungen oder Einsparungen mittlerweile zum selbstverständlichen und mit „moralischen“ Argumenten geforderten Standard geworden ist.

Es kommt eben auf den Zusammenhang an, in dem jemand soetwas sagt. Wer sagt, dass Schwarze und Weiße sich unterscheiden, meint normalerweise, dass es noch andere Unterschiede gibt, als eben den bezeichneten der Hautfarbe. Die Frage ist ein bischen eine Fangfrage. Ich glaube, in den USA sind im Grunde alle froh, dass sie das Thema durch haben.(Nachtrag: na ja, in den Umgangsformen.Wo es Platz für Vorurteile gibt, ist wohl noch einiges nachzuholen.) Es ist allerdings schwer, ein guter Rassist zu sein. Es gibt nur wenige wissenschaftliche Argumente: größere Resistenz gegen Sonneneinstrahlung oder gegen bestimmte Krankheiten vielleicht. Aber da gibt es schon wieder größere Unterschiede, je nach dem Herkunftsland innerhalb Afrikas. Ich bin auch kein Biologe und kenn mich damit nicht so aus.Nachtrag: (Es ist zu bedenken, dass das Wort „Diskriminierung“ eigentlich „Unterscheidung“ bedeutet. Schon in der Unterscheidung von Menschen ist wohl der Grundstein ihrer Entrechtung gelegt. So gesehen wäre es vor allem eine Frage wie intensiv dieser Lehrer sich mit der Unterscheidung aufhält.So einen richtigen Nazi will ja keiner.)

Ich würde es auch nicht gut finden, wenn Lehrer rassistisch wären. Ich finde es aber auch nicht gut, wenn Leute, die sich Mühe geben, nicht ins Fettnäpfchen der Leugnung des Offenkundigen zu treten, gleich wieder von anderen diskriminiert werden, die dieses Niveau nicht mal erreichen.

Über Antisemitismus hatte ich hier auch mal was.
Wenn man Antisemit ist, wenn man keine Juden mag, dann bin ich zum Glück keiner:

Ein paar Juden, die ich ganz super finde:

Noam Chomsky (amerikanischer Sprachwissenschaftler am MIT und Politaktivist)
Kyle Broflovski aus der Zeichentrickserie „Southpark“ -vielleicht kein Superhirn aber einfach liebenswert und herrlich-
Ephraim Kishon – hab ich aber längere Zeit nicht mehr gelesen. Fand ich aber mal sehr lustig.
Jesus und Rosa Luxemburg, Dough Havermann, der garnicht wirklich einer ist, und vermutlich einige, von denen ich es garnicht weiß, oder die mir grade nicht einfallen.


Nachtrag 03/2016 hinsichtlich aktueller „Flüchtlingskrise“:
Verteilungsprobleme von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union sind Verteilungsprobleme von Wohlstand innerhalb der EU. Die EU hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht und kriegt jetzt die Quittung. Ich finde die Euro-Währungsunion gut, aber das habe ich immer nur getan, weil ich davon ausgegangen bin, dass dadurch eine zwingende Notwendigkeit besteht, die Wirtschafts und Sozialstandards innerhalb der EU anzugleichen und europäische Strukturpolitik zu etablieren. Und wenn man zwingende Notwendigkeiten ignoriert – siehe Griechenland-Bankenkrise – dann kommt eben Murcks raus und alle, die flüchten müssen, suchen sich Deutschland o.ä. als Ziel aus....
Was schätzungsweise geschehen müsste:

Langfristige Angleichung von Lebensqualität überall auf der Erde, in dem Sinne, dass normalerweise nur wenige es vorziehen würden, von ihrer Heimat aus dauerhaft in andere Länder umzuziehen: Jeder Mensch muß wenigstens ohne kurzfristig lebensbedrohende Umstände leben können, muss sich die Achtung einiger Mitmenschen verschaffen können und muss etwas tun können, um sein Schicksal zu verbessern, zum Beispiel im Betrieb arbeiten. Soweit diese Punkte von gesellschaftlichen oder politischen Bedingungen abhängig sind. Wo Wüste ist, ist eben nix und endlich ist das Leben allemal.


Bevölkerungspolitik die das Bevölkerungswachstum in verschiedenen Ländern angleicht, und auf leicht negative Werte zurückfährt, vor allem in Ländern mit kürzlichen Bevölkerungs-“Explosionen“. Die ein-Kind-Politik der Chinesen war da auf jeden Fall eine richtige Wahl. Es hat sich aber wohl auch gezeigt, dass dies ein extrem sensibles Thema ist und dabei vieles nicht so besonders gut gemacht wurde. Es braucht flexible vielseitige, regional angepasste, Grausamkeiten vermeidende, Lösungen, die von vielen entsprechenden Korrekturmassnahmen begleitet werden.


Innerhalb weniger Jahre sind die reichen Staaten nicht in dem Masse anpassungsfähig, dass man einfach alle Grenzen öffnen könnte. Das wäre nicht einmal gerecht gegenüber den Menschen, die sich ihr Leben in so einem Land aufgebaut und dafür gearbeitet haben. Migrationsströme müssen also klein gehalten werden. Natürlich verhält man sich dabei manierlich und zivilisiert. Gegen gewaltlose unerlaubte Eindringlinge geht man natürlich auch nicht mit Schusswaffen, oder sowas, vor. Das Menschenrecht auf Asyl endet bei Massenandrang im grenznahen unzäunten Lager, das aber internationale Mindest-Standards einhält, bei niedrigem Andrang mit sofortiger Integration.
Wenn dauerhafte Lager also Mehr-Generationen-Ghettos zu entstehen drohen, muss man sich fragen, wieso die Ursachen nicht behoben wurden, obwohl man so viel Zeit dazu hatte.


Friedenspolitik kostet was. Uno-Organisationen, die in der Lage sind, das Geld sinnvoll auszugeben, sollten es auch bekommen.


Krieg ist keine Lösung. Nie eine gewesen. Der Atomwaffen-Sperrvertrag ist doch auch ganz wirksam, insoweit die Zahl der Atommächte sich tatsächlich nicht oder kaum weiter vergrößert hat. Wieso liefert man aber konventionelle Waffen an Leute, die diese nicht selber herstellen können? Für das Gleichgewicht? Warum nicht lieber den anderen die Waffen wegnehmen? Angemessene Verteidigungsfähigkeit? Ja, was braucht man denn noch, wenn die anderen auch nichts haben? Bischen Polizei. Schaffen die normalerweise auch so.
Ich bin nicht ganz sicher, was unterdrückte, bedrohte Völker betrifft. Da gibt es vielleicht manchmal Ausnahmen. Die aber nicht überzogen werden dürfen.
Global halte ich es mit der obersten Direktive aus Star-Treck:Vielleicht müssen Länder sich ja auch gesellschaftlich politisch selber hocharbeiten, bis sie es schaffen ein eigenes dauerhaft stabiles innerlich friedliches System zu entwickeln, was alleine es ihnen erlauben würde, sich bis zur Fähigkeit hochzuarbeiten technisch anspruchsvolle Waffensysteme selber herzustellen. Ein Land, das alle Jahre zerbombt, zersprengt, zerschossen, zerbraindrained und geistig gedemütigt wird, wird kaum noch irgendetwas herstellen können. Warum dahin auch noch Waffen verkaufen?
Allerdings sollte es überhaupt nicht so viel unnötige Waffen auf der Welt geben, denn ein Produkt versucht sich natürlich immer einen Markt zu suchen. Auch in hochentwickelten Gesellschaften.

Zu „Es gibt nur zwei Gründe,warum jemand für die Rechte von schlechten Menschen eintritt: Entweder er kriegt Geld dafür,oder er hat selber das gleiche gemacht und fühlt sich deshalb angegriffen.“ Äh, ja, stimmt oft, aber nicht immer. Haben Sie eine Ahnung, wie weit Analogien reichen? (Bedeutung von „dasselbe“) Nein? Na, ja. Und gibt es eigentlich überhaupt sowas, wie „schlechte“ Menschen?
01/2017: Es gibt noch einen Grund:
Im übrigen kann man auch dazu kommen, andere zu verteidigen, weil man selbst zum Opfer der gleichen Untat geworden ist, die diese anderen auch begangen haben, wenn sie überhaupt verzeihlich ist. Opfer kann nämlich niemand als Freunde leiden, denn das sind immer die Typen mit dem Extra-Anspruch. In einer Gesellschaft, zu deren Legende es gehört, solidarisch zu sein, sind die Verbrechensopfer natürlich immer die Leute, deren Freundschaft einen am teuersten zu stehen kommt. Das merken die Opfer natürlich und da sie nicht ungeschehen machen können, dass sie zum Beispiel vergewaltigt wurden, fange sie an darüber nachzudenken, ob nicht sie selbst einfach Entschuldigungsgründe für Vergewaltiger finden können, so dass sie keine Opfer mehr gewesen sind, sondern nur noch gewöhnliche Interaktionsteilnehmer, noch unwissend, aufklärungsbedürftig und letzten Endes auch ein bischen selber schuld. Mit dieser Haltung brauchen sie dann auch keine Kompensationen mehr und andere könnten sich wieder leisten, sie zu Freunden zu haben.
Also sucht und findet der Mensch in dieser „solidarischen“ Gesellschaft Entschuldigungsgründe für genau die Dinge, deren Opfer er geworden ist. Wenn er ein bischen rumsucht, auch noch ein paar periphere Plausibilitäten, sich selber soetwas vorstellen zu können. In ganz speziellen Situationen.
Nun hat diese „solidarische“ Gesellschaft der 150-prozentigen Leute auch noch die nette Eigenschaft, die „Opfer“ mit Worten zu verteidigen, dieselben Opfer, denen sie einen Raketenantrieb an den Arsch montiert, damit sie bloß abhauen und keine Solidaritätsanforderungen stellen. Und bei diesem verbalen Verteidigen der „Opfer“ wird dann auch jeder mit maximaler Radikalität und Rücksichtslosigkeit angegriffen, der die Täter verteidigt. So schafft man sich die lästigen Opfer vom Hals, indem man vorgibt, sie zu verteidigen. Frauen natürlich ausgenommen, denn deren Opfertum kann man ja dann weiterverkaufen, weil man sie dann in Solidarität (lieben) ficken kann.
Diese Art Frauenbewegung ist nicht „links“ und tendiert dazu, von Faschisten umgelenkt und übernommen zu werden.

Man kann auch Opfer anderer Untaten als sexueller Nötigung werden, es gibt asexuelle Lust-Vergewaltigungen mit dem besonderen Aspekt des Quälens als Selbstzweck, und Übergriffe gegen Status, Besitz, Privatspäre, Ansehen, Gesundheit, Karriere, usw.... all das, was ein Mensch eventuell rechtmäßig beanspruchen kann. Eventuell, --oder auch nicht. Das ist es doch gerade.


Eine Seite aufwärts